Leserstimmen zu
Tränen der Erde

Bastian Zach, Matthias Bauer

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Der neue historische Roman „Tränen der Erde“ spielt kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg, dem epochalen, Religionskrieg, indem zum Teil nur 1/3 der Bevölkerung überlebten. Die Protagonisten des Romans, die katholischen Heidfeldts und die protestantischen Ackermanns, sind zwei Familien, die durch eine gemeinsame Flucht aus Deutz in die freie Reichsstadt Schwäbischwerd zusammengeschweißt sind. Sie erleben in rund 20 Jahren in der neuen Heimat einen wirtschaftlichen Aufschwung, aber auch die Anfeindungen der Religionsanhänger, denn Schwäbischwerd ist protestantisch. Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich ein Handlungsstrang, der von Rache der Zurückgebliebenen, von religiösem Hass und von versoffener Entmutigung erzählt. Es gibt keinen Zweifel, das Autorenpaar Zach-Bauer sind großartige Schriftsteller. Die Autoren erzählen mit leichter Hand, die Figuren sind gut gezeichnet, ihre Handlungen schlüssig. Der Schreibstil ist so flüssig, dass ich den Roman in wenigen Tage durch hatte. Die „Offenbarung“, dass Schwäbischwerd später als Donauwörth bekannt wurde, gab dem Roman, die für mich notwendige Authentizität eines historischen Romans. Besonders beeindruckend und geschichtlich belegt sind die Auseinandersetzungen und damit verbunden Emotionen der Glaubensgegner. Trotz aller positiven Eindrücke wurde der Spaß am Lesen an einigen Stellen getrübt. Das reizvolle Cover zeigt eine Dame, dabei sind die beiden Hauptpersonen Männer, zumindest empfinde ich das so. Die Auflösung des Romans erfolgt auf knapp 80 Seiten des 560 Seiten starken Romans. Für mich kam das sehr überhastet vor; und das, nachdem zuvor einige Längen im Roman waren. Mir schien es, dass der Verlag 560 Seiten vorgeben hat und die Autoren bei 500 „aufwachten“ und nun zu Ende kommen mussten. Der Titel der Rezension bezieht sich auf einen Film von Regisseurs Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1974: „Angst essen Seele auf“. Der Film handelt von einer älteren Frau, die sich in einen jüngeren Marokkaner verliebt und ihn heiratet. Fazit: Der Roman „Tränen der Erde“ des Autorenpaars Bastian Zach und Matthias Bauers ist ein spannender und abwechslungsreicher dabei authentischer Roman über die Jahre vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges. Der historische Roman überzeugte mich durch Stil und dichten Inhaltes, könnte aber 100 Seiten kürzer sein.

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Inhalt: Im Jahr 1606 legte sich der drohende Schatten des dreißigjährigen Krieges über das Land. In der Reichsstadt Schwäbischwerd lebten zwei angesehene Familien: Die katholischen Heidfeldts und die lutheranischen Ackermanns. Die beiden Familien sind eng befreundet und verbunden durch Geschäft und sogar Liebe. Sie haben großen Einfluss und das ist vielen ein Dorn im Auge. Auch ahnt niemand, dass ihr Vermögen auf einem Verrat aufgebaut ist. Im schwelenden Religionskrieg geraten sie immer mehr in einen Strudel aus Macht, Intrigen und Verschwörungen ... Meinung: Dieses Buch schreibt über eine Zeit, über die ich noch nichts gelesen habe. Eine interessante Zeit, die hier eindrucksvoll beschrieben wird. Wir begleiten die zwei Familien, eine katholisch, die andere lutheranisch. Es ist eine Zeit, die durch religiöse Streitereien geprägt ist, in der Neid und Rachsucht herrschen. Der religöse Streit beginnt in Schwäbischhall mit einer Kleinigkeit und doch wird es zu einer riesigen Sache. Keine der religiösen Parteien will zurückstehen, keiner will der Klügere sein, der nachgibt. Die Geschichte des religiösen Streits wird gemeinsam mit der Geschichte der Familien Heidfeldt und Ackermann erzählt. Wie selbst die seit vielen Jahren eng befreundete Familien, mit Vorurteilen und Rachsucht zu kämpfen haben. Doch es geht nicht nur um den Religionsstreit. Es geht auch um das damalige Leben, die Familiengeschichte, um Liebe, um Geschäft, Freundschaft. Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben und entwickelt. Um keine Übersichtsprobleme zu bekommen, hat man gleich am Anfang des Buches eine Tabelle der Familienangehörigen und der anderen Personen. Durch die Geschichte der Familien wurde man in das Geschehen hineinkatapultiert und hatte das Gefühl, mittendrinnen zu sein. Die Autoren schafften es, von den ersten Seiten an Spannung aufzubauen. Die Seiten flogen nur so dahin und ich hatte den Eindruck als würde vor meinen Augen ein Film abgespielt. Fazit: Toller historischer Roman. Spannend, bewegend, lehrreich, was will man mehr?

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Zwei Familien, zwei Leben und ein Schicksal Schwäbischwerd im Jahre 1606: Die Familien Heidfeld und Ackermann haben sich ihren Wohlstand hart erarbeitet. Sie sind seit Jahren befreundet und auch der Religionsstreit kann sie nicht auseinanderbringen. Die Heidfeldts sind katholisch, während die Ackermanns dem protestantischen Glauben angehören. Beide Familien unterstützen sich, wo immer es nötig ist. Niemand ahnt auch nur etwas von ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Allerdings kommen düstere Zeiten auf die Stadt und ihre Bewohner zu. Der große Krieg ist schon zum Greifen nah und keiner sieht das Unheil kommen. Neid und Missgunst tragen ein übriges dazu bei, um beiden Familien das Leben schwerzumachen. Werden sie es schaffen, ihre Freundschaft zu erhalten und ihr Leben zu sichern? Romane die in der Zeit des 30.jährigen Krieges spielen gibt es zur Genüge, aber ein Buch, welches von den Jahren davor erzählt, habe ich noch nicht so oft gelesen. Die Zeit des Religionsfriedens war mindestens genauso spannend und interessant, wie später der grausame Krieg. Die Familien Heidfeldt und Ackermann sind nur zwei Beispiele, wie ein Leben damals ausgesehen haben könnte. Mir habe diese Protagonisten gut gefallen. Das Autorenduo hat es verstanden, ihre Charaktere abwechslungsreich zu gestalten. Es gibt nicht nur schwarz und weiß, nicht nur gut oder böse. Jeder hat kleine Geheimnisse die gewahrt bleiben wollen. Die Schwächen und Stärken haben die Autoren wunderbar ausgearbeitet. Aber nicht nur das Familienleben wurde beschrieben, gerade auch die Atmosphäre der Zeit wurde gut eingefangen. Man bekommt schöne Einblicke, wie kleine Streiterei größere Unglücke erzeugen können. Der Streit der Religionen fängt im Kleinen an, um sich dann weiter auszubreiten, genau dies wird ausführlich geschildert. Die Familien bilden sozusagen nur die Grundlage, um das Geschehen vor dem großen Krieg erzählen zu können. Mir hat gut gefallen, wie die Autoren Zach-Bauer vorgegangen sind. Es hat Spaß gemacht mit den Heidfeldts und Ackermanns Schwäbischwerd kennenzulernen. Damit man die Familien gut auseinanderhalten kann, steht gleich zu Beginn ein Personenregister, welches dabei behilflich ist. Fremde Begriffe werden schon gleich auf jeder Seite gekennzeichnet und als Fußnote geklärt. Fazit: „Tränen der Erde“ ist ein spannender, abwechslungsreicher, historischer Roman. Er hat mich wunderbar unterhalten. Die Seiten sind nur so dahin geflogen. Eins ist mal sicher, dieser Roman war zwar mein erster Roman des Autorenduos Zach-Bauer, aber sicher nicht mein letzter.

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Historische Romane gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer; die Spreu vom Weizen zu trennen, ist oft nicht einfach. Das Autorenduo Zach/Bauer hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen als Verfasser akribisch recherchierter, spannender historischer Romane gemacht. Mit dem mittlerweile sechsten Roman, angesiedelt im 17. Jahrhundert bzw. zur Zeit des 30-jährigen Kriegs, übertreffen sich die Autoren allerdings selbst. Im Mittelpunkt steht das Schicksal zweier befreundeter Familien, die durch Religions- und sonstige Streitigkeiten auf eine harte Probe gestellt werden. Dazu eint beide Familien ein düsteres Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Dieses Geheimnis entwickelt sich im Laufe der Zeit ebenso zu einer Belastung wie die unterschiedlichen Konfessionen und die andauernden Intrigen, denen beide Familien ausgesetzt sind. Dabei wirken die Probleme, mit denen sich die Ackermanns und Heidfeldts herumschlagen müssen, keineswegs klischeehaft oder platt, sondern wurden glaubwürdig und nachvollziehbar ausgearbeitet. Gerade die Charakterzeichnung ist den Autoren in "Tränen der Erde" besonders gut gelungen. Jeder Protagonist hat Nuancen, niemand ist nur gut oder böse, und selbst unsympathischen Figuren kann man beim Lesen noch etwas abgewinnen - und sei es nur, dass man ihre Motivation zumindest nachvollziehen, wenn auch nicht gutheißen kann. Klischeehafte Figuren gibt es praktisch gar nicht, und das macht den Roman so spannend. Das und die verflochtene Handlung, die unaufhaltsam auf den Krieg zustrebt, ohne dass die Protagonisten irgendetwas dagegen unternehmen können. Denn sie sind derweil nur Rädchen im historischen Getriebe - bleibt zu hoffen, dass eine Fortsetzung folgt, denn auch wenn der Roman gut für sich alleine stehen kann, will man natürlich trotzdem wissen, wie es mit den beiden Familien und den zahlreichen Nebenfiguren weitergeht.

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Interessant

Von: EvaMaria

22.10.2019

Als ich das Cover von Tränen der Erde gesehen habe, wusste ich, dass ich es lesen muss, denn ich finde es hat was und ich fühlte mich regelrecht davon angezogen. Im Mittelpunkt stehe zwei Familien, die Heidfelts und die Ackermanns. Beide sind recht angesehene Familien und sind befreundet, allerdings gibt es ein Problem und zwar gehören beide unterschiedlichen Religionen an, was zu Problemen beim nahenden Krieg führen wird. Ich fand das Buch richtig spannend und interessant. Der historische Aspekt hat mich absolut begeistert, denn alles machte einen sehr realistischen Eindruck und durch die vielen Details der Autoren konnte ich sehr gut in die Geschichte eintauchen. Der Spannungsbogen wurde von Beginn an gehalten und hat mich so an das Buch gefesselt. Allerdings geht es in der Geschichte nicht nur um Krieg, sondern auch um Freundschaft und Verrat. Es ist den Autoren auch sehr gut gelungen eine Situation zu beschreiben, die ja auch durchaus aktuell ist. Damals wurden die Leute nach Religion beurteilt und auch momentan ist dies ja ein wiederkehrendes Thema. Die Protagonisten waren toll beschrieben und diese machten einen durchaus überzeugenden Eindruck. Natürlich wurden die Mitglieder der beiden Familien im Vordergrund und so gibt es auch zu Beginn des Buches eine Übersicht über die Familienmitglieder. Der Schreibstil der Autoren hat mir gut gefallen und das Buch war angenehm zu lesen. Es gibt sehr viele historische Fakten, welche mich überzeugt haben und die Handlung machte einen schönen, runden Eindruck. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den Hauptcharaktere, was toll ist, denn so bekommt man einen sehr guten Überblick über das Geschehene. Alles wirkte sehr lebendig und man konnte der Handlung wunderbar folgen, denn alles war toll verständlich. Das Cover finde ich einfach nur schön. Fazit: Lesenswerter, historischer Roman. Spannend und interessant. Klare Weiterempfehlung. 5 von 5 Sterne

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