Leserstimmen zu
Gestohlene Erinnerung

Blake Crouch

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Seit der grandiosen Wayward Trilogie bin ich ein großer Fan von Blake Crouch. Als ich sein neustes Werk "Gestohlene Erinnerung" zum ersten Mal gesehen hatte wusste ich sofort das ich auch dieses Buch lesen muss. Das Cover gefiel mir sofort und auch der Klappentext klang einfach so unglaublich gut. Der Einstieg ins Buch fiel mir super leicht. Ich mag den Schreibstil von Crouch unglaublich gerne. Er schreibt locker und sehr flüssig außerdem ist sein Stil sehr fesselnd, bildhaft und einnehmend. Er schaffte es mühelos mich in den Bann der Story zu ziehen. Was soll ich groß sagen? Dieses Buch ist der absolute Wahnsinn. Es lässt sich mit nichts vergleichen und es hat mich absolut geflasht. Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel sagen, da der Klappentext mehr als genug verrät. Was Crouch hier erschaffen hat ist einfach nur beängstigend. Stell dir vor, du weißt nicht mehr welche deine Erinnerungen wahr sind und welche davon falsche Erinnerungen sind. Du stellst alles in frage, du stellst dein komplettes Leben in Frage. Und du verlierst langsam aber sich den Verstand. Die ganze Thematik des Buches hat mich unglaublich fasziniert. Blake Crouch gelingt es eindrucksvoll das ganze umzusetzen. Ich hatte es nicht für möglich gehalten aber mit diesem Buch schaffte er es wieder sich selbst zu übertreffen. Ich hoffe das noch weitere Bücher des Autoren übersetzt werden. Ich werde mir nun auf jeden Fall "Dark Matter" kaufen denn darauf bin ich echt gespannt. Die Spannung in diesem Buch war unglaublich intensiv. Geschickte und überraschende Wendungen steigerten diese immens. Ich saß teilweise sprachlos vor dem Buch und konnte es nicht glauben. Leute, das war ganz großes Kino. Bitte mehr davon! Klare Empfehlung. Fazit: Mit "Gestohlene Erinnerung" gelingt Blake Crouch ein packender, spannender und atemberaubender Roman in dem nichts so ist wie es scheint. Dieses Buch hat mich auf ganzer Linie überzeugt.

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"Glauben sie nicht alles, woran sie sich erinnern..." Da ich so begeistert von Blake Crouchs Wayward-Trilogie war, hat mich dieser Titel natürlich auch gereizt. Ein sehr interessantes Thema, denn es geht um unseren wertvollsten Besitz: unsere Erinnerungen. Inhalt: Der New Yorker Detective Barry Sutton steht vor einem Rätsel. Immer mehr Menschen leiden unter FMS, dem False Memory Syndrom. Das heißt, dass sie ganz plötzlich von völlig anderen Erinnerungen an ihr Leben heimgesucht werden. Dies ist so verstörend, dass viele Menschen damit nicht klarkommen & sich in den Tod stürzen. Barry möchte diesem Phänomen auf den Grund gehen. Bei seinen Vorschungen, trifft er auf Hirnforscherin Helena Smith. Diese ist schon lange dabei, ein Gerät zu entwickeln, welches unsere kostbaren Erinnerungen festhalten zu vermag. Damit möchte sie ihrer an Alzheimer leidenden Mutter unbedingt helfen. Doch ohne zu wissen, wozu ihre Erfindung fähig ist, gerät das Ganze immer mehr außer Kontrolle. Am Ende sind es Helena und Barry, die die größte Katastrophe der Menschheit aufhalten müssen... Meine Meinung: Ein interessantes, spannungsgeladenes Werk, was Blake Crouch da erschaffen hat. Ich muss schon sagen, der Autor muss ziemlich schlau sein, wenn er Sätze schreibt, die ich nichtmals ansatzweise verstehe😅 Die Beschreibung der Erfindung und die vielen Timelines- ich musste mich beim Lesen schon sehr konzentrieren um allem folgen zu können. Das hat es anstrengend gemacht aber dennoch habe ich dieses Buch verschlungen. Weil dies ein faszinierender Thriller auf die andere Art ist und zum Nachdenken anregt ;) Denn ganz ehrlich: was wären wir ohne unsere Erinnerungen?! Sicher nicht die selben Menschen wie jetzt gerade. Und mit einem hat Crouch ganz sicher Recht- dass es einen Grund hat, warum uns manche Erinnerungen nebelhaft und verschleiert vorkommen. Mein Fazit: Trotz der teilweise anstrengenden Leseweise, hat mich das Thema fasziniert und ich habe es quasi verschlungen 😁

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Hattest du schon Mal ein Déjà-Vu, dass du dir überhaupt nicht erklären konntest? In der 8. oder 9. Klasse war ich aufgrund einer AG am Steinhuder Meer. Mein Gehirn kannte diesen Ort, ich bin aber niemals zuvor dort gewesen. Das war irgendwie verstörend.😅 So ungefähr muss es auch den Menschen in "Gestohlene Erinnerung" ergangen sein. Nur noch ein wenig schlimmer. Denn die Menschen dort erinnern sich neben den Erinnerungen an ihr echtes Leben auch noch an ein "falsches" Leben. Diese Erinnerungen sorgen sogar dafür, dass einige dieser Menschen sich das Leben nehmen. An dieser Stelle vielen Dank an das Bloggerportal @randomhouse und den @goldmann_verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Ich habe dem Autor eine zweite Chance gegeben, denn "Dark Matter" konnte mich damals überhaupt nicht überzeugen. Mit "Gestohlene Erinnerung" erging es mir von Anfang an ganz anders. Ich kam direkt in die Geschichte rein und spürte die aufkommende Spannung. Das Buch wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen von Detective Barry Sutton, zum anderen von Hirnforscherin Helena Smith. Beide Erzählstränge verknüpfen sich im Laufe der Geschichte und ergeben ein stimmiges Bild. Die Thematik und die Idee hinter der Geschichte ist sehr komplex und durch die verschiedenen Zeitstränge auch wirklich verwirrend. Hier muss einfach erwähnt werden, dass es kein Buch für eben Mal zwischendurch ist. Die Geschichte erfordert deine volle Aufmerksamkeit. Die ersten beiden Drittel fand ich besonders gut. Ich kam wirklich sehr schnell mit dem Lesen voran, was auch dem Schreibstil von Crouch geschuldet ist. Das letzte Drittel zog sich für mich ein wenig und ich kam mit den ganzen echten und falschen Erinnerungen ein wenig durcheinander. Da hatte ich das Gefühl, dass Crouch ein wenig den Verstand verloren hat.😅 Zum Ende hin hat aber alles einen schlüssigen Sinn ergeben und ich bin trotz der Wirrungen wirklich zufrieden. 4,5 von 5 Herzen ❤️

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Egal was der Autor anfängt, es wird genial. Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine klare Vorstellung von der Story. Das Endprodukt war jedoch etwas völlig anderes,als ich erwartet hätte. Ich bin absolut sprachlos, wie klar und definiert er schreibt, aber dennoch unglaublich große Emotionen und eine erstaunliche Vielfalt hineinlegt. Ich kann nicht oft genug betonen, wie sehr ich seine Werke vergöttere. Auch “Gestohlene Erinnerung ” bildet da keine Ausnahme. Womit wir schon beim Kern dieser Story sind. Erinnerungen sind etwas sehr komplexes und auch wichtiges. Erinnerungen verändern uns und gleichzeitig erden sie uns auf eine Art und Weise, die kaum vorstellbar ist. Momente des Lebens, die schmerzhaft, aber auch schön waren, sind ein Teil von uns und somit in Erinnerungen verankert. Doch was ist ein Mensch ohne reale Erinnerung. Wie fühlt sich das an? Ist man dann überhaupt noch man selbst? Ist man eine Hülle oder verfällt man dem Wahnsinn? Es gibt viele Arten von Spekulationen darüber, umso interessanter, dass Blake Crouch in seinem neuesten Werk mit dem Gedächtnis gespielt hat und das auf sehr spektakuläre, aber auch verstörende Art und Weise. Anfangs dauerte es tatsächlich einige Zeit, bis ich in die Story hinein kam. Denn es waren zuviele Informationen, zu viele Ereignisse. Damit war ich schnell überfordert. Doch langsam kristallisierte sich heraus, um was es wirklich geht. Anfangs wird noch mit Samthandschuhen gearbeitet, doch irgendwann entscheidet sich der Autor ,das schreckliche Ausmaß dieser Entwicklung an die Oberfläche zu lassen. Und wie er das macht. Ich war fasziniert, ungläubig und verstört gleichermaßen. Es ist schwer in Worte zu fassen, denn womit man hier durchflutet wird, ist der helle Wahnsinn. Aufregend und zerstörerisch zugleich. Und alles beginnt mit zwei Menschen, die anfangs noch nebulös sind. Aber im Laufe der Zeit wachsen sie extrem ans Herz. Es geht irgendwann nicht mehr nur um Helenas Technologie. Es geht vor allem um Barry und Helena. Zwei Menschen die eigentlich komplett unterschiedlich sind und sich im Normalfall wohl nie begegnen wären. Aber hier wird alles möglich gemacht. Man lernt die beiden nicht nur kennen, man seziert sie regelrecht. Man fühlt jede Emotion. Trauer, Schmerz, Verlust, Angst. Freude, Liebe und Glück. Sie erleben etwas, was man nie erleben sollte und im Zuge dessen geht dadurch auch eine ziemliche Entwicklung einher. Und diese ist mehr als gut spürbar. Man erfährt nicht nur mehr über sie. Man lebt und stirbt mit Ihnen. Man ist verzweifelt, hat Angst, wird manisch oder verfällt zusehends. Es ist so viel, womit man konfrontiert wird. Dabei tun sich verstörende Abgründe auf, die absolut erschütternd sind. Das allerschlimmste daran, es ist verdammt realistisch und das ist wohl das beängstigende überhaupt. Die Grundthematik ist wahnsinnig gut umgesetzt. Wobei man auch die oder andere Einsicht in die Wissenschaft bekommt, was ich persönlich sehr interessant, aber auch ziemlich beklemmend fand. Denn diese Menschen haben unglaublich große Macht, aber sind auch sehr angreifbar. Das kann extrem verheerend sein. Worauf ich hinaus will. Nicht immer ist Forschung eine gute Seite. Denn es gibt immer zwei Seiten. Was Blake Crouch hier verdammt gut aufzeigt. Er zeigt was passiert, wenn man die natürliche Ordnung durcheinanderbringt. Das dies mit Konsequenzen verbunden sind, die nie wieder ihren Ursprung erreichen. “Gestohlene Erinnerung” ist nicht nur extrem interessant und hochspannend. Man gerät dabei in einen Strudel ,der verdammt beängstigend und erschütternd ist. Dabei bekommt man hier nicht nur Barrys und Helenas Perspektiven. Man wandelt auf unterschiedlichen Zeitebenen, was für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war. Aber im Zuge dessen, das jedes Datum wichtig ist. Man inhaliert und kann oftmals selbst schwer entscheiden, was real ist und was nicht. Wenn man das alles durchmacht, wer ist man dann noch? Was bleibt dann von einem überhaupt noch übrig. Man verliert sich Stück für Stück und letztendlich auch den Glauben und die Hoffnung. Diese Story hat so unglaublich viel in mir ausgelöst. Wut, Trauer und Schmerz. Erinnerungen sind so wichtig. Wir leben von ihnen, sie sind das, was uns als Mensch ausmacht. Definitiv ein weiteres Highlight dieses herausragenden Autors. Fazit: Mit “Gestohlene Erinnerung” gelingt Blake Crouch ein weiterer Pageturner, der an die Grenzen und darüber hinaus bringt. Eine Thematik die erschütternd und genial zugleich ist. Blake Crouch zeigt auf sehr eindrucksvolle Art und Weise, was passiert wenn man die Ordnung durcheinanderbringt. Mit verheerenden Folgen. Ein absolutes Highlight. Er punktet nicht nur mit einer genialen Idee,sondern auch mit Charakteren, die einfach alles geben.

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Spoiler

Von: selztaler

03.08.2020

Kennt ihr das, wenn ein Buch auf den letzten 30 Seiten so richtig in Fahrt kommt, auf das große Finale zusteuert, man selbst schweißgebadet ist und das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann? Nun, dieses Buch besteht ausschließlich aus diesen „letzten 30 Seiten“! Blake Crouch, ein Autor der seit Dark Matter ganz weit oben auf meiner Liste steht, liefert hier erneut einen Husarenritt durch intensive Gefühlswallungen ab, an dem ich atemlos und gebannt teilnehmen durfte. Es ist jetzt Juni und es ist gut möglich, dass ich hier schon meinen persönlichen Thriller des Jahres 2020 vorliegen habe. 6 Sterne? Natürlich, wenn das möglich wäre! Viel Spaß beim Lesen! Es war mein erstes Buch von Blake Crouch & definitiv wird es nicht mein letztes gewesen sein. Trotz der wissenschaftlichen Themen, physikalischer Ausführungen wurde es auf keiner der 418 Seiten langweilig, ganz im Gegenteil: die Schilderungen, Theorien - ob Fiktion oder nicht - waren interessant. Die Handlung fesselte mich, lies mich nicht los & mit jeder neuen Erkenntnis, mit jedem Ereignis stockte sich die Spannung weiter auf. Fragen, was als nächstes passieren wird, machten "Gestohlene Erinnerung" zu einem nervenaufreibenden Pageturner. In diesem durchdachten, komplexen Konstrukt, welches der Autor kreiert hat, kommt es trotz Perspektiv - & Jahreswechseln, Zeitreisen, Rückblenden zu keinen Verwirrungen, ich verlor mich nicht, war immer im Geschehen. Die Hauptprotagonisten Helena & Barry, ihre persönlichen Geschichten scheinen greifbar, ihre Gefühle & Gedanken sind authentisch & auch Orte, Taten - alles - wurde eindringlich beschrieben, so dass ich mich hineinversetzen konnte, dass ich es sehen & Emotionen spüren konnte. Ich hätte niemals erwartet, dass solch eine Geschichte auf diese Art geschrieben werden kann: intensiv, eindringlich, bildlich & klar. Ja, immer wieder kommt mir das Wort "malerisch" in den Sinn, denn Blake Crouch zeichnet mit seinen Worten. Nichts in diesem anspruchsvollen Werk ist vorhersehbar, ich wurde fasziniert von der erschaffenen Atmosphäre, die regen Umschwünge in der Handlung, die Abwechslung von ruhigen Einblicken zu rasanten Geschehnissen bannte mich komplett. & ja... ich wurde auch tief berührt, hatte Tränen in den Augen. "Gestohlene Erinnerung" - keine Seite, bei der das Gefühl aufkommt die Story schon zu kennen, das Ende zu erahnen. Beeindruckend geschrieben. Blake Crouch zeigt außerdem, dass unvorstellbare wissenschaftliche, leben - & weltverändernde Errungenschaften & Erfolge am besten auf ewig unentdeckt bleiben sollten, denn die Reichen, Einflussreichen & Mächtigen dieser Welt werden immer einen Weg finden, den negativen Nutzen in der Waagschale in die Höhe zu heben. Für mich war dieses Buch unglaublich, ein Highlight, außergewöhnlich & wird noch lange Zeit nachhallen...

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Schon einige Zeit bin ich wieder auf der Suche nach einem guten Thriller gewesen – und mit „Gestohlene Erinnerung“ von Blake Crouch habe ich diesen gefunden! Die Story ist eine mega spannende und hochkomplexe Kombination aus Thriller und Science-Fiction, welche mir vor Spannung die Luft nehmen konnte und mich schaudern ließ. Mir hat die Story richtig gut gefallen! Und es wird nicht das letzte Buch sein, das ich von Blake Crouch lesen werde. Was wäre, wenn du plötzlich zwei Erinnerungen an zwei unterschiedliche Leben hättest und du nicht mehr sicher bist, was real ist und was nicht? Blake Crouch wirft mit „Gestohlene Erinnerung“ ein sehr faszinierendes und komplexes Thema auf und setzt dieses wirklich gut in eine spannende und absolut hervorragende Geschichte um. Dabei geht es darum, dass immer mehr Menschen an dem False Memory Syndrome erkranken, dessen Ursprung unbekannt ist und eine Heilmethode noch nicht erfunden. Bei dieser „Erkrankung“ haben die Menschen plötzlich nicht nur die Erinnerungen eines Lebens, sondern noch vollständige Erinnerungen eines weiteren Lebens, welches sie gelebt haben, sozusagen eine alternative Version. Und sie wissen nicht mehr, welches davon nun wirklich passiert ist und welches nicht, weshalb der Druck so intensiv wird, dass sie Selbstmord begehen. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht des New Yorker Detectives Barry Sutton und der Hirnforscherin Helena Smith in Form des personalen Erzählers erzählt – und zwar in zwei Zeiten, nämlich in der Vergangenheit (ca. 2008) und in der Gegenwart (2018). Die Sprünge zwischen den Zeitebenen sind nicht immer einfach zu verfolgen und ich brauchte auch etwas Zeit, um mich hier zurechtzufinden. Die Handlung setzt 2018 ein und zeigt Barry, wie er inoffiziell an einem Selbstmordfall ermittelt. Doch bevor Barry das Rätsel lösen kann, wird er selber Opfer dieses Syndroms, welches ihm gleichzeitig eine einmalige Chance gibt. Doch was ist nun wirklich Realität? Gibt es zwei Realitäten? Währenddessen ist die Hirnforscherin Helena Smith besessen davon, eine Lösung zu finden, ihre an Alzheimer erkrankte Mutter zu retten. Sie arbeitet an einer Erfindung, welche die Erinnerung bewahren und reaktivieren können soll. Doch was schließlich dabei herauskommt, bedroht die gesamte Welt und wird zu einer unaufhaltsamen Katastrophe. Ich konnte mir nicht vorstellen, inwiefern beide Perspektiven zusammenhängen, aber was da auf mich zukam, ist wirklich heftig und mitreißend, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Emotionen, Nervenkitzel und Action: Nicht nur die Handlung ist großartig, sondern auch die Charaktere spielen ihre Rolle ganz wunderbar, obwohl ihnen noch ein Stückchen an Tiefe fehlt. Die Protagonisten Helena und Barry haben beide eine sehr tragische Vergangenheit und müssen mit allerhand unglaublichen Problemen fertig werden, wenn sie die Welt vor der totalen Zerstörung retten wollen. Dabei machen beide eine interessante Entwicklung durch und ich konnte hervorragend mit den Charakteren mitfühlen. Hier gibt es so einiges, ob actionreich oder dramatisch, was so ergreifend und nervenaufreibend geschrieben ist, dass es es mich emotional treffen konnte, mir vor Spannung die Luft nahm und mich immer wieder Staunen ließ. Diese vielen verschiedenen Zeitebenen, die alle einander beeinflussen, die Frage nach der Realität, die Untergangsstimmung, die vielen Möglichkeiten und Katastrophen, diese Idee und der Schreibstil – richtig gut! Allerdings sind die vielen Wiederholungen der Zeitebenen auch etwas mühsam und anstrengend. Doch alles in allem konnte mich die Story ganz positiv überraschen – und auch umhauen! Fazit: „Gestohlene Erinnerung“ von Blake Crouch ist eine unglaublich komplexe, geniale und spannende Geschichte, die viel Nervenkitzel, Action und eine gute Portion emotionaler Schrecken bietet. Es gibt ein paar kleine Schwachpunkte, aber insgesamt konnte mich die faszinierende Kombination aus Thriller und Science-Fiction total beeindrucken und von der ersten bis zur letzten Seite packen! Absolut zu empfehlen!

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Eine neuartige Krankheit greift um sich. Menschen erinnern sich plötzlich an ein anderes Leben. In diesem Zwiespalt der Gefühle sehen einige den Suizid als einzigen Ausweg. Detektive Barry Sutton forscht nach und bekommt die Gelegenheit, den Tod seiner Teenagertochter zu verhindern, indem er sein Leben ab einem gewissen Zeitpunkt einfach neu lebt. Eine gefährliche Technologie, erfunden von Helena Smith, macht dies möglich. Schon bald gerät diese in falsche Hände und narzisstische, machtbesessene Gegner bringen die Menschheit an ihren Abgrund. Barry und Helena finden zusammen und versuchen mit allen Mitteln, dies zu verhindern. Ein aussichtsloses Unterfangen, wie es scheint. Meine Meinung: Eine absolut faszinierende Idee, die der Autor äußerst gekonnt in seinem Roman umsetzt. Ich bin ja Science Fiction-Themen und vor allem Zeitreisen nicht abgeneigt, aber es gehört schon eine gehörige Portion Durchhaltevermögen und Konzentration dazu, hier nicht den Überblick zu verlieren. In der ersten Hälfte, die den Werdegang von Helena und Barry beleuchtet, kann der Leser durch die Zeitangaben noch relativ gut folgen. Die Handlung ist packend, die Idee und die Möglichkeiten des erfundenen Erinnerungsstuhls scheinen grenzenlos. Mir hat der Schreibstil von Crouch sehr gut gefallen. Auch die Hauptfiguren wirken authentisch. Ihre anfängliche Begeisterungsfähigkeit, die auch als Naivität durchgehen könnte, ist durchaus nachzuvollziehen. Letzten Endes wollen sie nur alles zum Besseren wenden und das bis zum Schluss. Das letzte Drittel des Buches konnte mich dann nicht mehr so sehr begeistern. Sei es die wissenschaftlichen Erklärungen, denen zu folgen ich nicht mehr wirklich in der Lage war, aber auch die Wiederholungen durch die häufigen gescheiterten Versuche, die Welt zu retten. Hier kommt der „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Effekt zum Tragen, was ich so gar nicht mag. Das viele Hin und Her mit den Zeitsprüngen ist irgendwann einfach nur noch verwirrend. Die Liebesgeschichte der Hauptprotagonisten ist wirklich süß, wobei ich bei einer derart langen gemeinsam verbrachten Zeit den Bestand ein wenig anzweifeln möchte. Insgesamt macht das Szenario einfach nur Angst. Es gehört nicht viel dazu, sich vorzustellen, dass an solchen Ideen bereits geforscht wird. Und ich bin überzeugt, dass die Menschheit heute noch nicht in der Lage wäre, verantwortungsvoll mit einer solchen Technologie umzugehen und schlussendlich alles in der beschriebenen Katastrophe enden würde. Bleibt also zu hoffen, dass das Geschriebene noch lange Fiction bleibt. Für Scifi-Fans allemal eine fesselnde Geschichte, die ich gern weiterempfehle.

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Zum Inhalt: Die Hirnforscherin Helena Smith entwickelte eine Technologie, um die besonderen Momente unseres Lebens nochmals erleben und in Erinnerungen zurück reisen zu können. Doch diese Erfindung ist nicht so harmlos wie sie scheint, denn sie bedroht das gesamte Schicksal der Menschen. Gemeinsam mit dem Detective Barry Sutton versuchen sie eine Katastrophe nach der anderen zu verhindern... Eigene Meinung: Blake Crouch hat mich auf diesen 432 Seiten sehr gefesselt und in eine Welt entführt, in der man nur schwer die Realität von den fiktiven Erinnerungen trennen kann. Der Leser wird hier gedanklich gefordert, taucht in Erinnerungen ein und wird durch plötzliche Wendungen überrascht. Die Protagonisten Barry und Helena werden sehr sympathisch und mit interessanten Charaktereigenschaften dargestellt. Crouch nutzt in diesem Buch viele wissenschaftliche Aspekte, die er aber so gut verpackt, dass auch ein Laie nicht im Lesefluss gestört wird und die Geschichte nachvollziehbar macht. Im Mittelteil gab es meiner Meinung nach ein paar Längen, weshalb ich einen Stern abziehe, jedoch konnte mich der Showdown wieder völlig überzeugen. Fazit: Wer auf einen sehr gut ausgearbeiteten SciFi Roman zum Mitdenken Lust hat, wird sehr viel Freude an diesem Buch haben!

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