Leserstimmen zu
Königsfall – Die Geisel

Jeff Wheeler

Königsfall-Reihe (1)

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Wer mich und meine Lesegewohnheiten kennt, der weiß, dass ich gut geschriebenen Fantasyromanen mit historischem Flair nicht wiederstehen kann. Ob mich Königsfall – Die Geisel überzeugen konnte, liest du hier. In Königsfall – Die Geisel steht der 8-jährige Owen Kiskaddon im Vordergrund, der nach dem Treuebruch seiner Eltern als Geisel an den Königshof gebracht wird. Der recht in sich gekehrte stille Junge hat es zunächst am Hof des Königs nicht leicht. Neben dem jähzornigen König, dessen Launen der kleine Owen sich ausgeliefert sieht, hat er mit der Prinzessin und der Giftmischerin Ankarette, dem Sir Mortimer und dessen Enkelin Elysabeth Victoria Mortimer treue Freunde an seiner Seite, die dafür sorgen, dass er sich heimisch fühlen kann. Am Anfang hat es ein wenig gedauert, bis ich so richtig in der Geschichte angekommen bin. Die vielen Figuren und politischen Verhältnisse waren zu Beginn ein wenig verwirrend. Doch als ich so richtig durch die Handlungsstränge und die Vorgeschichte durchgestiegen war, verlor ich mich komplett in der Geschichte von Königsfall – Die Geisel. Königsfall – Die Geisel besticht durch eine vielschichtige Handlung und tolle Figuren Was mir an Königsfall – Die Geisel direkt auffiel: Die Figuren sind mit viel Liebe und Tiefe gestaltet. Owen, der als Pfand für die Treue seiner Eltern an den Königshof geschickt wird, habe ich direkt ins Herz geschlossen. Der kleine Junge ist ein Goldstück, das sich kaum beschwert und allen Widrigkeiten mutig entgegentritt. Neben Owen habe ich auch Elysabeth Victoria Mortimer ins Herz geschlossen, deren selbstbewusste Art mir sehr gut gefallen hat. Zwar kann sie durchaus nerven, ist dafür aber eine mutige, loyale und vor allem eine treue Seele. Die Prinzessin mit ihrer liebevollen Art sowie Ankarette, die Owen unter ihre Fittiche nimmt und schützt, haben mir ebenfalls gut gefallen. Aber auch der König mit seinen Launen ist sehr gut gestaltet. Er ist eine Figur, die mich während der Lektüre mit ungeahnten Facetten durchaus überraschen konnte. Ob sympathisch oder als Antagonist gedacht, eines haben alle Figuren in Königsfall – Die Geisel gemeinsam: Sie wirken echt, sind sehr gut konstruiert und haben Tiefe. Dabei ist keine der Figuren zu perfekt und nur gut oder böse. Sie haben menschliche Züge, Stärken und Schwächen. Die Handlung in Königsfall – Die Geisel ist überaus vielschichtig und gerade am Anfang ein wenig überwältigend. Vor allem die politischen Begebenheiten spielen zu Beginn eine wichtige Rolle. Es werden mehrere Handlungsstränge eröffnet und eingeführt, über deren Fortführung ich in Band 2 überaus gespannt bin. Vor allem der Einfluss von Magie auf die mittelalterliche Weltordnung konnte mich begeistern und dürfte im Folgeband noch für einiges an Spannung sorgen. Königsfall – Die Geisel ist ein grandioser Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht Was mir an Königsfall – Die Geisel ebenfalls gut gefällt, ist der Schreibstil. Jeff Wheeler schreibt sehr flüssig und angenehm. Die Sprache ist weder zu gestelzt noch gewollt altertümlich, was mir gerade bei mittelalterlichen Settings sehr wichtig ist. Der Schreibstil ist sehr beschreibend, ohne überbordend zu sein. Einfach die perfekte Mitte für mich. Alles in allem ist Königsfall – Die Geisel ein für mich perfekter Reihenauftakt, der absolut Lust auf mehr macht. Zwar brauchte ich einen Augenblick, bis ich in die Geschichte fand, dafür versank ich umso tiefer in der Geschichte, auf deren Fortsetzung ich mich sehr freue. Ich danke dem Heyne Verlag und dem Randomhouse Bloggerportal herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Königsfall – Die Geisel.

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Meine Meinung: Der Klappentext scheint alles zu sagen, was es zu lesen gibt, aber dem ist definitiv nicht so. Die Geschichte geht ziemlich tief und klärt vieles aus der Vergangenheit auf, die wichtig für den Verlauf der Story ist. Jeder ist mit jedem in irgendeiner Weise verstrickt und um dieses Geknäule aufzulösen, muss man sich auf die Geschichte von Jeff Wheeler einlassen. Meiner Meinung nach ist es dem Autoren hervorragend gelungen. Die Vergangenheit wird mit der Gegenwart in einer Art und Weise verbunden, die ich selten so gelesen habe. Und trotzdem liest sich die Geschichte alles andere als trocken oder langweilig. Man ist förmlich gefesselt und verschlingt Seite um Seite des Buches. Ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen und ärgere mich, das ich die Folgebänder nicht zu Hause stehen habe. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und verblüffen immer wieder mit neuen Seiten, die Tief verborgen waren. Owen hat mir besonders gut gefallen. Jeff Wheeler hat den ruhigen und vorsichtigen Jungen so realistisch rübergebracht, das ich ihm alles Zutrauen würde. Er hat sich im ersten Band so gut entwickelt, das ich total gespannt bin, wie er im nächsten Band sein wird. Beim „bösen“ König bin ich immer noch unschlüssig…ich kann ihn nicht greifen. Wenn man denkt, man weiß wie er tickt, kommt urplötzlich eine Wendung daher und man ist wieder am Anfang. Das macht mich natürlich noch neugieriger auf seine Geschichte und warum er zu dem wurde, der er nun ist. Eines wollte ich am Ende noch erwähnen, ohne zu spoilern. Wer hier eine magische Welt voller Zauberei und magischen Wesen erwartet, wird höchstwahrscheinlich enttäuscht sein. Das Magische kommt schleichend und nur in kleiner Dosis, aber dennoch sehr passend. Hier stehen Intrigen an der Tagesordnung, wie es im Klappentext schon erwähnt wird. Wer das mag und sich drauf einlässt, wird eine wirklich geheimnisvolle Welt für sich entdecken. Mein Fazit: Absolute Leseempfehlung! Ich bin total überzeugt und werde die Folgebänder definitiv in nächster Zeit weiterlesen. Ich muss wissen, wie es weiter geht. Liebe Grüße eure Tanya

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Eigentlich war ich, nachdem ich das Cover gesehen hatte und den Inhaltstext sah, nicht so begeistert davon. Es landete nicht mal auf meiner Wunschliste! Es war einfach nicht reizvoll genug und fast hätte ich es verpasst…bis ich mal aus Langeweile in die Leseprobe geschaut hatte und meine Meinung schnell änderte! Im Grunde geht es hier um einen den 8-jährigen Jungen Owen, der im Vordergrund steht, von dem aus wir das meiste erleben und dieser Junge wird in einen Strudel von Intrigen, Verrat, Machtspielen und Gefahren reingezogen. Er ist auch kein ganz normaler Junge, das merkt man gleich, aber er weiß das selbst noch nicht und als Leser sitzt man angespannt da, weil man die ganze Zeit erwartet das was passiert. Und es passiert auch ganz schön viel! Die Geschehnisse um ihm herum hören gar nicht auf sich zu drehen und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen, weil ich wusste, dass gleich wieder was passiert. Neben der stetigen Spannung, gibt es noch zahlreichen Charaktere, Gute, wie Böse, die interessant und lebendigt dargestellt werden. Der Autor hat wirklich ein Händchen dafür schnell einen tiefen und aufregenden Charakter zu zeichnen, der einerseits so klassisch ist und andererseits einfach nur spannend zu lesen ist. Besonders Manzini, Evie und die Giftmischerin hatten mir gleich gefallen und Owen selbst natürlich auch. Besonders gut stellt der Autor die Weiterentwicklung von Owen dar, die ganz langsam passiert und der Junge wächst mit den Situationen um sich herum, manchmal fällt er auch zurück, aber das macht ihn nur noch authentischer. Mit einem sehr guten Tempo wird die Geschichte rund um Owen herum erzählt und die flüssige Sprache tat da seinen Rest, sodass ich das Buch in zwei Tagen fertig lesen konnte. Und der Mix aus mittelalterlichen Welt, etwas Magie, alten Geheimnissen und der leicht düsteren Stimmung tat seinen Rest, dass das Buch mir mit jeder Seite immer mehr gefiel. Es ist jetzt gerade schwer mehr zum ersten Band von KÖNIGSFALL zu schreiben, weil ich sonst zu viel verraten würde. Aber ich denke ihr könnt gut rauslesen, dass es sich hierbei um einen packenden neuen Start einer Fantasyreihe handelt, die ich sehr gerne gelesen hatte. Mit seinen lebendigen Figuren und mitreißenden Überraschungen wird der Autor wohl einige von euch begeistern können und wenn ihr Fans von mittelalterlicher Fantasy seid, müsst ihr das Buch zur Hand nehmen!

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Viele Fantasyromane haben einen historischen Flair, was mir immer gut gefällt. In »KÖNIGSFALL«, dem ersten Band einer in den USA sehr erfolgreichen Fantasy-Trilogie, ist diese Atmosphäre besonders ausgeprägt und es fühlte sich anfangs so an, als würde man einen historischen Roman lesen, der in England im 15. Jahrhundert spielt. Und tatsächlich hat der Autor Jeff Wheeler die historischen Ereignisse, nachdem Richard III. 1483 den englischen Thron bestiegen hatte, als Grundlage für seine ganz eigene Geschichte genommen. Im Mittelpunkt steht der 8-jährige Owen Kiskaddon, dessen Kindheit eine unerwartete Wendung hinnehmen muss. Er wird nach dem Treubruch seiner Eltern als Geisel zum Hof des Königs gebracht. Die gesamte Geschichte im ersten Band erzählt wie Owen seinen Trennungsschmerz überwinden und einen Weg finden muss, zu überleben und irgendwie auch seine zum Tode verurteilte Familie zu retten. Gemeinsam mit einer gefürchteten Giftmischerin und dem gleichaltrigen Wirbelwind Elysabeth Victoria Mortimer entwickeln sie einen Plan, der durch Täuschung (und vielleicht auch mithilfe einer magischen Gabe) die Kiskaddons retten soll. Durch einen einfachen aber einnehmenden Schreibstil findet man schnell in die Handlung ein und die historische Atmosphäre fand ich grandios. Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere wurden facettenreich gezeichnet und den kleinen Protagonisten Owen, der sofort alle Beschützerinstinkte weckte, hat man gerne zur Seite gestanden. Zum Ende der Handlung kann man eine große, persönliche und vielleicht auch magische Entwicklung bei ihm erkennen. Allein seinetwegen möchte man den zweiten Band »DAS PALADIN« lesen, um zu erfahren, wie es mit ihm weitergeht. Auch wenn mir dieser Auftaktband sowohl atmosphärisch als auch story- und charaktertechnisch sehr gut gefallen hat, empfand ich die Stimmung kapitelweise etwas zu ruhig und manche Szenen unspektakulär. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Autor komplett auf Zeitsprünge verzichtet hat und der immer gleiche Alltag der Schlossbewohner nicht immer für Aufregung sorgt. Dadurch entstehen leider einige Längen, die der Geschichte nicht guttun. Trotzdem kann ich diesen Roman, in dem der Fantasyanteil in den Folgebänden bestimmt größer werden wird, weiterempfehlen.

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Hallo an alle Lieben, heute möchte ich Euch das Buch Königsfall, Die Geisel vorstellen. Dieser Band ist der Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie von Jeff Wheeler. Wie ich das Buch entdeckt hatte, und mir durchgelesen worum es geht, war meine Neugier für diese Geschichte geweckt. Umso überraschter war ich, das mir die Handlung, die Charaktere und der Schreibstil so wahnsinnig gut gefallen hatte. Ich war wirklich positiv überrascht. Der Schreibstil erweckt die Welt und die darin lebenden Personen aus der Sicht des 8-jährigen Protagonisten Owen sehr überzeugend zum Leben. Gelungen fand ich auch den Lauf der Ereignisse, wie sich der Protagonist von einem schüchternen Jungen weiterentwickelt. Ein besseres Verständnis für seine Welt entwickelt. Zum Teil war das Buch so spannend, das ich es unmöglich wieder aus der Hand legen konnte und es innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Mit diesem Buch legt der Autor einen spannenden Auftakt hin, der fesselt und gekonnt in seinen Bann schlägt. 5 Sterne. Wer wissen möchte, worum es in dem Buch geht, der darf hier gerne weiterlesen: Intrigen und Kriege gehören seit Jahren zu dem Land Ceredigion. So ist es auch nicht weiter überraschend, das gegen den amtierenden König, aktuell gerade Severn Argentine, Verschwörungen und Intrigen gesponnen werden. Aber Severn übersteht diese und hält sich mit Angst und Schrecken an der Herrschaft. Von seinen Gefolgsleuten fordert er immer ein Kind, das an seinem Hof in der Stadt Königsfall leben soll. Als Mündel der Krone, in Wahrheit aber als Geisel. Sollten sich die Familien des Kindes gegen Ihn verschwören, so droht dem Kind ein grausamer Tod. Auch Owen Kiskaddon's Vater begeht einen schrecklichen Fehler dem König gegenüber, den sein ältester Sohn mit dem Leben bezahlt. Jetzt soll die Familie Kiskaddon wählen, welches Ihrer Kinder von nun an am Königshof leben soll. Das Los fällt auf Owen, ein Junge von 8 Jahren, der sehr still ist und in sich zurückgezogen lebt. Der Königshof entwickelt sich für Ihn bald zu dem grausamsten Ort der Welt, denn der König schikaniert Owen wo er nur kann. Und obwohl Owen nur ein begrenztes Verständnis für politische Intrigen und Machtspiele hat weiß er dennoch genau, das Ihm bei dem kleinsten Fehler, sei es von Ihm oder seinem Vater, der Tod erwartet. Bis eines Tages eine Wendung eintritt. Owen lernt die geheimnisvolle Ankarette kennen. Sie ermöglicht Owen, hinter den Schleier der Täuschung zu blicken. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Drachige Grüße Eure Reading Dragonlady

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Meine Meinung: Das Cover an sich ist von der Gestaltung sehr schlicht gehalten und es hätte mich auch nicht weiter angesprochen, wenn ich den Klappentext nicht gelesen hätte. Der entspricht nämlich voll und ganz meinem Geschmack, auch wenn er relativ nichts aussagend ist. Trotzdem liebe ich die Atmosphäre bei solchen Büchern, was auch genau bei diesem der Fall gewesen ist. Hierbei vielen Dank für das Rezensionsexemplar! Der Beginn an sich ist sehr geheimnisvoll und spannend gehalten. Alle wichtigen Charaktere werden vorgestellt und man bekommt einen sehr bildlichen Eindruck von der Welt, in der Owen lebt. Besonders der König war sehr einprägsam und authentisch gehalten, wie auch die Religion in dem Buch von der Herrin unserer Quelle, die einigen Menschen besondere Fähigkeiten verleiht und sie laut dem Volk damit segnet. Der Klappentext hat mir zuerst den Eindruck gegeben es handle sich um einen ganz normalen Adeligen, der plötzlich Kräfte entwickelt und damit wahrscheinlich das Böse in der Welt bekämpft, wie es bei solchen Geschichten normal ist, allerdings liege ich damit vollkommen falsch.  Owen ist nämlich erst acht Jahre alt, womit ich nun gar nicht gerechnet habe. Eher habe ich, wie auch bei den anderen Büchern, die ich sonst lese, gedacht, dass Owen schon ein junger Mann wäre, der als Adeliger schon einiges von der Welt kennt.  Im nächsten Moment habe ich dann gedacht, dass es eine Art Kinderbuch ist oder ein Buch für jüngere Jugendliche und mich persönlich gar nicht mehr interessieren würde, jedoch habe ich mich auch hierbei getäuscht. Klar, sie ist dadurch etwas kindlicher aufgebaut, aber die Geschichte war keineswegs langweilig geschrieben.  Owen wurde, durch einen fatalen Fehler seines Vaters, aus dem gewohnten Umfeld seiner Familie gerissen und in einer vollkommen fremden Welt gefangen gehalten, die voller Schatten ist und ihn verängstigt.  Alle Gedankengänge und Gefühle des Jungen, besonders die zu Beginn sind sehr gut nachvollziehbar und geben einem eine ganz andere Sicht auf das Geschehen, als es zum Beispiel bei einem 16-jährigen Jungen gewesen wäre. Dabei hat man wirklich den Eindruck, als hätte nicht der Autor das Buch geschrieben, sonders Owen selbst. Es ist wirklich faszinierend, wie der Autor sich in die Welt eines Kindes hineinversetzen kann, es aber dennoch interessant für 16-17-jährige machen kann, ohne, dass es sich wie ein Kinderbuch anfühlt.  Es hatte schon etwas leicht Magisches. Das Buch brauchte gar nicht so viele spannende Höhepunkte. Er ist erst acht Jahre alt. Da braucht es noch nicht so viele Höhepunkte. Ich hätte einfach ewig aus dem Alltag von Owen lesen können, ohne, dass mir langweilig werden würde.  Man hat das Ende des Buches gar nicht kommen sehen, wenn die Seiten nicht irgendwann weniger geworden wären. Es hätte endlos so weitergehen können. Das Ende an sich war auch gar nicht so spannend gestaltet und der Höhepunkt kam auch erst kurz vorm Ende und dennoch freue ich mich schon sehr auf den zweiten Teil, der schon im Juli erschient.  Fazit: Ein rundum zufrieden machendes Buch, welches eine leicht träumerische Atmosphäre erzeugt.  In den kleinen Owen und diese dunkle Welt kann man sich nur verlieben.

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Ich muss sagen, das Buch hat mir viel besser gefallen, als erwartet. Das Cover hat mich sofort angesprochen, und auch der Klappentext hörte sich interessant an, aber ich hatte auch meine Bedenken, da das Buch aus männlicher Perspektive geschrieben ist, und ich mich da immer weniger hineinversetzen kann, als ich weibliche Protagonisten. Aber das hat hier überhaupt keinen Abbruch getan, denn ich fand das Buch einfach toll! Die Geschichte ist aus der Sicht des 8-jährigen Owen geschrieben, undzwar das ganze Buch lang. Ich dachte ja erst, es gibt irgendwann einen Zeitsprung, aber scheinbar findet der erst im Übergang zu Band 2 statt. Wie aber schon gesagt, fand ich das überhaupt nicht schlimm, denn Owen ist für sein junges Alter schon sehr reif und erwachsen. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, seine Gedanken zu verfolgen. Als dann auch noch Evie dazukommt, mit der er sich erst schwertut, und die dann seine beste Freundin wird, machte das Lesen noch mehr Spaß. Was aber am besten an der Geschichte war, waren die Geheimnisse, Intrigen und Machtspiele am Hof. Owens Treffen mit Ankarette, in denen sie einen Konplott gegen den König schmiedeten, um sein Vertrauen zu gewinnen, war unglaublich spannend und faszienierend. Generell, fand ich die Charaktere in diesem Buch alle super durchdacht. Alle haben einen besonderen, einzigartigen Charakter, der sich in das Gesamtgebilde einfügt und die Geschichte zu etwas besonderem macht. Ich wurde so in diese Welt hineingezogen, ich wollte das Buch überhaupt nicht mehr zur Seite legen, sondern nur noch weiterlesen und wissen, wie es ausgeht. Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, Band 2 zu lesen. Göücklicherweise muss ich auf den nächsten Band nur noch einen Monat warten. Für Fantasy - und Mittelalterfans kann ich dieses Buch nur empfehlen!

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"Die Geisel" ist der erste Band der Reihe „Königsfall" und stammt aus der Feder von Jeff Wheeler. Da die Handlung des Buches entfernt auf den englischen Rosenkriegen aus der Zeit von Richard III basiert, war ich wahnsinnig gespannt auf diesen Reihenauftakt. Der Autor verbindet eine interessante Welt voller Verrat, Intrigen und Machtspiele mit starken Charakteren und einem Hauch Magie. Das Reich Königsfall wird zerrissen von Intrigen und Machtkämpfen. Es geht das Gerücht um, das König Severn sogar seinen eigenen Neffen getötet hat, um an die Macht zu gelangen. Der Ruf des Königs eilt ihm weit voraus, denn er regiert sein Reich mit harter Hand. Gegner werden umgehend beseitigt und grausam ermordet. Auch Owens Vater verrät seinen eigenen König. Als Strafe wird der achtjährige Owen als Geisel gefordert. Unzählige Gefahren erwarten den verängstigten Jungen am Hof, doch nach und nach findet er Verbündete. Das Schicksal der Menschen in Königsfall wird nicht nur durch einen grausamen König beherrscht, sondern durch eine zweite Kraft: Die Macht der Quelle, die für Owen eine wichtige Rolle spielen wird. Der Einstieg in das Buch ist mir dank des angenehmen und flüssigen Schreibstils sehr leicht gefallen. Der Leser begleitet den achtjährigen Owen an den Königshof, wo er als Geisel gehalten werden soll. Die Darstellung des Jungen wirkt sehr authentisch und glaubwürdig. Gerade zu Beginn ist Owen sehr verängstigt und ein sehr ruhiges Kind. Erst als er auf die junge Lady Mortimer trifft, kommt er etwas aus sich heraus. Elysabeth Victoria Mortimer ist ein richtiger kleiner Wirbelwind mit jeder Menge Flausen im Kopf. Obwohl ich Elysabeth am Anfang recht anstrengend fand, entwickelt sie sich im Laufe der Zeit zu einer mutigen und loyalen kleinen Person, die der Leser gerne begleitet. Der Fokus der Geschichte liegt bei diesem ersten Band auf der Entwicklung der beiden Kinder und dem Entwirren der politischen Verhältnisse, sodass man einen guten ersten Einblick in die Welt erhält. Besonders gut hat mir die Entwicklung von Owen gefallen. Zu Beginn ist er sehr introvertiert und verängstigt, doch seine Position als Geisel zwingt ihn dazu, schnell erwachsen zu werden. Owens Gedankengänge wirken zum Ende hin sehr reif und könnten von einem Erwachsenen stammen, doch da es sich bei "Königsfall" nicht um ein Kinderbuch handelt, ist es natürlich auch sehr schwer, ein Kind authentisch darzustellen, ohne dass ein erwachsener Leser das Interesse verliert. Aus meiner Sicht hat der Autor diesen Konflikt perfekt gelöst und ich habe Owen sehr gerne begleitet. Was mir allerdings gefehlt hat, waren detaillierte Beschreibungen. Ich wäre gerne noch tiefer in die von Jeff Wheeler erschaffene Welt eingetaucht, aber mir fehlten hin und wieder einfach die Bilder im Kopf. Abgesehen davon konnte mich dieser Reihenauftakt richtig begeistern. Es gibt eine Vielzahl an Charakteren, die interessant gezeichnet wurden. Gerade die Giftmischerin Ankarette und der Großvater von Elysabeth haben es mir angetan. Aber auch der hinterlistige Dominic Mancini ist ein interessanter Charakter. Aus seiner Sicht finden sich im ganzen Buch immer wieder Tagebucheinträge, die ich sehr spannend fand. Mit Magie kommt man in diesem Reihenauftakt noch nicht ganz so viel in Berührung, doch das, was der Leser erfährt, macht mehr als neugierig auf den nächsten Band. Mit "Königsfall - Die Geisel" hat Jeff Wheeler einen vielversprechenden Reihenauftakt geschaffen, der mich begeistern konnte. Verrat, Intrigen, Magie und starke Charaktere lassen das Leserherz höherschlagen. Von mir gibt es vier Sterne und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Band, der einige Jahre nach dem Reihenauftakt spielt. Der erste Band lässt vieles noch offen, wodurch sich ein sehr großes Potenzial für den Folgeband ergibt. Ich kann es daher kaum erwarten, wieder in "Königsfall" eintauchen zu können.

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