Leserstimmen zu
Ausgezählt

David Baldacci

(0)
(5)
(3)
(1)
(0)
€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

politische Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise des Landes geht

Von: Dr. Michael Lausberg aus Doveren

29.10.2019

1996 veröffentlichte Baldacci seinen Debüt-Roman „Der Präsident“, einen spannenden Thriller um den höchsten Mann im Staate, der ihm sofort große Aufmerksamkeit einbrachte. Das Buch wurde später unter dem Titel „Absolute Power“ mit Clint Eastwood und Gene Hackman verfilmt. Es folgten die Bestseller „Die Versuchung“ (1998) und „Das Versprechen“ (2002) und viele weitere Romane sowie die Reihen „Camel Club“ „Sean King und Michelle Maxwell“ und „Shaw und Katie James“ Seine Bücher wurden in mehr als 37 Sprachen übersetzt und in mehr als 80 Länder verkauft. Dies ist sein neues Buch mit der neuen Ermittlerfigur Atlee Pine. Sie leitet eines der wenigen Büros des FBI in der Nähe des Grand Canyon. Am Anfang wird sie und ihre Lebensgeschichte vorgestellt. Im Alter von sechs Jahren wurde in ihrem Beisein ihre Zwillingsschwester Mercy entführt und tauchte niemals mehr auf. Pine sucht den zu lebenslanger Haft verurteilten Serienkiller Daniel James Tor im Hochsicherheitsgefängnis auf, von dem sie hofft, einen Hinweis auf Mercys Verbleib zu erhalten. Ihre Hoffnung erfüllt sich nicht. Dann steht ein neuer Fall im Mittelpunkt: Sie wird zum Grand Canyon gerufen, wo sie ein getötetes Maultier vorfindet, mit denen Touristen in die Schlucht geführt werden, um in der Phantom Ranch auf dem Grund des Canyons zu übernachten. Der Reiter des Maultier, Benjamin Priest ist spurlos verschwunden. Die Nachforschungen, die sie zusammen mit ihrer Assistentin Carol Blum und dem National-Park-Angestellten Sam Kettler anstellt, werden immer mysteriöser, bald entwickelt sich der scheinbar harmlose Fall zu einer politischen Verschwörung, der bis in die höchsten Kreise des Landes geht. Auch ausländische Mächte mit Spionen mischen in dem Fall mit, aber auch US-Behörden und ranghohe Vertreter des FBI. Atlee Pine ist eine frühere Hochleistungssportlerin und besitzt einen wachen Verstand, eine selbstbewusste und starke Ermittlerin. Die Geschichte wird aus ihrer Perspektive erzählt, wobei sich Privates und der Fall an sich abwechseln. Aus einem scheinbar kleinen Fall wird ein spektakuläres, der bis nach ganz oben reicht. Spannung und verschiedene Handlungsstränge sind garantiert. Allerdings wird dies etwas überdehnt, so dass es bisweilen unglaubwürdig wird.

Lesen Sie weiter

"Ausgezählt" von David Baldacci hat mein Interesse aufgrund des spannenden Klappentexts und des schlichten, aber dennoch eindrucksvollen Covers. Und der Inhalt hält dann auch weitestgehend, was der Klappentexts verspricht: Ein wirklich fesselnder Thriller, bei dem die weibliche Hauptfigur zwar ein wenig braucht, um Sympathiepunkte sammeln zu können, dies jedoch durch ihre spezielle Art gleichzeitig wieder wett macht. Im Mittelpunkt der Handlung steht die FBI Agentin Atlee Pine, die eine abgelegene FBI-Stelle in der Nähe des Grand Canyon alleine besetzt und generell eher eine Einzelgängerin ist. In ihrer Kindheit wurde ihre Schwester Mercy nachts aus dem Kinderzimmer entführt und Atlee dabei verletzt. Seitdem fehlt von ihrer Schwester jede Spur. Dieses Erlebnis prägt die Agentin noch bis in die Gegenwart. Als eines Tages am Boden der Schlucht des Grand Canyon ein aufgeschlitztes Maultier gefunden und ein Mann verschwindet, sieht alles auf den ersten Blick wie ein harmloser Fall. Allerdings stößt Agent Pine bei ihren Ermittlungen auf eine Verschwörung, die bis in die höchsten Regierungskreise reicht. Bei der Suche nach dem verschwundenen Mann reist sie gemeinsam mit ihrer Bürohilfe quer durch die Staaten und deckt dabei ein Geheimnis nach dem anderen auf, während sie gleichzeitig von allen möglichen Leuten gejagt wird und mehr als einmal ihr Leben behaupten muss. Atlee Pine ist generell gesehen auf den ersten Blick nicht die einfachste und sympatische Hauptfigur, in die man sich leicht hineinversetzen kann. Sie ist ein totaler Einzelgänger und anderen Menschen gegenüber zunächst immer sehr skeptisch. Allerdings weckt ihre spezielle Art nach einer Weile ein starkes Interesse mehr darüber herauszufinden, warum sie die ist, die sie ist. Bei genaueren Hinsehen entdeckt man dann, dass sie mehr als vielschichtig ist. Atlee hat sehr gute Menschenkenntnisse und verlässt sich sehr auf ihre Instinkte. Sie ist immer eher vorsichtig, aber gleichzeitig auch sehr tough, so dass sie sich mit großer Selbstbehauptung in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen kann. David Baldaccis Schreibstil ist sehr spannend und abwechslungsreich. Er fängt langsam mit eher leisen und unterschwelligen Tönen an und steigert sich dann in seiner Spannung von Seite zu Seite, bis es zum Ende hin zu einem fulminanten Höhepunkt gipfelt. Der Spannungsbogen bleibt durchweg aufrecht erhalten, indem der Autor die Handlung immer wieder leicht in eine neue Richtung drängt. Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht verschweigen, dass der Roman an der ein oder anderen Stelle etwas vorhersehbar ist. Allerdings trübt dies das Lesevergnügen nur minimal. Eine leichte Kritik muss ich auch hinsichtlich des Romantitels loswerden. Hier fehlte mir persönlich ein wenig der Bezug zum Inhalt. Der Originaltitel "Long road to Mercy" ist da schon viel zutreffender. Obwohl der Roman nicht direkt in einer Art Cliffhanger endet, werden gleichzeitig Andeutungen gemacht, dass es noch weitere Romane rund um Agent Pine geben wird. Ich für meinen Teil würde mich auf jeden Fall freuen, wenn es weitere Romane geben würde. Vor allem auch, um herauszufinden, was mit der Schwester der Agentin passiert ist. Denn dieses Geheimnis wird nicht gelüftet. Fazit: Bei "Ausgezählt" von David Baldacci weiß man zunächst nicht so recht, wie man die Hauptfigur Agent Pine finden soll. Aber letztendlich überzeugt sie mit ihrer speziellen Art die Dinge anzugehen. Sie ist eine richtige Powerfrau, bei der man das Gefühl ist, dass nichts und niemand vor ihr sicher ist. In meinen Augen ist dem Autor hier ein gelungener Einstieg in eine neue Ermittlerreihe gelungen, die noch viele Überraschungen aufdecken wird. Von mir eine unbedingte Leseempfehlung! Note: 2 (💗💗💗💗)

Lesen Sie weiter

„Ausgezählt“ ist der erste Roman aus der Feder David Baldaccis, den ich gelesen habe – und vermutlich wird es auch der letzte sein. Dabei klang die Story anfangs noch recht vielversprechend, im Verlauf des Buchs wird sie jedoch zunehmend chaotischer und etwas absurd. Der im Klappentext angeteaserte Teil der Geschichte zur Entführung der Zwillingsschwester der Hauptperson Atlee Pine spielt in diesem Band übrigens nur eine marginale Rolle und dient vermutlich eher als Vorschau auf das nächste Buch der Reihe. Darüber war ich etwas enttäuscht, mein Hauptproblem mit dem Roman lag jedoch weniger im Plot, sondern eher in der Schreibweise per se. Die Charaktere wirken sehr eindimensional und es fiel mir schwer Sympathien zu einem von ihnen aufzubauen. Besonders die FBI-Agentin, um die sich die ganze Geschichte dreht, war mir grundsätzlich unsympathisch. Ihre „coolen“ Sprüche, die wohl eiskalt und abgebrüht wirken sollten, hätten genauso gut aus einem Action-Film mit C-Promi-Besetzung stammen können. In den Dialogen wurde ihr dafür zufälligerweise immer eine geeignete Steil-Vorlage geliefert, weshalb auch diese sehr unrealistisch und künstlich scheinen. Hinzu kommt, dass sie im Laufe der Handlung immer die richtigen Entscheidungen trifft und eine nicht unwesentliche Portion Glück hat bei allem, was sie anstellt. Alle Passwörter werden geschickt geknackt und die bösen Buben bekommen immer gehörig eins auf den Deckel – gut für die Ermittlung, aber auf Dauer langweilig für den Leser. Nach einem soliden Start hat mir das Buch immer weniger gefallen, je weiter ich gelesen habe. Obwohl es nur selten Längen ohne Handlung gab, konnte es mich nicht packen.

Lesen Sie weiter

Kurze Zusammenfassung: Atlee und Mercy Pine lebten in Andersonville, einem wenig spektakulären Ort in Georgia. Im Sommer 1989 passierte dort aber eine verhängnisvolle Tat, die Atlees Leben für immer veränderte. Ein Unbekannter entführte Mercy aus dem Kinderzimmer und Atlee blieb körperlich und seeelisch traumatisiert zurück. Jetzt, fast 30 Jahre später, ist Atlee Pine FBI Agentin und arbeitet eher zurückgezogen in Shattered Rock. Dort passiert nicht viel und als im nahe gelegenen Nationalpark ein Tourist verschwindet, nimmt Atlee den Vermisstenfall an. Eigentlich spricht hier nichts für den Einsatz des FBI, allerdings zeigt ein bestialisch getötetes Maultier, dass hier mehr dahinter steckt als das sich nur ein Tourist verirrt hat. Je mehr Atlee über den Vermissten herausfindet, desto klarer wird, dass dieser Fall seine Kreise bis in die Regierungsebene zieht und der ist es gar nicht recht, dass eine kleine FBI Agentin hier ermittelt …. Fazit: Atlee Pine hat in diesem Thriller ihren ersten Auftritt und dieser Auftritt ist wahrlich spektakulär. Getrieben von der Suche nach dem Grund der Entführung Mercys hat Atlee von je her ihre körperlichen und seelischen Grenzen überschritten und kann dass, was eigentlich ein Nachteil ihrer Persönlichkeit ist, zu ihrem Vorteil nutzen, sprich: sie kann immer und hört nie auf… . Eine Frau mit Biß eben, die sich nicht in ihre Schranken weisen lässt. An ihrer Seite hat sie Carol, die Sekretärin des Außenpostens und beide Frauen ergänzen sich hervorragend. Zwei Frauen als Ermittlerteam sind per se selten, aber zwei Frauen, die sich derart durch eine Männerwelt kämpfen, sind mir in einem Thriller noch nicht begegnet. Mir hat dieses weibliche Duo sehr viel Spaß gemacht, obwohl ich zwischendurch auch mal das Gefühl hatte, dass hier David Baldacci doch etwas zu dick aufgetragen hat. Manchmal bekam ich den Eindruck, dass Atlee die Fantastic Four in einer Person vereint und sie sogar eine abgefeuerte Pershing auffangen könnte um sie anschließen zum Frühstück zu verzehren ;) Aber egal, die Geschichte war temporeich, zum Teil richtig rasant und hat mir großen Spaß gemacht. Besonders gut gefällt mir, dass dieses Buch der erste Band einer Reihe um Atlee Pine ist und ich daher davon ausgehe, dass mir diese taffe Ermittlerin noch oft begegnen wird.

Lesen Sie weiter

Atlee Pine ist in Georgia, genauer gesagt in Andersonville, aufgewachsen. Ihre Kindheit war vielleicht nicht ganz einfach, aber letztlich bestimmte ein schreckliches Ereignis ihre gesamte Erinnerung daran. Im Sommer 1989 entführte jemand ihre Schwester Mercy und ließ sie selbst - mehr tot als lebendig - zurück. Seither wird sie vom Überlebensschuld-Syndrom geplagt. Fragen Auf der Suche nach Antworten hat sie sich ewig lange mit den Einzelheiten der Entführung beschäftigt und dank einer speziellen psychologischen Befragung, die ihr ihre Erinnerungen an den Entführer wieder aufgefrischt hat will sie dem Entführer nun gegenübertreten. Daniel James Tor ist ein manipulativer Narzisst, der zwar im Gefängnis mit ihr spricht, aber die Antworten auf ihre Fragen bleibt er ihr schuldig. Identitäten Aber erst einmal muss sie ihre persönlichen Dingen beiseite lassen und sich um einen verschwundenen Wanderer in ihrem Bezirk kümmern. In dem Fall gibt es einige Ungereimtheiten und ziemlich schnell stellt Atlee fest, dass die verschwundene Person nicht der war, als der er sich ausgeben hat. Als sie seiner tatsächlichen Identität immer näher kommt, wird sie plötzlich zurückgepfiffen - aber so schnell lässt sich Atlee Pine nicht stoppen. Roadtrip Sie nutzt ihren ihr noch zustehenden Urlaub um auf eigene Faust zu ermitteln. Unerwartet hilft ihr Carol Blum, die abenteuerlustige Sekretärin in der unscheinbaren FBI-Zentrale. Ab hier entwickelt sich dann ein herrlicher, actiongeladenen, durchaus manchmal auch humorvoller, Roadtrip. Die beiden Frauen kommen sich in vielen Gesprächen näher und lernen nicht nur einander zu vertrauen, sondern auch voneinander zu profitieren. Ihre sehr unterschiedlichen Fertigkeiten und Erfahrungen machen sie gemeinsam zu einem großartigen Team. Prügel Mit Atlee Pine hat David Baldacci eine neue. wie ich finde, wunderbare Protagonistin auf die Bühne gestellt. Sie ist außergewöhnlich athletisch, beherrscht diverse Kampfsportarten - trotzdem bekommt sie oft genug auch reichlich Prügel ab und sieht dann auch sehr verprügelt aus :-) Aber sie verliert nie ihre sehr eigene Hartnäckigkeit, mit der sie ein Ziel verfolgt, egal, was sie auf dem Weg dahin einstecken muss. Handwerk Einmal mehr beweist David Baldacci dass er sein Handwerk virtuos beherrscht. Protagonisten und Antagonisten sind clever beschrieben, das Tempo ist rasant - aber es gibt auch immer wirder ruhige Momente zum Ausruhen. Reichlich falsche Fährten halten das Interesse und die Spannung hoch und am Ende wird die Welt - oder zumindest die USA - gerettet. Ich warte jetzt auf jeden Fall ganz begierig auf die Fortsetzung… Mein Fazit: Ausgezählt ist ein spannender, temporeicher Thriller mit einigen spannenden Wendungen, falschen Fährten und einer überraschenden Lösung. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Freundschaft von Atlee und Carol weiterentwickelt und was für eine Katastrophe sie im nächsten Band verhindern.

Lesen Sie weiter

Nie wird die FBI-Agentin Atlee Pine vergessen, wie sie im Alter von sechs Jahren von einem nächtlichen Eindringling überrascht worden ist, der mit einem Abzählreim zwischen ihr selbst und ihrer Zwillingsschwester Mercy entschied und schließlich ihre geliebte Schwester entführte, die sie bis zum heutigen Tage nicht wiedersah. Durch den zu lebenslanger Haft verurteilten Serienkiller Daniel James Tor, den sie im Hochsicherheitsgefängnis ADX Florence aufsucht, hofft sie nach 29 Jahren einen Hinweis auf ihren Verbleib zu erhalten, denn Tor hat sich zu der fraglichen Zeit in der Gegend aufgehalten, doch lässt er Pine frustriert wieder den Heimweg antreten. Nach diesem unerfreulichen Abstecher in ihre eigene Vergangenheit wird Pine zum Grand Canyon gerufen, in dessen Nähe sie ihr Büro unterhält. Zwei Männer des National Park Service machen sie auf ein getötetes Maultier aufmerksam, das zu einer Herde von Tieren gehörte, mit denen Touristen in die Schlucht geführt werden, um in der Phantom Ranch auf dem Grund des Canyons zu übernachten. Von dem Mann, der auf dem Muli saß, fehlt allerdings jede Spur. Jener Benjamin Priest soll für eine Vertragsfirma der Regierung gearbeitet haben, doch werfen jegliche Nachforschungen nur neue Fragen auf. Zusammen mit ihrer Assistentin Carol Blum und dem National-Park-Angestellten Sam Kettler stößt Pine auf eine gigantische Verschwörung, in der nicht nur Russland seine Finger im Spiel hat, sondern offensichtlich auch hochrangige FBI-Beamte und Vertreter anderer US-Behörden. Pine beobachtet nicht nur, wie ein Militärhubschrauber die beiden Priest-Brüder entführt hat, sondern muss im Haus des vermissten Mannes auch zwei Russen töten und sich gegen einen koreanischen Auftragskiller zur Wehr setzen. „Vielleicht ist das alles Lüge oder ein riesiger Irrtum, und ich finde gar nichts. Ich sollte lieber darüber nachdenken, was ich tue, wenn das FBI mich auf die Straße setzt. Tatsache war, dass Pine für eine Sache solcher Tragweite nicht qualifiziert war. Als FBI-Agentin wusste sie, was sie zu tun hatte, wenn es galt, einen Bankraub, eine Entführung oder einen Mord aufzuklären. Aber das hier war etwas völlig anderes.“ (S. 393) US-Bestseller-Autor David Baldacci („Der Präsident“) hat bereits etliche erfolgreiche Serien um charismatische Einzelgänger auf gefährlichen Missionen kreiert. Im Heyne-Verlag sind zuletzt die Reihen um John Puller und Amos Decker erschienen. Allerdings hat Baldacci auch immer wieder ein Herz für weibliche Heldinnen gehabt, zu denen nun auch die taffe Mittdreißigerin Atlee Pine zählt. Bereits mit dem ersten Kapitel macht der Autor den Leser mit Pines tragischer Vergangenheit vertraut. Das Trauma der Entführung ihrer Zwillingsschwester Mercy dient Pine nun als Antrieb für ihre Karriere in der Provinz von Shattered Rock, wo sie allein für die FBI-Angelegenheiten zuständig ist. Nach vielversprechendem Beginn – zu dem auch der ungewöhnliche Tod des Mulis im Grand Canyon und die im Kadaver eingeritzten Buchstaben J und K zählen – nimmt die thematisierte Verschwörung, bei der es nicht weniger um einen atomaren Krieg geht, allerdings zunehmend unglaubwürdigere Züge an. Es ist dem sympathischen FBI-Duo Pine/Blum und der männlichen Begleitung durch Kettler zu verdanken, dass man als Leser dem irrwitzigen Plot trotzdem folgt, denn mit pointierten Dialogen, der richtigen Portion Action und immer wieder eingestreuten emotionalen und humorvollen Momenten hält Baldacci den Leser bei der Stange. Die Nebenfiguren bleiben allerdings enttäuschend blass, das Finale wirkt etwas halbgar. Da Baldacci seine Heldin aber mit einer interessanten Lebensgeschichte ausgestattet hat, zu der es noch viel zu schreiben gäbe, und einer faszinierenden Mischung aus Furchtlosigkeit und Verletzlichkeit, könnte die Serie um Atlee Pine nach durchwachsenem Beginn dennoch eine Zukunft haben.

Lesen Sie weiter

„Ausgezählt“ ist der Auftaktband einer neuen Thriller-Reihe des Autors David Baldacci. Hauptfigur ist die FBI-Agentin Atlee Pine, eine amerikanische Super Woman, wie sie im Buche steht. Draufgängerisch, durchtrainiert und unkaputtbar, aber – natürlich – auch traumatisiert durch ein Ereignis aus ihrer persönlichen Vergangenheit. Ihre Zwillingsschwester Mercy wurde als Kind entführt und ist seither spurlos verschwunden. Pine vermutet, dass der Serienmörder Daniel James Tor dafür verantwortlich ist. Um die quälende Ungewissheit los zu werden, befragt sie ihn im Hochsicherheitsgefängnis, aber er hüllt sich in Schweigen. So, das ist das Motiv, das sich wohl durch die gesamte Reihe ziehen wird. Pine betreibt ein Ein-Frau-Büro in Shattered Rock nahe des Grand Canyon, unterstützt von Carol Blum, einer älteren Dame, die die Büroarbeit erledigt.Ihr tägliches Geschäft ist üblicherweise Kleinkram und dient der Sicherheit der Touristenattraktion, bis zu dem Tag, als ein totes Maultier in einer Schlucht im Canyon gefunden wird. Bauch aufgeschlitzt mit zwei eingeschnittenen Buchstaben im Balg, auf die sich niemand einen Reim machen kann. Atlee verbeißt sich in den Fall, der weitaus mehr ist, als es zunächst scheint, denn höchste Regierungskreise sind darin verwickelt. Und unterstützt von Carol und einem Ranger wendet sie im letzten Moment eine schreckliche Katastrophe ab und rettet die Welt. Soweit die Superheldinnenstory, die alles hat, was man von einem Popcorn-Thriller erwartet. Eine strahlende Heldin, die sich über Anordnungen hinwegsetzt, böse, ganz böse Schurken, eine liebenswerte Oma-Assistentin mit ungeahnten Fähigkeiten und natürlich auch einen muskelbepackten Naturburschen, der alle Herausforderungen auf sich nimmt, um die geliebte Superwoman zu unterstützen. To be continued… Nette Unterhaltung für zwischendurch, die allerdings sehr konstruiert daherkommt und sämtliche Klischees bedient. Daran ändert auch die weibliche Hauptfigur nichts.

Lesen Sie weiter

Inhalt Als Atlee Pine sechs Jahre alt ist, dringt ein Mann in ihr Kinderzimmer ein und entführt ihre eineiige Zwillingsschwester Mercy. Mercy taucht nie wieder auf, Atlee bleibt traumatisiert zurück. Knapp dreißig Jahre später ist sie zur einzelgängerischen FBI-Agentin geworden, die sich ein möglichst einsames Büro nahe des Grand Canyon gewählt hat. Eines Tages wird am Boden der Schlucht ein grausam aufgeschlitztes Maultier gefunden. Ein scheinbar harmloser Provinzfall. Doch dann stößt Atlee auf Spuren einer mörderischen Verschwörung, die bis in die obersten politischen Kreise reicht. Kann sie höchste Gefahr für Amerika und die Welt abwenden – und zugleich dem Entführer ihrer Schwester näher kommen? (Quelle: Randomhouse ) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Band 1 der “ Atlee Pine “ – Reihe. Zum Inhalt muss man eigentlich nicht mehr erwähnen, was im Klappentext steht, denn mehr passiert auch nicht. Atlee sucht den Kontakt zum möglichen Mörders ihrer Schwester, fühlt sich als FBI-Alleinunterhalterin in einer einsamen Zweigstelle sehr wohl und stößt durch Zufall auf eine Verschwörung, die sie ihre Karriere kosten könnte. Sie wird von oben in Zwangsurlaub gesteckt und macht sich dann mit ihrer Assistentin auf eigene Faust auf die Socken um ihre Ermittlungen weiterzuführen. Nebenbei deutet sich eine Romanze an und das Atlee den Verlust der Schwester nie richtig verarbeitet hat… Atlee ist an sich eine interessantere Wahl als neue Hauptcharakterfigur, aber ihre „Perfektheit“ ging mir auf Dauer auf die Nerven. Sie ist unheimlich klug, erfasst Zusammenhänge sehr schnell, kann sich im Kampf gegen starke Männer behaupten und ist eine ehemalige Leistungssportlerin. Und nicht zu vergessen: sie ist immer bereit zur „Flucht“ bzw. hat alles zur Hand, wenn man unter dem Radar ermitteln will. An ein paar Stellen bekommt sie zwar mal was auf den Deckel, aber das war es auch schon. Ihre Geschichte um den Verlust der Schwester konnte mich nicht fesseln – das konnte der Autor auch schon deutlich besser. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Atllee, was einen Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Ich mag die Bücher von dem Autor gerne lesen, aber dieses hat mich sehr enttäuscht. Ein Thriller ist es in keinster Weise – höchstens ein mittelmäßiger und langweiliger Krimi. Spannung sucht man in diesem Buch vergebens. Es plätschert so vor sich hin und am Ende kommt die Auflösung ohne großen Showdown. Die Grundidee der Handlung ist nicht schlecht, aber die Umsetzung wirkte an vielen Punkten doch etwas zu weit hergeholt (meiner Meinung nach, auch wenn es irgendwann durchaus realistisch sein kann) und die Schachzüge, die der Gegner plant, warn doch recht lahm und selten von Erfolg gekrönt. Da hatte ich mir einen stärkeren „Kampf“ um die geheimnisvolle Sache gewünscht. Bis jetzt verspüre ich wenig Interesse die Reihe weiter zu verfolgen und warte eher die ersten Rezensionen des zweiten Bandes ab. 🌟🌟🌟 Sterne

Lesen Sie weiter