Leserstimmen zu
Der restliche Sommer

Max Scharnigg

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Sprachgewaltiger Sommerroman

Von: Island

24.06.2020

"Der restliche Sommer" ist der dritte Roman des Münchener Autors und Journalisten Max Scharnigg. Im Mittelpunkt der Handlung stehen Paul, Anfang 40, der als eine Art Benimmpapst eine Kolumne in einer Zeitschrift schreibt und die etwas jüngere Sara, einst umschwärmte Schülersprecherin. Sara hat Paul kurz nach seiner Trennung von der Paartherapeutin Sonja auf einer Lesung angesprochen und wenig später startetenden sie eine Reise durch Südeuropa, die sie schließlich nach Tarifa am portugiesischen Atlantik führte. Dort leben sie mehr oder weniger in den Tag hinein von Pauls Ersparnissen und seinen Einkünften durch die Benimm-Kolumne. Zeitgleich landet Tin, der lange in Sara verliebt war und ihr in seiner Wohnung ein Zimmer angeboten hatte, nachdem sie am Ende einer unglücklichen Liebe vor seiner Tür stand, im Krankenhaus und ein Tumor muss aus seinem Darm entfernt werden und Pauls Exfrau Sonja gerät ins Visier der emanzipierter Frauen und der Medien, weil sie es geschafft hat, Paul, der einigen als Feinbild gilt, zu verlassen. Die Geschichte hinter dem Roman und vor allem auch der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen. Max Scharnigg findet sehr ungewöhnliche und zugleich auch total treffende sprachliche Bilder, um Situationen oder Gefühle zu beschreiben. Etwas unbefriedigt hat mich aber das doch sehr offene Ende der Geschichte zurückgelassen.

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Wunderbar

Von: Mrs Sigl

16.06.2020

Wenn man sich auf die blumige Sprache einlässt, taucht man in eine wunderbare Welt ein. Die Bilder zeichnen sich vor dem inneren Auge, man fühlt mit den Hauptdarstellern mit. Lediglich das Ende passt meiner Meinung nach nicht zur Geschichte.

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Veränderung der Sichtweise.

Von: Ute T.

15.06.2020

"Der restliche Sommer" Veränderung der Sichtweise. Wie geht, wie könnte das Leben der vier Protagonisten weitergehen? Das Leben ist nicht planbar. Wer bin ich eigentlich? Alles wird in Frage gestellt, das Leben neu sortiert. Max Scharnigg hat einen wunderbaren, einzigartigen Schreibstil. Der Einband verspricht eine mehr als ansprechende Art, das Geschehen zu vermitteln. Dennoch hat das Buch an sich mich nicht mitnehmen können.

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Ein Buch das man nicht weglegen kann

Von: Becca1

14.06.2020

Als Erstes hat mich der Einband schon beeindruckt. Da hatte ich die ineinander wachsenden unterschiedlichen Bäume noch gar nicht verstanden. So interessant wie der Einband ist, ist auch der Inhalt. Max Scharnigg hat eine unglaublich tolle Art sich auszudrücken. Man fühlt sich sofort mit den Figuren im Buch verbunden und kann mitfühlen, wie es ihnen geht. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war das die jeweiligen Kapitel als Überschrift die jeweiligen Namen der Hauptfiguren tragen. Die persönlichen Geschichten der Vier werden einzeln erzählt und bis zum Ende hin bekommt ein Gesamtbild jeder Figur. Das macht dieses Buch so spannend und aufregend. Man befindet sich ständig in den Gefühlen der einzelnen Figuren. Es ist definitiv keine allzu leichte Kost, auch nicht schwer, aber man versinkt völlig in der Geschichte. Absolut lesenswert und 5 Sterne wert!

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Sorry nix für mich

Von: Susanne Weinsanto

13.06.2020

Nicht jedem gefällt es, wenn die Kapitel so aufgeteilt sind, dass sie immer eine der handelnden Personen im Focus hat, und es mehr oder weniger dem Leser überlassen wird (bis auf einige Stellen) hier die Zusammenhänge zu finden. Dieses Buch mag für Leser, die keine Schwierigkeiten mit Zeitsprüngen, Perspektivensprüngen etc. haben, ein gutes Buch sein, ich selbst komme damit leider überhaupt nicht klar, und musste daher bei ca. 50% des Buches abbrechen. Bitte dies bei der Bewertung meiner Bewertung berücksichtigen. Denn ich denke das Buch ist gut, das nicht verstehen lag mutmasslich an mir..

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"Der restliche Sommer" ist ein wunderschön ruhiges Buch über den Rest des Lebenssommers der vier Protagonisten. Es geht um das Paar Sara und Paul und ihre ehemaligen Lebenspartner Sonja und Tin. Paul ist vorübergehend der spießbürgerlichen und wohlsituierten Eintönigkeit des Alltags eines erfolgreichen Mitvierzigers entflohen, gemeinsam mit seiner neuen, etwas unangepassten Liebe Sara. Im Buch kommt jede der vier Personen abwechselnd zu Wort und berichtet wortgewaltig über ihre Gedanken, über ihre gemeinsame und getrennte Vergangenheit. Max Scharnigg verwendet eine wundervolle Sprache, die Worte enthält wie "Liegenbleiber" und "Nichtgenauhinseher". Es ist ein wunderbares Buch für heiße Sommernächte. Man hat beim Lesen Das Gefühl, die Zeit stünde still... Ich habe jedes Wort genossen und finde, das Buch hat das Zeug zum Sommertipp!

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Der Autor schafft es den Leser mit sehr klaren Worten in die Welt seiner Protagonisten einzuladen. Durch einfache, aber ausdrucksvolle Sätze schafft er es, die Gefühle und Stimmungen der Personen sowie die Szenerie greifbar und vorallem erspürbar zu umreißen. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der vier Hauptfiguren geschrieben und lassen klar die unterschiedlichen Charaktere erkennen. Der Wechsel von lockerer, leichter bis zu nachdenklich, schwerfälliger Stimmung und Gedanken gelingt dem Autoren. Als Leser habe ich das Gefühl, dass zwischen den Zeilen, alleine durch ein einzig erzeugtes Bild oder einen Gedanken, eine Bedeutung oder Stimmung mitschwingt. Gleichzeitig lässt sich die Geschichte einfach lesen und entwickelt sich unaufgeregt und doch stetig. Die Geschichte der Charaktere läd ein, eine eigene Veränderung anzustoßen. Es macht Mut, dass man selbst immer wieder die Entscheidung treffen kann, wie möchte ich weiter machen, egal was das Leben für einen bereithält.

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Zunächst einmal möchte ich auf den Schreibstil des Autors eingehen. Max Scharniggs Stil ist meiner Meinung nach sehr leicht und flüssig zu lesen. Außerdem findet er oftmals sehr schöne Wendungen um seine Gedanken in Worte zu kleiden. Beispielsweise stellt er Vergleiche auf, die dem Leser selbst vermutlich nie in den Sinn gekommen wären, aber bei genauem Nachdenken ideal passen. Nun zu der Geschichte. Scharnigg erzählt die Geschichte der vier Hauptpersonen: Tin, Paul, Sara und Sonja. Das Buch ist aus Kapiteln aufgebaut, welche immer aus der Perspektive einer der Hauptpersonen erzählen. (es gibt auch einige Kapitel die Ausnahmen darstellen) Im Verlaufe des Buches werden immer wieder Hinweise aufgezeigt wie die Personen zusammen hängen und was sich in der Vergangenheit der Charaktere abgespielt hat. Die Thematik des Buches ist interessant und stellt einen Gegensatz zu den typischen Liebesromanen dar. Dennoch ist die Liebe ein wichtiges Bindeglied zwischen einigen der Hauptcharakteren. In dem Buch tauchen außerdem Themen wie "Anschläge","alte und neue Vorstellungen/Rollenbildern von Mann und Frau" und "Soziale Medien" auf. Diese sind ebenfalls mit den Geschichten der Charaktere verbunden. Ich habe das Buch über einen etwas längeren Zeitraum gelesen, wodurch es mir zeitweise etwas schwer gefallen ist, den Überblick über die Geschichte zu behalten bzw. die Geschehnisse der richtigen Person zuzuordnen. Alles in allem hat es Scharnigg dennoch geschafft, eine interessante, einzigartige Geschichte zu schreiben, die wichtige Aspekte unserer heutigen Gesellschaft thematisiert. Gegen Ende des Buches kommt es noch zu einer überraschenden, abrupten Änderung des Geschehens. Der Roman ist eine gute Wahl, für alle, die gerne auch einmal von den typischen Liebesroman Abstand nehmen wollen und sich beim Lesen auch mal eigene Gedanken zu wichtigen Themen machen möchten.

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