Leserstimmen zu
Abgrund

Yrsa Sigurdardóttir

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja (4)

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Ein vermeintlicher Selbstmord stellt sich als Mord heraus und in der Wohnung des Toten wird ein etwas vierjähriger Junge gefunden, aber der Junge kannte den Mann nicht und die Polizei kann auch zunächst keine Verbindung herstellen. Wie passt alles zusammen? Zunächst fällt bei dem Cover natürlich auf, dass es anders als bei der restlichen Reihe ist, aber trotzdem gefällt es mir. :) Hach, ich bin ein Fan von Huldar und Feyja. Vielleicht von Huldar ein bisschen mehr, denn es macht richtig Spaß zu lesen, wie er versucht den Fall des Jungen zu bekommen, nur um wieder in Feyjas Nähe sein zu können. Es ist so süß wenn er sich bemüht cool zu sein und Feyja für sich zu gewinnen. Und dann seine Eifersucht anderen Männern gegenüber. Einfach herrlich die Beziehung oder Nichtbeziehung zwischen den beiden. :D Allerdings geht es in diesem Buch doch etwas mehr um den eigentlichen Mordfall und das Verhältnis Feyja – Huldar gerät in diesem Teil schon sehr in den Hintergrund. Was schade ist, aber auf keinen Fall schlecht, denn der Fall hat es in sich. Der Mord an Helgi ist sehr mysteriös und bleibt es auch bis fast zum Schluss, denn die Geheimnisse, die auftreten werden auf vor dem Leser nur angedeutet und lösen sich nicht direkt auf. Ich war wirklich von der ersten Seiten an gespannt, wie alles zusammenpasst. Und vor allem wie der kleine Junge ins Bild passt. Denn dieser hat so gar keinen Bezug zu Helgi und seinen Freunden. Um es vorweg zu nehmen, es geschieht auch kein weiterer Mord im Buch, aber man ermittelt hautnah mit Huldar und seinen Kollegen mit. Und so weiß man als Leser, was die Ermittler wissen und das war für mich sehr interessant und spannend. Ich habe wirklich mit gerätselt und mitüberlegt was wohl passiert sein könnte und war dann am Ende doch genauso erstaunt wie alle anderen wie die Autorin diese Verstrickungen auflöst. Der Abgrund des Buches bzw. des Falles tut sich wirklich erst am Ende auf. Die Charaktere sind wieder stellenweise witzig und ich mag diese ganzen wechselseitigen Beziehungen einfach total gerne. Obwohl wie oben schon erwähnt leider Feyja etwas weniger präsent ist als bei den Teilen vorher. Das war etwas schade, aber Huldar findet ja immer einen Weg um sich in ihr Leben zu schleichen. :D Die Wendung am Ende des Buches war einfach nur klasse und ich hatte damit wieder so gar nicht gerechnet. Die Auflösung allein schon fand ich toll, aber dann dieser kleine Teil am Ende, rundete nochmal ein bereits gelungenes Buch ab. Mein Fazit: Ich kann hier wieder nur lobende Worte schreiben, denn Yrsa Siguradardóttir ist es wieder gelungen einen fantastischen, spannenden Thriller zu schreiben, der einen verworrenen Fall super auflöst und bei dem der Witz durch die Charaktere und ihre Beziehungen nicht zu kurz kommt. Ich mag einfach Huldar und Freyja und wenn dann noch ein interessanter Fall auf die beiden wartet umso besser. Auch den vierten Teil der Reihe kann ich bedenkenlos empfehlen und ich denke dass es genauso gut weitergehen wird. Hoffentlich bald. ;)

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„Irgendetwas stimmte hier nicht. Huldar korrigierte sich: Hier stimmte gar nichts. Absolut gart nichts.“ (Zitat Seite 188) Inhalt Ein Toter hängt zwischen zwei Lavafelsen, auf Grund der historischen Bedeutung des Ortes genannt Galgenfelsen. Es ist Helgi Friðriksson, ein sehr vermögender Investmentbanker. Zuerst denken die Ermittler an Selbstmord, doch ein Nagel mit dem Rest eines Notizzettels in der Brust des Toten zeigt, dass es sich um Mord handelt. Als Huldar zur Adresse des Toten kommt, findet er in der stylischen Wohnung Freyja vor, die sich um einen vierjährigen Jungen kümmert, der seinen Namen, Siggi, kennt und die sehr geläufigen Kurzformen der Vornamen seiner Eltern, aber weder Familiennamen, noch Adresse. Er weiß nur, dass er nicht in dieser Wohnung wohnt, in der das Jugendamt ihn auf Grund eines anonymen Anrufes gefunden hat. Parallel zu den Ermittlungen im Mordfall Helgi muss das Team auch nach den Eltern des kleinen Jungen suchen. Offenbar gibt es keinerlei Zusammenhänge, oder doch? Thema und Genre In diesem spannenden Thriller geht es um einen mysteriösen Mordfall und die schwierige Suche nach den Eltern eines kleinen Jungen. Gesellschaftskritische Hintergründe sorgen für Tiefgang. Charaktere Kommissar Huldar und die Psychologin Freya ergänzen einander bei den Ermittlungen und auch die junge, engagierte Lína passt sehr gut in das Team von Huldar, auch wenn die schroffe Vorgesetzte Erla dies anders sieht. Die einzelnen Figuren der Ermittler in diesem verworrenen Fall sind als unterschiedliche Charaktere sehr gut und realistisch geschildert. Handlung und Schreibstil Die packende Handlung spielt in einem knappen Zeitraum, denn in den Ermittlungen drängt die Zeit. Der Hintergrund der Geschichte wird Stück für Stück, gleich kleinen Puzzleteilen, offengelegt. Nach zahlreichen Wendungen ergeben sich am Schluss die nicht vorhersehbaren Zusammenhänge. Die Ereignisse sind jedoch immer nachvollziehbar und stimmig. Eine geniale Wendung bildet den überraschenden Abschluss dieses neuen, vierten Falles des Ermittlerteams. Der Schreibstil ist dem Genre Thriller angepasst, enthält aber auch interessante Beschreibungen und bietet mit einer guten Prise Humor ein spannendes, begeisterndes Leseerlebnis. Fazit Ein packender Thriller mit sympathischen Ermittlern, der den Lesern Rätsel und überraschende Wendungen bietet. Ein Pageturner und Garantie für eine lange Lesenacht.

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Mit Abgrund hat die isländische Autorin Yrsa Sigurdardottir bereits ihren vierten Thriller um den Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freyja geschrieben. Helgi wird in einem zerklüfteten Lavafeld erhängt mit einem Nagel in der Brust und einer leider nicht mehr lesbaren Nachricht aufgefunden. Zur gleichen Zeit finden aufgrund eines anonymen Hinweises Freyja und ein Mitarbeiter des Jugendamtes den kleinen Siggi in der Wohnung des Toten. Der Junge kennt lediglich seinen Vornamen sowie den der Eltern. Er weiß nicht, wo er wohnt und wie er in die Wohnung gekommen ist. Der Thriller beginnt sehr spannend und packend mit der Ermordung von Helgi, der unter Drogen gesetzt so gut wie nichts von seiner Ermordung mitbekommt. Außer der Brieftasche des Toten gibt es keine Hinweise und keine Spuren auf das Verbrechen. Helgi war ein scheinbar unbescholtener Bürger. Die Grundspannung in diesem Buch wird durchgängig gehalten. Die eigentliche mühsame Ermittlungsarbeit zu den beiden Fällen wird sehr gut und fesselnd dargestellt. Für mich war es zu keinem einzigen Zeitpunkt auch nur ansatzweise langweilig. Akribisch werden Spuren gesammelt und ausgewertet, Puzzleteile zusammengesetzt. Bis auf die Anfangsszene kommt das Buch ohne Blutvergießen aus. Die Auflösung des Falles hat mich voll überzeugt und ist in sich absolut schlüssig. Die gesamte Story ist gut aufgebaut. Die beiden Handlungsstränge – die Ermordung Helgi’s und die Suche der Eltern von Siggi – werden sehr gekonnt miteinander verknüpft und gut aufgelöst. Wie immer in dieser Reihe stehen auch die zwischenmenschlichen Beziehungen im Mittelpunkt. Wie bereits in den vorigen Büchern gehen die Akteure mehr oder weniger harmonisch mit einander um. Kommen Huldar und Freyja doch zusammen? Mit Humor und Sarkasmus geht Huldar an diesen Fall heran und bemüht sich einfallsreich um eine Annäherung an Freyja. Wie wird sich die berufliche Beziehung zwischen Huldar und Erla, der Vorgesetzten von Huldar, weiter entwickeln? Wie geht es mit Gudlaugur weiter nach seinem Coming Out? Wird er es den Kollegen mitteilen? Und welche Rolle wird Lina in den weiteren Büchern spielen, die Berufspraktikantin, die neunmalklug Erla mit ihren Anmerkungen und Vorschlägen zur Weißglut treibt? In dem Buch tun sich wahrlich menschliche Abgründe auf. Als Stichworte sind hier lediglich zu nennen häusliche Gewalt, Sexvideos im Internet und Vergewaltigung. Mir hat dieser vierte Band enorm gut gefallen, da er von Anfang bis Ende sehr harmonisch und eindrucksvoll geschrieben ist, so dass man das Buch in wenigen Tagen durchgelesen hatte. Ich gebe dem Buch hier volle 5 Sterne.

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Mitten in einer surrealen Landschaft aus erstarrter Lava wird Helgi auf einer alten Hinrichtungsstätte erhängt und ein Nagel durch seine Brust getrieben. Die ersten Ermittlungen laufen ins Leere, scheinen Freunde und Familie doch nichts Negatives berichten zu können. Doch als in der Wohnung des Ermordeten ein dreijähriges Kind aufgefunden wird, der sich an nichts erinnern kann, bekommt der Fall eine überraschende Wendung. Wieder müssen sich Kommissar Huldar und Psychologin Freyia zusammentun, um das Rätsel zu lösen… Mir „Abgrund“ hat Yrsa Sigurdardottir bereits ihren vierten Roman um Huldar und Freyia geschrieben, und wie der Titel bereits andeutet, geht es dieses Mal noch etwas düsterer zu. Dafür wird in einer packenden Introszene um die Ermordung von Helgi direkt eine dichte Stimmung heraufbeschworen – sowohl was die Tat an sich angeht, aber auch die markante Landschaft wird sehr atmosphärisch beschrieben. Ein Element, dass auch hier wieder einen festen Platz im Romangefüge hat und so einen sehr individuellen Ausdruck erhält. Nach diesem sehr gelungenen Start geht es zwar etwas ruhiger und weniger temporeich weiter die Spannung wird aber konsequent hochgehalten, da immer neue Details über die Hintergründe des komplexen Falls auftauchen. Sehr gut gefällt mir, dass die einzelnen Elemente gar nicht so recht zusammenzupassen scheinen und man als Leser lange im Dunkeln tappt, wie alles zusammenhängen könnte. Das stellt sich später aber alles als sehr durchdacht und clever konstruiert heraus und man ist erstaunt, dass man die Zusammenhänge nicht vorhergesehen hat. Mich hat die Handlung vollkommen gepackt und nicht mehr losgelassen, ich musste mich ab und an zwingen, das Buch aus der Hand zu legen. Vielleicht auch, weil die Charaktere wieder so gelungen beschrieben sind. Das Team um Freyia und Huldar wird weiter beleuchtet, ihr Schicksal und ihre Entwicklung weitergetrieben, auch neue Charaktere stoßen hinzu und sorgen für neuen Trubel und einige markante Auftritte. Ich mag, aber ebenso, dass die Figuren, die um den Fall erfunden wurden, ebenso viel Aufmerksamkeit bekommen und der Handlung ihre persönliche Note verleihen. Das nimmt alles nicht zu viel Raum ein, dass es den Fall an sich überdecken würde, sorgt aber für noch mehr dichte Stimmung und einen sehr unterhaltsamen Rahmen. Die eher ruhige, aber sehr eindringliche Erzählweise ihrer Thriller hat Sigurdardottir in ihrem vierten Band um die beiden Hauptcharaktere noch einmal intensiviert, was mir sehr gefallen hat. Sehr spannend geschildert, mit vielen Rätseln ausgestattet und clever zusammengefügt ergibt sich langsam ein komplettes Bild des komplexen Falles. Sehr lesenswert und ein echter Pageturner!

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Auf einer alten Hinrichtungsstätte in einem Lavafeld wird eine Leiche geborgen. Erhängt, eine undurchsichtige Nachricht, fixiert mit einem Nagel, ziert seine Brust. Wer ist der Mann, warum musste er sterben und warum befindet sich in seiner Wohnung ein kleiner Junge, der nachweislich nicht der Sohn des Toten ist? Kommissar Huldar muss zusammen mit seinem Team mit den wenigen vorhandenen Hinweisen ein Verbrechen aufklären. Was er noch nicht weiß, die Spuren führen ihn zu den dunkelsten Abgründen der menschlichen Seele… Meine Meinung: „Abgrund“ ist der mittlerweile 4. Fall rund um Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja. Nachdem mich Yrsa Sigurdardóttir mit „R.I.P.“ nicht so ganz begeistern konnte, hat sie mich mit ihrem aktuellen Psychothriller jedoch wieder vollständig abgeholt. Die spannende Story kommt ohne viel Blutvergießen und Action aus, ist vielschichtig und stimmig. Was auf den ersten Blick wie Selbstmord wirkt, entpuppt sich als Mord. Wer hätte Interesse daran, den vordergründig so anständigen Investmentbanker Helgi zu töten? Warum befindet sich ein kleiner Junge in der Wohnung des Toten, dessen Eltern unauffindbar sind? Die Story lässt viele scheinbar lose Fäden und unterschiedliche Handlungsstränge vermuten, dem ist aber nicht so. Der Fall ist sehr aufs Wesentliche reduziert und lebt von seiner unterschwelligen Spannung und dem Nervenkitzel, denn es gibt keine Vielzahl an Nebenschauplätzen, keine weiteren Morde und auch keine blutige Action. Wie immer, beschreibt Sigurdardòttir die im Buch vorkommenden Schauplätze und Szenen atmosphärisch und lebendig. Mit viel spannendem Fingerspitzengefühl offenbart die Autorin schließlich die erschütternde Wahrheit. Warum ausgerechnet Helgi so grausam sterben musste, wird nachvollziehbar erklärt, wer sein Mörder ist, bleibt jedoch bis fast zum Schluss ein Geheimnis. Das Ende ist schlüssig und birgt sogar noch eine kleine, überraschende Wendung. Huldar, Freyja und Co. sind mittlerweile fast wie alte Bekannte. Jede Figur hat ihre Eigenheiten und darf sich weiterentwickeln. Mir hat dieses Mal tatsächlich gut gefallen, dass die privaten Geschichten der Protagonisten eher im Hintergrund geblieben sind. Trotz allem bin ich natürlich gespannt, wie es mit Freyja und Huldar weitergeht. Noch umkreisen und beäugen sich die beiden ja weiterhin. Man darf gespannt sein, was dich Yrsa Sigurdardóttir für die beiden noch ausgedacht hat. Mein Fazit: Ein schön konstruierter, stimmiger und spannender Thriller, der auch ohne viel Blutvergießen und Action für den nötigen Nervenkitzel sorgt und Abscheuliches zutage bringt. Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung!

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Ein Thriller der besonderen Art, hochspannend, ohne viel Blutvergiessen. Das Buch liest sich flüssig, man rätselt und fiebert regelrecht mit. Es gibt immer wieder unvorhersehbare Wendungen, die Bestürzung, aber auch Abscheu hervorrufen. Der Schluss ist hervorragend und total überraschend. Leider habe ich nach wie vor Probleme mit der Zuordnung der ungewohnten isländischen Namen. Ein gelungenes Buch, sehr zu empfehlen.

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Die ist der vierte Einsatz für Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja, die in Islands Hauptstadt Reykjavik ihren Dienst tun. Während Huldar den Mord an einem erhängten Mann bearbeitet, betreut Freyja einen vierjährigen Jungen, den man in einer fremden Wohnung mutterseelenallein aufgefunden hat... Die Ermittlungen auf beiden Seiten gestalten sich schwierig, kreuzen sich dann, doch ein Zusammenhang ist nicht zu erkennen.... Anschaulich hat die Autorin die Szenerien beschrieben, so dass einem dann und wann die Nackenhaare hochstehen. Besonders gut hat mir gefallen, dass von Anfang an fesselnde Spannung vorhanden war und sich erst ganz zum Schluss herauskristallisiert, wie der kleine Junge „ins Bild passt“. Ich hatte zwar im Verlauf eine klitzekleine Ahnung, in welche Richtung es hier geht, aber letztendlich den Ausgang des Buchs, habe ich nicht vorhersehen können, was ein großer Pluspunkt ist! Ich habe die Spannung aus dem Hohen Norden genossen und konnte das Buch kaum aus den Händen legen, weswegen ich hier gern meine Leseempfehlung aussprechen möchte und hoffe die Reihe mit diesem Team wird weiter fortgesetzt!

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Darum geht's: Kinderpsychologin Freyja bekommt den Auftrag, einen kleinen Jungen zu retten, der sich laut anonymem Anrufer alleine in einer fremden Wohnung befindet. Es stellt sich heraus, dass der kleine Siggi nicht weiß, wo er wohnt, wie er mit Nachnamen heißt und wer ihn wieso in diese Wohnung gebracht hat. Helgi, der Eigentümer der Wohnung wurde allerdings gerade im Lavafeld erhängt aufgefunden und es sieht nicht nach Selbstmord aus. Kommissar Huldar freut sich, auf diesem Wege wieder mit Freyja zusammenarbeiten zu können. Der Fall gibt ihnen beiden jedoch ziemlich große Rätsel auf. So fand ich's: Ich mag Huldar ziemlich gern, auch wenn er so einige schlechte Seiten hat. Er ist so schön entspannt und absolut nicht ehrgeizig, aber nimmt seine Arbeit doch ernst. Zum Beispiel beobachtet er die Auszubildende Lina, die mit ihrer Strebernatur regelmäßig bei der Chefin aneckt und Huldar versucht, entstehende Konflikte zu entschärfen, amüsiert sich aber auch über die beiden Frauen. Er ist clever, vergisst aber auch nicht die menschliche Seite. Seine Schwäche ist Freyja, bei der er gerne wieder landen würde, doch er hat es schon mehrfach verbockt. Freyja kümmert sich um ihre kleine Nichte, solange ihr Bruder noch im Gefängnis sitzt und hütet seine Wohnung. So langsam wird es eng, denn ihr Bruder steht vor seiner Entlassung und sie muss eine eigene Wohnung finden, was mit ihrem knappen Budget alles andere als leicht ist. Huldar muss mit seinen Kollegen zusammen den Mord an Helgi aufklären, doch es scheint kein Motiv zu geben, kein Verdächtiger ist in Sicht und sie kommen nur langsam voran. Freyja kümmert sich um den Findling Siggi, der in der Wohnung des Mordopfers augenscheinlich nichts zu suchen hatte, denn niemand aus Helgis Umfeld kennt das Kind und könnte sagen, wo es herkommt. Der Mordfall ist interessant konstruiert, zwar nicht allzu komplex, aber die Polizei hat damit doch eine harte Nuss zu knacken und ich als Leserin blieb fasziniert bei der Stange. Es gibt wenig Action, sondern mehr Kopfarbeit, aber das hat diese Geschichte trotzdem für mich alles andere als langweilig gemacht. Das auf ruhige Art erzählte Knobelspiel mit wunderbar ausgearbeiteten Figuren hat mich bestens unterhalten. Dazu das übliche Hin und Her zwischen Huldar und Freyja, das in diesem Band ohne große Aggressionen, sondern eher mit einer winzigen Annäherung zwischen ihnen auskommt. Als Tüpfelchen auf dem i das isländische Flair, das in verschiedenen Kleinigkeiten immer wieder aufblitzt. Dieser vierte Band der Reihe hat wieder einmal bestätigt, wieso ich sie so mag.

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