Leserstimmen zu
Der kleine Buchladen der guten Wünsche

Marie Adams

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Bewertet mit 4 Sternen Zum Buch: Josefine ist Buchhändlerin mit Herz und Seele. Gemeinsam mit ihrem Freund hat sie eine eigene Buchhandlung in Köln. Aber sie stehen noch ganz am Anfang und können sich noch nicht mal eine freie Woche leisten. Als Kind hat sie gerne ihre Ferien bei ihrer Tante in der Rhön verbracht, die einen kleinen Buchladen hat. Als diese Josefine den Laden vererbt, steht für Josefine eine große Entscheidung an ... Meine Meinung: Ich war sofort in das Cover verliebt und ich muss gestehen, ich bin ein Coverkäufer. Auch die Kurzbeschreibung klang total schön, so wollte ich das Buch unbedingt lesen. Es fing auch ganz schön an, gespickt mit der Vergangenheit, mit Josefines Kindheit in dem Buchladen der Tante. Allerdings war es stellenweise etwas zäh und langatmig und irgendwie auch sehr vorhersehbar. Josefine ist eigentlich ein sympathischer Charakter, ganz im Gegensatz zu ihrem Freund Mark. Auch die Bewohner des kleinere Städchens kommen gut weg. Alles ik allem eine ruhige, am Ende richtig schöne Geschichte. Durchhalten lohnt sich jedenfalls.

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Inhalt: Von Büchern, Bienen, kleinen und großen Träumen und vielen guten Wünschen ... Die Buchhändlerin und überzeugte Großstädterin Josefine liebt ihren Beruf – zum Glück, für Urlaub hat sie ohnehin keine Zeit. Und ihre schönsten Ferien bei ihrer Tante Hilde in der Rhön verblassen langsam zu nostalgischen Erinnerungen – genauso wie der Gedanke an die ganz besondere Mission, mit der ihre Tante ihre Buchhandlung führte. Doch dann hinterlässt ihre Tante Josefine ein Erbe, das sie zurück in diese wunderschöne ländliche Gegend katapultiert, in der sie jemanden wiedertrifft, der ihr Herz schon als Kind berührt hat. Es ist der junge Imker Johannes, mit dem sie über ihre Tante auf schicksalhafte Weise verbunden ist ... Meinung: Vielen lieben Dank an das Bloggerportal und den blanvalet-Verlag das ich dieses Buch lesen und rezensieren durfte. Das Cover des Buches hat mich beim stöbern sofort angezogen. Ich liebe Bücher. Es war nicht mein erstes Buch von Marie Adams. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich war ganz schnell in der Geschichte drin und von Anfang an begeistert. Josefine hat in Köln eine Buchhandlung mit ihrem Lebenspartner Mark. Sie kann sich nichts schöneres vorstellen, als Bücher zu verkaufen. Schon als Kind hat sie die Buchhandlung ihrer Tante Hilde in der Rhön geliebt. Sie war immer in den Ferien dort und hat diese Zeit geliebt. Vor allem das "Wie" ihre Tante die Buchhandlung geführt hat, hat Josefine begeistert und ihr Wunsch nach einer eigenen Buchhandlung entstand in dieser Zeit. Plötzlich steht Josefine wieder in der Rhön in ihrer Tante ihrer Buchhandlung. Leider gibt es Tante Hilde nicht mehr und Josefine ist erstmal überfordert und möchte am besten alles so schnell wie möglich los haben um damit abzuschließen. Doch ihre Tante hat ein Testament gemacht, welches es in sich hat und Josefine erstmal sprachlos macht. Nach einigen Gesprächen mit Mark läßt sie sich aber darauf ein. Sie erlebt viele Höhen und Tiefen und am Ende weiß sie: Ihre Tante hat sie doch besser gekannt und eingeschätzt als sie sich selbst ........ Fazit: Das Buch hat mich richtig gut unterhalten. Ich konnte gut in die Geschichte eintauchen und bin in Gedanken durch die Rhön und den Buchladen spaziert. Es fiel mir richtig schwer es zwischendurch aus der Hand zu legen. Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung und 5/5 Sterne.

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Buchinfo Von Büchern, Bienen, kleinen und großen Träumen und vielen guten Wünschen ... Die Buchhändlerin und überzeugte Großstädterin Josefine liebt ihren Beruf – zum Glück, für Urlaub hat sie ohnehin keine Zeit. Und ihre schönsten Ferien bei ihrer Tante Hilde in der Rhön verblassen langsam zu nostalgischen Erinnerungen – genauso wie der Gedanke an die ganz besondere Mission, mit der ihre Tante ihre Buchhandlung führte. Doch dann hinterlässt ihre Tante Josefine ein Erbe, das sie zurück in diese wunderschöne ländliche Gegend katapultiert, in der sie jemanden wiedertrifft, der ihr Herz schon als Kind berührt hat. Es ist der junge Imker Johannes, mit dem sie über ihre Tante auf schicksalhafte Weise verbunden ist ... (Quelle: Lesejury) Anfang Josefine saß auf dem leicht abgewetzten Samtsessel in der Buchhandlung ihrer Großtante Hilde und klammerte sich an einer Tasse Kakao fest. Sie lauschte der warmen, freundlichen Stimme ihrer Tante, die vor einem deckenhohen Bücherregal stand und einem müde wirkenden Rentner mit traurigen Hundeaugen von einem Roman vorschwärmte. Meine Meinung Prinzipiell bin ich ja nun eher nicht so der Typ Frau, der diese typischen Frauenromane liest, in denen die Protagonistin durch irgendeine Krise muss, ihre Beziehung in Frage stellt, mit jemand anderem anbandelt und mit diesem dann - natürlich nach Lösung ihrer Probleme - auf einem weißen Hengst in den Sonnenuntergang reitet. Das ist mir oft zu kitschig, zu öde und hat häufig den "Kennste einen, kennste alle"-Effekt. Aber alle Jubeljahre greife ich eben doch mal zu solch einem Buch. Wie so oft im Leben, wurde ich von Äußerlichkeiten angelockt. Das Cover gefällt mir einfach wahnsinnig gut - ein süßer kleiner Buchladen, wie wir ihn uns alle wünschen, aber kaum noch finden können. Da musste ich einfach nach dem Klappentext schauen. Und wie vermutet, steckte dort scheinbar wieder einer von diesen Frauenromanen drin. Allerdings konnte ich dem Cover nicht widerstehen und entschied, dass ich dieses Buch haben wollte. "Ja, aber die sind ja auch nicht als Terroristen auf die Welt gekommen. Irgendjemand hat irgendwann einmal angefangen, einen schlechten Gedanken in ihnen zu verpflanzen. Und ich möchte das Gegenteil machen. Ab jetzt darf es nur noch Bücher hier geben, die die Menschen aufbauen. Die ihnen Hoffnung geben." (Seite 30) Josefinde führt mit ihrem Freund Mark eine kleine, aber moderne Buchhandlung in Köln. Neben Büchern bieten sie noch viel Kleinkram wie zum Beispiel Adventskalender an. Der Laden läuft, aber das bedeutet natürlich auch viel Arbeit und Verzicht. So kommt es, dass Josefine es nicht mehr schafft ihre Tante Hilde zu besuchen, bevor diese stirbt. Doch dann muss Josefine Köln hinter sich lassen um sich ganz auf das Erbe in der Rhön konzentrieren zu können. Ich mochte Josefine sehr gerne. Eine Frau, die weiß was sie will und für ihren Traum kämpft. Lediglich bei ihrer Partnerwahl war sie nicht so geschickt. Mark ist mir vom ersten Moment an unsympathisch. Während sie das große Ganze im Blick hat, denkt er egoistisch und will zu Recherchezwecken für sein neues Buch nach Rom fliegen, obwohl Josefine versucht alle finanziellen Löcher zu stopfen und das mehr schlecht als recht funktioniert. Als Tante Hilde dann stirbt, hofft Mark auf ein großes finanzielles Erbe, obwohl die Tante selbst nicht viel hatte und ihr kleiner Buchladen nicht mehr den Profit machte, den man sich gewünscht hätte. Allerdings hat Mark die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn an Josefines Erbe sind ziemlich gemeine Bedingungen geknüpft, für deren Erfüllung sie ihre Zelte in Köln abbrechen und in die Rhön kommen muss - was auch gut so ist! Eva legte ihre Hand auf Josefines: "Jetzt erzähl schon! So schlimm kann es doch gar nicht sein!" "Doch! Sie verlangt, dass ich die Buchhandlung ein halbes Jahr lang führe. Wenn ich das nicht durchhalte, dann geht das Erbe an jemand anderen. Leider nicht an dich, sonst hätte ich es dir am liebsten gleich überlassen!" (Seite 77) Auch wenn das Buch mit deutlich mehr daherkommt, als ich erwartet hatte, ist und bleibt es eben doch ein Frauenroman, in dem Liebesverwicklungen und ein Hin und Her nicht ausbleiben. Natürlich gibt es neben den Problemen mit den beiden Buchhandlungen auch noch Familiengeheimnisse und neue Probleme, für die eine Lösung gefunden werden muss. "Ist das nicht nur was für alte Damen?" "Nee, ist es nicht. Ist wie Facebook in echt." "Sag ich doch. Für alte Damen." (Seite 182) Fazit Es ist und bleibt am Ende eben doch ein Frauenbuch, konnte aber mit mehr aufwarten, als ich erhofft hatte. Ich habe mit Josefine gelitten, gebangt und gehofft und wurde zu jeder Zeit großartig unterhalten! Eine absolute Leseempfehlung für alle, die diese Art Bücher mögen und sich in eine urige, kleine Buchhandlung hineinträumen wollen.

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Schon beim Klappentext war mir natürlich klar, dass das ein Feel-Good-Buch ist, ein Cozy, in dem sich die Hauptfiguren am Ende "kriegen". Und der Titel ist natürlich absolut übel, das hat mich schon ein bissle zögern lassen: Die Schauplätze dieser Cozies müssen immer klein sein, scheinbar will niemand ein Buch mit dem Titel "Das große Buchkaufhaus" kaufen oder auch nur lesen.... Naja, aber wie gesagt: Ich hab das Buch wirklich gern gelesen und auch, wenn meine Buchhändlertage schon mehr als 20 Jahr vorbei sind, denke ich, dass die Autorin den Alltag einigermaßen realistisch dargestellt hat. Es ist eben nicht alles rosarot und himmelblau, auch in der Geschichte nicht, und die Hauptfiguren sind auch nicht nur gut und edel oder böse und berechnend, sondern werden schon differenzierter geschildert. Aber es ist eben doch ein Cozy, und so habe ich durch diese "Feelgood"-Geschichte richtig Lust bekommen, mir die Rhön mal anzuschauen. Und ich habe mir vorgenommen, noch viel häufiger als bisher in den unabhängigen Buchhandlungen vor Ort einzukaufen. Wir sind in unserem kleinem Ettlingen nämlich in der glücklichen Lage, dass wir derer noch mehrere haben - und ich hoffe, ich kann meinen Teil dazu beitragen, dass das auch so bleibt. Und ja, auch e-book-Liebhaber wie ich können über den lokalen Buchhandel einkaufen - fast alle Buchhandlungen haben eine Website, über die man auch eBücher bei ihnen bestellen kann, dann bekommen sie auch einen Anteil am Buchpreis. Das Buch bekommt also gute 4,5 von 5 Sternen und ich werde mir jetzt noch mal die anderen Titel der Autorin anschauen.

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Ein Buch über Bücher und Buchhandlungen - exakt mein Beuteschema. Weil ich den Vorgängerroman "Das Café der guten Wünsche" von Marie Adams bereits kenne und mochte, freute ich mich auf den Buchladen. Doch schnell wich meine Euphorie einer Enttäuschung. Vor kurzem hatte Josefine noch mit ihrer Tante Hilde Kontakt und wusste, dass sie eine Routine-Operation vor sich hat. Als nächstes erreicht Josefine die Todesanzeige. Wie Josefine vom Tod ihrer Tante unterrichtet wird, finde ich total unglaubwürdig. Als Familienmitglied wird man vom Spital verständigt, zumindest hätte die Bezugsperson vor Ort doch erst mal angerufen und alles weitere zusammen geplant. Aber nix da, Josefine wird - ohne ihre Eltern - einfach nur zur Beerdigung eingeladen und erfährt dort vom Testament. Diese unlogischen und an den Haaren herbeigezogenen Szenen störten mich den ganzen Roman über, auch wenn sie später keine Rolle mehr spielen. Es schien, als ob die Handlung irgendwie in einen Rahmen gepresst wird, damit es passt. Josefine führt zusammen mit ihrem Partner Mark - den ich nicht ausstehen konnte - eine Buchhandlung in Köln. Die beiden brauchen Geld, also versucht Josefine das Erbe anzutreten. Die nächsten Monate lebt sie nun in der Rhön, wohnt im Haus von Tante Hilde und arbeitet in der Buchhandlung. Doch auch hier warten Komplikationen: die Strassenzeile der Buchhandlung soll verkauft werden, der Bürgermeister macht Druck und Nachbar Johannes, mit dem Josefine früher die Ferien verbrachte, stellt sich komisch an. Alsbald fliegen nicht nur seine Bienen aus, sondern auch Funken zwischen den beiden ehemaligen Freunden. Weswegen Johannes sich so komisch verhält, wird im Laufe der Geschichte, die einige Geheimnisse verbirgt, erläutert. Der Roman ist okay, mehr leider nicht. Er hat mir bei weitem nicht so gut gefallen wie "Das Café der guten Wünsche". Im kleinen "Buchladen der guten Wünsche" geht es mehr ums Überleben der Buchhandlung als um die speziellen Wünsche. Die kamen mir zu kurz. Ich glaube, es hätte mehr Sinn gemacht, die hier ganz wegzulassen und das Augenmerk auf die vielen anderen Dinge zu lenken. Ausserdem weckt der Titel Erwartungen, die die Geschichte nicht erfüllen kann. Fazit: Die Geschichte ist okay, man muss aber über einige Schnitzer hinwegsehen können. Mir gelang das leider nicht und deshalb gibts auch nur knappe 3.5 Punkte.

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Ein Buch für jeden Buchliebhaber. Ich konnte mich sofort in die Geschichte reinfallen lassen und genießen. Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Zudem hat die Autorin auf eine ganz tolle Art, die auch nicht überhand nahm, das Setting bildlich beschrieben.Man konnte es sich sehr gut vor Augen führen. Zudem finde ich dass es auch tiefgründiger geschrieben wurde und nicht nur typisch oberflächlich gehalten wurde. Man kann auch absolut die Entscheidung von Josefine verstehen. Die Erinnerungen und auch die Liebe verändert so einiges. Auch wird hier sehr deutlich wie unterschiedlich Städter und Ländler sind. Auf dem Land ist der Zusammenhalt ganz anders. Es geht warmherziger und familiärer zu. Das Beispiel ist Mark, der sich sehr gerne hervorhebt und auch zum Teil sehr egoistisch ist. Während Josefine und Johannes einem gleich ans Herz wachsen. Josefine baut aus voller Überzeugung den Buchladen ihrer Tante wieder auf, und somit auch wieder in die Gänge kommt. Aber was es mit dem Imker Johannes auf sich hat, das verrate ich euch nicht. Da ich mich sehr wohl gefühlt habe, das Buch nicht weglegen konnte und mich in die Buchhandlung verliebt habe, gibt es eine glasklare Leseempfehlung und absolut verdiente 5 von 5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Warum geht es? Josefine ist eine echte Großstadtpflanze und liebt ihre Heimat Köln. Dort lebt sie ihren Traum, denn zusammen mit Freund Mark hat sie ihren eigenen Buchladen eröffnet. Doch die Zeiten für den stationären Buchhandel sind schwer und die Konkurrenz in der Millionenstadt am Rhein groß, so dass Josefine tagtäglich ums Überleben ihres kleinen Paradieses kämpfen muss. Zeit für sich selbst oder gar für Urlaub bleibt da keine und so hält sich Josefine oft genug nur noch an den längst vergangenen Zeiten und ihren Ferien auf dem Land bei Tante Hilde fest. Doch die Erinnerungen an die schöne und unbeschwerte Zeit in der Rhön verblassen immer mehr im Schatten des stressigen Alltages. Als Tante Hilfe überraschend verstirbt hinterlässt sie Josefine nicht nur den eigenen kleinen Buchladen im beschaulichen Dorf, sondern auch noch eine Mission, die die junge Frau auf eine harte Probe stellt. Rezension: Mein drittes Buch von Marie Adams und dementsprechend hoch waren natürlich auch meine Erwartungen, denn die beiden Vorgänger “Glück schmeckt nach Popcorn” und “Das Café der guten Wünsche” haben die Messlatte definitiv hoch angesetzt. Doch auch der dritte Streich der Autorin muss sich nicht verstecken, denn erneut schafft sie es, den Leser sehr schnell in die Welt der Protagonistin Josefine zu entführen. Diese ist dabei eine unglaublich sympathische junge Frau, mit der ich mich sofort identifizieren und mir der ich vor allem auch auch sehr bald mitfühlen konnte. Während mir die Stadt Köln sehr vertraut ist, kenne ich mich in der Rhön absolut gar nicht aus. Doch das Buch von Marie Adams macht Lust auf mehr und Lust darauf, die Gegend kennen zu lernen. So wunderschön detailverliebt und bunt erzählt sie von dem kleinen Dörfchen, in dem Tante Hilde lebte, dass man den Duft des Honigs in Johannes’ Werkstatt nahezu riechen, die saubere Landluft spüren und die Farbenpracht des Blumenfeldes vor Josefines Fenster nahezu sehen kann. So detailreich die Landschaft beschrieben wird, so liebevoll zeichnet Marie Adams auch ihre Figuren. Tante Hilde, die unangepasste, aber stets mütterliche und fürsorgliche Großtante, war einer der wichtigsten Menschen im Leben von Josefine, deren Gegenpart Johannes rau und unnahbar mit harter Schale daher kommt. Seite für Seite legt er seinen Panzer allerdings ab und offenbart wie verletzt er doch eigentlich ist. Wie erwartet kommt auch in diesem Buch das Gefühl alles andere als zu kurz und beschert erneut wunderbar romantische Lesestunden. Dass mir der Schreibstil von Marie Adams besonders gut gefällt ist kein Geheimnis und auch in dieser Rezension komme ich nicht umhin, ihn erneut zu loben. Der Leser wird sehr schnell abgeholt und in die Geschichte entführt. So sehr sogar, dass ich nun, nachdem ich das Buch beendet habe, das große Bedürfnis habe, die nächste kleine Buchhandlung in meiner Nähe zu besuchen und dort zu stöbern, statt wie sonst im Internet mit zwei Klicks ein Buch zu kaufen. Wenn Marie Adams genau das bezwecken wollte, dann hat sie es bei mir auf jeden Fall geschafft, denn bei allen bunten Farben, bei zuckersüßen Gefühlen und einer tollen Geschichte, lässt das Buch auch ein wenig Nachdenklichkeit zurück. Denn sollte man nicht wirklich den kleinen Laden vor Ort mehr unterstützen? Wenn es nun wirklich gilt, ein Haar in der Suppe zu suchen und etwas zu finden, dass sich kritisieren lässt, dann ist es vielleicht die Tatsache, dass sowohl der Name als auch das Konzept ein klein wenig zuuuu sehr an “Das Café der guten Wünsche” erinnert. Dem Lesegenuss tut das allerdings keine Abbruch. Fazit: Nach dem ersten Buch in 2020 schon von einem Jahreshighlight zu sprechen, wäre wahrscheinlich vermessen und doch kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass “Der kleine Buchladen der guten Wünsche” in 12 Monaten wahrscheinlich ein heißer Kandidat auf diesen Titel sein wird. Marie Adams enttäuscht meine durch die Vorgängerromane doch sehr hohen Erwartungen in keiner Sekunde und ich bin beinahe ein bisschen traurig, das Buch so schnell beendet zu haben. Wenn ihr auf der Suche nach einem wunderbaren Wohlfühlroman seid, der euch in Gegenden entführt, die euch vielleicht ebenso wie mir noch unbekannt sind, dann kann ich euch “Der kleine Buchladen der guten Wünsche” nur wärmstens ans Herz legen. Trotz der Ähnlichkeit zum Vorgängerroman möchte ich dem Buch von Marie Adams daher volle 5 von 5 Sternen geben und eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account “All_about_the_books“ ans Herz gelegt. Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können!

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Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich mich bei einer Rezension mokiert hatte über Bücher, deren Titel beginnt mit „das kleine Café / die kleine Bäckerei / der kleine Buch-, Tee-, Brautladen“ usw. Warum ich nun dennoch wieder einmal zu einem Buch mit solch einem Titel gegriffen habe, lässt sich ganz einfach erklären: Es spielt in der Rhön. In der Rhön, genauer gesagt in Bad Brückenau, lebte früher meine Oma und die haben wir in meiner Kindheit häufig besucht, meist in den Herbstferien zu Allerheiligen, deshalb verbinde ich mit der Rhön viele Kindheitserinnerungen. Ähnlich geht es auch Josefine, der Protagonistin dieses Romans. Sie verbringt ihre Schulferien meist bei ihrer Großtante Hilde in einem kleinen Dorf in der Rhön. Dort führt Hilde einen Buchladen der guten Wünsche: Nach den Ereignissen des 11. September geht Hilde nämlich dazu über, in ihrem Laden nur noch solche Bücher anzubieten, die den Lesern Hoffnung geben und sie fröhlicher machen, sie wieder aufbauen. Dazu schickt sie jedem Kunden im Stillen einen guten Wunsch hinterher. Zwanzig Jahre später ist Josefine selbst Buchhändlerin geworden. Zusammen mit ihrem Freund Mark, einem Autor, führt sie einen Buchladen in der Kölner Innenstadt und kämpft dort täglich ums Überleben in einer Zeit, in der der Buchhandel in einer tiefen Krise steckt. Oftmals machen Mark und Josefine mit Non-Books den meisten Umsatz, dennoch müssen sie scharf rechnen und können es sich nicht leisten, eine Vollzeitkraft einzustellen, um selbst einmal auszuspannen und sich Zeit für ihre Beziehung zu nehmen, die deshalb von einer Liebes- immer mehr zu einer Geschäftsbeziehung mutiert. Da erreicht Josefine die Nachricht, dass ihre Großtante Hilde gestorben ist und ihr den Buchladen in der Rhön vermacht – allerdings unter einer Bedingung: Josefine muss den Laden ein halbes Jahr führen, erst dann gehört er ihr wirklich und sie kann damit machen, was sie will. Hält sie nicht so lange durch, fällt das Erbe an Johannes, Hildes Nachbarsohn und Josefines Freund aus Kindertagen. Zuerst will Josefine rundheraus ablehnen: Sie ist ein Stadtmensch, was soll sie in der einsamen Natur, in einem Dorf, in dem beinahe jeder zweite Laden leersteht und die Jungen wegziehen? Außerdem: Sie kann doch den Laden in Köln nicht so lange alleine lassen! Doch Mark überredet sie schließlich, das Wagnis einzugehen. Seine Überlegung: Wenn Josefine ein halbes Jahr durchhält, kann sie den Buchladen in der Rhön verkaufen und damit die Schulden in Köln begleichen, was beiden ein angenehmeres Leben ermöglichen würde. So willigt Josefine schließlich ein, doch das Leben in der Rhön hält einige Überraschungen für sie parat… Was mir an der Geschichte besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass die Arbeit in einem Buchladen nicht romantisch verklärt wird, sondern genau so dargestellt wird, wie sie eben (leider) auch ist: Ein täglicher Kampf ums Überleben, gegen Onlineriesen und Lesemuffel. Auch die Situation in strukturschwachen Gegenden wird geschildert, genau so habe auch ich sie bei meinem letzten Besuch in Bad Brückenau erlebt: Viele Läden, die ich aus meiner Kindheit noch kannte, stehen inzwischen leer, das Ortszentrum verwaist, stattdessen entstehen Ansiedlungen von Discountern auf der grünen Wiese. Die jungen Leute wandern in die größeren Städte, z.B. nach Würzburg, Fulda oder Frankfurt, ab, zurück bleiben nur die Alten. Keine guten Voraussetzungen, um einen Laden zu führen, der Gewinn abwirft. Dabei ist Bad Brückenau durch seinen Status als Staatliches Heilbad noch vergleichsweise gut dran, anders als das (fiktive) Dorf Heufeld im Roman. Kein Wunder also, dass der Bürgermeister des Dorfes seine Hoffnungen in einen Investor setzt, der in Heufeld eine Wellnessoase plant, der aber leider ein Großteil des alten Ortskerns weichen müsste. Diese Pläne sorgen im Dorf für viele Diskussionen und konträre Meinungen. Ich habe diese Geschichte mit großer Spannung gelesen, fand die Handlung jederzeit nachvollziehbar, die Protagonisten sympathisch und authentisch, so dass ich vor allem mit Josefine die ganze Zeit über mitgefiebert und mitgelitten habe. Ganz nebenbei entführt der Roman an einige schöne Orte der Rhön, auch wenn der eigentliche Handlungsort Heufeld fiktiv ist, im Gegensatz zu vielen Ausflugszielen der Region, die im Buch erwähnt werden. Außerdem erfährt man durch die Figur von Johannes auch einiges über Bienen und die Imkerei, was ich sehr schön fand. Das Buch ist kein ausgewiesener Weihnachtsroman, aber da es in einem Zeitraum von Herbst bis Frühjahr spielt, kommt natürlich auch das Weihnachtsfest in der Geschichte vor und spielt durchaus eine wichtige Rolle für die Handlung. Außerdem ist der Roman ein wunderbares Plädoyer für den lokalen Buchhandel, was ich aus tiefster Überzeugung unterstützen kann (mehr dazu in diesem Beitrag). Alles in allem also eine ganz klare Leseempfehlung.

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