Leserstimmen zu
Gib alles ─ nur nie auf!

Norbert Elgert

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Gib alles nur nicht auf!" von Norbert Elgert Ein absolutes Klassebuch. Für alle, die ihn noch nicht kennen, er ist einer der besten Fußballjugendtrainer in Europa ung gibt einen Einblick in seine Führungsmethoden. Mich überrascht hat wie viele Methoden aus der Persönlichkeitsentwicklung schon in der Jugend angewandt werden. Ein Beispiel hierfür ist die Autosuggestion, von der einige Spieler berichten. Generell sind gerade die vielen Beiträgen von ehmaligen Spielern (u.a Benedikt Höwedes, Mesut Özil, Joel Matip) sehr spannend. Gut gelungen sind auch die Kurzzusammenfassungen seiner Ratschläge, sodass man diese nochmal im Nachgang überfliegen kann. Sehr authentisch erzählt er auch von seinem Privatleben und wie er mit privaten sowie beruflichen Rückschlägen umgegangen ist. Für alle sportintressierten Leser ist dieses Buch ein absolutes Muss! Für alle Personen, die gerne mal über den Tellerrand blicken und einen tollen Einblick ins Sportbusiness sowie die persönliche Weiterentwicklung von Nachwuchssportlern lernen wollen, ist dieses Buch ebenfalls sehr zu empfehlen.

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Elgert lebt vor und beschreibt, wie wichtig es ist zu reflektieren und aus Misserfolgen zu lernen. Selbstverständlich werden dabei viele Motivationssprüche geklopft (Hinfallen ist nicht schlimm, nicht wieder aufzustehen ist es). Das gehört ja dazu. Und er bringt seine Meinung mit ein, die er klar formulieren und belegen kann. Ganz wichtig ist es dabei, sich von eigenen Misserfolgen nicht einschüchtern zu lassen. Das lebt er vor und geht mit Rückschlägen und den Schmerzen die sie verursachten ganz offen um. Das ist beeindruckend. Norbert Elgert berichtet aus seinem Leben, und erklärt die Tiefschläge die er überwinden hat müssen. Besonders erklärt er aber, was er daraus gelernt hat. Und immer wieder zeigt er, wie er diese oder jene Lektion in sein Coaching einbaut. Denn eigentlich ist es genau das, ein Buch über Coaching. Ein Motivationsbuch. Selbstverständlich berichtet er viel über Schalke und von seiner Zeit bei Schalke. Und selbstverständlich geht es immer wieder um seine U19. Und selbstverständlich geht es um viele Menschen drin und drum. Von Rudi Assauer und Huub Stevens, Felix Magath und Frank Neubarth. Und natürlich unzählige Spieler. Zu allen gibt es Geschichten die er aus seiner persönlichen Brille erzählt. Großartig. Und natürlich dürfen auch Nacherzählungen von speziellen Spielen nicht fehlen. Unterbrochen werden die Kapitel von Erzählungen verschiedener Protagonisten. Alfred & Julian Draxler (zwei verschiedene Texte natürlich), Sead Kolasinac, Andreas Müller, Tochter Jenny und viele mehr. Persönlich fand ich die meisten davon nicht sonderlich Wertvoll. Oft geht es darin um reine Lobhudelei, gespickt mit persönlicher Politik. So pocht Clemens Tönnies etwa natürlich darauf, dass er der ist, der den Laden zusammen halte und Thilo Kehrer nutzt die Gelegenheit zu Berichten wie das damals wirklich mit Inter lief. Die Frage wie er sich weiterbildet beantwortet Norbert Elgert klar, er liest viel. In dem Buch zitiert er häufig und erklärt Hintergründe. Es geht sehr viel um Wahrnehmung, und um Druck. Der Coach hat eine klare Meinung zu vielen Themen die in der Öffentlichkeit diskutiert werden und erklärt diese. Etwa bei Themen wie Bestrafungen von Spieler (fast nie Zielführend) oder wann und wem eine Aufstellung erklärt werden sollte (eigentlich nie irgendwem). Sehr Detailliert erklärt er auch, warum die Vorbereitung vor Spielen so wichtig ist und wie dabei sich selbst und dem Team mehr Druck aufgebaut werden kann. Überhaupt spricht er viel von Druck und wie kontraproduktiv dieser ist. Besonders die letzten beiden Kapitel fand ich interessant, in denen es weniger um den Spieler Elgert ging und mehr um den Trainer Elgert. Hier berichtet er über seine 268 Tage Co-Trainer bei Schalke 04 und wie es danach nur 162 Tage dauerte ehe er die U19 übernahm. Hier kritisiert er den Ansatz der Fußballerausbildung in Deutschland. Er beschreibt auch den Interessenskonflikt und wie Trainer dazu getrieben werden Erfolge einzufahren, statt Spieler bestmöglich auszubilden. Fazit: Ein Buch von einem erfahrenen Motivator, aus dem jeder etwas für sich ziehen kann.

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