Leserstimmen zu
Das Leben und andere Zaubertricks - Depression and Other Magic Tricks

Sabrina Benaim

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Wohl Geschmackssache

Von: 0815ck

22.09.2020

Kurze und lange Gedichte reihen sich in diesem Büchlein aneinander. In ihnen beschäftigt sich die Autorin mit Themen wie Krankheiten oder Beziehungen. Allen ist eine negative Grundstimmung immanent. Wenn man an Depressionen leidet, sollte man jedoch besser zu einem anderen Werk greifen, denn wirklich erhellend oder aufbauend ist dieses Büchlein in meinen Augen nicht. Gewöhnungsbedürftig ist einerseits, dass die Gedichte unterschiedlich gesetzt sind - mal links-, mal rechtsbündig; mal mit Absätzen, mal fortlaufend -, und andererseits, dass es zu jedem englischen Original eine deutsche Übersetzung gibt. Manchmal ist es jedoch nur eine sinngemäße Übertragung. Ob ich allerdings das dasselbe/das gleiche Werk 2x lesen will? Zudem sind sowohl im Englischen als auch im Deutschen alle Wörter kleingeschrieben. Neben der ohnehin kleinen Schrift ist das dem Lesefluss nicht zuträglich. Für mich war das Buch leider nichts.

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Ich bekam Das Leben und andere Zaubertricks als Testlese-Exemplar und freute mich sehr, dass die Ausgabe des Diederichs Verlags zweisprachig ist. Die Aufmachung finde ich sehr gelungen, das Buch ist haptisch schön und eine ansprechende Umschlaggestaltung. Auch gefiel mir die Übersetzung, die ich sehr nah am Original fand. Ich lese generell sehr gern Gedichte und war gespannt auf die Werke der Autorin, die mir trotz des auf dem Klappentextes erwähnten Kultstatus noch unbekannt war. Leider hatte ich meine Schwierigkeiten mit den Gedichten. Oft schien es mir eine nicht nachvollziehbare Reihung von Worten zu sein, die teilweise thematisch passten, aber für mich kein Gesamtbild ergaben. Besonders schwierig waren die Texte, die einfach einen Block auf den Seiten einnahmen. Viele Gedichte präsentieren sich in einer eigenen Formatierung, jedoch ergibt diese mit dem Inhalt der Texte kein Gesamtbild für mich, sondern scheint willkürlich. Bei vielen Gedichten sprang der Funke nicht über, was jedoch auch an meinem Altersunterschied zur Autorin liegen mag. Better Together a Jack Johnson erasure fand ich clever, da ich den Song und dessen Text kenne und das experimentelle Format des Textes von Sabrina Benaim interessant fand. In der sonst eher textlastigen Sammlung stellt er einen auffälligen Break da. Ein weiterer Text, den ich mochte, und der etwas Bekanntes mit einem neuen Gedanken verbindet – etwas das ich an Gedichten sehr schätze – ist „a story // my father moves to another country & there's no way to say i'm sorry if you aren't“. Vieles blieb für mich jedoch nicht greifbar und so ist dieses Buch leider nichts für mich.

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