Leserstimmen zu
Nichts weniger als ein Wunder

Markus Zusak

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Erzählt wird die Geschichte von Clay Dunbar, dem vierten der fünf Dunbar-Jungs. So zumindest heißt es im Klappentext. Allerdings wird hier eher die Geschichte aller Menschen erzählt, die Clay wichtig waren. So erfahren wir von seiner Mutter, die als Immigrantin ins Land kam. Von seinem Vater, der ein recht spezieller Künstler und Mörder war. Von seiner besten Freundin, die Jockey werden wollte. Und von seinen vier Brüdern. Erzählt wird die Geschichte von Matthew, dem ältesten der Brüder. Er erzählt uns die Geschichte, als würde er uns gegenüber sitzen und spricht uns regelmäßig an. Das fand ich sehr schön und hat super zum Lesefluss gepasst. Generell ließ sich dieses Buch wirklich sehr schön lesen. Der Aufbau des Buches war zu Anfang etwas verwirrend. Denn es gibt zwar Kapitel, aber die verlaufen kreuz und quer. Und innerhalb der Kapitel gibt es mit unter drei Zeitlinien die einfach nur durch einen Absatz getrennt wurden. So erzählt Matthew gleichzeitig etwas aus der Vergangenheit und etwas aus der noch nicht so weit entfernten Vergangenheit, was mehr oder weniger zusammen gehört. In diese Erzählsituation musste man sich erst mal rein finden. Doch das Buch ist logisch aufgebaut und alles ergibt Sinn. Es kommt ziemlich dick daher, ist aber vom Text her gar nicht so viel. Die Zeilen haben einen großen Abstand, auch die Schrift ist recht groß und die Ränder ebenfalls. So sind es am Ende 635 Seiten. Ich finde, die hätte es nicht gebraucht. Vor allem zum Schluss hat er für meinen Geschmack zu viel über den Pferderennsport und die beste Freundin erzählt. Und kurz vor Ende kam er auch etwas in den Zeitlinien durcheinander fand ich. Gewisse Leute waren schon tot und plötzlich kam wieder etwas aus der Zeit davor, dann starben sie wieder und es wurde noch mal zurück gerudert. Das war aber auch das einzige was mir nicht so gefallen hat. Ansonsten kann ich sagen, ich liebe diese Brüder. Sie sind mir allesamt ans Herz gewachsen. Und am Ende habe ich Rotz und Wasser geheult. Dieses Buch wartet nicht mir einem super spannenden Plot oder großen Überraschungen auf. Es ist ein Buch über das Leben. Über fünf Brüder, die ihren Weg gehen, trotz alles Steine, die ihnen in den Weg gelegt werden. Und über einen Bruder im speziellen, der ihnen zeigt, was wichtig ist. Dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung wert.

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"Nichts weniger als ein Wunder" ist ein leiser, eindringlicher Roman über Trauer und Vergebung. Es gibt immer wieder Rückblenden im Buch. Es werden immer zwei Hauptgeschichtsstränge in einem Teil verfolgt, wobei einer davon von der Vergangenheit handelt und der andere von der Gegenwart. Dabei schafft es Zusak, dass diese Stränge nie zufällig ausgewählt sind, sondern dass Vergangenheit und Gegenwart immer ein Verbindungsglied haben. Der Aufbau der Geschichte geht sehr langsam vonstatten. Jedoch kann ich nur an alle appellieren, dass ein langsamer Erzählstrang und viel Ausarbeitung keinesfalls schlecht sein müssen! Denn hier tauchen wir intensiv in das Leben der Familie ein und lernen unterschiedliche Charakterzüge genau kennen, sodass es zum Beispiel schwierig ist, den Vater Michael als nur unsympathisch zu sehen – denn auch er hat seine Gründe, die im Buch ausgearbeitet werden und so zu einem vielschichtigen Charakterbild führen. Zudem ist Markus Zusaks Sprache ein wirkliches Vergnügen! Dieser Mann nutzt Vergleiche, Allegorien und Metaphern wie kaum ein anderer und das ließ mich oftmals innehalten und eine Passage nochmals lesen. Alles in allem kann ich „Nichts weniger als ein Wunder“ nur wärmstens empfehlen. Wer wissen will, wie gutes Schreiben geht, ist hier genau richtig!

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Die Fünf Dunbar Jungs haben es nicht leicht zu früh verstirbt ihre Mutter und hinterlässt eine nicht zu füllende Lücke in Ihrem Leben. Der Vater der mit dem Verlust nicht klar kommt verlässt die Jungs ebenfalls und somit ist es am Ältesten Matthew die Familie zusammen zu halten. Die Jungen leben nach ihren eigenen Regeln und versuchen auf ihre Weise mit dem Leben, der Trauer, Wut aber auch mit der Liebe klar zu kommen. Als nach Jahren plötzlich der Vater wieder auftaucht und die Söhne um einen gefallen bittet wird deren leben komplett aus der Bahn geworfen. Alte Wunden reißen wieder auf und dunkle Familiengeheimnisse kommen ans Licht. Einzig Clay kommt der Bitte seines Vaters nach. Kann er dadurch die Familie retten? Ich finde es relativ schwierig dieses Buch zu rezensieren. Markus Zusak konnte mich mit Die Bücherdiebin total begeistern und hat sich damit ein Platz auf meiner All Time Favourite Liste gesichert. Nun war ich sehr gespannt auf sein neues Buch und die Geschichte der Dunbar Brüder. Leider kommt Nichts weniger als ein Wunder nicht an die Bücherdiebin ran. Der Schreibstil ist wie auch bei Zusaks anderen Büchern wieder grandios allerdings hatte ich meine Probleme mit der Erzählweise die hier gewählt wurde. Für mich waren die ersten 100 Seiten sehr schwierig und teilweise auch echt verwirrend geschrieben. Danach wurde es deutlich besser und ich konnte mich voll auf die Geschichte einlassen und darin versinken. Erzählt wird hier aus der Sicht von Matthew Dunbar dem ältesten der Brüder. Er gewährt uns einen Blick in die Familiengeschichte, die mich mal mehr Mal weniger packen konnte. Die Beziehung der Jungs zueinander fand ich total dysfunktional. Sie malträtieren sich gegenseitig sind aber am Ende immer füreinander da. Dabei wird aber auch klar das alle Probleme die die Jungs haben auf den Tod der Mutter zurückzuführen sind. Die Geschichte um Mutter Penelope fand ich sehr interessant und für mich war sie auch der interessanteste Charakter. Ihre Reise in die USA, wie sie ihren Mann kennenlernt, 5 Kinder bekommen hat, bis hin zu ihrem Tod konnte mich total überzeugen. Auch einige kleine Anekdoten aus dem Leben der Jungs fand ich ziemlich interessant, vor allem wie die Jungs zu ihrem eigenen Haustierzoo kamen und die Geschichte um die verschiedenen Tiere konnten mir immer ein Lachen entlocken. Leider gab es auch immer wieder Stellen die nicht wirklich interessant waren und sich gezogen haben. Clays Geschichte mit seiner Freundin hätte man sich sparen können. Einen weiteren Schicksalsschlag hätte es nicht gebraucht das kam mir auch zu gewollt vor und hat meiner Meinung nach nicht gepasst. Insgesamt gesehen konnte mich das Buch leider nicht ganz überzeugen. Dafür gab es zu viele Längen, zu viel Verwirrung und teilweise zu wenig Emotionen. 200 Seiten weniger hätten dem Buch gutgetan. Die Grundidee find ich auch weiterhin toll und auch die Metapher mit dem Brückenbau war wirklich gut, aber ich kann mich mit der Umsetzung nicht anfreunden. Das Ende konnte mich dafür dann wieder etwas versöhnlich stimmen so dass ich gute 3 Sterne vergeben kann.

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Der Inhalt der ganzen Geschichte klingt so unspektakulär, dass man fast meinen könnte, der neue Roman von Markus Zusak wäre langweilig. Wenn man das Buch zur Hand nimmt und in die ersten Kapitel eintaucht, wird man bereits vom Gegenteil überzeugt, denn Zusak hat das Talent, das Geschehene so interessant und mitreißend zu machen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Er berichtet so überzeugend von der Familie Dunbar, deren Gegenwart und Vergangenheit, als hätte er dies alles selbst erlebt und würde nur seine Erinnerungen aufs Papier schreiben. Der Schreibstil ist nicht der einer leichten Lektüre, sondern bedarf ein wenig mehr Aufmerksamkeit als das durchschnittliche Buch, was einem auf keinen Fall das Lesen verdirbt, eher im Gegenteil. Es hat wirklich unfassbar viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Nach „Der Joker“ musste ich unbedingt mehr von Zusak lesen und habe mich gleich auf „Die Bücherdiebin“ gestürzt. Lange mussten wir Leser nun auf ein neues Buch von dem Autor warten und nun konnten wir es mit „Nichts weniger als ein Wunder“ in den Händen halten. Leider muss ich auch sagen, dass das Buch nichts für Leute ist, die sich von einer Geschichte knallharte Wendungen und schnelle Handlungen erhoffen. Das Buch lebt doch hauptsächlich von Erinnerungen, Ist-Zuständen und nicht von plötzlichen Wendungen.

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Die aus Polen stammende Penelope Lesciuszko, genannt Penny immigriert nach Australien und lernt dort Michael Dunbar kennen. Die beiden heiraten, kaufen ein Haus in der Archer Street und bekommen 5 Söhne Matthew, Rory, Henry, Clay und Tommy. Penny bringt ihren Kindern Klavierspielen bei, das sie selber von ihrem Vater gelernt hat. Und sie liest Ihnen aus der Ilias und aus der Odyssee von Homer vor. Doch Penny erkrankt schwer und ihr Familienleben wird auf eine harte Probe gestellt, denn alle müssen lernen mit der veränderten Situation klarzukommen. Nachdem Penny starb, verlässt auch der Vater die Familie. Die 5 Dunbar Brüder sind nun auf sich alleine gestellt und leben nach ihren ganz eigenen Regeln. Matthew der Älteste, gerade selber mal 18 Jahre alt geworden, übernimmt die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister und versucht die Familie zusammen zuhalten. Eines Tages steht ihr Vater wieder bei ihnen im Wohnzimmer mit der Bitte ihm zu helfen eine Brücke zu bauen. Keiner will ihm zur Seite stehen, außer Clay. Fazit: Wie so viele Leser, hat Markus Zusak auch mich mit seinem Besteller „Die Bücherdiebin“ in den Bann gezogen. Und so wahr ich schon sehr gespannt auf sein neues Werk. Ja, und bei einem Roman der über 600 Seiten stark ist, stellt sich bei mir schon im Vorfeld die Frage, ob der Autor es schaffen wird, den Spannungsbogen über die gesamte Länge- und mich die ganze Zeit bei der Stange zu halten. Ja,- es gelingt ihm! Allerdings kann man dieses Buch in keinster Weise mit der „Bücherdiebin“ vergleichen und wer sich hier ähnliches erhofft, wird leider enttäuscht werden. Auf dieses Buch muss man sich einlassen und man muss Geduld haben, denn die ersten Kapitel verlangen einem schon so einiges ab. Es gibt erst einmal keine sichtbare Chronologie. Der Autor springt von einem Geschehen zum Nächsten, er springt von Person zu Person. Hin und her in den Zeiten – Gegenwart, Vergangenheit, usw.. Auf der einen Seite hat das Buch eine Sogwirkung zum unbedingtem Weiterlesen, auf der anderen Seite muss man seine Gedanken schon sehr zusammenhalten und konzentriert lesen. So en passant liest sich dieses Buch eben nicht, denn der Schreibstil ist eine Mischung aus den verschiedensten rhetorischen Stilmitteln. Vor allem erzählt er oft in Metaphern, die man oft auch zweimal lesen muss, von daher gestaltet sich der Text manchmal auch recht kompliziert. Zum Schluss – und da erkennt man Zusak als wahren Meister des Erzählens – führt er die einzelnen Fäden mehr als gekonnt zusammen und alles ist absolut schlüssig. Natürlich lebt dieser Roman auch von den einzigartigen und hervorragenden Charaktere. Und da rede ich nicht nur von den Menschen. Achilles etwa, das Maultier, fand ich einfach großartig. Geprägt ist dieses Buch vom Tod der Mutter, aber der Tod allgemein begegnet uns auch an anderen Stellen des Buches und einen dieser Dunbar Brüder trifft es da besonders hart. Dem Autor gelingt es jedoch, uns Leser emotional immer wieder, mit seinem doch auch sehr humorvollen Erzählstil, aufzufangen. Markus Zusak erzählt mit seiner einzigartigen Erzählweise eine sehr emotionale und bewegende Geschichte. Man muss sich allerdings mehr als nur darauf einlassen können, um „Nichts weniger als ein Wunder“ zu erwarten!!! Besten Dank an den Limes Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Das Cover Das Cover ist schlicht und einfach gehalten und drückt deutlich die Klarheit der Geschichte aus. Das Cover gefällt mir sehr gut, obwohl es nicht direkt die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es ist ein stiller Schatz, der es nicht nötig hat mit einem auffallenden Cover auf sich aufmerksam zu machen. Es passt einfach perfekt zu der Geschichte. Der Schreibstil  Der Schreibstil des Autors ist einerseits unglaublich wunderschön und fesselnd, aber andererseits hat er mich während dem Lesen auch einige Male stark herausgefordert. Das Lesen war besonders am Anfang nicht leicht und auch ziemlich verwirrend, aber je näher man dem Ende kam, desto besser wurde es. Der Autor hat einen sehr bildhaften Schreibstil und ziemlich detailreich ist. Manchmal war mir das zu viel und manchmal könnte es nicht ausführlich genug sein.  Die Charaktere  Zu den Charakteren muss man nicht viel sagen. Sie sind alle einzigartig, liebenswert und besonders. Ich hab sie alle in mein Herz geschlossen und bin von dem Autor beeindruckt, dass er es geschafft hat jeden Charakter mit seinen Besonderheiten an den Leser heranzutragen ohne dass es zu viel auf einmal war. In dem Buch gibt es eine reiche Fülle an verschiedenen Personen, die alle ein eigenes Bild in Kopf des Lesers erhalten und nicht nur oberflächlich nebenher existieren. Fazit Ich habe zu dem Buch ziemlich widersprüchliche Meinungen. Es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen und war eine sehr emotionale wunderschöne Geschichte, aber manchmal kam ich mit dem Schreibstil nicht klar und konnte der Geschichte nicht folgen. Es lohnt sich wirklich sehr die anfänglichen Schwierigkeiten zu überwinden und sich voll und ganz auf die Geschichte einzulassen. Am liebsten würde ich das Buch gleich direkt noch einmal lesen, um es komplett zu verstehen und nichts zu verpassen. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen und es erhält einen Platz bei meinen Lieblingsbüchern.

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»Nichts weniger als ein Wunder« von Markus Zusak ist ein ganz außergewöhnliches Buch, sehr ergreifend, traurig, berührend und wunderschön. Der Roman erzählt die Geschichte von fünf Brüdern aber nicht nur, da ist so viel mehr. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Trauer und Verlust aber auch Hoffnung, Liebe und Vergebung. Eine Familiengeschichte der besonderen Art. Ich habe viel gehört über den Autor und das Buch, bisher aber noch keine Bücher des Autors gelesen. Ich weiß, dass die Bücherdiebin von ihm ist, aber das Buch ging damals irgendwie komplett an mir vorbei. Also war ich recht unbelastet, als ich in »Nichts weniger als ein Wunder« einstieg. Anfangs brauchte ich einige Kapitel um mit dem besonderen Schreibstil Zusaks zurechtzukommen, aber dann packte es mich und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte erzählt sich mit einem ganz besonderen Charme. Sie ist nicht laut oder schreiend, nein…, sie ist eher eine Geschichte der saften, leisen Töne, liebenswert erzählt, dennoch wurde nichts beschönigt. Anspruchsvoll, berührend, unvergleichbar…, die Geschichte hallt in meinem Inneren nach und lässt mich nicht mehr los. Es ist schwer das gelesene in Worte zu fassen. Das Buch ist - chaotisch - ein bunt gewürfelter Haufen kleinerer Anekdoten die sich aneinanderreihen und zu einer großen Familiensaga zusammensetzen. Aber es ist auch berauschend, fesselnd, verwirrend, berührend, genial – eben ein ganz besonderer Roman. Kennt ihr die Szene aus dem Film Forrest Gump als Tom Hanks, auf den Bus wartend, auf der Bank sitzt und wildfremden Leuten aus seinem Leben erzählt? Er kommt von einem Ereignis zum anderen und erzählt seine Geschichte. So ähnlich ist es hier, Zusak lässt Matthew, den ältesten der Brüder an der alten Schreibmaschine – liebevoll der olle Klapperkasten genannt – die Geschichte der Dunbar Brüder erzählen. Matthew fängt an zu erzählen: wie er da sitzt und die Geschichten aufschreibt, wie der olle Klapperkasten zu seinem Namen kam. Erinnerungen kommen hoch und so wie sie ihm ins Gedächtnis purzeln so fließen sie auf das Papier. Mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit. Er erzählt über seine Mutter, seinen Vater, wie sie sich kennenlernten, wie sie ihre Kindheit verbrachten, wie sie lebten bevor sie eine Familie wurden. Dann die Zeit an die er sich selbst erinnert. Die Höhen und Tiefen, den Zusammenhalt und den Absturz. Er erzählt die Geschichte von Clay dem vierten Dunbar Bruder. Der, der eine Brücke baute. Eine Brücke im realen, aber auch im übertragenen Sinn. Eine Brücke die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verband. Eine Brücke die Wunden heilte, eine Brücke die die Familie zusammenführte. Und man klebt als Leser förmlich an den Zeilen. Ich lache hell auf und denke ja genau, dass kenn ich auch und bin ein paar Seiten weiter zu Tode betrübt. Ich fühle mit den Figuren mit, kann mit ihnen weinen und lachen aber auch Hoffnung schöpfen. Ich bin von dem Buch total begeistert, aber ich kann auch verstehen, wenn jemand sagt, dass er mit dem Schreibstil nicht zurechtkommt. Man muss diese Art des Schreibens mögen, aber wenn man sich darauf einlässt, dann ist die Geschichte einfach genial und etwas ganz besonderes. Fazit: »Nichts weniger als ein Wunder« ist ein anspruchsvolles, einzigartiges, emotional berührendes Buch über die Liebe, das Leben, die Hoffnung und den Tod. Über Brüder die zurückgelassen wurden, die wie sie es nennen würden - ermordet wurden - aber einfach nicht sterben konnten. Es ist aufwühlend und gleichzeitig wunderschön. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Fesselnd bis zur letzten Zeile.

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Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar, denn nach längerer Zeit hat mich ein Buch mal wieder, zumindest stellenweise, so berührt, dass die Tränen ins Auge schossen! #NichtsWenigerAlsEinWunder, das neue Werk von #MarkusZusak (sein Roman #DieBücherdiebin ist ja quasi ein moderner Klassiker - zu recht!), handelt von fünf Brüdern, den Dunbar-Jungs. Normalerweise brauche ich lange, um die Namen in Büchern zuordnen zu können, aber hier habe ich sofort verinnerlicht, wer der Älteste ist, wer der Tierliebe, welcher Geschichten liebt, wer ein Rowdy ist, und wer ein Händchen fürs Wetten hat. Das spricht dafür, dass ich sofort in der Geschichte drin war, was auch wirklich der Fall war - und das, obwohl Zusak stark mit Zeitsprüngen arbeitet und viele Andeutungen macht, die erst im Laufe des Buches erklärt werden. Das führte dazu, dass ich immer weiterlesen wollte, damit sich offene Fragen klären. Matthew Dunbar, der Älteste, beschreibt die Familiengeschichte aus seiner Perspektive; im Fokus steht sein Bruder Clay, doch schon viel früher, in die Kindheit der Dunbar-Eltern, wird der Leser mitgenommen. Es geht um Liebe, Tod, Freundschaft, Schicksalsschläge, Unausgesprochenes und Erzähltes, und dabei driftet das Buch glücklicherweise niemals in Klischees ab. 'Nichts weniger als ein Wunder' ist gleichzeitig eine außergewöhnliche und eine gewöhnliche Familiengeschichte, ich habe sie sehr gerne gelesen, jedoch hat sie mich erst in den letzten ca. 100 Seiten so gepackt, dass ich aufgrund einzelner Sätze (mit Tieren und wahrer, tief empfundener Liebe kriegt man mich halt) die ein oder andere Träne verdrückt habe. Wer noch zweifelt, dem kann ich nur empfehlen: lest es, lasst euch drauf ein - und auch die über 600 Seiten sollten nicht abschrecken, denn durch die fliegt man durch. Ob mir das Buch allerdings so lange wie die Bücherdiebin damals präsent sein wird, wird sich zeigen - vermutlich nicht. Aber das ist auch gar nicht schlimm.

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