Leserstimmen zu
Das glühende Grab

Yrsa Sigurdardóttir

Dóra Gudmundsdóttir ermittelt (3)

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Vor einigen Jahrzehnten wurde das Elternhaus von Markús Magnússon bei einem Vulkanausbruch zerstört. Doch nun sollen Ausgrabungen auch dieses Haus wieder freilegen. Markús besteht aber darauf, zuerst den Keller in Begleitung seiner Anwältin Dóra Gudmundsdóttir zu betreten – wie sich herausstellt nicht ohne Grund, denn mehrere Leichen finden sich dort wieder. Natürlich fällt der erste Verdacht auf Markús, sodass es an Dóra ist, seine Unschuld zu beweisen... Die isländische Autorin Yrsa Sigurdardóttir hat gleich zwei erfolgreiche Thriller-Reihen, an denen sie momentan schreibt. „Das glühende Grab“ widmet sich dabei wieder der Rechtsanwältin Dóra Gudmundsdóttir, der dritte Fall für die engagierte Frau beginnt mit einem Prolog um einen finsteren Mord, der atmosphärisch so dicht und packend ist, dass ich sofort Feuer gefangen habe und unbedingt wissen wollte, was genau dahinter steckt. Bis dies enthüllt wird, dauert es natürlich noch seine Zeit, doch diese wurde von Sigurdardóttir sehr abwechslungsreich und spannend aufgefüllt, wie sie es auch in ihren Vorgängerromanen schon geschafft hat. Die 350 Seiten andauernde Geschichte enthält immer wieder sehr wohl platzierte Cliffhanger, die den Leser bei Laune halten, zumal immer mal wieder kleine Teile der Gesamtlösung aufblitzen – gerade so viel, dass man nicht das Gefühl hat, völlig im Dunkeln zu tappen und deswegen frustriert zu sein, aber nie so viel, dass man die Hintergründe selbst erschließen könnte. Das macht Sigurdardóttir erst ganz am Ende, dort laufen dann geschickt alle Fäden zusammen und werden zu einem sehr stimmigen und faszinierenden Gesamtbild zusammengefügt. Es ist eines dieser Bücher, die nach dem Auslesen nicht so schnell vergessen werden, sondern noch einige Zeit im Gedächtnis nachhallen und mich auch noch einige Zeit beschäftigt haben. Die Erzählweise ist sehr flüssig und rund, die Autorin baut aber auch einige Ecken und Kanten ein, die den Reiz durchgängig hochhalten. Über einige Formulierungen bin ich im positiven Sinne gestolpert, da sie schöne Bilder oder besonders aussagekräftige Szenerien schaffen. Sehr gut gefällt mir auch, dass das Privatleben von Dóra Gudmundsdóttir in guten Dosen behandelt wird, die Anwältin also lebensnaher und sympathischer wirkt, ohne dass sie einen der typischen Schwedenkrimi-Störungen hätte. So kann sich „Das glühende Grab“ ganz auf die eigentliche Handlung konzentrieren. Auch hier sind die vielen Charaktere sorgfältig gezeichnet und mit markantem Auftreten versehen, sodass man sich gut in die verschiedenen Szenen und Konstellationen einfindet. Sicherlich ist der Übergang von Thriller und Krimi fließend, bei diesem Roman würde ich aber eher zur zweiten Kategorie tendieren. Die Ermittlungen von Dóra Gudmundsdóttir sind sehr sorgfältig und spannend aufbereitet, viele Cliffhanger und Wendungen sorgen für Dynamik und eine lebendige Stimmung. Sigurdardóttir versteht es hier vortrefflich, mit ihren Lesern zu spielen und sie immer wieder auf eine falsche Spur zu locken, sodass die Auflösung dann tatsächlich überraschend und stimmig geraten ist. Sehr lesenswert!

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Dora hat zwei Kinder, ist geschieden und von Beruf Anwältin. Ihr neuester Klient Markus kommt von den Westmännerinseln und gehört zu einer angesehenen Reedereifamilie. 1973 wurde sein Elternhaus bei einem unvorangekündigten Vulkanausbruch verschüttet. Nun will die Stadt jedoch die Ruinen wieder freilegen. Markus hat aber damals etwas im Keller des Hauses versteckt und versucht nun mit Doras juristischer Hilfe verzweifelt zu verhindern, dass sein Geheimnis ans Tageslicht kommt. Markus stieg die Treppen hinab. Der Schein seiner Taschenlampe konnte gegen den Staub und die Asche nicht viel ausrichten, sodass das Ende der Treppe nicht zu sehen war. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll." Markus wirkte unnatürlich ruhig. "Du musst mir glauben, dass ich nicht hergekommen bin, um das ... - Dora, du musst die Ausgrabung unbedingt stoppen und das Haus wieder zuschütten lassen." Zitat Seite 16 Das glühende Grab wurde bereits 2008 veröffentlicht und in diesem Jahr vom btb Verlag neu verlegt. Titel und Cover passen sehr gut zum Plot und verraten, genauso wie der Klappentext, nicht zu viel von der Handlung. Die isländischen (Nach)Namen sind sehr schwer auszusprechen, daher ist es angenehm, dass im Buch hauptsächlich Vornamen verwendet werden. Schön finde ich hier auch die Beschreibungen der Protagonisten auf der letzten Seite, wenn man mit den Namen mal durcheinander kommen sollte. Es dauerte ziemlich lange, bis ich verstand, was vor etlichen Jahren geschehen sein musste und nun zum Problem wurde. Auf das Ende wäre ich von alleine niemals gekommen. Hier hat sich die Autorin eine sehr aufwendige Geschichte mit Wendungen ausgedacht, die sich dann aber lückenlos ineinander fügt. Der Text ist flüssig und die Zusammenhänge so verwirrend, dass man schon aus Neugierde einfach weiterlesen möchte. Die Person Dora ist authentisch und mir nach dem bereits dritten Fall der Anwältin sehr ans Herz gewachsen. In den Nebenhandlungen erfährt man auch einiges über ihr Privatleben, dass sie sehr sympathisch werden lässt. Auch die anderen Figuren sind so gezeichnet, dass man sie sich gut vor seinem inneren Auge vorstellen und mit ihnen sympathisieren kann. Persönliches Fazit: Absolutes Lesevergnügen mit vielen aufwendigen Einzelheiten. Ein Roman, der ohne detaillierte Brutalitäten auskommt, dem es aber nicht an Unterhaltung mangelt. © Rezension, 2019, Daniela

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Schon der Prolog fängt spannend an und man kann noch nicht einordnen, wer die Person ist, die hier ermordet wird. Die Autorin schreibt von Anfang an spannend und fesselnd über viele, verschiedene Handlungsstränge, die sich zum Ende der Geschichte hin zusammenfügen und schlüssig sind. Viele Cliffhanger lassen den Leser ganz schön lange im Dunkeln, um was es eigentlich überhaupt geht. Die Anwältin Dóra Gudmundsdóttir ermittelt hier in ihrem dritten Fall zusammen mit ihrer Sekretärin. Sie führt Gespräche mit Zeugen, mit Familienangehörigen ihres Mandanten, mit Freunden der Familie und mit Bewohnern der Westmännerinseln. Die Story ist atmosphärisch, spannend und temporeich und hält am Ende noch eine Überraschung parat. Man kann diesen Band problemlos lesen, ohne die vorherigen Bände der Reihe zu kennen.

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Als im Jahr 1973 auf den isländischen Westmännerinseln ein Vulkan ausbrach, wurden viele der Häuser verschüttet, auch das Haus des damals fünfzehnjährigen Markus Magnusson und seiner Familie gehörte mit dazu. Als im Jahr 2007 Ausgrabungen auf jener Insel durchgeführt werden, kommt auch Markus’ Haus wieder zum Vorschein. Er besteht darauf, zuerst in seinen Keller zu gehen und gemeinsam mit seiner Anwältin Dóra Gudmundsdóttir betritt er die Ruine. Doch nicht nur die Kiste, die einst Markus’ Freundin Alba ihm anvertraute, wird gefunden, sondern auch die Leichen dreier Männer und in der Kiste befindet sich ein abgetrennter Kopf. Markus gerät in Verdacht, doch Dóra glaubt an seine Unschuld und begibt sich auf Spurensuche. Meine Meinung Das Cover machte mich neugierig und der Klappentext klang sehr spannend und erst beim Lesen bemerkte ich, dass dieses Buch eine Neuauflage eines bei uns im Jahr 2008 veröffentlichten Buches der Autorin Yrsa Sigurdadrdottir ist. Was für mich keinerlei Unterschied machte, da ich das Buch bisher noch nicht kannte. Schon der Prolog war sehr spannend und schnell wurde ich regelrecht in die Handlung gezogen. Yrsa Sigurdardottir schreibt, wie immer, sehr fließend, aber auch sehr fesselnd und die Spurensuche war äußerst interessant. Gerade auch weil es sich hier um einen Fall aus längst vergangenen Tagen handelte, war ich sehr gespannt auf die Entwicklung. Man begleitet zu großen Teilen die Anwältin Dóra und begibt sich gemeinsam mit ihr auf Spurensuche. Immer wieder gab es Wendungen und Überraschungen, die sich nicht vorausahnen lassen und somit bleibt die Spannung erhalten. Auch das Privatleben der Ermittlerin fließt ein wenig mit ein, bleibt aber dabei soweit im Hintergrund, dass es die Spannung des Falls nicht nimmt. Dabei ist auch der Hintergrund, nämlich der Vulkanausbruch und dessen Auswirkungen, sehr gut recherchiert und dargestellt. Wenn man selbst Google zu Rate zieht, stellt man nämlich fest, dass sich die Autorin hier auf ein wahres Ereignis aus dem Jahre 1973 beruft. Das ganze macht den Fall noch einmal mehr glaubwürdig. Was mir an diesem Krimi richtig gut gefallen hat, sind die unterschiedlichen Charaktere. Allen voran Rechtsanwältin Dóra war mir sehr schnell sympathisch und gerade auch wenn man von ihrem privaten Leben erfuhr, machte das die Figur authentisch. Neben Dóra spielen aber noch eine ganze Reihe weiterer Charaktere eine Rolle und hier muss ich zugeben, dass ich doch ein wenig aufpassen musste, um da nichts durcheinander zu bringen, was allerdings auch ein wenig mit den Namen zusammenhängt. Mein Fazit Ein sehr gut erzählter und mit vielen Wendungen ausgestatteter Thriller aus der Feder Yrsa Sigurdardottirs, der mich immer wieder überraschen konnte. Da hier so einiges auf den Leser zukommt, blieb der Fall für mich unvorhersehbar und spannend. Von Beginn an wollte ich wissen, was es mit dem Fund auf sich hat und trotzdem konnte ich nicht vorausahnen, wohin die Autorin mich führt. Eine sympathsiche Protagonistin lässt den Thriller authentisch und auch glaubwürdig wirken. Gute und lesenswerte Unterhaltung.

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Als im Jahr 1973 auf den isländischen Westmännerinseln ein Vulkan ausbrach, wurden viele der Häuser verschüttet, auch das Haus des damals fünfzehnjährigen Markus Magnusson und seiner Familie gehörte mit dazu. Als im Jahr 2007 Ausgrabungen auf jener Insel durchgeführt werden, kommt auch Markus’ Haus wieder zum Vorschein. Er besteht darauf, zuerst in seinen Keller zu gehen und gemeinsam mit seiner Anwältin Dóra Gudmundsdóttir betritt er die Ruine. Doch nicht nur die Kiste, die einst Markus’ Freundin Alba ihm anvertraute, wird gefunden, sondern auch die Leichen dreier Männer und in der Kiste befindet sich ein abgetrennter Kopf. Markus gerät in Verdacht, doch Dóra glaubt an seine Unschuld und begibt sich auf Spurensuche. Meine Meinung Das Cover machte mich neugierig und der Klappentext klang sehr spannend und erst beim Lesen bemerkte ich, dass dieses Buch eine Neuauflage eines bei uns im Jahr 2008 veröffentlichten Buches der Autorin Yrsa Sigurdadrdottir ist. Was für mich keinerlei Unterschied machte, da ich das Buch bisher noch nicht kannte. Schon der Prolog war sehr spannend und schnell wurde ich regelrecht in die Handlung gezogen. Yrsa Sigurdardottir schreibt, wie immer, sehr fließend, aber auch sehr fesselnd und die Spurensuche war äußerst interessant. Gerade auch weil es sich hier um einen Fall aus längst vergangenen Tagen handelte, war ich sehr gespannt auf die Entwicklung. Man begleitet zu großen Teilen die Anwältin Dóra und begibt sich gemeinsam mit ihr auf Spurensuche. Immer wieder gab es Wendungen und Überraschungen, die sich nicht vorausahnen lassen und somit bleibt die Spannung erhalten. Auch das Privatleben der Ermittlerin fließt ein wenig mit ein, bleibt aber dabei soweit im Hintergrund, dass es die Spannung des Falls nicht nimmt. Dabei ist auch der Hintergrund, nämlich der Vulkanausbruch und dessen Auswirkungen, sehr gut recherchiert und dargestellt. Wenn man selbst Google zu Rate zieht, stellt man nämlich fest, dass sich die Autorin hier auf ein wahres Ereignis aus dem Jahre 1973 beruft. Das ganze macht den Fall noch einmal mehr glaubwürdig. Was mir an diesem Krimi richtig gut gefallen hat, sind die unterschiedlichen Charaktere. Allen voran Rechtsanwältin Dóra war mir sehr schnell sympathisch und gerade auch wenn man von ihrem privaten Leben erfuhr, machte das die Figur authentisch. Neben Dóra spielen aber noch eine ganze Reihe weiterer Charaktere eine Rolle und hier muss ich zugeben, dass ich doch ein wenig aufpassen musste, um da nichts durcheinander zu bringen, was allerdings auch ein wenig mit den Namen zusammenhängt. Mein Fazit Ein sehr gut erzählter und mit vielen Wendungen ausgestatteter Thriller aus der Feder Yrsa Sigurdardottirs, der mich immer wieder überraschen konnte. Da hier so einiges auf den Leser zukommt, blieb der Fall für mich unvorhersehbar und spannend. Von Beginn an wollte ich wissen, was es mit dem Fund auf sich hat und trotzdem konnte ich nicht vorausahnen, wohin die Autorin mich führt. Eine sympathsiche Protagonistin lässt den Thriller authentisch und auch glaubwürdig wirken. Gute und lesenswerte Unterhaltung.

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