Leserstimmen zu
Idaho

Emily Ruskovich

(4)
(1)
(3)
(0)
(0)
€ 10,99 [D] inkl. MwSt. | € 11,30 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Wie soll ich dieses unglaublich vielschichtige Buch zusammenfassen? Wir wissen zu Anfang, dass in einem Waldstück in ländlicher Gegend ein unfassbares Unglück passiert, dass ein Kind dabei ums Leben kommt und sich das Leben für alle schlagartig verändert. Dieses Buch hat eine unglaublich schöne Sprache, es jongliert mit Kindertäumen, Gefängnisalltag, frischer Liebe, Schwestergefühlen, Demenz, grandioser Natur, Verzweiflung, Schuld und sanften Tönen.. vieles bleibt ungesagt und manche Antwort wird dem Leser verwehrt. Das mag ich normalerweise nicht so gern in Büchern, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört, da ich einfach so erwachsene Gedanken gelesen und gefühlt habe, die so viel aufwiegen. Ein sehr sehr vielfältiges Buch, dass mich aufgerüttelt und nachdenklich zurücklässt. Und das schaffen nur wenige Bücher. Daher 5 Sterne!

Lesen Sie weiter

An 'Idaho' gab es so einige Dinge, die mich verwirrt haben. Wir erfahren immer wieder episodenhaft was in den Jahren 1974 - 2025 im Umfeld der Handelnden oder direkt mit den Protagonisten geschah/geschieht. An sich eine tolle Idee, leider viel es mir jedoch manchmal schwer, die Szenen mit der tatsächlichen Handlung der Geschichte in Einklang zu bringen. Bei vielen Abschnitten gelang mir das nicht, sodass ich diese auch im Nachhinein für das Buch einfach überflüssig finde. Emily Ruskovich ist mit dem aufgegriffen Thema sehr vorsichtig und einfühlsam umgegangen, was mir wiederum gut gefallen hat. Die Tat und die Gründe dafür werden niemals richtig ausgesprochen, oftmals nur angedeutet, sodass viel Raum für eigene Interpretationen bleibt. Das Buch ist allgemein oft etwas philosophisch angehaucht und wurde damit für mich eine Geschichte, über die ich mich austauschen möchte - wie beurteilen andere Leser das Ganze? Da 'Idaho' jedoch sehr viele Fragen in mir aufwarf, jedoch kaum eine beantwortete, lässt mich das Buch mit einem großen Fragezeichen zurück. Ich werde wahrscheinlich noch oft über die Geschichte nachdenken. 🤔 Eine Wertung auszusprechen fällt mir jedoch bei diesem Buch sehr schwer.

Lesen Sie weiter

Zur später Stunde melde ich mich nochmal mit einem #buchtipp 👆🏼 Ich habe das Buch im Urlaub gelesen und es hat mich schwer bewegt. Das Szenario, um dass alles kreist ist eine Tat. Eine unbegreifliche Tat einer Mutter. Ich versuche schon seit Tagen in Worte zu fassen, was dieses Buch in mir ausgelöst hat. Doch ich kann es nicht wirklich greifen. Die Mutter, die mit ihren Mann im Wald Brennholz holt. In der Hand ein Beil, und dann ist die eine Tochter tot. Die andere verschwunden. Wird geklärt, warum ? Meiner Meinung nach ja, aber nur für diejenigen, die es sehen wollen. Der Ehemann Wade, der alles miterlebt hat, verliert später langsam sein Gedächtnis. So wie sein Vater, und er verliert sich in Erinnerungen und verliert gleichzeitig die Erinnerungen. Und Ann, die zweite Frau von Wade, brennt. Sie brennt nach Erkenntnis der Tragödie. Sie will verstehen, sie will wissen. Tief im inneren weiß sie es vielleicht ? So viele Menschen kommen zu Wort in diesem Buch. Auch die Töchter, und eine Frau im Gefängnis, ein Maler... und vielleicht erzählen sie eine zusammenhängende Geschichte, dessen Komplexität man erstmal begreifen muss... und dann weint man vielleicht...

Lesen Sie weiter

Meine Zusammenfassung: Wade vergisst leider immer mehr und mehr. Ganz zum Leid von Ann, seiner zweiten Ehefrau. Wade selbst wusste, dass es irgendwann passieren würde, denn schon sein Vater vor ihm und dessen Vater ebenfalls litten an dieser fürchterlichen Krankheit. Doch was bringt es einem dies über seine Zukunft zu wissen, wenn man in der Gegenwart schon so gut wie alles vergessen hat? Vielleicht ist es für ihn nur gut, so muss er nicht mehr an den schrecklichen Tag zurückdenken, an dem seine jüngere Tochter starb und die ältere spurlos verschwand. Seine Exfrau ist im Gefängnis, zum Glück hat er noch Ann. Die gute Ann. Sie liebt Wade, er ist ihre große Liebe. Doch manchmal ist es schwer, mit seiner Krankheit umzugehen. Es gibt viele gute Momente, doch in den schlechten, neigt Wade zu aggressivem Verhalten. Er verwechselt sie stets mit seinen Hunden, die er so hingebungsvoll abrichtet. Sie meidet nun Dinge, die ihn aufregen könnte, damit er sie nicht wieder verletzt. Doch sie muss einfach wissen, was damals im August so schreckliches passiert ist. Wie kam es dazu, dass seine Exfrau nach dem Beil griff? Warum musste seine Tochter sterben? Doch Wade redet nicht mehr darüber, es regt ihn auf. Jenny weiß, dass sie ins Gefängnis gehört. Sie weiß auch, dass nichts ihre Taten je wieder gutmachen können. Sie hasst sich selbst dafür, also muss sie sich noch mehr bestrafen. Niemals wieder, soll ihr auch nur ein Wunsch erfüllt werden. Das hat sie nicht verdient. Sie möchte nur noch ihrer Zellengenossin etwas Gutes tun, ansonsten möchte sie für immer im Gefängnis bleiben. Das hat sie verdient. Doch Ann will mehr wissen. Von Wade erfährt sie nichts, er vergisst. Mehr und mehr. Sie möchte ihn nicht aufregen. Denkt immer wieder an die Zeit zurück, in der sie ihn kennenlernte, kurz vor Mays Tod. Sie lernte ihn das Klavierspielen, er übte fleißig. Doch dann kam er nicht wieder, May starb, und er war zurück. Sie muss erfahren, was passiert ist. Wenn Wade es ihr nicht sagen kann, bleibt nur noch seine Exfrau … Meine Meinung: Großartig. Ich hätte nicht gedacht, dass mir dieses Buch so gut gefallen würde. Ich hatte die ersten zwanzig bis dreißig meine Schwierigkeiten, in den Schreibstil und die Geschichte hinzufinden - es war allerdings auch schon sehr spät am Abend und ich ziemlich müde - sodass ich das Lesen auf den nächsten Morgen geschoben habe. „Hups“ sag ich da nur, die restlichen knapp 400 Seiten in einem Rutsch einfach durchgelesen. Als ich einmal drin war, war es wirklich kein Problem der Geschichte und ihren Sprüngen durch die Zeit und zu den einzelnen Personen zu folgen. Ganz im Gegenteil; irgendwann hatte ich schon raus, was als nächstes folgen könnte oder gar müsste. Ich war so drin, ich wollte das Buch nicht mehr weglegen und habe auch um mich herum nichts mehr mitbekommen. Ich weiß auch gar nicht genau, wo ich anfangen soll. Meine Zusammenfassung beschreibt schon sehr viel, aber eigentlich kann ich den Inhalt und auch meine Meinung nicht mit den richtigen Worte wiedergeben. Die Autorin hat mich mit dem gesamten Paket begeistert. Eigentlich möchte ich mehr. Ich bin nicht mit dem Ende zufrieden, ich habe noch so viele offene Fragen. Ich finde es gut, dass diese nicht beantwortet sind, ich hasse es aber, dass sie nicht beantwortet sind. Ich will so viel mehr noch wissen und ich weiß nicht, ob ich einen anderen Roman noch einmal so gut finde, so wie diesen auf seine Art und Weise. Wahrscheinlich müsste ich bei manch einem Buch noch so den ein oder anderen Stern abziehen, weil es eigentlich doch keine fünf davon verdient hätte. Oder ich müsste diesem einfach sechs davon geben. Eine Bewertung dieser Art beschreibt aber auch nicht, wie gut es mir gefallen hat. Der Inhalt, das Thema an sich, die Geschichte, die Erzählweise, die Personen, einfach alles. Ich bin ein Fan und möchte mehr von Emily Ruskovich. Mein Fazit: Das Buch lässt mich auch einen Tag später noch nicht los. Ich möchte mehr von Emily Ruskovich. 5 von 5 Sternen.

Lesen Sie weiter

Wow

Von: gay_dirk_books

30.09.2019

Idaho von Emily Ruskovich Tb Diana Verlag Roman 416 Seiten 10,99€ Rezensionsexemplar Vielen Dank ans Bloggerportal und Diana Verlag Wir steigen ein im Jahre 2004 mit Ann, der zweiten Frau von Wade, dem Vater des toten Mädchens. Danach macht der Leser immer wieder Zeizsprünge. Bis zurück ins Jahr 1973 und bis hinein ins Jahr 2012. Dies geschieht immer Kapitel oder Ansatzweise. Während der verschiedenen Zeitebenen erfahren wir immer mehr von den verschiedenen Protagonisten. Sei es Ann, Wade, May ( das tote Mädchen), June-die Schwester- und schließlich Jennifer, Wades erste Frau und die Mutter der Mädchen. Es ist schwer weitere Personen aufzuzählen, da dies gefährlich ist ohne zu viel zu verraten, wie diese in die Geschichte passen . Die Autorin versteht es , auf wunderbare Art und Weise, die Story zu erzählen. Benutzt immer die richtigen Worte und wiederholt sich nie. Um es mal vornehm auszudrücken , auf einem sehr hohen literarischen Niveau. Finde ich zumindest. Wurde auch mit dem internationalen Dublin Literary Award ausgezeichnet. Emily Ruskovich versteht es den Leser zu fangen. Egal , ob sie über Landschaften oder die Gedanken der Protagonisten erzählt. Ein großes Lob gebührt auch der Übersetzerin oder Übersetzer. Konnte ich leider nicht herausfinden. Kommen wir nun zu meiner Meinung. Die Sprache derAutorin hat mich durch das Buch getragen. Für mich kam leider kaum Spannung auf , was ich nach dem Klappentext doch erwartet hätte. Das hat aber die Geschichte über die Protagonisten wieder gut gemacht. Meiner Meinung nach hätte man ruhig deutlich mehr über May erfahren können . Insgesamt eine klare Empfehlung von mir. Echt fast perfekt. 4.5 Sterne von mir. Bis zum nächsten Mal euer gay_dirk_books

Lesen Sie weiter

Ein Buch von dem ich etwas anderes erwartet habe. . Darum geht’s: Ein flirrender Sommertag in Idaho, USA: eine Familie im Wald, die beiden Mädchen spielen, die Eltern holen Brennholz für den Winter. Die Luft steht, die Mutter hat ein Beil in der Hand – und innerhalb eines Augenblicks ist die Idylle zerstört. Ist es Gnade, dass der Vater, Wade, langsam sein Gedächtnis verliert? Bald wird er nicht mehr wissen, welche Tragödie sich an jenem Tag abgespielt hat, wie seine Töchter hießen und seine Frau, Jenny, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Auch Ann, die Frau, deren Liebe groß genug ist, um zu Wade in das leere Haus zu ziehen, wird nie den Hergang der Tat erfahren. Aber mit jedem Tag an Wades Seite erkundet sie genauer, was damals geschehen ist, und nimmt schließlich Kontakt zu Jenny auf. Ein atemberaubender Roman über das Unbegreifliche in uns. . Eine Familientragödie in Idaho, USA. Im Zentrum des Romans steht eine Familie, die durch einen Tag völlig zerstört wird. Die Geschichte wird durch Jenny, einer Gefängnisinsassin und Ann erzählt. Die Grundidee des Romans fand ich total spannend. Eine glückliche Familie - ein Ereignis - eine Aufarbeitung. Die Herangehensweise, dass Ann (die neue Frau) die Geschehnisse aufarbeiten sollte, fand ich total spannend und einen interessante Idee. Die Umsetzung hat mir leider nicht gefallen. Meine Fragen wurden kaum beantwortet und es ging tatsächlich mehr um das jetzt, als um das dramatische Ereignis. Vergeblich habe ich auf Spannung und Unerwartetes gewartet. Vielleicht habe ich mir einfach etwas anderes unter dem Klappentext vorgestellt. Ich hätte mir gewünscht mehr von den Motiven, das Leben danach und der persönliche Umgang mit dem Schicksal zu erfahren. Zwar war es gelungen mithilfe von Zeitsprüngen und den verschiedenen Perspektiven die Situationen nachzuvollziehen, dennoch konnte mich die Handlung leider nicht überzeugen.

Lesen Sie weiter

Inhalt: Ein heißer Tag in Idaho. Eine Familie im Wald, die Eltern holen Brennholz und die zwei Mädchen spielen. Auf einmal hat die Mutter ein Beil in der Hand und innerhalb eines Augenblicks, ist die Idylle zerstört....... ➖ Der Roman wird in einem Zeitabschnitt von 1973 bis 2025 erzählt. Die Kapitel spielen im Wechsel, in verschiedenen Zeiten. Von diesen Zeitzonen gibt es im Ganzen 12 Stück. Nach den ersten Kapiteln fing es an verwirrend zu werden und ich begann, mir zu den entsprechenden Zeiten, kleine Notizen zu machen. Es wäre sonst sehr mühsam gewesen, nicht den Überblick zu verlieren. Leider gefiel mir der Schreibstil auch nicht so. Dieser war teilweise poetisch gehalten und stellenweise, wie ein Gedicht geschrieben. Dieser Stil war für mich recht anstrengen zu lesen. Einige Textpassagen passten gar nicht ins Geschehen und ergaben daher keinen Sinn. Ebenso war das Ende enttäuschend, es ließ zu viele Fragen offen. Ich finde es schade, weil die Grundidee der Geschichte ist wirklich gut. Die Charakter sind toll geschrieben, man konnte schnell eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Auch die Örtlichkeiten, ihre malerische Beschreibung fand ich schön. ➖ Ein Buch vor bezaubernder Kulisse, mit einigen Schwächen, aber gutem Ansatz.

Lesen Sie weiter

Nichts ist so, wie es gewesen sein wird

Von: Xirxe aus Hannover

09.09.2019

Ann, eine junge Klavierlehrerin, heiratet Wade, der ein Jahr zuvor auf dramatische Weise seine Töchter verlor, während seine Exfrau im Gefängnis sitzt. Doch damit nicht genug, leidet er wie sein Vater und Großvater an Demenz, die ihn bereits im vergleichsweise jungen Alter befällt. Einerseits ein Segen angesichts der schrecklichen Vorkommnisse, andererseits wird ihm immer wieder schmerzlich bewusst, wie nach und nach seine Töchter in Vergessenheit geraten. Ann versucht derweil anhand der Fundstücke im Haus (Fotos, Kleinigkeiten wie Spielzeug, Haargummis etc.), sich selbst ein Bild von dem damaligen Geschehen zu machen. Auch wenn die Geschichte zu Beginn wie ein Krimi erscheinen mag, ist es alles andere als das. Zwar wird eine unglaubliche Spannung im Hinblick auf die tatsächlichen Ereignisse am Berg aufgebaut, denen man sich langsam aus unterschiedlichen Richtungen nähert. Doch tatsächlich wird damit (wie auch mit anderen Geschehnissen) deutlich gemacht, wie sehr Vorstellung und Phantasie die Vergangenheit bestimmen, die sich wiederum auf die Gegenwart auswirken können. Ann ist beispielsweise immer mehr davon überzeugt, eine Mitschuld an diesem Unglück zu haben, was sie in große Gewissensbisse stürzt. Das Buch verlangt ein aufmerksames Lesen, denn die Perspektiven wechseln häufig zwischen verschiedenen Personen, sodass man bei einer gewissen Achtlosigkeit schnell die Übersicht verlieren kann, was Realität und was Imagination ist. Zudem ist die Sprache trotz der überaus düsteren Atmosphäre sehr poetisch, für die man sich Zeit nehmen sollte. Die Autorin hat ein Gefühl für gelungene Beschreibungen wie beispielsweise beim Thema Briefe '..., zum Verschließen angeleckt von den Zungen der Vergangenheit.' (S. 73) oder 'Morgen früh, wenn Gott will, wirst Du wieder geweckt. Man kann es singen, so sanft man will, die Worte fletschen trotzdem die Zähne. Gott will nicht immer.' (S.101). Gewiss ist es kein Gute-Laune-Buch oder lockere Unterhaltung für die Strandliege. Dafür aber eine spannende Lektüre, die Anregungen zum Umgang mit der eigenen Vergangenheit und den Erinnerungen daran liefert.

Lesen Sie weiter