Leserstimmen zu
Der Store

Rob Hart

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Meine Meinung Cover: Das Cover ist super schlicht, wirkt wie ein Karton (twas wie das Paket von Fitzek) und ist sehr rustikal. Für meine Verhältnisse vielleicht etwas zu robust und zu wenig mit Farbe, aber für diese Geschichte perfekt. Man musste gar nicht lange lesen, um zu wissen, dass man eine spannende Geschichte erwarten kann. Da das Buch in einer großen Blogger Aktion verwickelt war, kannten viele dieses Buch und waren schon darauf aufmerksam. Die Geschichte wird aus 3 Blickwinkeln betrachtet zum einen Gibson Wells den Gründer von Cloud, Paxton der neue Mitarbeiter in der Sicherheitsabteilung und Zinnia eine junge Frau die im Warenlager arbeitet. Alle drei Charaktere sind besonders und persönlich ausgearbeitet. Das Buch ist einfach perfekt. Es spricht ein so aktuelles Thema unserer Zeit an und eröffnen einen Blick in eine so dystopisch realistische Zukunfft, dass man sich wirklich fürchten muss. Ich find die Zukunftssicht in diesem Buch sehr interessant. Was, wenn der größte Online Markt auf der Welt, bald die Welt einnehmen kann? Was, wenn alles in der Welt nur Online ablaufen kann. Was, wenn unsere Welt so zerstört wird, dass ein glückliches Leben schwierig möglich ist. Die Überwachung ist der Alltag, die zerstörte Gesellschaft Realität. Einfach nur beeindruckend. Mir fehlen ein wenig die Worte für dieses Buch, da ich immer noch von dem Ende so gefesselt bin. Alles ist so beängstigend realistisch, dass ich Angst habe, dass sich alles so entwickeln könnte. Das Buch ist wichtig, man sollte es als Warnung verstehen. Vielleicht sogar in der Schule lesen und nicht Lessings Emilia Galotti. Die vereinigten Staaten sind zerstört. Sorgen wir dafür, dass wir uns nicht selbst zerstören. Fazit Ein tolles Buch im Science-Fiction Bereich, was mit viel Spannung, Realität und Humor gefüllt ist. Eine sehr große Leseempfehlung mit Ausruf. Lasset uns die Welt nicht zerstören. Insgesamt 5/5 Sterne

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Alles hat seinen Preis

Von: leseratte1310 aus Mönchengladbach

16.09.2019

Vor vielen Jahren war „1984“ das Bild für eine erschreckende Zukunft, die niemand so erleben wollte. Doch das Leben geht weiter und die Zukunft von damals ist längst Realität geworden. Heute eröffnet uns das World Wide Web riesige Möglichkeiten, aber wir müssen auch mit den Nachteilen klarkommen. Große Unternehmen bestimmen, wo’s lang geht und hebeln Regierungen aus. Mit der Möglichkeit schnell an Informationen zu kommen, liefern wir auch sehr persönliche Informationen über uns. Rob Hart setzt mit seiner Geschichte „Der Store“ noch eins drauf. Die Klimakatastrophe hat richtig zugeschlagen und macht die Unternehmungen, die wir heute bei schönem Wetter draußen erleben, fast unmöglich. Man will einfach nicht mehr vor die Tür. Wie gut, dass es den Store „Cloud“ gibt. Er liefert alles, egal wohin und schafft Arbeit. Der Store ist Familie. Er schafft sich aber auch jeden Mitbewerber vom Hals. Unternehmensgründer Gibson hat sich seine Gedanken gemacht, die durchaus positiv waren. Doch gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Man muss sich mit seiner Argumentation auseinandersetzen und sich selbst eine Meinung bilden. Paxton und Zinnia lernen sich bei der Arbeit im weltgrößten Onlinestore kennen. Paxton arbeitet bei der Security und Zinnia pickt die Waren aus dem Lager. Man lernt die beiden kennen und damit eine andere Sicht auf das Leben bei Cloud, Leben und Arbeit dort ist nämlich die perfekte Ausbeutung der Menschen – moderne Sklaverei! Schon von der ersten Seite an, fand ich die Beschreibung sehr bedrückend. Da aus unterschiedlichen Perspektiven berichtet wird, konnte ich mir ein umfassendes Bild machen, dass zunehmend schlimmer und beklemmender wurde. Dann macht Paxton eine Entdeckung und die Geschichte wendet sich. Das Buch liest sich sehr gut und bringt einen zum Nachdenken. Machen wir uns nichts vor: Diese Zukunft ist schon längst da.

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Der Store

Von: Nicole Plath

15.09.2019

Der weltgrößte Onlinestore ist die Firma „Cloud“. Dort gibt es alles zu kaufen, und Drohnen liefern die Bestellungen sofort aus. Wer bei „Cloud“ arbeitet, hat dort alles unter einem Dach. Arbeiten, Wohnen und Freizeit – alles spielt sich auf dem Gelände der „MotherCloud“ ab. Eigentlich hat ein Mitarbeiter keinen Grund mehr, das Grundstück zu verlassen. Als Paxton dort ankommt, wird er dem Sicherheitsdienst zugeteilt. Er lernt Zinnia kennen, die im Lager arbeitet und dort die Ware heraussucht und auf ein Transportband legt. Zinnia verfolgt ein eigenes Ziel, und Paxton kommt ihr wie gerufen. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes kommt schließlich überall hin. Autor Rob Hart hat mit „Der Store“ interessante Themen realitätsnah in einen Roman gepackt. Während die Welt außerhalb der „MotherCloud“, welche alle Annehmlichkeiten bietet, immer mehr zu Grunde geht, scheint dort das Paradies zu sein. Die Mitarbeiter arbeiten in ihren jeweiligen Bereichen, wie aufeinander abgestimmte Zahnräder, um alle Kundenwünsche zu erfüllen. An diesem Punkt habe ich allerdings ein Verständnisproblem. Wenn doch die Welt außerhalb der „MotherCloud“ aufgrund von Verödung der Dörfer und Städte sowie Klimaproblemen kaum noch lebenswert scheint, wer bestellt dann all die Dinge, die „Cloud“ versendet und die den Erfolg erst ausmachen? Sehr gut gelungen ist die Beschreibung des Lebens in der „MotherCloud“ und was diese mit ihren Bewohnern macht. Diese Umstände erzeugen ein Gänsehautgefühl, welches das ganze Buch über anhält. Die Geschichte wird einmal direkt von dem Entwickler der Cloud, Gibson Wells, erzählt, daneben begleitet der Leser Paxton und Linnia als Zuschauer. Zwischendurch bekommt der Leser auch die Botschaften, die die Bewohner der „MotherCloud“ erhalten, auch zu lesen. Dies bringt einem diese Lebensumstände dort noch näher. Leider bleiben die Figuren etwas blass. Der Schwerpunkt der Geschichte liegt auf dem Store und was das Leben mit ihm und in der „MotherCloud“ mit seinen Bewohnern macht. Vieles wird dem Leser bekannt vorkommen, und große Wendungen gibt es auch nicht. Es ist das Zwischenmenschliche und das Lesen zwischen den Zeilen, was den Reiz an diesem Buch ausmacht. Dazu kommt die Nähe zu unserer heutigen Zeit. So weit in der Zukunft spielt dieser Roman nicht, und es bleiben oft nur Andeutungen, welches Jahr sein könnte. Das Buch liest sich gut, und der Schreibstil ist ebenfalls gut. Auch wenn es sich um einen Roman und nicht speziell um einen Thriller handelt, so bietet er doch genug Stoff, um den Leser beim Gedanken an die Zukunft etwas zu gruseln. Ich empfehle es gerne weiter. Ich danke dem Bloggerportal und dem Heyne-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

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Mega

Von: Danis Reziseite

13.09.2019

Ersmal muss ich hier sagen, das mir die Aufmachung des Buches total gefällt. Die eingefärbten Seitenränder in rot sind ein totaler Hingucker und total stimmig mit dem Farbton des restlichen Buches. Das hat sich hier , bei mir schon einen Punkt verdient. Dies war mein erstes Buch vom Autor, aber gewiss nicht mein Letztes, denn Rob sein Schreibstil gefällt mir sehr. Er ist flüssig, verständlich und ohne langatmig zu werden. Auch beherrscht er die bildhafte Schriftsprache mega gut. Ich konnte mir alles vorstellen, was nicht immer positiv war, denn manches lies mir echt die Haare zu Berge stehen. Wells ist mega gelungen. Er ist ein faszinierender Charakter geworden. Aber auch die anderen sind toll. Die Story ist nicht abwegig, ehe sind wir schon mitten drin. Das ist echt bewegend und regt zum Nachdenken an. Komisch muss es sein, seine Seele zu verkaufen! Oder machen wir das nicht alle auf eine Art und Weise die uns nicht direkt bewusst ist? Lest dieses Buch um euch selbst eine Meinung bilden zu können.

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Dieses Buch hat mich wirklich sehr erschüttert und nachhaltig beschäftigt. Während die ersten 150 Seiten hauptsächlich der Erklärung des Zustandes der Welt in der nahen Zukunft dienten (der Klimawandel ist stark fortgeschritten und die USA, inklusive Teilen der Gesetzgebung, werden von einem großen Unternehmen namens "Cloud" dominiert), wurde es danach immer spannender und das Ende war furios. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten. Aber so viel: Cloud hat so gut wie alle anderen Handelsunternehmen verdrängt und eine neue "Arbeitskultur" erschaffen. So werden Mitarbeiter zum Beispiel mit Hilfe eines Rankings bewertet und stehen ununterbrochen unter immensem Druck, um nicht gefeuert zu werden. Viele andere krasse Umstände kommen dazu, wie beispielsweise die lückenlose Überwachung der Angestellten durch das sogenannte CloudBand. Das Buch ist aus der Sicht zweier Mitarbeiter geschrieben, wobei gleich zu Beginn deutlich wird, das eine dieser Personen den Auftrag hat, Cloud zu Fall zu bringen. Außerdem sind immer wieder Kapitel eingestreut, die aus Sicht des Gründers von Cloud geschrieben sind und durch die man seine Beweggründe und Rechtfertigung für das Agieren seines Unternehmens nachvollziehen kann (auch wenn mir das oft schwer fiel). Ich denke, die Parallelen zu einem gewissen Online-Versandhandel sind hier recht deutlich, auch wenn die Gesellschaftskritik dieses Buches mit Sicherheit das generelle Konsumverhalten der Menschheit umfasst. Es war spannend, es war erschreckend, und ich kann es nur empfehlen! Vielen Dank an @randomhouse @heyne.verlag für das Rezensionsexemplar.

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Zum Inhalt: Paxton und Zinnia lernen sich bei dem weltgrößten Onlinestore der Welt kennen. Beide haben den Aufnahmetest bestanden und dürfen nun bei Cloud arbeiten und leben. Die beiden haben sich allerdings aus vollkommen unterschiedlichen Gründen bei Cloud beworben. Paxton hatte einst seine eigene Firma und hat sein Produkt an Cloud verkauft, bis diese ihn mit den niedrigen Preisen in den Bankrott getrieben haben. Er ist mit der Aussicht auf Rache in die so genannte Mother-Cloud gekommen. Zinnia hingegen ist nicht wirklich aus eigenem Interesse bei Cloud. Ein anonymer Auftraggeber vermutet, dass Cloud bzw. der Besitzer Gibson Wells ziemlich viel Dreck am Stecken hat. Zinnia soll, getarnt als Mitarbeiterin, spionieren und die Lügen aufdecken und somit Cloud zu Fall bringen. Während ihrer Zeit bei Cloud lernen Paxton und Zinnia sich kennen, beginnen eine Affäre und versuchen den jeweils eigenen Plan in die Tat umzusetzen. Doch mit der Zeit ändern sich ihre Ansichten und die beiden fangen an, sich an das Leben in der Cloud zu gewöhnen. Als sich eines Tages der todkranke Gibson Wells zu einem Besuch in ihrer Mother-Cloud ankündigt, haben beide die ulitmative Chance ihre Pläne in die Tat umzusetzen. Doch dabei könnte auch der jeweils andere Schaden nehmen... Meine Meinung: Der Klappentext hat mich total angesprochen und ich war direkt Feuer und Flamme. Rob Hart beschäftigt sich in diesem Buch mit einer von Menschenhand zerstörten Zukunft, in der sich jeder nur noch von Cloud beliefern lässt, weil er sich nicht mehr vor die Tür traut. Außerdem werden auch Aspekte wie Arbeitsbedigungen, Ausbeutung und Überwachung thematisiert. Wer bei Cloud arbeitet verkauft quasi seine Seele, denn er wird den ganzen Tab überwacht und zu Höchstleistungen gedrillt. Wer diese nicht erbringt, fällt im Rating und verliert im schlimmsten Fall seinen Arbeitsplatz und somit seine komplette Existenz und Sicherheit. Mir hat die Geschichte rund um Zinnia und Paxton sehr gut gefallen. Das Buch thematisiert kritische Aspekte, dennoch ist es wirklich unterhaltsam und regt zum Nachdenken an.

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Ich bin durch Zufall auf die Geschichte aufmerksam geworden und da mich die Thematik neugierig gemacht hat, wollte ich es unbedingt lesen. Das Cover finde ich interessant gestaltet mit dem Barcode darauf und die Afrbkkombination in neon und der Kontrast mit dem Braun, das meiner Meinung nach einem Karton ähnlich ist. Besonders toll finde ich das die Seiten außen ebenfalls bunt sind dadurch wirkt das buch noch anziehender und man muss es sich einfach näher ansehen.  Der Einstieg in die Geschichte war super, durch den flüssigen und direkten Schreibstil kommt man schnell in den Lesefluss und das bleibt auch so. Ich fand schon alleine den Weg zur Aufnahme ihr interessant und auch das Leben in der MotherCloud ist der Wahnsinn, es hat mich teilweise an einen Ameisenstock erinnert. Zinnia ist interessant und vielschichtig gestaltet, man weiß von Anfang an, dass sie einen Auftrag hat der wichtig ist und sie darf nicht erwischt werden als die Auflösung am Ende kam war ich richtig überrascht. Paxton war mir sofort sympathisch und ich finde er ist noch verhältnismäßig entspannt gewesen obwohl Cloud ihm seine Erfindung weggenommen hat. Seine Entwicklung bei Cloud war spannend und ich fand die Beziehung zu Zinnia gut.  Ich denke besonders in der heutigen Zeit wo wir Menschen darauf ausgelegt sind immer schnell unsere Sachen zu bekommen und das bequem von zu Hause aus, scheint dieses Szenario gar nicht so weit hergeholt! Wahrscheinlich hat es mich deswegen so gut unterhalten und mich auch etwas nachdenklich gemacht, denn ich kann mich nicht davon frei sprechen bei Versandriesen zu bestellen.  Ich möchte auf jeden Fall mehr von dem Autor lesen und hoffe, dass es bald Nachschub gibt!  Fazit Eine Geschichte die nicht nur realistisch, sondern auch total interessant ist. Hier steht vor allem Konsum und Unterdrückung im Vordergrund und man merkt was passiert wenn versucht wird daraus auszubrechen. Die ganze Zeit war ich im Lesefluss und ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt.

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„Wir leben in einem Zustand der Entropie. Wir kaufen Dinge, weil wir auseinanderfallen und weil etwas Neues uns das Gefühl vermittelt, wieder ganz zu sein. Nach diesem Gefühl sind wir süchtig, und dadurch hat Cloud uns in der Gewalt. […] Jahrelang haben wir Geschichten darüber gelesen, Bücher wie Schöne neue Welt und 1984 und Fight Club, […]aber die Botschaft haben wir ignoriert.“ Was wäre, wenn ein Großteil der gesamten Weltwirtschaft von einem einzigen Onlinestore dominiert werden würde? Wenn man da an den Versandriesen Amazon denkt, ist diese Vorstellung vielleicht gar nicht so abwegig. Doch was wäre, wenn dieser Shop eine Art Parallelgesellschaft schafft, indem er seine Millionen von Mitarbeiter auf einem gesonderten Campus unterbringt, der alles hat, was eine eigene Stadt braucht: medizinische Versorgung, Parks, Restaurants und andere Freizeitbeschäftigungsmöglichkeiten? Und was, wenn der Preis, den die Angestellten dafür zu bezahlen haben, die totale Kontrolle ist? In seinem dystopischen Roman Der Store (erschienen am 2.9.19 bei Heyne)entwirft Rob Hart genau solch eine Gesellschaft und zeigt auf beängstigende Weise, wie der Wille um Fortschritt, der den Menschen eigentlich ein besseres, lebenswerteres Leben ermöglichen sollte, in eine repressive, bis ins kleinste Detail kontrollierte Gesellschaft münden kann, in der das Individuum nichts weiter ist als eine Maschine, die jederzeit Leistung zu erbringen hat. In seinem Romandebüt bringt Hart, der als politischer Journalist, Kommunikationsmanger für Politiker und im öffentlichen Dienst der Stadt New York gearbeitet hat, den Leser durch politisches Feingefühl und kluge Dialoge dazu, darüber nachzudenken, in was für einer Welt wir leben wollen und wer die wahren Mächtigen unserer Konsumgesellschaft sind. „Wir bieten alles von Unterhaltung über medizinische Versorgung und Wellness bis hin zu schulischen Einrichtungen. Wenn sie einmal hier sind, werden Sie nie wieder fortgehen wollen. Außerdem will ich, dass Sie sich hier zu Hause fühlen. Obwohl Ihre Sicherheit absolute Priorität für uns hat, werden Sie trotzdem nicht an jeder Ecke Überwachungskameras sehen. “ Ausgangspunkt der Handlung sind Paxton und Zinnia, die sich durch ihre Arbeit beim weltgrößten Onlinestore Cloud kennenlernen. Während Paxton, dessen eigenes Unternehmen durch Cloud in den Ruin getrieben wurde, einen Job beim Sicherheitsdienst ergattert hat, arbeitet Zinnia im Lager. Die beiden kommen sich näher, obwohl sie ganz unterschiedliche Absichten haben, was ihre Arbeit bei Cloud sowie ihre Zukunft betrifft. Doch beide sind von Beginn an ziemlich kritisch, was die Dauerüberwachung der Mitarbeiter und die seltsamen Machtstrukturen des Unternehmens betrifft und sie merken, dass in Cloud längst nicht alles so läuft wie es sollte: Drogen, Gewalt, Selbstmord und zwielichtige Machenschaften des Mangements stehen an der Tagesordnung. Wiederstand gibt es verdeckt sowohl aus den eigenen Reihen als auch von einigen mutigen Kämpfern, die sich dem Unternehmen von außen zu nähern versuchen. Doch weder Paxton noch Zinnia ahnen, wie weit Cloud wirklich geht, um seine Mitarbeiter und besonders sich selbst zu schützen. „Zinnia fuhr mit dem Zeigefinge über das Display der Uhr. [….] Nachts aufladen. Sonst nicht abnehmen, weil es Gesundheitsdaten aufzeichnete, Türen öffnete, dein Rating registrierte, Arbeitsaufgaben übermittelte, Transaktionen abwickelte und wahrscheinlich noch hundert andere Dinge tat […]. Genauso gut hätte man Handschellen tragen können.“ Wie so ziemlich jede Dystopie beruht auch Der Store auf der totalen Kontrolle des Individuums und der daraus resultierenden maximalen Macht eines undurchsichtigen Systems. Anders als in George Orwells Roman 1984 manifestiert sich die Kontrolle jedoch nicht durch einen in Kameras allgegenwärtigen großen Bruder, sondern durch eine Armbanduhr, die jeder Mitarbeiter rund um die Uhr tragen muss und nur zum Schlafen ablegen darf. Es scheint fast, als sei Der Store in Hinsicht auf Überwachungsmöglichkeiten eine modernere Fassung von 1984. Mit technischem Fortschritt steigen nämlich auch die Möglichkeiten der Überwachung um ein Vielfaches. Während man 1984 vielleicht nicht mehr unbedingt als bedrohlich empfindet, weil ein Großteil der Orwellschen Überwachungstechniken für uns so alltäglich geworden sind, dass wir sie kaum mehr hinterfragen, stellt sich beim Lesen von Der Store ein tiefes Unbehagen ein. Smartwatches zum Beispiel gehören längst zum Alltag. Beim Lesen von Der Store wird den meisten Lesern vermutlich erst wirklich bewusst, welches Überwachungspotential in diesen kleinen Uhren steckt. Die meisten Menschen legen ihre Uhr vermutlich ähnlich wie Paxton und Zinnia nur zum Schlafen ab und es wäre für Menschen mit entsprechenden Kenntnissen ziemlich leicht, ihr gesamtes Leben zu überwachen. Fitnessapps kontrollieren unseren Gesundheitsstatus schon jetzt und dass sich auch der Aufenthaltsort sehr leicht herausfinden lässt, ist auch nichts Neues. Auf beeindruckende Weise macht Hart klar: Was sowohl technischen Fortschritt als auch das daraus resultierende Wirtschaftswachstum angeht, gibt es kein Zurück mehr. Ist eine Erfindung einmal gemacht, sind die gesellschaftlichen Folgen unter Umständen unabsehbar und katastrophal, auch wenn wie im Fall von Cloud eigentlich eine gute Absicht dahinter stand. Der Store – erschreckend reale Dystopie, Liebesroman und rasanter Thriller in einem. Lest weiter unter: https://www.randomhouse.de/Buch/Der-Store/Rob-Hart/Heyne/e554411.rhd

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