Leserstimmen zu
Idaho

Emily Ruskovich

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An einen ganz normalen Tag, ohne scheinbar besondere Vorkommnisse erschlägt eine Mutter ihre 6 jährige Tochter, die ältere Tochter verschwindet spurlos und der Vater ist Zeuge dieser unfassbaren und unvorsehbaren Tat. Die Mutter erklärt sich sofort beim eintreffen der Polizei für schuldig und der Vater bleibt alleine zurück. Und das alleine sein wird im Laufe der Geschichte immer deutlicher, da er Demenzkrank ist und die Krankheit schnell und früh ausbricht. Die Geschichte hat mich über sehr viele Aspekte zum Nachdenken gebracht und selten hat mich ein Buch mit so vielen offenen Fragen zurück gelassen und gleichzeitig mir so viele Antworten gegeben. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und Zeitabschnitten erzählt, so dass der Leser viel zum Nachdenken angeregt wird,denn in diesem Buch geht es um so viel mehr, als nur diesen Mord. Es geht um Krankheit, Aufopferung, Mut, Verzweiflung, Liebe... Die Autorin hat durch ihren Schreibstil eine ruhige und doch fesselnde Atmosphäre geschaffen, so dass mich die Geschichte komplett in ihren Bann gezogen hat.

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Inhalt : Ein flirrend heißer Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Eine Tochter ist tot, die zweite flieht in den Wald und verschwindet spurlos. Ist es Gnade, dass der Vater Jahre später langsam sein Gedächtnis verliert? Während Wade immer mehr vergisst, erkundet seine zweite Frau Ann tiefer und tiefer die Tragödie jenes heißen Augusttages und nimmt schließlich Kontakt zu seiner Exfrau im Gefängnis auf. Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns, erzählt mit einer Zärtlichkeit und Schönheit, die die Möglichkeit der Gnade und vergebenden Liebe erfahrbar machen. Vita : Emily Ruskovich wuchs im Idaho Panhandle auf dem Hoodoo Mountain auf. Sie gewann den O. Henry Award 2015 und ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop. Ab Herbst 2017 lehrt sie an der Boise State University. "Idaho" ist ihr erster Roman. Meine Meinung : Von dem Buch " Idaho " habe ich eine Leseprobe bekomme und war sofort begeistert. Der Plot las sich sehr interessant und dementsprechend gefreut habe ich mich, als das Buch als Rezensionsexemplar bei mir angekommen ist. Während eines heißen Sommertages in Idaho ist eine Familie beim Brennholzsammeln im Wald. Da geschieht das Unfassbare. Ein Kind ist tot, mit dem Beil erschlagen, das andere spurlos verschwunden. Für dieses Verbrechen wird die Mutter der Mädchen zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch was ist wirklich geschehen ? Jahre später wird der Vater der Mädchen demenzkrank und dessen zweite Frau Ann versucht, sich die schreckliche Tat begreiflich zu machen und herauszufinden, was an jenem Augusttag wirklich passiert ist. Ein Krimi, wie man aufgrund des Klappentextes vermuten könnte, ist dieses Buch nicht. Im Focus stehen die Personen, die unmittelbar oder auch nur am Rande mit den schrecklichen Geschehnissen zu tun hatten. Diese werden in dem Buch ausführlich beleuchtet. Leider waren mir nicht alle Personen sympathisch und viele Handlungen konnte ich auch nicht nachvollziehen. Die später im Buch stattfindenden Zeitsprünge fand ich eher verwirrend als der Geschichte zuträglich. Diese gehen von 1970 - 2025 und waren für mich oft willkürlich gesetzt. Leider kann man da schnell den Anschluss an die Geschichte verlieren. Interessant fand ich, dass man als Leser bezüglich der Ereignisse damals völlig im Dunkeln tappt. Man hat überhaupt keine Ahnung, was passiert sein könnte. Das relativ offen gehaltene Ende hat mir auch nicht so gut gefallen, da ich mir lieber einen richtigen Abschluss einer Geschichte wünsche. So bleibt aber auch viel Raum für eigene Ideen und Gedanken. Emily Ruskovich bedient sich einer sehr schönen Schreibstils, so dass man das Buch flüssig lesen kann. Mir hat ihr Erstlingswerk gut gefallen und ich bin auf weitere Geschichten der Autorin gespannt. Ich vergebe hier 4 von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

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Wie muss es einem ergehen, wenn man von einem Tag auf den anderen alles verliert: alles was einem lieb war, alles wofür man so hart gekämpft hat – und sich dann Stück für Stück immer weniger daran erinnern kann, dass es das alles überhaupt gegeben hat? Ist die weichende Erinnerung dabei Fluch oder Segen? So geht es Wade Mitchell in Emily Ruskovichs Roman „Idaho“ - seine eigentlich liebende und sorgende Ehefrau tötet bei einem gemeinsamen Familienausflug eines ihrer beiden Kinder mit einem Beil, kommt dafür lebenslang in Haft, während das andere Kind in den Wald flüchtet und seitdem nie wieder gesehen wird. Wades zweite Ehefrau versucht Jahre später noch dem tragischen Familienschicksal auf den Grund zu gehen. Es lässt sich schon erahnen, dass es sich hierbei um keine einfache Kost handelt. Nicht nur aufgrund der behandelten Thematik und der damit einhergehenden beklemmenden und drückenden Atmosphäre, die das Leben in Abgeschiedenheit in ihren verschiedenen Formen mit sich bringt, sondern weil auch häufig die Grenzen von Gegenwart, Erinnerung und Vorstellung verschwimmen. Denn die Autorin arbeitet mit Zeitsprüngen, Erzählperspektiven und Personen, die jeweils ihre eigene Geschichte erzählen und wenn man aufmerksam ist, dann merkt man, wie hier die Fäden zusammenlaufen und stückchenweise zum Verständnis für das Schicksal beitragen – aber nie ganz, denn die genauen Gründe für die Tat selbst werden nie direkt genannt. Wer sich nicht mit einem ungeklärten Ende zufriedengeben kann, der sollte vielleicht die Finger von diesem Roman lassen – für alle anderen ist es eine klare Leseempfehlung!

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Wie soll ich dieses unglaublich vielschichtige Buch zusammenfassen? Wir wissen zu Anfang, dass in einem Waldstück in ländlicher Gegend ein unfassbares Unglück passiert, dass ein Kind dabei ums Leben kommt und sich das Leben für alle schlagartig verändert. Dieses Buch hat eine unglaublich schöne Sprache, es jongliert mit Kindertäumen, Gefängnisalltag, frischer Liebe, Schwestergefühlen, Demenz, grandioser Natur, Verzweiflung, Schuld und sanften Tönen.. vieles bleibt ungesagt und manche Antwort wird dem Leser verwehrt. Das mag ich normalerweise nicht so gern in Büchern, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört, da ich einfach so erwachsene Gedanken gelesen und gefühlt habe, die so viel aufwiegen. Ein sehr sehr vielfältiges Buch, dass mich aufgerüttelt und nachdenklich zurücklässt. Und das schaffen nur wenige Bücher. Daher 5 Sterne!

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An 'Idaho' gab es so einige Dinge, die mich verwirrt haben. Wir erfahren immer wieder episodenhaft was in den Jahren 1974 - 2025 im Umfeld der Handelnden oder direkt mit den Protagonisten geschah/geschieht. An sich eine tolle Idee, leider viel es mir jedoch manchmal schwer, die Szenen mit der tatsächlichen Handlung der Geschichte in Einklang zu bringen. Bei vielen Abschnitten gelang mir das nicht, sodass ich diese auch im Nachhinein für das Buch einfach überflüssig finde. Emily Ruskovich ist mit dem aufgegriffen Thema sehr vorsichtig und einfühlsam umgegangen, was mir wiederum gut gefallen hat. Die Tat und die Gründe dafür werden niemals richtig ausgesprochen, oftmals nur angedeutet, sodass viel Raum für eigene Interpretationen bleibt. Das Buch ist allgemein oft etwas philosophisch angehaucht und wurde damit für mich eine Geschichte, über die ich mich austauschen möchte - wie beurteilen andere Leser das Ganze? Da 'Idaho' jedoch sehr viele Fragen in mir aufwarf, jedoch kaum eine beantwortete, lässt mich das Buch mit einem großen Fragezeichen zurück. Ich werde wahrscheinlich noch oft über die Geschichte nachdenken. 🤔 Eine Wertung auszusprechen fällt mir jedoch bei diesem Buch sehr schwer.

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Zur später Stunde melde ich mich nochmal mit einem #buchtipp 👆🏼 Ich habe das Buch im Urlaub gelesen und es hat mich schwer bewegt. Das Szenario, um dass alles kreist ist eine Tat. Eine unbegreifliche Tat einer Mutter. Ich versuche schon seit Tagen in Worte zu fassen, was dieses Buch in mir ausgelöst hat. Doch ich kann es nicht wirklich greifen. Die Mutter, die mit ihren Mann im Wald Brennholz holt. In der Hand ein Beil, und dann ist die eine Tochter tot. Die andere verschwunden. Wird geklärt, warum ? Meiner Meinung nach ja, aber nur für diejenigen, die es sehen wollen. Der Ehemann Wade, der alles miterlebt hat, verliert später langsam sein Gedächtnis. So wie sein Vater, und er verliert sich in Erinnerungen und verliert gleichzeitig die Erinnerungen. Und Ann, die zweite Frau von Wade, brennt. Sie brennt nach Erkenntnis der Tragödie. Sie will verstehen, sie will wissen. Tief im inneren weiß sie es vielleicht ? So viele Menschen kommen zu Wort in diesem Buch. Auch die Töchter, und eine Frau im Gefängnis, ein Maler... und vielleicht erzählen sie eine zusammenhängende Geschichte, dessen Komplexität man erstmal begreifen muss... und dann weint man vielleicht...

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Meine Zusammenfassung: Wade vergisst leider immer mehr und mehr. Ganz zum Leid von Ann, seiner zweiten Ehefrau. Wade selbst wusste, dass es irgendwann passieren würde, denn schon sein Vater vor ihm und dessen Vater ebenfalls litten an dieser fürchterlichen Krankheit. Doch was bringt es einem dies über seine Zukunft zu wissen, wenn man in der Gegenwart schon so gut wie alles vergessen hat? Vielleicht ist es für ihn nur gut, so muss er nicht mehr an den schrecklichen Tag zurückdenken, an dem seine jüngere Tochter starb und die ältere spurlos verschwand. Seine Exfrau ist im Gefängnis, zum Glück hat er noch Ann. Die gute Ann. Sie liebt Wade, er ist ihre große Liebe. Doch manchmal ist es schwer, mit seiner Krankheit umzugehen. Es gibt viele gute Momente, doch in den schlechten, neigt Wade zu aggressivem Verhalten. Er verwechselt sie stets mit seinen Hunden, die er so hingebungsvoll abrichtet. Sie meidet nun Dinge, die ihn aufregen könnte, damit er sie nicht wieder verletzt. Doch sie muss einfach wissen, was damals im August so schreckliches passiert ist. Wie kam es dazu, dass seine Exfrau nach dem Beil griff? Warum musste seine Tochter sterben? Doch Wade redet nicht mehr darüber, es regt ihn auf. Jenny weiß, dass sie ins Gefängnis gehört. Sie weiß auch, dass nichts ihre Taten je wieder gutmachen können. Sie hasst sich selbst dafür, also muss sie sich noch mehr bestrafen. Niemals wieder, soll ihr auch nur ein Wunsch erfüllt werden. Das hat sie nicht verdient. Sie möchte nur noch ihrer Zellengenossin etwas Gutes tun, ansonsten möchte sie für immer im Gefängnis bleiben. Das hat sie verdient. Doch Ann will mehr wissen. Von Wade erfährt sie nichts, er vergisst. Mehr und mehr. Sie möchte ihn nicht aufregen. Denkt immer wieder an die Zeit zurück, in der sie ihn kennenlernte, kurz vor Mays Tod. Sie lernte ihn das Klavierspielen, er übte fleißig. Doch dann kam er nicht wieder, May starb, und er war zurück. Sie muss erfahren, was passiert ist. Wenn Wade es ihr nicht sagen kann, bleibt nur noch seine Exfrau … Meine Meinung: Großartig. Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieses Buch so gut gefallen würde. Ich hatte die ersten zwanzig bis dreißig meine Schwierigkeiten, in den Schreibstil und die Geschichte hinzufinden - es war allerdings auch schon sehr spät am Abend und ich ziemlich müde - sodass ich das Lesen auf den nächsten Morgen geschoben habe. „Hups“ sag ich da nur, die restlichen knapp 400 Seiten in einem Rutsch einfach durchgelesen. Als ich einmal drin war, war es wirklich kein Problem der Geschichte und ihren Sprüngen durch die Zeit und zu den einzelnen Personen zu folgen. Ganz im Gegenteil; irgendwann hatte ich schon raus, was als nächstes folgen könnte oder gar müsste. Ich war so drin, ich wollte das Buch nicht mehr weglegen und habe auch um mich herum nichts mehr mitbekommen. Ich weiß auch gar nicht genau, wo ich anfangen soll. Meine Zusammenfassung beschreibt schon sehr viel, aber eigentlich kann ich den Inhalt und auch meine Meinung nicht mit den richtigen Worte wiedergeben. Die Autorin hat mich mit dem gesamten Paket begeistert. Eigentlich möchte ich mehr. Ich bin nicht mit dem Ende zufrieden, ich habe noch so viele offene Fragen. Ich finde es gut, dass diese nicht beantwortet sind, ich hasse es aber, dass sie nicht beantwortet sind. Ich will so viel mehr noch wissen und ich weiß nicht, ob ich einen anderen Roman noch einmal so gut finde, so wie diesen auf seine Art und Weise. Wahrscheinlich müsste ich bei manch einem Buch noch so den ein oder anderen Stern abziehen, weil es eigentlich doch keine fünf davon verdient hätte. Oder ich müsste diesem einfach sechs davon geben. Eine Bewertung dieser Art beschreibt aber auch nicht, wie gut es mir gefallen hat. Der Inhalt, das Thema an sich, die Geschichte, die Erzählweise, die Personen, einfach alles. Ich bin ein Fan und möchte mehr von Emily Ruskovich. Mein Fazit: Das Buch lässt mich auch einen Tag später noch nicht los. Ich möchte mehr von Emily Ruskovich. 5 von 5 Sternen.

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Wow

Von: gay_dirk_books

30.09.2019

Idaho von Emily Ruskovich Tb Diana Verlag Roman 416 Seiten 10,99€ Rezensionsexemplar Vielen Dank ans Bloggerportal und Diana Verlag Wir steigen ein im Jahre 2004 mit Ann, der zweiten Frau von Wade, dem Vater des toten Mädchens. Danach macht der Leser immer wieder Zeizsprünge. Bis zurück ins Jahr 1973 und bis hinein ins Jahr 2012. Dies geschieht immer Kapitel oder Ansatzweise. Während der verschiedenen Zeitebenen erfahren wir immer mehr von den verschiedenen Protagonisten. Sei es Ann, Wade, May ( das tote Mädchen), June-die Schwester- und schließlich Jennifer, Wades erste Frau und die Mutter der Mädchen. Es ist schwer weitere Personen aufzuzählen, da dies gefährlich ist ohne zu viel zu verraten, wie diese in die Geschichte passen . Die Autorin versteht es , auf wunderbare Art und Weise, die Story zu erzählen. Benutzt immer die richtigen Worte und wiederholt sich nie. Um es mal vornehm auszudrücken , auf einem sehr hohen literarischen Niveau. Finde ich zumindest. Wurde auch mit dem internationalen Dublin Literary Award ausgezeichnet. Emily Ruskovich versteht es den Leser zu fangen. Egal , ob sie über Landschaften oder die Gedanken der Protagonisten erzählt. Ein großes Lob gebührt auch der Übersetzerin oder Übersetzer. Konnte ich leider nicht herausfinden. Kommen wir nun zu meiner Meinung. Die Sprache derAutorin hat mich durch das Buch getragen. Für mich kam leider kaum Spannung auf , was ich nach dem Klappentext doch erwartet hätte. Das hat aber die Geschichte über die Protagonisten wieder gut gemacht. Meiner Meinung nach hätte man ruhig deutlich mehr über May erfahren können . Insgesamt eine klare Empfehlung von mir. Echt fast perfekt. 4.5 Sterne von mir. Bis zum nächsten Mal euer gay_dirk_books

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