Leserstimmen zu
Die Dame hinter dem Vorhang

Veronika Peters

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Eine sehr elegante Darstellung der Edith Sitwell

Von: Melanie E. aus Leopoldshöhe

15.10.2019

Edith Sitwell war mir bisher unbekannt, was ich nun nicht als Bildungslücke ansehe, da ich mich nun dank Wikipedia und anderen Seiten des Internets bestens informiert fühle. "Die Dame hinter dem Vorhang" berichtet ein Stück weit über das Leben der Dame und zeigt auch die Schwierigkeiten der damaligen Zeit auf. Eine Frau, wohlgeboren, aber eben nicht standesgemäß zu verheiraten, da sie nicht das Aussehen der Reichen und Schönen besitzt. Positiv zu vermerken ist, das sie über ein kluges Köpfchen verfügt, was sie dazu nutzen kann, um zu dichten und sich damit ihre Stellung weiterhin finanzieren kann. Das Verhalten ihrer Eltern ist mir sehr suspekt und nicht nachvollziehbar, aber wie schon erwähnt sind es andere Zeiten und Frauen eher das Aushängeschild der Familie. Aufgrund von Schriftbild und Größe der Schrift lässt sich "Die Dame hinter dem Vorhang" leicht und flüssig lesen. Hinzu kommt die angenehme Art von Jane Banister, die als Vertraute in den Diensten der Edith Sitwell steht. Es ist eine ansprechende Erzählung über Akzeptanz und Toleranz in einer mir unbekannten Zeit, fast schon historisch zu nennen. Fiktiv und dennoch sicherlich auch mit einem hohen Wahrheitsgehalt finde ich mich in einer Story wieder, die verdeutlicht, das Frauen ihre eigenen Kämpfe ausfechten mussten. Unverheiratet und für sich selbst sorgend birgt einiges an Problemen, die oftmals nur zwischen den Zeilen zu lesen. Das Cover wirkt ebenso elegant wie der Inhalt des Buches. Dieses war, was mich ansprach. Hinzu kam die Neugier, die der Klappentext in mir erweckte. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, da ich mich komplett auf Dame Edith und Jane Banister einlassen konnte. Eine sehr interessant gewobene Story, die die Dame hinter dem Vorhang mitunter doch blass erscheinen ließ, da der Fokus auf Jane Banister gerichtet ist, dennoch konnte es mich überzeugen. Zudem sind einige Schauspielgrößen erwähnt, die mir ein Schmunzeln in das Gesicht zaubern konnten, wobei ich fast vermute, das eine jüngere Leserschar diese nicht erkennen werden.

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Neugierde darauf!

Von: Claudia

11.10.2019

Es war eigentlich an der Zeit, daß ein solches Buch über diese Zeitepoche erschienen ist. Aber ich hatte mir ein wenig mehr davon versprochen: Das Leben der Edith Sitwell in dieser Zeit, angelehnt an die Avantgarde der Veröffentlichungen anderer Schriftsteller aus den 30-igern in England und den USA, bleibt es zu romanhaft und zu wenig spektakulär. Es gibt zu wenig die Epoche wieder, vielleicht habe ich zu viel gelesen aus dieser Zeit und von daher war ich nicht 100%-ig überzeugt. Indes kann es bei Lesern, die sich erstmalig mit diesem Klientel aus dieser Zeit befassen, eine ganz andere Reaktion hervorrufen. Ich war zu sehr vorgeprägt. Dennoch werde ich es empfehlen, weil es gut geschrieben ist, aber dabei gut aufpassen, für wen es m.E. gut geeignet wäre. Und das ist es.

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Die Dame hinter dem Vorhang

Von: S.M.

09.10.2019

Optisch finde ich das Cover sehr ansprechend, in der Buchhandlung fiel es mir direkt ins Auge. Ich habe das Buch im Laufe dieser Woche gelesen und habe großen Gefallen daran gefunden. Der Schreibstil ist leicht und elegant, das Buch lässt sich schnell und freudig konsumieren. Es wird eine bildvolle Sprache verwendet, welche die Phantasie anregt. Jane (die Erzählerin) lernt man im Laufe des Buches kennen und identifiziert sich schnell mit ihr. Auch Edith wird von Kapitel zu Kapitel vertrauter und man bekommt so Einblicke in ein (fiktives) Leben, welches aufregend und unterhaltsam ist.

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Eine beeindruckende Lebensgeschichte

Von: Sabine

05.10.2019

Die Dame Edith Sitwell war mir bisher überhaupt kein Begriff, zusätzlich machte der Klappentext mich neugierig. Beides waren Argumente für meine Bewerbung als Testleser. Die Autorin verbindet auf angenehme Weise die historisch belegte Edith mit diversen fiktiven Personen. Eine davon erzählt die Lebensgeschichte. Das Buch ist flüssig und mit schöner Sprache geschrieben. Die ersten 80 Seiten habe ich gleich am ersten Nachmittag verschlungen. Edith Sitwell wurde privilegiert geboren und ihr ganzes Leben hätte toll sein können. Zu ihrem Leidwesen entsprach sie nicht dem allgemein gültigen Schönheitsideal. Die Eltern verloren das Interesse an ihr, da man sie nicht lukrativ verheiraten konnte. Dank ihrer Gouvernante erhielt sie einen prägenden Einblick in die Welt der Kunst, Literatur und Schauspielerei. Leider erhielt Edith nur geringe finanzielle Mittel von der Familie zur Verfügung, wodurch sie sich selbst ihren Lebensunterhalt verdienen musste. Dies war ein stetiges Auf und Ab. Wer Freude an Biografien hat, ist mit diesem Buch gut bedient. Ich kann es guten Gewissen empfehlen.

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Ich finde die Geschichte rund um die exzentrische Künstlerin Edith Sitwell absolut gelungen. Auch wenn es eine Mischung aus echten Fakten und Fiktion ist, bekommt man wirklich das Gefühl, dass man ein wenig hinter die Kulissen schauen konnte und dem Leben und den Gefühlen von Edith extrem nah kommt. Die Charaktere waren alle super ausgearbeitet und man konnte sich gut in sie hineinversetzen, wobei natürlich die Verbindung von Edith und Jane im Vordergrund steht. Die Geschichte ist mit einigen Zeitsprüngen gut aufgebaut, so dass man Stück für Stück alle Hintergründe erfährt. Der Schreibstil ist einfach gehalten und kristallisiert vor allem die verschiedenen Gefühle der Charaktere heraus und wie sie damit in der jeweiligen Zeit und Situation umgehen. Das Buch hat mich definitiv sehr gut unterhalten und ich kann es bedenkenlos weiterempfehlen.

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Ein wunderbares Buch

Von: Christa

02.10.2019

Veronika Peters schafft es in diesem Buch eine sanfte Spannung aufrecht zu erhalten, die mich fasziniert hat. Emma, die Mutter der Erzählerin Jane Banister,ist erst die heimliche Kindheitsfreundin Ediths und spätere Bedienstete im Hause Sitwell.So hat sie die Möglichkeit ihrer geliebten Freundin die sehr schwere Kindheit etwas zu erleichtern. Edith wächst von ihren Eltern ungeliebt und qualvoll behandelt, auf. Trotzdem oder vielleicht deswegen wird sie eine sehr selbstsichere, fantasievolle, erfolgreiche Erwachsene. Die Autorin schafft es mühelos, dass man sich aber ebenso für die fiktive Person Emma interessiert. Sie ist die Tochter des Gärtners auf Renishaw und profitiert auch von der Freundschaft zu Edith. Man lernt Edith als außergewöhnlichen Menschen kennen und ist schon gespannt auf ihren Lebensweg. Dieser wird im folgenden von Emmas Tochter Jane erzählt. Sie tritt als 18 jähriges Mädchen den Dienst bei Edith Sitwell in London an. Aus Edith ist in der Zwischenzeit eine sehr exzentrische Frau geworden, die ihr Leben in Künstlerkreisen sehr unkonventionell lebt. Sie findet überall wegen ihres auffälligen Wesens und Ihrer hohen Dichtkunst Beachtung. Auch Jane ist schon in jungen Jahren eine Persönlichkeit und wird eine sehr treue und hochgeschätzte Begleiterin Ediths bis an deren Lebensende. Die Lebensgeschichte (die fiktive der Jane und die echte der Edith ) sind hochinteressant. Die spannende und unrühmliche Zeitepoche tragen auch zur Spannung bei. Ich finde das Buch wunderbar erzählt und empfehle es gerne uneingeschränkt weiter.

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Dame Edith Sitwell, geboren 1887 und gestorben 1964, war eine der schillerndsten und egozentrischsten Personen der Britischen Künstlerwelt. Sie, die Tochter eines Baronets, aufgewachsen auf dem Familiensitz Renishaw, aufgrund ihres nicht perfekten Aussehens von der Mutter abgelehnt und vom Vater wegen ihres freien, unangepassten Geistes ständig kritisiert, war ihrer Zeit sehr weit voraus. Als Frau in der damaligen Zeit hat sie es gewagt, aus dem starren Korsett der Standesregeln auszubrechen und ein freies, selbstbestimmtes Leben zu führen. Dieses Leben war nach außen hin schillernd, Dame Sitwell war bekannt für große Auftritte in Brokat und Seide, und sie war eine der bedeutendsten Lyrikerinnen ihrer Zeit. Doch dieses Leben war auch geprägt von Entbehrungen, Schulden, Einsamkeit. Veronika Peters bedient sich in ihrem biographischen Roman der Kunstfigur Jane Bannister, um hinter den schönen Schein zu blicken. Jane wächst auf als Tochter des Gärtners von Renishaw und wird als eine Art Kammerzofe die wichtigste Vertraute von Edith Sitwell. Und so begleitet sie Dame Sitwell nach London und Paris, erlebt die schwierige aber künstlerisch äußerst erfolgreiche Beziehung der großen Lyrikerin mit dem exzentrischen Maler Pavel Tchelitchow und erlebt auch ein Zusammentreffen von Edith Sitwell mit Marilyn Monroe in New York. Leider bleibt alles ein wenig zu seicht, ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht, mehr Einblicke in die leidende Seele der Hauptperson und auch die Vertraute Jane gibt für meinen Geschmack zu wenig eigene Gedanken und Gefühle preis. Mein Fazit: ein gut geschriebener, flüssig lesbarer autobiographischer Roman, der gut unterhält und zumindest mich sehr neugierig gemacht hat, mich mehr mit dem Leben von Dame Edith Sitwell auseinanderzusetzen.

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Interessant und Lesenswert

Von: Anja

30.09.2019

Das Buch "Die Dame hinter dem Vorhang" machte auf mich einen guten ersten Eindruck. Das Cover vermittelt bereits, um was es geht. Eine anmutige und stilvolle Dame der 20iger Jahre aus der Künstszene.Der Einband ist hochwertig gestaltet. Der Rücken ist aus Stoff und ein Lesebändchen ist auch dabei. Im Buch geht es um die exzentrische Künstlerin Edith. Man begleitet sie von der Geburt bis zum Tode. Ihr Leben ist geprägt von Höhen und Tiefen. Als Dichterin und Schriftstellerin macht sie viele Reisen und hat Kontakte zu berühmten Persönlichkeiten. Der Roman verbindet das Leben der historischen Figur der Edith Sitwell mit der fiktiven Lebensgeschichte von Mutter und Tochter. Diese begleiten Edith seit ihrer Kindheit. Das Buch lässt sich leicht und flüssig Lesen. Die Spannung wird bis zum Schluss aufrecht erhalten. Die Verbindung zwischen der realen Persönlichkeit (Edith) und den fiktiven Figuren machen das Buch besonders. Ich kann es weiter empfehlen!

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