Leserstimmen zu
Into the Woods: Pilze suchen und Glück finden

Moritz Schmid

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Waldpilzquiche & Rezension Was fällt Euch (kulinarisch) ein, wenn ihr an den Herbst denkt? Kürbissuppe und Walnüsse, Apfelkuchen und ... Pilze? Zumindest in meinem Kopf gehört das alles fest zusammen. Leider kenne ich mich jedoch mit Pilzen nicht sehr gut aus. Also brauchte ich Hilfe! Into the Woods: Pilze suchen und Glück finden von Moritz Schmid Prestel-Verlag 32 € 176 Seiten, 21,0 x 26,0 cm, 118 farbige Abbildungen, 5 s/w Abbildungen {Dieses Buch habe ich als kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Eine weitere Bezahlung ist nicht erfolgt. Meine Meinung ist unbeeinflusst.} In Into the Woods: Pilze suchen und Glück finden nimmt einen Moritz Schmid mit in den Wald. Er erzählt einem, während man gemeinsam durchs Unterholz spaziert, was Wald für ihn bedeutet. Das Buch ist ‒ ganz eindeutig ‒ kein Kochbuch, es ist auch kein Pilzbestimmungsbuch: „Es soll sich anfühlen wie ein Spaziergang mit guten Freunden, die die wichtigsten Tipps rund ums Pilzesammeln und -bestimmen kennen, die die Geheimnisse des Waldes und seiner Bewohner verraten und mit denen man am Abend, wenn die Sonne tiefer steht und die Körbe gefüllt sind, nach Hause geht, um gemeinsam die Pilzernte bei einem köstlichen Abendessen zu genießen.“ Die teilweise doppelseitigen Bilder zeigen viele Waldaufnahmen und machen Lust auf einen Tag im Wald. Teilweise wirkt das Buch fast wie ein Bildband und dennoch sind die Texte ansprechend und intensiv: sie erzählen vom Wald und seiner Geschichte, von Mythen und Romantik. Und natürlich lernt man viel, so viel über Pilze. Von seltenen, bunten, leuchtenden Exemplaren. Von den bekannteren und unbekannteren Speisepilzen. Wer selbst Pilze sammeln möchte, der bekommt viele Tipps und Hintergrundwissen vermittelt. Es gibt eine praktische „Get started“-Seite und, noch wichtiger, die vier goldenen Regeln des Pilzesammelns. Regel 1: „Ausschließlich Pilze ernten, die man ohne Zweifel bestimmen kann.“ So interessiert ich also alle neuen Informationen aufsauge (wie ein Pilz, den man unter fließendem Wasser wäscht, was man nie tun sollte), so sicher bin ich auch, dass ich selbst gar nicht sammeln sollte. Dafür fehlt es mir noch immer an Wissen und auch an Vertrauen, vor allen Dingen in mich. Also kaufe ich meine Pilze auf dem Wochenmarkt, wo ich sicher sein kann, dass ich frische und gute Pilze erhalte. Im letzten Teil des Buches gibt es dann auch Rezepte. Pilze dörren oder einmachen oder direkt verarbeiten: für alles gibt es Inspiration. Es gibt ein paar eher simple Rezepte und ein paar sehr ausgefallene Kreationen. Ich entscheide mich, die Quiche zu backen. Zu Rezept und Zutaten: Dass man nur Pilze der besten Qualität verwenden sollte, das sollte bei dem Rezept aus einem Pilzbuch selbstverständlich sein. Wer sich, wie ich, nicht traut, selbst Pilze zu pflücken, der sollte sich auf dem Wochen- oder Bauernmarkt umsehen. Alle anderen Zutaten sind für eine Quiche recht klassisch. Leider habe ich keine richtige Quicheform und habe stattdessen auf eine Springform zurückgegriffen. Diese war wohl etwas kleiner als die fürs Rezept vorgesehen Quicheform (ein Durchmesser stand nicht dabei), sodass meine Quiche höher wurde. So kommt das Ergebnis optisch der Vorlage nicht sehr nahe. Meiner Käse-Eier-Schicht ist so hoch, dass man auf den ersten Blick von der Pilzfüllung nicht viel sieht. Das Ergebnis schmeckt großartig! Die Pilze kommen wunderbar zur Geltung, der Teig ist schön mürbe und kross, der Parmesan eine wunderbare Ergänzung und gleichzeitig nicht zu dominant. Wir haben zu der Quiche einen Pflücksalat gegessen, mit karamellisierten Datteln, gebratenem Kräuterseitling und kross gebratenen Mürbeteigresten. Die Reste der Quiche haben wir kalt gegessen, was noch einmal mindestens so gut war! Für mich ein wirklich schönes Buch über die Liebe zur Natur, zum Wald und zu Pilzen.

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Unter dem Titel "Into the Woods: Pilze suchen und Glück finden" erscheint im Prestel Verlag ein Buch von Moritz Schmid. Pilze sammeln – die perfekte Kombination aus Naturglück, Entschleunigung und Food. Ein Ausflug in den Wald unternimmt man einmal zum Abschaltung und die Ruhe genießen und natürlich auch zum Suchen nach Speisepilzen. Was früher als Hobby von Rentner mit Freude an der Natur galt, ist längst auch in unserer digitalisierten Zeit eine geeignete Möglichkeit, sich wieder auf die Natur zurückzubesinnen und mit beruhigenden Spaziergängen oder Sammeln von Pilzen zu entspannen und zu entschleunigen. Let´s go into the Woods! Was macht das Suchen und Sammeln von Pilzen mit uns? Moritz Schmid ist davon überzeugt, dass es nicht nur ihn sehr glücklich macht. Denn schon allein ein Spaziergang im Wald, die Geräusche von Bäumen und Vögeln, die besondere Stille und das Eintauchen in die Natur bringt Ruhe und Entschleunigung mit sich. Wenn man dann noch versteckt unter Nadeln oder im Moos einen oder mehrere Pilze findet, ist man glücklich, kann man sie dann hinterher als Mahlzeit verspeisen, ist das Glück vollkommen. In diesem Buch geht es erst einmal um das ganze Ökosystem Wald, dazu gehören nicht nur die Bäume und Sträucher, sondern auch die Insekten, die Moose und Farne und das Myzel (die Gesamtheit aller Hyphen, der fadenförmigen Zellen eines Pilzes). Speziell der Pilz wird anhand verschiedener Beispiele namentlich vorgestellt und ein Teil des Buches beschäftigt sich mit der Zubereitung als besondere Mahlzeit mit interessanten Rezepten. Sehr anschaulich und auch sehr interessant erklärt Moritz Schmid zunächst die Zusammenhänge dieses Ökosystems. Die Menschen suchen in Wäldern Ruhe und Erholung, die Rückbesinnung zur Natur wird im hektischen Alltag immer wichtiger. Moritz Schmid zeigt und erklärt mit seinen gelungenen Fotos unterschiedliche Ansichten von Wald und Flur, stellt einige Personen und ihre Sichtweise auf den Wald oder Pilze vor und klärt über die verschiedenen Pilzsorten auf. In besonderen doppelseitigen Übersichten stellt er einem aussagekräftigen Foto einer Pilzart weitere Informationen gegenüber. So gibt er Auskunft über das Vorkommen, die äußeren Merkmale, den Stiel, das Fleisch und den Geruch der entsprechenden Pilze und eventuelle Verwechslungsmöglichkeiten mit giftigen Verwandten. Nicht jeder weiß, wie man Pilze findet, anhand der Umgebung ist das möglich, wie man sie sammelt, im Wald putzt, transportiert und anschliessend schneidet oder lagert. Hierzu gibt es einige Erklärungen, ebenso wie man Pilze dörrt und zu kreativen Gerichten verarbeiten kann. In dem Rezeptteil werden insgesamt 24 Rezepte vorgestellt. Angefangen von geräucherter Steinpilzbutter, Steinpilzsüppchen und 'Entrecote mit glasierten Möhren, Zuckerschoten und Kartoffelpüree, mit Waldpilzen und Jus' über gebratenen Pfifferlingen auf Grillgurke und einer Quiche mit Waldpilzen bis hin zu vier jahreszeitlichen raffinierten Gerichten der Spitzenköchin Sophia Rudoph (Restaurant Panama). Mein Lieblingsrezept ist Zürcher Geschnetzeltes mit Steinpilzen. Von Timm Tanneberger (Chefkoch im Restaurant "eins44") erfährt man seine persönliche Beziehung zum Wald und seine experimentellen Rezeptvorschläge sind vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber schon etwas ganz Besonderes. Oder kennen sie etwa Büffelmilcheis mit Pilzen? Ich bin gern im Wald, ich liebe das Knacken der Zweige, das Rauschen der Laubkronen, den Duft der Nadelbäume und habe schon als Kind gern und erfolgreich Pilze gesucht. Doch nicht nur meine Liebe zum Wald ist ein Grund dafür, das mich dieses Buch überwältigt hat. Die überzeugenden Texte und Fotos sind faszinierend und machen Lust auf einen Waldspaziergang. Ein absolut beeindruckendes Buch über Pilzarten, das spezielle "Pilzglück" beim Finden und die Schönheit und Bedeutsamkeit des Ökosystems Wald. Für Naturfreunde ist dieses Werk ein besonderes Geschenk und für jeden Leser eine Rückbesinnung zur Natur und damit eine große Freude. Ein überzeugendes Buch über die entschleunigende Wirkung im Wald.

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