Leserstimmen zu
Codename Eisvogel – »The Kingfisher Secret«

Anonymous

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Grace Elliott ist mehr oder weniger eine Journalistin. Für ein Lästerblättchen schreibt sie Kolumnen über die Problemchen der Reichen und möchtegern Schönen. Doch sie fühlt sich zu höherem berufen. So denkt sie, ist sie auf der Spur einer Story, die sie in den journalistischen Himmel katapultieren soll. Ein Pornostar will über ihre Affäre mit dem Mann reden, der der neue Präsident werden könnte. Das muss doch genau das Thema sein, der ihr den Pulitzer Preis verleihen könnte. Nun, weit gefehlt. Ihr Chef will die Story zwar kaufen, aber nicht veröffentlichen. Viel zu nah sind die Wahlen, um mit so einer Story zu punkten. Kurzum schickt sie der Chef nach Europa. In Prag soll sie mit einer reichen Geschäftsfrau eine neue Kolumne auf die Beine stellen. Leser fragen, Elena antwortet. Interessant wird es, als Grace herausfindet, dass Elena die Ex-Frau des neuen Präsidenten Anwärters ist. Und nun beginnt es für sie interessant zu werden. Was kann man ausgraben, um nicht doch noch den Pulitzer Preis zu ergattern. „Codename Eisvogel – HB“ ist ein Thriller aus einer unbekannten Feder. Der Autor oder die Autorin möchte hier unbekannt blieben. Auf der Hülle des Hörbuches steht, um ihre Quelle zu schützen. Ich vermute, nach dem Hören des Buches fast, damit sie nach dem Werk keinen schlechten Namen bekommt. Die Aufmachung des Covers ist einfach, aber gerade deswegen sehr auffällig. Ich fand es sehr gelungen und auch passend. Die Sprecherin Vera Teltz hat ihre Arbeit sehr gut getan. Ich habe ihrer Stimme sehr gerne gelauscht. Die Story selbst hätte noch spannend sein können, wenn nicht nach jedem Abschnitt von Grace gleich ein Abschnitt von Elena gekommen wäre. Durch diese parallele Erzählung wurde jedes kleine Stückchen Geheimnis gleich ausführlich erklärt und beschrieben. Dies machte das ganze Hörbuch einfach nur zu einem öden und langweiligen Text, der aneinander gereiht wurde. Daher verstehe ich auch die Bezeichnung „Thriller“ nicht. In dem Buch kam wirklich Null Spannung rüber. Dazu kam, dass Grace eine unerträgliche Person war. Auf ihrem Weg zum Ruhm war ihr wirklich alles egal. Selbst Lügen kamen ihr ungetrübt über die Lippen, als würde sie einen guten Kaffee trinken. Und dann konnte sie nicht verstehen, warum Leute wütend wurden, weil sie die Lügen erkannten. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich sie selbst nach der ersten halben Stunde erschossen. Auch die restlichen Personen, bis auf Elena, waren zum weg werfen. Teilweise rochen sie schon nach dem, was sie waren, dass es nervte. Elena hingegen fand ich schon irgendwie sympathisch. Auch ihre Reaktionen und Taten in Sachen Grace fand ich gut. Das Ende ist dann auch recht vorhersehbar. Wobei es sich auch nicht mehr sehr um das eigentliche Thema dreht, denn das ist recht schnell abgehandelt und driftet in den Hintergrund ab. Schlussendlich kann ich sagen, es ist wie immer. Geld regiert die Welt. Und bei dem Ende, gerade in Sachen Grace, könnte mich eine leichte Übelkeit überfallen. In Anbetracht der Storyline von Elena vergebe ich hier gerade noch 2 Sterne.

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Grace Elliott, eine engagierte Journalistin, die aber bereits über 20 Jahre für die Klatschpresse tätig ist, glaubt die Story ihres Lebens gefunden zu haben. Ein Interview mit einer Prostituierten, die mit dem aufstrebenden Präsidentschaftskandidaten Antony Craig ein Verhältnis hatte, soll ihr endlich einen Platz in einer renommierten Zeitung verschaffen. Ihr Chefredakteur und der Herausgeber der Zeitung verweigern ihr die Veröffentlichung der Story. Sie schicken Grace stattdessen mit der Exgattin von Craig, Elena Craig, in deren Heimatort in der ehemaligen Tschechoslowakei auf Werbetour. Als Grace während dieser Reise immer mehr Interesse an Elenas Vergangenheit zeigt, nachfragt und ihre Pläne für ein Buch über Elena bekundet, trennen sich abrupt ihre Wege. Grace muss sich in einem Land dessen Sprache sie nicht versteht, alleine durchkämpfen und Nachforschungen anstellen, um den vielen Widersprüchen in Elenas Vergangenheit nachzuspüren. Mit ihrer Spurensuche begibt sie sich und alles, was ihr lieb ist, in tödliche Gefahr. Codename Eisvogel ist ein spannender Thriller, der weitgehend fiktiv ist, aber mit seiner Realitätsnähe spielt. Mir ist allerdings nicht klar, warum der Autor seinen Namen verschweigt. Über den amerikanischen Präsidenten wurde uns nichts verkündet, was nicht schon in zahlreichen Büchern angeprangert wurde. Seine Charakterzüge, seine Ungeduld, seine fehlende Diplomatie und Kompromissbereitschaft, seine geringe Aufnahmemöglichkeit, sein übersteigertes Selbstbewusstsein........bis zum Verdacht, dass seine Wahl zum Präsidenten von Russland beeinflusst wurde, sind in unterschiedlichen Magazinen und Büchern behandelt worden. Einzig diese Art der Einflussnahme durch den KGB wurde noch nicht veröffentlicht. Wahrscheinlich liegt das daran, dass es sich weitgehend um ein Was-Wäre-Wenn-Gedankenspiel des Autors handelt. Beim Lesen des Thrillers habe ich aber immer wieder gedacht, das es so gewesen sein könnte. Das Buch wirkt nach. Diesen Thriller kann man nicht einfach zuklappen und beiseite legen. Er ist so realitätsnah, dass man unweigerlich anfängt zu denken. Wenn dieser Mensch zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt werden kann, dann können auch andere Staaten auf diese Wahl beziehungsweise auf den Wahlkampf Einfluss genommen haben, wie auch immer. In wieweit Codename Eisvogel fiktiv ist, wird man wohl nie erfahren, da ja alle Beweise vernichtet wurden.

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