Leserstimmen zu
Riviera - Der Traum vom Meer

Julia Kröhn

Die Riviera-Saga (1)

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Meine Meinung zur Autorin und Buch Julia Kröhn, hat mich geradezu verzaubert, mit ihrem neuen Roman. Sie hat in mir viele Alte Erinnerungen wach werden lassen, an die Rivera ,mit seiner schönen Küste, den malerischen Städtchen San Remo, Nizza, Cannes , Monaco usw. und dem blauen unendlich Mittelmeer. 1960, war ich das erste mal dort mit meinen Eltern dort im Urlaub, in Andora . Sie hat alles so Bildhaft und Plastisch beschrieben, das ich das Gefühl hatte wieder dort da zusein, es hat großen Spaß gemacht in die Geschichte abzutauchen, Salome und Ornella kennen zu lernen, die mir sogleich ans Herz gewachsen sind. Eine Zeit des Friedens, bevor der schwarze Freitag , der Fachismus und die Nazis als dunkle Wolken die Geschichte überschatten zu beginnen. Sie beschriebt eine Zeit des Reisens, der Entdeckung der Liebe, Menschen zwischen Hoffnung und dem drohenden Krieg, Freundschaft die Grenzen überwindet. Schon beim Lesen der ersten Seite musste ich herzlich lachen, über die Achtjährige Salome, sie war so herzerfrischend, man musste sie liebgewinnen. Die ihre Großmutter Tilda dreimal sterben lies. Übrigens keine Sympathische Oma , ihr fehle es an Herzenswärme, sie war schlimmer als jeder Feldwebel. Tilda erinnerte mich an meine Großtante, die genauso schlimm war. Ich hatte das Gefühl sie hielt ihren Sohn Arthur klein, überhaupt nahm sie den beiden die Luft zum Atmen. Nur Salome, rebelliert und eine gute Freundin findet sie in Paola, der Italienerin, die unter dem Dach wohnt. Sie gab dem Kind all die Wärme und hatte immer ein offenes Ohr für Salome. Ihren Vater, fand ich ziemlich unselbstständig, von einem zerrissen Wesen, das ich seiner Mutter Tilda ankreide. Nach deren Tod, ändert sich einiges im Hause und im Reisebüro des Vaters. Auch wenn er gegen Italien, die Sonne und das Meer ist, weil es angeblich krank macht, schaffen es Paola und Salome ihn zu überzeugen. Den das Kind träumt vom Meer. Was war ich froh mit Ihnen nach San Remo zu reisen, in dem verwunschenen Hotel von Renzo Barbera zu wohnen. Es war schön alte Erinnerungen aufzufrischen, und mit den dreien die Rivera zu besuchen. In Ornella, der Tochter von Renzo , findet Salome, endlich die Schwester die sie sich so wünscht. Auch wenn beide vom Wesen her so verschieden sind, Ornella die ruhige, die sich am liebsten in ein Schneckenhaus verkriechen möchte, hatte ich oft das Gefühl, Salome die unternehmslustige die auch ihre Ellenbogen gebraucht wenn es nötig ist. Deshalb freute es mich für die beiden als ihre Väter, kooperieren . Arthur wird Reisen in seinem Reisebüro anbieten, in Renzos Hotel, so können sich die beiden immer wieder sehen. Ornella Brüder fand ich nicht so liebenswert, richtige Machos. Es hat riesigen Spaß gemacht Ornella und Salome, zu ihrem Erwachsensein , von 1922-1936 zu begleiten. Auch trübt einiges ihre Freundschaft, als der Franzose Felix ein reicher Unternehmer Sohn auftaucht. Beide sind in ihn verliebt, aber es gibt noch andere traurige Ereignisse, die Fachisten gewinnen an Macht in Italien, und machen Arthur und Salome das Leben schwer, aber in Deutschland ist es auch nicht besser, hier greift ebenfalls der braune Mob um sich. Felix , ist ein sehr zerrissener und oft Zynischer Mensch, aber ich glaube er ist in Wirklichkeit, sehr unglücklich. Wie heißt es hinter jeden Schale steckt ein weicher Kern. Wird einer von den beiden sein Herz gewinnen, und wird diese Belastungsprobe diese Innige Freundschaft von Ornella und Salome standhalten. Die Welt ist im Umbruch, und dunkle Wolken ziehen auf. Jedenfalls war es schön durch San Remo, Monaco, Nizza, Cannes , Saint- Tropez , zu schlendern, das unendliche blaue Mittelmeer zu sehen, und all die Blütenpracht zu bewundern. Ich habe noch den Duft der Blumen und den Geruch des Meeres in der Nase. Ich freue mich schon auf auf Teil zwei „ Der Weg in die Freiheit „

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Ein Buch, das „Riviera. Der Traum vom Meer“ heißt, klingt nach Sonne, Süden und Wellen. Nach leichter, seichter Lektüre. Doch der neue Roman von Julia Kröhn geht in die Tiefe. Von 1922 bis 1936 begleitet der Leser die junge Salome, die in Frankfurt geboren wurde, ohne Mutter bei ihrem Vater und der ebenso strengen wie kauzigen Großmutter aufwuchs. Als das Hausmädchen Paola ihr vom Meer erzählt, das in ihrer Heimat Italien nahezu allgegenwärtig sei, ist es Salomes größter Wunsch, dorthin zu reisen. Ihr Traum wird erfüllt, als Paola, Salome und ihr Vater nach San Remo aufbrechen. Dort schließt sie Freundschaft mit Ornella. Die tiefe Verbundenheit der beiden trotzt langen Trennungen, politischen Widrigkeiten, doch droht an der Liebe zu einem Mann zu scheitern. Julia Kröhn schildert ihre Charaktere so eindrucksvoll und tiefgründig, dass man sie als Leser einfach ins Herz schließen muss. Jeder hat seine Macken, seine Geheimnisse und Gedanken. Der träumerische Vater, die dicke, pragmatische und manchmal kämpferische Ornella, der dünne Möchtegern-Philosoph und -Schriftsteller Félix, der vom Krieg gezeichnete Renzo und dazwischen Salome, die auf ihre Weise versucht, zu überleben, ihr Glück zu finden. Ein beeindruckender Roman, dessen Geschichte und Figuren einen komplett in ihren Bann ziehen. Hervorragend geschrieben. Gut, dass der Nachfolgeband schon im Juni herauskommt und wir erfahren, wie es mit Salome, Ornella und Félix weitergeht!

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In dem Buch „Riviera – Der Traum vom Meer“ stehen die beiden Freundinnen Salome und Ornella im Mittelpunkt der Geschichte, welche in Deutschland, Italien und Südfrankreich in den Jahren von 1922 bis 1936 angesiedelt ist. Im Jahr 1922 lernen wir die achtjährige Salome Sommer kennen. Sie wohnt mit ihrem Vater Arthur und ihrer Großmutter Tilda in Frankfurt am Main. In einem Zimmer im Dachgeschoss wohnt noch Paola – eine junge Frau mit italienischen Wurzeln. Paola erzählt Salome von Italien, und vor allem vom Meer. Salome ist so fasziniert von diesen Schilderungen und verspürt den großen Wunsch, auch einmal in ihrem Leben das Meer zu sehen und zu erleben. Wie gut, dass ihr Vater ein Reisebüro führt – es geht also ans Meer. Und Salome beginnt das Meer zu lieben, aber auch Italien. Sie trifft auf Ornella, die Tochter des Besitzers des Gästehaus. Trotz aller Unterschiede, werden Salome und Ornella beste Freundinnen, fast schon Schwestern. Salomes Vater kooperiert mit Ornellas Vater, um in Italien mit seinem Reisebüro Fuß zu fassen und deutschen Touristen Reisen nach Italien anbieten zu können. Die beiden Freundinnen werden älter, und während der erstarkende Faschismus seine Schatten über das Land wirft, wird die Freundschaft der Beiden immer wieder auf harte Proben gestellt. Beide interessieren sich für den gleichen Mann: Felix, der Sohn eines französischen Unternehmers. Die Autorin Julia Kröhn gehört zu den Autorinnen, die ich sehr gerne lese. Auf Facebook kündigte sie ihr neues Buch „Riviera – Der Traum vom Meer“ an. Als absoluter Meer-Fan war meine Neugier gleich geweckt, außerdem lese ich sehr gerne Bücher, die in dieser Zeit spielen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Blanvalet Verlag für die Zusendung als Rezensionsexemplar. Das Buch hat mich ab der ersten Seite absolut in seinen Bann geschlagen. Das lag zum einen daran, dass die Figuren (allen voran Salome) gleich zu Beginn sehr lebendig beschrieben werden. Zum anderen hat mich diese starke und poetische Sprache von Julia Kröhn ganz tief in die Geschichte gezogen. Die Figuren in diesem Buch sind so vielfältig, wie Blumen in einem üppigen Blumenstrauß. Wirklich jede Figur hat ihre Facetten und Geschichten, die erst im Laufe der Handlung ans Licht kommen. Es sind keine langweiligen, gesichtslosen Charaktere – nein, alle Figuren machen eine interessante und sehr authentische Entwicklung durch. Salome und Ornella lernen wir als Kinder kennen, am Ende des Buches sind beide erwachsene Frauen. Die innige Freundschaft der Beiden, auch die ersten Diskrepanzen werden leidenschaftlich beschrieben. Eine Figur, die ich nie wieder vergessen werden, ist Felix, der Sohn eines französischen Unternehmers. Denkt man zuerst, dass er ein verwöhntes Einzelkind ist, erfährt man erst im Laufe der Geschichte so viel mehr über ihn und seine tragische Geschichte. Aber auch die Mutter von Felix hat eine Geschichte, die mir nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen wird. Die Sprache von Julia Kröhn ist, wie oben bereits erwähnt, sehr poetisch. Auf keiner Seite empfand ich die Sprache als unangenehm oder laut, eher als leise, aber auch als so stark und bild-gewaltig. Zitat: „Der Krieg war kein Monster auf vier Beinen, das man einhegen, fernhalten konnte. Eher glich er einem Nebel, in jede Ritze dringend, jede Grenze überwindend.“ (S. 396, Z. 26 -28) Das Buch hat die Jahre von 1922 – 1936 als geschichtlichen Hintergrund. Was als „kleine Schlägerei“ zwischen Italienern, Deutschen und Engländern am Strand beginnt, endet schließlich mit der Italienischen Faschismus- Bewegung unter Benito Mussolini. Es zeigt, wie unterschiedlich diese Bewegung in der Bevölkerung aufgenommen wurde – von Unverständnis bis hin zur Begeisterung. Doch es bleibt nicht beim Italienischen Faschismus, kaum haben sich alle damit irgendwie abgefunden, ziehen auch in Deutschland dunkle Wolken auf. Hitler reißt die Macht an sich und damit ist die Existenz der Figuren wieder gefährdet. Ein weiteres interessantes Thema ist der Aufbau des Tourismus in Italien und Südfrankreich, und wie Reisebüros diesen mitgestaltet haben. Julia Kröhn hat ein starkes, poetisches Buch mit vielschichtigen, lebensnahen Charakteren geschrieben. Ich habe es immer wieder gerne in die Hand genommen, es machte Spaß mit dem Kopf ans Meer zu reisen, ich konnte die Kraft und die Faszination des Meeres spüren, aber auch die Macht einer Freundschaft. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der im Juli 2020 erscheinen soll.

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Sehnsucht in schweren Zeiten

Von: Borko75

27.04.2020

Das Buch ist gut geschrieben, wenn auch an manchen Stellen zu komplex und nicht auf den ersten Blick verständlich. Es spielt zu einer Zeit des Umbruches wo manche schlimme Sachen passieren und deshalb die Sehnsucht nach dem Meer und besseren Zeiten geweckt werden.

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Geschichte faszinierend erzählt

Von: Amsterdam1990

26.04.2020

Riviera…… ich träume von Meer und Strand. Das Frankfurter Hessisch macht das ganze sehr sympathisch und nimmt einen total mit. Faszinierend wie die Autorin die Geschichte und die Wirtschaftssituation des damaligen Deutschlands mit der Erzählung verwebt. So werden geschichtliche Begebenheiten auf angenehme Art vermittelt. Vor allem der Beginn des Faschismus wird sehr gut dargestellt und lässt einen mal wieder erkennen, wie schleichend dieses Gift wirkte. Die Hauptprotagonisten werden so detailliert beschrieben, man lebt richtig mit. Es ist eine sehr berührende Geschichte, die sich sehr flüssig liest. Sowohl Salome als auch Ornella sind mir richtig ans Herz gewachsen…. Ich freue mich auf den nächsten Band

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Mit Sommer ans Meer = Sommer und Meer

Von: kati75katharinenhof

26.04.2020

Für Salome bedeutet das Meer glitzernde Wellen, die in der Sonne tanzen und sich einmal selbst in diesem flüssigen Silber in die Fluten zu stürzen und darin zu schwimmen. Der Traum soll sich bewahrheiten, denn ihr Vater , Besitzer eines Reisebureaus, geht eine Kooperation mit einem Hotelier in San Remo ein. Aus der beruflichen Verbindung der Väter wird rasch eine enge Freundschaft der Töchter und zwischen Salome und Ornella wächst eine einzigartige Verbindung. Doch die Sonne Italiens und der Reisespaß werden bald eingetrübt, denn der Faschismus wirft seinen dunklen Mantel über die Menschheit…. "Riviera- Der Traum vom Meer" beginnt mit Szenen in und um Frankfurt am Main, lässt die Figuren Frankfurter Dialekt babbele und macht sie dadurch richtig sympathisch :-) Auch die Szenen in der Kleinmarkthalle tragen dazu bei, dass man sich als Hessin heimisch fühlt, gerne durch die Gänge bummelt und mit den Standbetreibern einen Schwatz hält. Der Aufbau des Reisebureaus und die vielen guten Ideen von Sommer lassen Fernweh aufkommen und man sehnt sich nach der Sommersonne Italiens und dem glitzernden Meer. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen, dann man kommt schnell den Personen nahe und kann somit ihre Entwicklung durchleben. Aus den Kindern Salome und Ornella werden rasch junge Erwachsenen und ihr Lebensweg ist alles andere als mit Samt ausgelegt. Da gibt einige Steine, denen man beiden in den Weg legt und sie wachsen an den ihnen gestellten Herausforderungen deutlich. Ihr Werdegang ist für den Leser mit feinfühligen, warmherzigen Worten beschrieben, sodass es mir sehr leichtfällig, gemeinsam mit ihnen aufzuwachsen und ihre Schritte ins Leben mitzuverfolgen. Da ich selbst schon einmal in Imperia und an der ligurischen Küste gewesen bin, sind mir Handlungsorte vertraut und es ist schön, Bekanntes wiederzuentdecken und mit den Augen der Protagonisten zu sehen. Dadurch entsteht eine ganz besondere Bindung zum Buch, die mich die Szenen viel intensiver erleben lassen. Doch bei aller Unbeschwertheit und dem sommerlichen Flair gelingt es der Autorin, die immer stärker werdenden Einflüsse des Faschismus mit in die Erzählung einfließen zu lassen. Der braune Sumpf wirkt wie ein Schatten, der sich - nicht nur - über die Sonne Italiens legt und damit wird auch für den Leser die Kälte spürbar, die sich immer weiter ausbreitet. Die Beteiligten werden immer mehr mit der hirnverbrannten Ideologie konfrontiert und diese macht auch vor den Nebenpersonen nicht halt. Das Buch ist der erste Teil einer Diologie, weiß mich an die Seiten zu fesseln und weckt die Neugier auf den zweiten Teil. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das alles entwickeln wird und schiele schon jetzt neugierig auf die Veröffentlichung der Fortsetzung.

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Als Testleserin wusste ich zunächst nicht so recht, was mich mit diesem Buch erwarten würde. Der Titel verhieß Leichtigkeit und Träume von Sommer, Sonne und Meer. Das realisierte sich allerdings nur bedingt. Der Anfang des Buches ließ mich an meinen Vorstellungen zweifeln, war doch der Beginn mit der 3 x durch die Hauptdarstellerin umgebrachte Oma und der verstorbenen Mutter mehr als schwer. Dann allerdings wendet sich die Geschichte und das Buch erfüllt, was der Titel verspricht. Träume von Italien, der Riviera, den Duft der Zitronen und Orangen, den Geschmack von Gelato und den Sommergeschichten einer vergangenen Zeit, lange vor dem heutigen Massentourismus. Die Geschichte ist aus der Sicht des Mädchens Salomé erzählt und zeugt durch und durch von einer naiven und kindlichen Sichtweise, die das Ganze stets unterhaltsam und voll von Emotionen erzählt. So wird auch die Zeit des aufziehenden Faschismus dem Leser aus Kinderaugen und damit aus einer ganz anderen Perspektive näher gebracht. Das Buch hat mich insoweit trotz anfänglicher Zweifel richtig gut unterhalten und mich sehr berührt. Ich freue mich schon, weitere Geschichten davon lesen zu können.

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Von der Sehnsucht und den Träumen

Von: Anne Plhak

20.04.2020

Salome Sommer wächst Ende der 20er Jahre als Tochter eines Reisebürobesitzers in Frankfurt auf. Zunächst sind es Bahntickets, die der Vater verkauft, aber dann gelingt es der italienischen Haushaltshilfe Paola, bei Familie Sommer die Sehnsucht nach dem Meer zu wecken und überzeugt sie von einem Urlaub an der italienischen Küste. Dort lernt Salome Ornella kennen. Sie ist die Tochter des Hotelbesitzers und beide werden enge Freundinnen. Herr Sommer geht mit dem Hotelbesitzer einen Vertrag ein und bietet nun, als erstes Reisebüro, Pauschalreisen an die Riviera an. Die beiden Mädchen sehen sich danach jährlich im Sommer und sind glücklich. Bis der etwas sonderliche Félix das Leben der beiden jungen Frauen durcheinanderwirbelt und die politischen Ereignisse in Europa ihren Schatten auf das Paradies werfen. Julia Kröhn beginnt ihren Roman in einem sehr unterhaltsamen Schreibstil, mit viel Wortwitz und schräger Situationskomik. Die Charaktere wirken dadurch zu Beginn schon fast wie Karikaturen, was sie für mich allerdings sehr sympathisch machten. Dabei sind sie keinesfalls „flach“, sondern entfalten nach und nach Beweggründe und Motive für ihre Handlungen. Je erwachsener die beiden Frauen und je ernster das politische Klima werden, desto nüchterner werden die Dialoge. Es wirkt als würden die Unschuld und der Zauber der Kindheit, dem Ernst des Lebens weichen. Bis zuletzt bleiben die Handlungen der Charaktere nachvollziehbar und glaubwürdig und die Geschichte fesselnd und temporeich. Die Autorin beschreibt immer wieder fast schon paradoxe Situationen, die im Gesamtkontext philosophisch anmuten. In diesem wundervollen Zitat erzählt Paola z.B. von ihrem Vater, der Eis verkauft hat: „Dort hat er mithilfe der geheimnisvollen Rezeptur Träume zubereitet“, fuhr Paola fort. Salome kannte nur das Rezept von Bethmännchen. Für diese brauchte man Mandeln, Rosenwasser, Eigelb und Puderzucker. Träume hatten aber wohl eine andere Konsistenz, Träume waren schließlich ganz leicht und konnten fliegen.“ Fazit: RIVIERA – DER TRAUM VOM MEER ist ein einfühlsamer Roman, über eine besondere Freundschaft und die Macht der Träume. Sehnsüchte und Träume können das Leben positiv verändern. Sie können dazu führen, es in die eigene Hand zu nehmen und seine Wünsche zu realisieren. Sie können aber auch eine Flucht vor der Realität sein, auf die ein böses Erwachen folgt. Gerne habe ich Salome und Ornella mit ihren verrückten Familien auf diesem Weg begleitet und empfehle den Roman allen, die gerne Bücher mit starken Protagonistinnen und historischen Anteilen lesen, bei denen der Humor nicht zu kurz kommt. Erfrischend anders.

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