Leserstimmen zu
Vergib uns unsere Schuld

Hera Lind

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Beim Lesen des Klappentextes dachte ich die Geschichte einer Freundin zu lesen! Da sie in einer ganz ähnlichen Situation wie die Hauptperson Carina Kramer lebt, musste ich ihr das Buch einfach schenken. Sie hat es verschlungen und und ich nun die letzten beiden Tage ebenso. Ich bin bekennende Christin und schäme mich für die Zustände, die in vielen sogenannten christlichen Institutionen auch heute noch herrschen! Dieses Buch werde ich darum definitiv in unserer, mit christlicher Lektüre bestückten Buchhandlung aufnehmen. Ich wünsche mir, dass wir immer mehr Menschen werden wie die Ex-Schwiegermutter von Carina, Christa - ihre Nächstenliebe hält auch nicht die (Berliner-) Mauer auf. Ich finde es genial, dass Hera Lind diese hoffnungsvolle Geschichte geschrieben hat. Mich hat sie sehr inspiriert! Danke!

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1981: Carina Kramer lebt mit ihrer Familie in einer ostdeutschen Kleinstadt. Sie ist 36 Jahre alt, als ihr Ehemann stirbt und sie von nun an ihr Leben mit den Kindern Max (17), Sabine (14) und Tommi (5) selbst in die Hand nehmen muss. Während der Kontakt zu den in der Nähe lebenden Eltern und der Schwester schon vor der Hochzeit abgebrochen ist, hat Carina ein sehr gutes Verhältnis zu ihrer in Hannover wohnenden Schwiegermutter Christa, deren Mann im Krieg gefallen ist. Die beiden Frauen haben sich zwar nur zweimal - zur Hochzeit und jetzt zur Beerdigung - persönlich getroffen, tauschen sich aber immer wieder lange per Telefon aus. Bei so einem Gespräch schwärmt Christa von ihrem Leben in der Kirchengemeinde, in der sie sich wie in einer Familie geborgen fühle; außerdem gebe der Glaube ihr viel Kraft und Trost. Kurz darauf trifft Carina, deren religiöse Überzeugung im Laufe der Jahre verlorengegangen ist, eine Jugendfreundin wieder, und findet durch sie zu Gott zurück. In der Gemeinde wird das „verlorene Schaf“ herzlich aufgenommen. Eines Tages begegnet die junge Frau dem seit über 20 Jahren zölibatär in einem Kloster lebenden Pater Raphael von Ahrenberg. Beide verlieben sich ineinander, dürfen ihre Gefühle füreinander aber nicht offen zeigen, ihre Liebe nicht ausleben – Raphaels Gelübde verbietet das kategorisch. Sie fühlen sich immer stärker zueinander hingezogen, treffen sich schließlich immer wieder heimlich, beenden die Beziehung, weil Raphael die Schuld und Sünde, die er auf sich lädt, nicht erträgt. Sie kommen wieder zusammen, trennen sich wieder … Endlich sucht der schwer geprüfte Pater ein klärendes Gespräch mit seinem Bischof. Doch auf seine Rückkehr wartet Carina vergebens. Der geliebte Mann meldet sich nicht mehr. Sie weiß nicht, was passiert ist, und leidet Qualen. Mehr noch: Sie ist schwanger. Die Gemeinde wendet sich von ihr ab, Halt geben ihr nur ihre Kinder. Doch Carina kämpft – für ihre Familie und ihre Liebe zu Raphael. Resümee: Im Mittelpunkt dieses Buches, das die Jahre 1981 bis 1991 umfasst, steht Carina von Ahrenberg, die im August 2019 – kurz vor seiner Veröffentlichung – verstorben ist. Sie ist eine unglaublich starke Protagonistin, die ebenso mutig wie willensstark ihren Weg geht, obwohl sie ständig gegen manchmal unüberwindlich scheinende Widerstände kämpfen muss: die Institution Kirche, für deren irdische Vertreter „gelebte Nächstenliebe“ ein Fremdwort ist; die politische Situation in der DDR; Raphaels „christliche“ Mutter, die ihren Sohn nur mit der Kirche teilen will und Carina verabscheut. Doch auch Raphael ist letztlich ein starker Mann: Immer wieder quält ihn sein Schuldgefühl, eine Todsünde zu begehen, wenn er sich die Liebe zu Carina eingesteht oder sie gar lebt. Aber schließlich beweist auch er viel Mut und Stärke, geht einen für ihn extrem schwierigen Weg und kämpft für Frau und Familie. Als Leser leidet, hofft, trauert und freut man sich mit den beiden mit und erlebt genau wie sie ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Aber dies ist mehr als die „normale“ Liebesgeschichte zweier Menschen, sondern es geht auch um die Liebe zur Familie, zu den Mitmenschen, zur Heimat und zu Gott. Carina und Raphael diskutieren, als sie sich ihre tiefe Zuneigung gestanden haben, sehr viel über die Auslegung von Bibelstellen. Hera Lind ist es sehr gut gelungen, die Ansichten • der im realen Leben stehenden verwitweten dreifachen Mutter Carina, die gerade zum christlichen Glauben zurückgefunden hat, und • die des weltfremden, seit ca. 20 Jahren in der Abgeschiedenheit eines Klosters wohnenden Paters, der sein Leben ausschließlich Gott geweiht hat, gegenüberzustellen. Es wird deutlich, dass beide zwar das Gleiche wollen, durch die einmal praxisbezogene und einmal theoretische Interpretation der Textstellen und damit verbundenen Restriktionen aber nicht zueinanderfinden können. Hera Lind, die u.a. Theologie studiert hat, geht auch mit der Institution Kirche und ihren Vertretern ins Gericht: Die – im wahrsten Sinne des Wortes – Scheinheiligkeit ist auch für den Leser schwer zu ertragen. Da wird von der Kanzel in eindringlichen Worten Nächstenliebe gepredigt, aber selbst nicht praktiziert. Mehr noch: Man wendet sich ab von denen, die dringend Hilfe, Trost und Zuspruch nötig haben, lässt sie alleine – oft nicht, ohne ihnen noch ein paar Bibelzitate mit auf den Weg zu geben und / oder mit ewiger Verdammnis zu drohen. Die schwangere, alleinerziehende Carina wird z.B. von ihrem Gemeindepfarrer und seiner „Haushälterin“ wie eine Aussätzige behandelt und fallengelassen. Aber auch von vielen jener regelmäßigen Kirchgänger, die von sich behaupten, im christlichen Glauben zu leben und Gott zu dienen, wird Carina jegliche Hilfe verweigert: Ihre wiedergefundene Jugendfreundin wendet sich empört von ihr ab, als Carina von Raphael schwanger ist. Ihre beiden Schwiegermütter – Raphaels Mutter und die ihres verstorbenen Mannes - hingegen könnten unterschiedlicher nicht sein, obwohl beide einen ähnlichen Hintergrund haben: Beide leben im Westen, haben früh ihren eigenen Ehemann und einen Sohn verloren und sind christlich im Glauben an Gott. Dennoch: Die eine ist warmherzig, fürsorglich und liebevoll, lebt die religiösen Maximen im Alltag. Die andere ist kaltherzig, böse und egozentrisch – im wahrsten Sinne des Wortes schein-heilig. Das Paar hat auch erfahren, dass die meiste Herzensgüte und Hilfe oft von Menschen kommt, die noch nie in der Bibel gelesen haben, noch nie einen Gottesdienst besucht haben. Durch ihre Erlebnisse sind sie im Glauben sogar noch erstarkt, aber auch zu der Erkenntnis gekommen, dass sie weder die Institution Kirche noch das Gebäude benötigen, um zu wissen, was gut und was böse ist, und den Glauben zu praktizieren. Fazit: Dieser Roman nach einer wahren Geschichte ist spannend wie ein Krimi, unterhaltsam und thematisch sehr interessant, dabei immer dem Leben zugewandt. Er macht Mut, trotz aller Widerstände seinen eigenen Weg zu gehen.

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Buchvorstellung

Von: Jane Rühmeier

03.02.2020

Liebe Leser, ich bin jetzt in der achten Klasse und muss eine Buchvorstellung machen. Welches Buch ich nehme ist natürlich klar: Vergib uns unsere Schuld, von Hera Lind. Den dieses Buch hat mich sehr inspiriert, da ich sehr gerne Bücher lese wie zum Beispiel Thriller wollte ich jetzt mal was anderes ausprobieren. Ich hoffe euch bringt das lesen dieses Buches genauso viel Spaß wie mir. Den ich musste an manchen Stellen fast weinen da es so rührend war. Mit freundlichen Grüßen Jane Rühmeier

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Super Buch

Von: Heike

29.01.2020

Dieses Buch habe ich in vier Tagen gelesen. Es war fesselnd und oft ist man den Tränen nahe. Super Buch, kann ich nur empfehlen.

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Carina ist dreifache Mutter und seit kurzem verwitwet als sie zum ersten Mal auf Pater Raphael trifft. Die Beiden spüren sofort eine besondere Anziehungskraft gegen die sie sich nicht wehren können. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine Liebesbeziehung und Raphael möchte sein Amt ablegen. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass die Kirche ihn nicht kampflos gehen lassen will. Der Tatsachenbericht nach einer wahren Geschichte hat mich sehr berührt. Man kann sich wirklich sehr gut vorstellen, wie es den Beiden und ihren Lieben ergangen ist. Zusätzlich zu den Bemühungen der Kirche Raphael zum Bleiben zu bewegen erschweren es ihnen auch noch die Behörden der DDR ihr berufliches und privates Glück zu finden. Hera Lind schafft es mit sehr viel Liebe zum Detail die Leser zu fesseln. Ich habe den Roman in nur knapp zwei Tage förmlich inhaliert.

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Carina Kramer ist dreifache Mutter, als sie mit Ende dreißig Witwe wird. Sie sucht Trost in der Kirche und begegnet Pater Raphael von Ahrenberg, der seit über zwanzig Jahren im benachbarten Kloster lebt. Der geweihte Priester hat sich mit Leib und Seele dem Zölibat verpflichtet. Doch Carina bringt alles ins Wanken. Sie ist stark, bodenständig, zugleich zärtlich und einfühlsam. Die gemeinsame Liebe ist geprägt von heimlichen Treffen, gefolgt von umso schmerzhafteren Trennungen. Denn die Kirche lässt Raphael nicht ziehen. Von einem klärenden Gespräch mit dem Bischof kehrt er nicht zurück. Carina steht vergebens am Bahnhof. Und es kommt noch schlimmer: Sie ist schwanger. Werden ihre Widersacher trennen, was Gott zusammengeführt hat? Meinung: Für mich ist dies das zweite Buch von Hera Lind und ich bin wieder komplett begeistert. Das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen, weil ich wissen wollte wie es mit Carina und Raphael ausgeht. Diese waren mir richtig sympathisch und alles war von der ersten bis zur letzten Seite super geschrieben. Für mich ist es unfassbar wie weit die Kirche geht und so viele Steine einen in den Weg legen kann. Frau von Ahrenberg hat das Nachwort in dem Buch gehabt und für mich hat das alles nochmal abgerundet. Ich finde es sehr schade, dass sie die Veröffentlichung des Buch nicht mehr miterlebt hat. Fazit: Eine sehr fesselnde Geschichte die voller Drama und Liebe steckt. Ich bin sehr neugierig mehr von Hera Lind zu lesen. Jetzt habe ich Blut geleckt.

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Früher habe ich die Bücher von Hera Lind verschlungen, aber nachdem ich so enttäuscht von `Die Champagnerdiät` war, habe ich mir geschworen, nie wieder eins von ihr zu lesen. Nun ist ja etwas Zeit ins Land gegangen und ich sah Hera Lind vor ein paar Tagen in einem Interview und bekam doch wieder Lust, zumal sie inzwischen ganz andere Romane schreibt. `Vergib uns unsere Schuld` handelt von der dreifachen Mutter Carina, die schon mit Ende Dreißig Witwe wird. Auf der Suche nach einem Kreuz für ihre Wohnung begegnet sie Pater Raphael von Ahrenberg und findet Trost in den Gesprächen mit ihm. Seit er ein junger Mann ist, lebt Raphael im Kloster und hat sich dem Zölibat verpflichtet. Bisher ging er ganz in seinem Beruf auf, doch bei den Unterhaltungen mit Carina entwickelt sich irgendwann mehr als nur Freundschaft und die beiden verlieben sich ineinander. Hätte Carina gewusst, was nun auf sie zukommt, hätte sie vielleicht direkt Abstand genommen. Doch es kommt soweit, dass Raphael der Kirche den Rücken kehrt und und den Orden verlassen will. Nun geht es richtig los, mit allen Mitteln versuchen die Kirchenvertreter, ihn zur Rückkehr zu bewegen, und spannen auch seine Mutter ein, die ihm schreckliche Vorwürfe macht und ihm einen Gewissenskonflikt verursacht, mit dem er nicht klar kommt. Dieses dauernde Hin und her stellt das junge Glück auf eine harte Probe, und plötzlich wird Carina schwanger und erwartet Zwillinge.... Es handelt sich um einen, aus Carinas Sicht aufgeschriebenen Bericht, der von Hera Lind zu einem Tatsachenroman verarbeitet wurde. Man hört ja oft, dass es fast unmöglich ist, als Pater aus den Fängen der katholischen Kirche in ein weltliches Leben zurückzukehren. Hier wird auch genau beschrieben, welche Steine Raphael in den Weg gelegt werden. Hinzu kommt sein dauerndes schlechtes Gewissen, der Mutter, der Kirche und zuletzt auch Carina gegenüber. Hin- und hergerissen, immer wieder an den gerade getroffenen Entscheidungen zweifelnd, wird es für alle Beteiligten zur Tortur. Übrigens sehr aufschlussreich, wie die Gemeindemitglieder und der örtliche Pfarrer reagiert haben, da ist von Nächstenliebe so gar nichts zu spüren. `Vergib uns unsere Schuld` geht einem unter die Haut, und man kann sich während des Lesens sehr gut in Carina hineinversetzen. Hera Linds leichter Schreibstil hat mir gefallen, das Buch ist trotz der Dramatik an vielen Stellen humorvoll und unterhaltsam. Ob Raphael es schafft, sich endgültig für Carina zu entscheiden? Lest selbst!

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Carina ist Witwe und versucht sich gerade mit ihren drei Kindern ein neues Leben aufzubauen als sie Pater Raphael zum ersten Mal trifft. Sie verstehen sich einfach sehr gut und obwohl keiner von Beiden es wollte findet die Liebe das Paar und alles wird schwierig. Doch egal was sie machen das Zölibat hat keine Chance gegen die Liebe des Paares. Carina muss sehr lange um ihr Glück und das von Raphael kämpfen da alles gegen Sie zu sein scheint obwohl sie Schwanger mit Zwillingen ist. Schon seit einigen Jahren verfolge ich die Tatsachenromane von Hera Lind mit großem Interesse. Als ich dann den Klappentext gelesen hatte wusste ich das Buch muss ich lesen. Klar war mir von Anfang an, es wird nicht alles leicht laufen und vielleicht kann ich auch nicht alles verstehen wieso genau so die Entscheidungen gefallen sind wie sie getroffen wurden, aber dies ist ja auch immer Ansichtssache. Mir ist der Einstieg in den Roman wirklich sehr leicht gefallen und obwohl ich mir viel Zeit für das Buch lassen wollte hatte ich es innerhalb von zwei Tagen gelesen gehabt. Carina hat es geschafft nach dem Tod ihres Mannes für sich und die Kinder ein neues Leben aufzubauen, so hat sie auch den Weg zurück zum Glauben gefunden was ja in der DDR sowieso nicht einfach war. Sie verliebt sich nochmal schwer und ja nur die Berufung des Mannes hindert sie in ihrem Glück. Doch Carina ist stark und beginnt für ihr ganz privates Glück zu kämpfen. Den Erzählstil den Frau Lind gewählt hat empfand ich als sehr gut, denn die doch etwas schwere Geschichte hat sich so leicht weg lesen lassen. Man konnte auch dem Handlungsverlauf sehr gut folgen und alles war auch vollständig nachvollziehbar auch wenn ich nicht jede Entscheidung gut fand nur damals waren die Zeiten eben anders. Gut fand ich auch das letzte Kapitel und das Nachwort von Frau Ahrenberg die alles nochmal richtig abgerundet haben. Schade finde ich nur, dass sie das erscheinen des Romans nicht mehr erleben durfte da musste ich doch einige Tränen verdrücken. Die Handlungsorte egal ob in West oder Ost konnte ich mir alle anhand der Beschreibungen sehr gut vor den inneren Augen entstehen lassen auch wenn ich die „neuen“ Bundesländer erst nach der Wende kennengelernt habe. Auch die Figuren des Romans waren mit soviel Liebe zum Detail beschrieben, so dass ich sie mir während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Mir hat der Roman wirklich sehr gut gefallen und auch wenn er mal kleine Längen hatte habe ich ihn sehr gerne gelesen. Ich bin jetzt schon gespannt auf den nächsten Tatsachenroman von Frau Lind. Sehr gerne vergebe ich alle fünf Sterne für das Buch.

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