Leserstimmen zu
Komisch, alles chemisch

Mai Thi Nguyen-Kim

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Komisch, alles chemisch heißt das erste Buch der Wissenschaftsjournalistin und Quarks-Moderatorin Mai Thi Nguyen-Kim. Seit Jahren betreibt die promovierte Chemikerin einen Youtube-Kanal, in dem sie erst Einblicke in das geheime Leben der Wissenschaftler gab und schließlich allerhand Alltagsmythen auf den wissenschaftlichen Prüfstand stellte. Für ihre Aufklärungsarbeit bekam Mais aktueller Channel „MaiLab“ letztes Jahr den Grimme-Online-Award in gleich zwei Kategorien, u.a. dem Publikumspreis, verliehen. Wir lieben Mai - und Mai liebt die Chemie… Grundlage für meine Rezi ist die ungekürzte Lesung des Sachbuchs durch die Autorin selbst, die mit einer Laufzeit von 6 Stunden 7 Minuten im März bei Random House Audio erschien. Schnappt euch einen Kaffee, Freunde der Sonne, und los geht´s...  Alles chemisch - alles klar? „Am Ende lässt sich nämlich alles Interessante irgendwie mit Chemie erklären. Und letztendlich seid ihr, die ihr gerade diese Zeilen hört, nichts anderes als Haufen von Molekülen, die etwas über Moleküle hören. Und Chemiker sind Haufen von Molekülen, die über Moleküle nachdenken. Das ist schon fast spirituell.“ - Kapitel 4/136 Alles ist Chemie. Die Welt um uns herum besteht aus Molekülen, die durch unterschiedlichste Bindungen unser Universum ergeben: Die Natur, in der wir leben. Die Industrie, die uns ernährt. Und die Sterne, die uns so faszinieren. Und so erstaunt es nicht, dass der Untertitel des Hörbuchs „Handys, Kaffee, Emotionen - wie man mit Chemie wirklich alles erklären kann“ lautet. In unserem Alltag nehmen wir die Chemie als selbstverständlich an. Wir hinterfragen kaum, was in den Produkten steckt, die wir täglich nutzen. Mai geht in ihrem Buch sowohl den Inhaltsstoffen als auch den grundlegenden Prinzipien auf den Grund: Was steckt in unseren Pflegeprodukten? Wie funktioniert unser Handyakku? Wie steuert unser Körper seinen Tagesrhythmus? Nach wie vor ist „die böse Chemie“ in Nahrungsmitteln und Pflegeprodukten verpönt. Der Trend geht “back to the roots”, zurück zu natürlich vorkommenden Inhaltsstoffen. Dass dies nicht immer zu empfehlen ist, und worin überhaupt der Unterschied zwischen natürlich vorkommenden Inhaltsstoffen und seinen synthetisch hergestellten Pendants liegt, erklärt Mai anhand zahlreicher Beispiele aus unserem Alltag. Von Harvard ins Fernsehen Nahezu persönlich erscheint Mais Geschichte, in die alle wissenschaftlichen Parts eingebettet sind. Sie berichtet aus dem Leben, ihrem Umfeld, schildert Impressionen aus dem Leben einer Chemikerin. Wie bereits vor vielen Jahren durch ihren ersten Youtube-Channels “Secret life of a scientist”, „Schön schlau“ und aktuell „MaiLab“ bekommen wir schnell einen Einblick in die Denkweise einer Chemikerin bei banalen Dingen wie dem Aufwachen am Morgen. Was genau passiert da im Körper? Und wie können wir unseren Tagesablauf bestmöglich - im Einklang mit der eigenen Chemie - optimieren. Der Ruf einer Youtuberin ist meist geprägt von Vorurteilen. Beautyvideos vermutet man, und dessen nimmt Mai sich an. Sie verstehe nicht, wie man sich für Kosmetik, aber nicht für Chemie interessieren könne, und beleuchtet das Drogerieangebot aus neuer Perspektive. Chemiker´s Life - über strahlende Perspektiven und düstere Labore „(…), Eine volle Außenschale nennt man Edelgaskonfiguration. Und ich nenne eine entspannte, erhabene Gemütseinstellung nun ebenfalls Edelgaskonfiguration. Es ist ein schönes Mantra wenn man sich mit blöden Kleinigkeiten rumärgert, die eigentlich total unwichtig sind. „Sei wie ein Edelgas“, denk ich mir dann.“ - Kap. 55/136 Doch auch den Beruf der Chemikerin diskutiert Mai kontrovers. Zwar gibt es viele Chemiker unter ihren Angehörigen und Freunden, doch generell empfehlen kann sie den Job deswegen längst nicht. Denn heutzutage ist es fast Pflicht, nach dem Studium eine Promotion anzuhängen. Die Arbeitsbedingungen sind miserabel: Abende und nahezu alle Wochenenden sind im Labor zu verbringen, bei unangemessener Bezahlung. Doch wenn das Herz fürs Thema brennt, was soll man dann anders tun? Fazit: Die Welt durch die Augen einer Chemikerin In „Komisch, alles chemisch“ berichtet Mai Thi Nguyen-Kim von ihren persönlichen Erfahrungen im Beruf, ihrem Umfeld und ihrer Wahrnehmung der Welt als Chemikerin. Dabei räumt sie mit allerhand Alltagsmythen auf und greift dabei häufig auf die Inhalte ihrer Videos zurück. Fans ihres Kanals werden also viele Themen bekannt vorkommen. Dennoch: Wir wissen viel zu wenig über die Dinge, die wir im Alltag täglich nutzen. Wisst ihr, wieso Flourid in eurer Zahnpasta steckt, wo der Unterschied zwischen einem Anti-Transpirant und einem Deo im Detail steckt - und was davon besser für uns ist? Besonders interessierten mich die Parts mit Tipps zur Optimierung des Alltags: Wann wirkt der erste Kaffee des Tages optimal? Wie lade ich die Akkus meines Smartphones und Netbooks besonders schonend? Und wieso kann jeder Chemiker gut kochen? Nun liegt es im Wesen der Chemie begründet, dass der Inhalt dieses Hörbuchs nicht einfach ist. Simple und kurze Worte finden sich schwer und jegliche Fremdwörter zu vermeiden liegt nicht im Sinne dieses Hörbuchs. Denn das soll aufklären und Verbindungen schaffen, damit wir durch die Werbeversprechen der Industrie durchsehen und unser eigenes - fundierteres - Urteil bilden können. Dabei ist es generell von Vorteil, bereits über etwas Grundwissen zu verfügen. Für mich hat Mai dieses Ziel unterhaltsam erreicht. Manchmal erwische ich mich dabei, durch die Drogerie zu schlendern und Inhaltsstoffe zu checken, mein Handy häufiger zu laden und in der Uni die Augen offen zu halten nach den Wesen, die sich Chemiker nennen, in der Hoffnung, eines Tages über diese wundersame Welt diskutieren zu können und mehr aus dieser unsichtbaren, doch allgegenwärtigen Molekülwelt zu erfahren. Vielen Dank an Random House Audio für dieses Rezi-Exemplar.

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Mai Thi Nguyen ist eine Chemikerin und bereits durch das Format "maiLab" auf Youtube und viele weitere bekannt. Mit ihrer amüsanten und direkten Art bringt sie auch mit ihrem Hörbuch die Zuhörer zum Lachen. Erschienen ist das Hörbuch im "Randomhouse Audio". Da die Chemikerin ihr Hörbuch selber spricht, vergehen die 363 Minuten wie im Flug. Sachbücher höre ich unglaublich gerne als Hörbuch und auch das Hörbuch "Komisch, alles chemisch" hat mir super gefallen. Dabei ist die Welt der Chemie eigentlich gar nicht meins. In dem Hörbuch lässt Mai Thi den Zuhörer an ihrem Alltag teilhaben, sodass ich sie einen typischen Tag begleiten konnte. Denn Chemie ist ein Bestandteil unseres täglichen Lebens und überall zu finden. Durch die Unterteilung in 13 verschiedene Kapitel (wie z.B. "Tod durch Zahnpasta") behält die Chemikerin den roten Faden bei, weshalb ich ihr gut folgen konnte. Auch wenn man gerne mal pausiert, sind die Kapitel hilfreich. Die Autorin beweist, dass Chemie nicht immer schlecht sein muss und viele Vorurteile absolut erfunden bzw. nicht mehr auf die heutige Zeit anwendbar sind. Durch die sympathische Art von Mai Thi und die spannenden Informationen habe ich gemerkt, dass Chemie nicht so uninteressant ist, wie viele denken. Deshalb hatte ich viel Spaß beim Zuhören und habe dazu noch eine Menge gelernt. Kleiner Abzug ist, dass man das Buch manchmal gerne zur Hand gehabt hätte und es empfehlenswert ist, da Mai Thi auf eine Abbildungen eingeht. Auch die tollen Zeichnungen kann man über das Hörbuch natürlich nicht sehen. Für Chemi-Unwissende sicherlich toll.

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Das Schulfach Chemie ist schon lange Zeit her, aber man lernt in der Schule wirklich nicht fürs Leben. In den wunderbaren, chemischen Erklärungen des Alltags..., warum Schweiß stinkt (mein Favorit!), warum ein Gemisch aus Eiern, Mehl und Zucker schmeckt, etc. wird anschaulich ein Tagesablauf erklärt und was alles wissenschaftliches passiert. Ideal für alle (Ex) Schüler und Chemie Nichtskönner:) und natürlich für einen längeren Stau, um die Schulkinder zu begeistern.

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Was war euer Lieblingsfach in der Schule? Ich wette, dass die Wenigsten mit „Chemie“ antworten. - Da ich gerne eine Ausnahme bin: Meine Lieblingsfächer waren Biologie, Musik, Kunst, Erdkunde/ Geographie, Physik und – richtig – Chemie! Daher hat mich auch das Buch, oder in meinem Fall das Hörbuch, „Komisch, alles chemisch“ interessiert. Die Autorin Mai Thi Nguyen-Kim kannte ich bereits aus einigen TV-Shows, wie z.B. Quarks. Da sie eine angenehme Stimme hat, fand ich es toll, dass sie das Hörbuch selbst liest. (Während des ganzen Buches war ihr die Begeisterung für das Thema anzumerken und eben diese ist ansteckend!) Es beginnt eigentlich ganz harmlos: Mit einem Heißgetränk, welches näher betrachtet wird und schon ist der Hörer gefangen. Gefangen in der Welt der Moleküle und Aggregatzustände. Gefangen in der Welt der Chemie! Die Autorin fachsimpelt hier nicht, sondern erklärt alles an ganz praktischen, alltäglichen, Beispielen. So habe ich sie einfach in ihrem Leben begleitet – vom Aufwachen über den ersten Kaffee bis Arbeit, soziale Kontakte, Körperpflege, Abendessen bis zum Schlafen gehen. Dabei hat sie mir alles in ihrer Sicht, der chemischen, erklärt. Und ich habe das Eine oder Andere gelernt, dass ich in der Schule entweder nicht hatte oder längst vergessen habe. Irgendwie kann ich das Buch jetzt nicht 100%ig bewerten, da mir das Booklet fehlt. In einem Kapitel geht es um Batterien, deren Zeichnungen wohl eben in diesem sind und hier erklärt werden. Praktischerweise weist Mai Thi aber darauf hin, dieses Kapitel zu überspringen, sollte das Booklet gerade nicht vorliegen. (Ich habe diese Aufforderung ignoriert und konnte dem Gesagten daher nur so halb folgen…) Egal, ob man sich nun bereits für Chemie interessiert oder bisher einen großen Bogen darum gemacht hat: Chemische Prozesse begleiten uns. Immer. Überall. Es ist faszinierend die Dinge einfach einmal mit anderen Augen zu sehen. Da wird der gedeckte Tisch schnell zum „Labor“ und das eine oder andere Familienessen plötzlich richtig spannend. ;) Spannendes und begeisterndes Hörbuch, bei dem nicht nur das Zuhören Spaß macht, sondern man eine Menge lernt.

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Fundiert Teile unserer Welt erklärt bekommen ist etwas feines, wenn es gut gemacht ist. Dr. Mai Thi Nguyen-Kim macht das bereits seit einiger Zeit auf Youtube unter „The Secret Life of Scientists„, in der Wissenschaftssendung Quarks und, wiederum auf youtube, in „maiLab“, ausgezeichnet mit dem Grimme Online Award und dem Holtzbrinckpreis für Wissenschaftjournalismus. Chemie fand ich bisher nie so spannend wie die Tierwelt, Soziologie, Evolutionsforschung oder Physik, seit diesem Hörbuch hat sich das geändert. Die Autorin – die übrigens in Harvard ihren Doktortitel erworben hat – liest selbst und das ausgesprochen lebendig und gut. Anhand eines Tages in ihrem Lebens an dem die Hörer*innen sie begleiten dürfen, auch um zu erfahren, dass Wissenschaftler tatsächlich Menschen sind – sie sind es – beschreibt sie, wo überall Chemie drin steckt und wie die verschiedensten Wissenschaftsbereiche sich überlappen und ineinandergreifen. Trennung vom Lover, wegen Nichtverwendung von Fluoridzahnpasta, aggressive und friedfertige Atome, Schweißmoleküle die den Achselschweiß des Mitfahrers im ÖPNV direkt in die eigene Nase trasnportieren, Backtipps, Emotionen chemisch betrachtet, Handyakkus langlebig laden und erfahren, wie der Smartphonebildschirm aufgebaut ist. Das ist so spannend, amüsant und unentbehrlich, wenn man die eigenen Vorurteile hinterfragen möchte und die Welt wieder mit neuem Blick betrachten, somit das Beste, was über dieses Hörbuch zu sagen ist. Es verändert den Blickwinkel: wissenschaftlich, sachlich und mit Verve! Ich habe mir übrigens zum Hörbuch, wegen der Zeichnungen zum besseren Verständnis (visueller Typ) und um nachzuschlagen, noch das Buch gekauft. Lohnt sich beides, die Mitbewohner haben sich die Werke schon unter den Nagel gerissen.

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