Leserstimmen zu
Die Dame hinter dem Vorhang

Veronika Peters

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In diesem Buch geht es um Edith Sitwell. Wir folgen der Protagonistin Jane Banister, sie ist die Enkelin des Gärtners von Renishaw, und diese erlebt als Ediths Bedienstete alles bis aufs Detail. . Ganz zu Anfang möchte ich anmerken, was für ein gelungenes Buch das ist! Ich habe es förmlich verschlungen. Am Anfang bekommen wir eine Art Rückblick und lernen Ediths Kindheit kennen. Nach einigen Kapitel jedoch geht es wieder zurück in die Gegenwart und wir treffen auf Jane. An diesem Zeitpunkt hatte Edith schon einiges in ihrem Leben erreicht und ist auch als solches bei den Leuten bekannt. Durch Jane bekommen wir einen ganz neuen Einblick in die Welt der glamourösen Edith und bemerken erst da, wie viel davon eigentlich der Wahrheit entspricht. . Ich muss zugeben das mich das Buch am Anfang sehr mitgenommen hat, da Ediths Vergangenheit wirklich alles andere als rosig war. Aber je mehr ich über ihr weiteres Leben erfahren habe, desto beeindruckter war ich und gleichzeitig schockierte es mich. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen! .

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Ein etwas anderes Leben in den 30ern

Von: Haven Brown

10.05.2020

Ich finde, der Klappentext beschreibt das Buch ziemlich gut. Es geht um die junge Frau Jane, die nach London zu der für damalige Verhältnisse (ca. 1930) ziemlich verrückten, vielleicht auch schrägen Edith Sitwell zieht, um für diese zu arbeiten. Jane ist die Tochter von Emma, die in Kindestagen trotz eines größeren Altersunterschieds mit Edith befreundet war, was am Anfang erstmal ein wenig verwirrend war. Ansonsten ist das Buch sehr unterhaltsam und schön zu lesen. Nur gegen Ende ist es, meiner Meinung nach, nicht ganz schlüssig. Plötzlich geht es auch um bis dahin nicht erwähnte Personen. Vielleicht habe ich die entscheidende Stelle auch überlesen, jedenfalls habe ich bis zum Schluss nicht ganz vertstanden, um wen es sich bei diesen Personen handelt. (Vorsicht Spoiler!): Die besagte Edith Sitwell wird gegen Ende immer kränker und schwächer, bis sie eines Nachts mit dem Krankenwagen abgeholt werden muss. Das Unlogische ist nun, dass Jane die ganze Zeit daran denkt, dass sie von Edith noch erfahren muss, wer ihr Vater ist, weil sie dies wohl nie gesagt bekommen hat und ihre Mutter bereits gestorben ist. Letztendlich ringt sie sich nicht durch, die im Grunde gerade sterbende Edith mit ihren Problemen zu belasten, fragt sie nicht. Im Krankenhaus aber bekommt sie von einer Bekannten, die im Krankenwagen mitgefahren ist, einen Zettel von Edith (die schließlich im Krankenhaus stirbt), den sie im Auftrag Ediths im Krankenwagen hat schreiben müssen. Jane erfährt dadurch, wer ihr Vater ist. Ich meine, wenn man Jahrzehnte zusammen lebt und beiden klar ist, dass die eine offene Fragen hat, die die andere beantworten könnte, dann muss letztere erst im Sterben liegen, um sich damit zu befassen? Bis auf diesen Punkt, ist das Buch aber wirklich empfehlenswert, weil man eine so schöne Sicht der Dinge in den 30ern und auch Folgejahren bekommt.

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Widersprüchliche Gefühle

Von: Birgit

26.04.2020

Das Buch erzählt die Lebensgeschichte mehrerer Personen, ohne die Geschichte selbst richtig zu erzählen. Das trifft es wohl am ehesten. Es liest sich flüssig, aber man braucht immer etwas Zeit, um dem Ganzen hinterher zu kommen. Auf welcher Ebene man sich gerade befindet, mit welcher Erzählerin, mit welchen Gefühlen... Die Geschichte an sich ist durchaus interessant, aber die Umsetzung erscheint mir letztlich zu oberflächlich. Schade.

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Edith Sitwell - ehrlich gesagt sagte mir der Name nichts, als ich das erste Mal dieses Buch mit dem interessanten Cover in der Hand hielt... und was sie „vor dem Vorhang“ alles geleistet hat, weiß ich bis heute nicht so recht! Aber über sie als Privatperson; über den englischen Adel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ihre gesundheitlichen Baustellen habe ich - aus der Sicht ihres (fiktiven) Hausmädchens Jane- viel gelernt... exzentrisch war sie wohl in allen Belangen - wobei mir eben einfach die „andere Seite“ ihrer Person; ihre Werke und Auftritte vor dem Vorhang, gefehlt haben. Von der starken Persönlichkeit, die einigen Konventionen nicht entsprach, habe ich leider kein vollständiges Bild. Doch eine Beschreibung von S. 226/227 ist bei mir hängengeblieben: „Sie kämpfte wie eine Löwin. Meistens gegen sich selbst. Aber auch darin war sie auf erschreckende Weise großartig.“ Die Sätze benennen den Konflikt, den sie mit sich austrug... Anerkennung und Liebe finden, ohne dem Schönheitsideal zu entsprechen; (Finanzielle) Selbstbestimmung, ohne auf den Komfort des Adelsstandes zu verzichten usw. Doch wie bereits erwähnt, noch klarer wäre für mich das Bild von ihr und ihrer inneren Zerrissenheit gewesen, wenn auch ihr Wirken vor dem Vorhang Teil des gut recherchierten Buches gewesen wär!

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„Die Dame hinter dem Vorhang“ erzählt die Lebensgeschichte der Dichterin Edith Sitwell aus Sicht ihrer Vertrauten und Angestellten Jane Banister. Im Gegensatz zu Edith ist diese jedoch fiktiv. Veronika Peters gelingt es meisterhaft die Geschichten dieser beiden Frauen zu verweben und eine spannende Geschichte zu kreieren. Gemeinsam mit Edith erlebt man ihre Reise nach Paris oder London und lernt viel über ihre Sorgen, Nöte und Genialität. Es ist ein Buch über eine Frau, die sich dem „Mainstream“ widersetzt und ihren eigenen Weg geht. Schade ist nur, dass nur ein Gedicht von Edith Sitwell den Weg in das Buch gefunden hat. Spannung: 2/3 ⭐️ Humor: 1/3 ⭐️ Liebe: 1/3 ⭐️ Fantastik: 2/3 ⭐️ +1 ⭐️ für geniale Charaktere Anspruch: 2,5/3 ⭐️ Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung: authentisches Ambiente, Realitätsnähe und starke Persönlichkeiten haben mich sehr überzeugt.

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In „Die Dame hinter dem Vorhang“ portraitiert Veronika Peters das Leben der Dame Edith Louisa Sitwell (1887-1964). Zu Beginn hatte ich ein wenig Probleme, mich in diesen historischen Roman einzufinden, weil nicht sofort ein Spannungsbogen aufgebaut wird. Der Einstieg erfolgt über eine Szene, in der die altersschwache, aber immer noch exzentrische Edith ihren „Tee“ – es handelt sich um Brandy – einnimmt. Gesellschaft leistet ihre das treue Dienstmädchen Jane, aus deren Sicht diese Geschichte erzählt wird. Mitgerissen hat mich die Handlung erst so richtig ab dem Zeitsprung zu Ediths Kindheit. Das Mädchen wächst unter privilegierten und dennoch grausamen Bedingungen auf. Für die Eltern ist die „krumm gewachsene“ und wissbegierige Tochter eine einzige Enttäuschung, was sie das Mädchen auf schmerzhafte Weise spüren lassen. Rückhalt findet das Mädchen nur bei Emma, ihrem Dienstmädchen, das gleichzeitig ihre Vertraute ist, sowie in der Kunst. Ihre Poesie bedeutet für Edith einerseits den Ausbruch aus ihrem konservativ-aristokratischen Herkunft, gleichzeitig sichern ihr die Verkäufe der Gedichtbände einen bescheidenen Lebensunterhalt, den sie sich seit dem Bruch mit der Familie selbst verdienen muss. In ihrer Jugend bleibt Emma stets an Ediths Seite, bis später ihre eigene Tochter den Dienst bei der Künstlerin übernimmt. Die Stärken dieser Geschichte liegen für mich in der Art und Weise, wie sie zwischenmenschliche Beziehungen, ihr Zustandekommen und ihre Entwicklung, thematisiert. Welche Auswirkungen hat das Kindheitstrauma auf Ediths spätere Jahre? Weshalb ist Jane bereit dazu, dieser schwierigen Persönlichkeit bis zum Schluss treu zu dienen und ihr eigenes Leben danach auszurichten? Es war amüsant, zu lesen, wie sich der Alltag im Hausstand der Dichterin gestaltet. Von der Liebe zu kratzbürstigen Katern, bis hin zu den Eifersüchteleien und den Wutausbrüchen einer weiteren Haushälterin, bis zu Ediths Gemüt, das innerhalb eines Moments von Verzweiflung zu übersprudelnder Lebensenergie wechseln kann. Während von Ediths Hoch- und Tiefpunkten erzählt wird, bekommt die Leserschaft gleichzeitig einen interessanten Einblick in die wechselvolle Geschichte von den 1910ern bis zu den 1960ern: Über die Schrecken der Weltkriege, die künstlerische Hochphase der 1920er und die „Krise“ der Aristokratie. Eine schöne Biografie, eher informierend, denn berührend, aber eine Leseempfehlung, wenn man sich für die genannten Jahrzehnte interessiert. Da mir ein wenig Tiefe der Figuren gefehlt hat, und ich gerne mehr über Jane erfahren hätte, vergebe ich 4/5 Sternen.

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Eine exzentrische Persönlichkeit

Von: deco_tango

08.03.2020

Immer wenn ich in Büchern Stellen finde, die mich zu meinem Notizbuch greifen lassen, um ein paar Zeilen - oder manchmal auch nur ein Wort - abzuschreiben, hat sich das Lesen gelohnt und ich bin froh. So auch in diesem Buch: ",(...)Jane, schreib alles auf, was dir in den Sinn kommt, das Mögliche und das Unmögliche, das Heilige und das Profane, finde die Poesie in den schlichten Ereignissen deines Alltags!' Ich war skeptisch, wie viel Poesie sich wohl hinter der rußigen Herdklappe finden lassen würde oder im Geräusch meines auf den Boden klatschenden Wischlappens, aber es gefiel mir, dass sie auf diese Weise mit mir sprach." --------- "Am nächsten Morgen lag neben dem Herd (...) das versprochene zweite Notizbuch sowie ein dickes in Leder gebundenes Buch mit einer hellgelben Seidenschleife darum. (...) Beim Aufbinden der Schleife fiel eine Karte heraus: ,Meine liebe Jane! Lies, um der Enge unseres Daseins zu entfliehen, schreib aus dem gleichen Grund! (...) In der Literatur, in der Dichtung kannst du, können wir alles sein.'" Wen diese Zitate neugierig gemacht haben, sollte in die Geschichte von Edith Sitwell eintauchen, einer Dichterin und Schriftstellerin, die von 1887 bis 1964 ein schillderndes, exzentrisches Leben geführt hat. Ich fand das Buch unterhaltsam und interessant genug, um auch nach dem Lesen noch ein wenig zur Geschichte dieser Persönlichkeit zu recherchieren.

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historisch

Von: Alina

03.03.2020

Meiner Meinung nach ist das Buch interessant für ältere Damen. Ein schöner Roman, der in der früheren Zeit spielt und durch die authentische Sprache für junge Leute eher ungeeignet ist.

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