Leserstimmen zu
50 Künstlerinnen, die man kennen sollte

Christiane Weidemann, Petra Larass, Melanie Klier

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Von: Yanthara

04.06.2019

Mir hat der Band sehr gut gefallen, weil man hier einen kurzen Einblick in das Leben und die Werke verschiedener Künstlerinnen bekommt. Die Künstlerinnen sind chronologisch geordnet, sodass man sich epochenweise durcharbeiten kann. Gefallen hat mir auch, dass nicht nur Malerinnen vorgestellt wurden, sondern auch Bildhauerinnen, Fotografinen etc. Die Frauen werden auf jeweils einer, manchmal auch zwei, Doppelseiten vorgestellt. Es gibt eine kurze Biografie auf der linken Seite, sowie ein Bild welches die Künstlerin zeigt. Daneben gibt es einen kurzen Text zu ihrem Leben und Schaffen, sowie einige Bilder. Je nach Künstlerin sind es manchmal ein Bild, aber auch mehr. Mir gefällt das Format des Buches, sowie das Layout. In den hinteren Seiten befindet sich noch eine Timeline, welche 1528 mit der Geburt von Catharina von Hemnessen beginnt und 1965  mit Tacita Dean endet. Unter anderem sind in dem Buch vertreten:  > Marina Abramović > Louise Bourgeois > Sophie Calle > Camille Claudel > Isa Genzken > Eva Hesse > Hannah Höch > Jenny Holzer > Frida Kahlo > Käthe Kollwitz > Niki de Saint Phalle  Da ich vor kurzem eine Ausstellung von Yoko Ono im Museum der bildenden Künste in Leipzig gesehen habe und die Ausstellung sehr Eindrucks stark war, was ich etwas überrascht in dem Buch nichts über Yoko Ono zu finden. Dennoch find ich die Auswahl in dem Buch sehr schön und war überrascht wie viele Künstlerinnen es doch gibt. Ich mein, ich hab Kunstgeschichte studiert und von mehr als der Hälfte der Frauen habe ich noch nie was gehört. Und in Vorlesungen waren sie auch nie Thema. Das Buch gibt einen schönen Überblick, über die verschiedenen Künstlerinnen. Ich würde mit so ein Buch auch wünschen, wenn es noch ausführlicher wäre, mit 20-30 Seiten pro Künstlerin.

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... Doch damit ist jetzt Schluss! Denn dieser neue Band 50 Künstlerinnen, die man kennen sollte stellt 50 weibliche Kunstschaffende aus europäischen Ländern vor – abgedeckt wird dabei der Zeitraum von der Renaissance bis hin zur Gegenwart.... ...Von wegen schwaches Geschlecht. Unterm Strich gefällt mir der Band 50 Künstlerinnen, die man kennen sollte sehr gut, denn mehr als die Hälfte der vorgestellten kreativen Frauen war mir völlig unbekannt. Ein starkes Buch über starke Frauen!... Ganzer Text unter https://meinkunstbuch.wordpress.com/2019/03/30/50-kuenstlerinnen-die-man-kennen-sollte/

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Der Bildband "50 Künstlerinnen, die man kennen sollte" von Christiane Weidemann erscheint im Prestel Verlag. Ebenfalls zum Buch beigetragen haben Petra Larass und Melanie Klier. Bis ins frühe 20. Jahrhundert galten Künstlerinnen als "Ausnahmeerscheinungen". Die abgebildeten Beispiele ziehen sich von der Renaissance bis in die Neuzeit und zeigen beeindruckende Werke von 50 Künstlerinnen, die ihre Schaffenskraft im künstlerischen Bereich ausgelebt haben. Zu den einzelnen Kunstschaffenden erfährt man interessante Lebensläufe und Informationen über ihre Werke und Aussageformen. Die darstellende Kunst ist seit jeher eine Männerdomäne gewesen, wenn man von Kunst im Altertum redet, fallen fast immer Namen von bekannten Malern oder Bildhauern, die als Meister wieder Männer ausbildeten. Ihre gesellschaftliche Stellung verhinderte den Frauen Zugang in die Gilden und Werkstätten. Sie waren allenfalls Modell oder Muse, selten eigenständige Künstlerinnen. Wenn sie dennoch eigene Werke erschufen, so nur unter dem Deckmantel eines männlichen Pseudonyms. 50 wichtig Künstlerinnen, die es geschafft haben, sich in der Kunst einen Namen zu machen und sich mit ihren Werken behaupten konnten, würdigt dieser Bildband. Die Vorstellung der Künstlerinnen erfolgt in chronologischer Reihenfolge, zu jeder Künstlerin gibt es auf einer oder zwei Doppelseiten die Stationen ihres Lebenslaufes, ihren persönlichen Werdegang in der entsprechenden Kunstepoche mit Informationen zu ihrer Vita und ihrem Gesamtwerk und beispielhaften Bildern ihrer Werke. Das Buch ist chronologisch geordnet. Vorn und hinten im Einband befindet sich eine Timeline, sie beginnt mit der 1528 geborenen Catharina van Hemessen, einer flämischen Portraitmalerin aus der Zeit von Pieter Brueghel d. Ä. Die Timeline endet 1965 mit der Britin Tacita Dean, die Film, Zeichnung und Fotografie in ihren Werken verbindet. Während die frühen Künstlerinnen in der Malerei tätig waren, kommen in der Moderne die Darstellungsformen der Fotografie, Skultpuren, Konzeptkunst und Videoinstallationen hinzu. Von der Renaissance bis zur Postmoderne sind darunter: Die niederländische Malerin Judith Leyster, deren Werke lange Frans Hals zugeordnet wurden. Die Italienerin Barbara Longhi, die im Familienbetrieb ihres Vaters lernte und mitarbeitete, die flämische Malerin Clara Peeters, die aufwendig gestaltete Stillleben darstellte und Maria Sybilla Merian, deren botanische Studien und Insektenbilder wegen ihrer einzigartigen detailgetreuen Präzision für hohe Beachtung in Fachkreisen sorgte. Rosa Bonheur, die als berühmteste Tiermalerin des 19. Jahrhunderts gilt. Berthe Morisot, deren Bilder als einziger Frau auf der ersten Impressionistenausstellung zu sehen waren. Die Worpsweder Künstlerin Paula Modersohn-Becker malte lange vor der Zeit bereits avantgardistische Bilder. Mit ihren plastischen Arbeiten galt Camille Claudel bereits 1885 als erste europäische Bildhauerin. Zu den bekanntesten deutschen Künstlerinnen zählen Käthe Kollwitz und Gabriele Münter. Desweiteren werden Niki de Saint Phalle, Frida Kahlo oder Meret Oppenheim, Barbara Kruger und Kiki Smith, Shirin Neshat und Pipilotti Rist vorgestellt. Dieser Überblick durch alle Stilrichtungen hat mir verdeutlicht, wie gewaltig und ausdrucksstark Kunstwerke sein können und wie diese allein durch weibliche Schaffenskraft den Werken der Männer in nichts nachstehen. Dank der einzelnen Vorstellungen kann man sich der jeweiligen Künstlerin gut nähern, bekommt einen Eindruck über ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Werke. Die Biografien erklären und machen die gesellschaftlichen Schwierigkeiten deutlich, denen sich Frauen von jeher aussetzen mussten. Man muss für diesen Bildband nicht kunsthistorisch vorgebildet sein. Die vielfältigen Kunstwerke kann man bestaunen, bewundern oder hinterfragen, ganz im Sinne ihrer Erschaffenden und durch die Abbildungen und Erklärungen bekommt man zu ihnen einen persönlichen Zugang. Die Werke sind international und in vielen Stilrichtungen und Darstellungsformen vertreten. Diese Kunst ist weiblichen Ursprungs und die damit verbundenen Hindernisse in der Vergangenheit sollte man sich klar vor Augen halten. Im Glossar werden die wichtigsten Fachbegriffe von abstraktem Expressionismus bis zum Surrealismus erklärt und eine Übersicht gibt Informationen zu den gezeigten Portraits über Farben, Größe, Erstellungsjahr und wo sich das Kunstwerk heute befindet. Dieser vielseitige und umfassende Querschnitt durch die Epochen der Kunst stellt namhafte Künstlerinnen und ihre Werke vor und ist damit ein gelungener Einstieg in die Kunstgeschichte. Stilvorlieben entdecken oder sich auf neue Darstellungsformen einlassen, in diesem Lehrbuch gibt es diverse Beispiele weiblicher Schaffenskraft zu bewundern. Für Kunstinteressierte ein lohnenswertes Nachschlagewerk.

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