Leserstimmen zu
Die Frau zwischen den Welten

Hera Lind

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Inhalt Es ist März 1945, 6 Wochen bevor der 2. Weltkrieg endet. Die 11 Jahre alte Ella lebt bei ihrer Tante und ihrer Oma in Hillemühl (heute Tschechoslowakei, gehörte zu dieser Zeit zum Deutschen Reich) in vermeintlicher Sicherheit. Ihre Eltern sind nicht bei ihr, ihr Vater hat die hochschwangere Mutter in ein Versteck in Prag gebracht, wo sie ihr Kind zur Welt bringen kann. Der Krieg neigt sich dem Ende und die kleine Ella steht zwischen den Fronten. Als Kind einer deutschen Mutter und eines tschechischen Vaters kann sie den Konflikt zwischen den Deutschen und den Tschechen überhaupt nicht verstehen. Und schon gar nicht versteht sie, warum plötzlich alle Angst haben und sie von den Tschechen böse beschimpft wird, sie ist doch eine von ihnen. Ella ahnt nicht, was noch alles auf sie zukommt, als sie sich nach Prag aufmacht um wieder bei ihren Eltern zu sein. Meine Meinung Wie immer bei den Büchern von Hera Lind habe ich gut in in die Geschichte reingefunden. Alles wird von ihr sehr gut und detailliert wiedergegeben. Wie in jedem ihrer Tatsachenromane findet sie auch hier wieder die richtigen Worte um über das Schicksal ihrer Protagonisten zu berichten. Es ist nicht unbedingt eine spannende Geschichte, aber sehr emotional und ergreifend. Sie ruft einem wieder ins Gedächtnis, wie gut es uns heute geht und wie grausam das Schicksal der Menschen während und nach dem 2. Weltkrieg gewesen ist. Die Geschichte an sich fand ich wahnsinnig fesselnd, der Mittelteil zog sich jedoch etwas. Auch war mir der Aufbau manchmal etwas zu ruckartig, was sich bei der Zusammenfassung einer ganzen Lebensgeschichte wahrscheinlich nicht vermeiden lässt und was mich normalerweise nicht allzu sehr stört, hier fand ich es aber nicht immer so gut. Die Kapitel sind dadurch sehr sprunghaft, es wird versucht, die Highlights eines ereignisreichen Lebens zusammenzusuchen, es ist hier meiner Meinung nach nicht immer gelungen. Vor allem der Mitteilteil hat mich vom Thema her nicht so überzeugt, was allerdings einfach nur Geschmackssache ist. Fazit Das Buch ist insgesamt wahnsinnig emotional und auch interessant, aber trotzdem konnte mich diese Geschichte nicht ganz so mitreißen wie die letzten Bücher von Hera Lind. Während ich den Anfang und das Ende unglaublich aufregend fand, war mir der Mittelteil etwas zu politisch und manchmal auch ein bisschen zu langatmig. Der gute Schreibstil lässt einen aber auch die etwas Längeren Stellen schnell lesen, so dass man immer gut im Lesefluss bleibt. Was mich manchmal etwas störte, war das sprunghafte Zusammenfassen des ereignisreichen Lebens der Hauptprotagonisten, was sich wahrscheinlich aber auch nicht vermeiden lässt. Es ist wieder mal eine sehr ergreifende Geschichte, die ich Fans des Genres sehr gerne weiterempfehle.

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LESEEMPFEHLUNG

Von: hope23506

18.01.2021

INHALT: Ella ist die Tochter einer Deutschen, wächst in der Tschechoslowakei auf und erfährt schon als sehr junges Mädchen mit voller Härte, was das heisst. Ihr Vater wird von Revolutionsgarden erschlagen und ihre Mutter muss sich in einem kleinen tschechischen Dorf mit ihrem kleinen Bruder verstecken. Und Ella treffen immer neue Schicksaksschläge. Sie erträgt eine Klosterschule, den Kommunismus, eine Ehe mit einem Egozentriker und selbst die Psychiatrie. Nach vielen Schlicksalsjahren trifft sie ihre große Liebe und beide haben nur einen Wunsch, mit Ellas Tochter in den Westen zu fliehen. Doch der Geheimdienst hat die Beiden schon im Visier. MEINE MEINUNG: Mit großer Begeisterung habe ich das neuste Buch von Hera Lind gelesen. Hierbei handelt es sich um einen Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht. Gerade deshalb erhält die Geschichte auch so eine unverwechselbare Brisanz. Der Roman ist aus Sicht von Ella geschrieben, was sie mir unheimlich nahe gebracht hat. Man steht beim Lesen die ganze Zeit an ihrer Seite und erlebt alles mit und kann es doch nicht begreifen, warum und wieso ihr so viel schreckliche Dinge wiederfahren. Ich bin nach dem Lesen des Buches noch immer sprachlos und das Schicksal von Ella wird mich nicht mehr loslassen. Die Autorin hat der Geschichte ihre ganz eigene Sprache gegeben und das Buch liest sich trotz des schweren Schicksals wunderbar flüssig. Sehr berührend und emotional wird hier die Lebensgeschichte von Ella erzählt und dabei tritt auch der starke Charakter von ihr in den Vordergrund. Von Anfang an war sie mir sehr symphatisch und ich hätte die gern an die Hand genommen und gerettet. Wieviel Schicksal hält ein Mensch aus? Ella ist so ein starkes Mädchen und so eine starke Frau und wir dürfen ihr Leben durch die Augen von Hera Lind begleiten. FAZIT: Ergreifend, dramatisch, berührend und emotional. LESEEMPFEHLUNG!!!

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Spannende und emotionale Geschichte

Von: Kostbarezeile

17.01.2021

Vor mehreren Tagen habe ich ,,Die Frau zwischen den Welten" von Hera Lind beendet. Hierbei handelt es sich um einen Roman nach einer wahren Begebenheit. Meine Sternebewertung: 5 von 5 ⭐ Inhalt: Ella wächst in der Nachkriegszeit in der Tschechoslowakei auf. Als Tochter einer Deutschen ist ihr Leben dort alles andere als einfach. Zunächst lebt sie bei ihrer grausamen Tante und wird danach auf eine strenge Klosterschule geschickt. - In diesem Buch begleiten wir Ella durch den Kommunismus, die Ehe mit einem egozentrischen Mann, die Psychiatrie und die Flucht in den Westen. Meine Meinung: Mir hat das Buch echt gut gefallen, da Ella einen wirklich sehr starker Charakter hat. Sie bringt immer wieder neuen Mut auf wieder aufzustehen und weiterzukämpfen. Für mich ist es sehr berührend zu lesen, dass einem Menschen ein solches Schicksal wiederfahren ist. Die Geschichte war sehr spannend und ich konnte das Buch wirklich schnell lesen, da ich es teilweise nicht weglegen konnte. Hera Linds Schreibstil war wie immer gut lesbar und sehr flüssig geschrieben. Sie hat die Dramatik der Geschichte sehr gut zum Ausdruck gebracht, sodass manche Momente mich wirklich getroffen haben. Der geschichtliche Kontext mit dem Kommunismus und der Überwachung war schön ausgearbeitet und konnte mich überzeugen. Ich fand es sehr interessant etwas in diesem Themenfeld zu lesen. Insgesamt: Ich kann euch dieses Buch sehr empfehlen, wenn ihr vor allem Romane lest, die auf einer wahren Begebenheit basieren. Wenn ihr sehr berührende und emotionale Geschichten lest, dann wird dieses Buch definitiv auch etwas für euch sein! Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Hera Lind und bin gespannt, wie mir dieses dann gefallen wird.

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Wie vielversprechend das Leben für die kleine Ella doch anfing. Behütet und geliebt durfte sie mit Mutter, Vater und Oma im idyllischen Hillemühl, einem Dorf im Lausitzer Gebirge in Nordböhmen, aufwachsen. Ihre deutsche Mutter und ihr tschechischer Vater lebten in Eintracht in dem Dorf, das hauptsächlich deutsch geprägt war. Ella wuchs zweisprachig auf, eine Tatsache, die ihr später das Leben und oft auch die Existenz retten sollte, denn in den letzten Wirren des Zweiten Weltkriegs und auch danach war es in der Tschechoslowakei verpönt, deutsch zu sein. Man galt auf einmal als Feind und alle Grausamkeiten, die deutsche Soldaten den Tschechen über Jahre angetan hatten, wurden mit gleicher Münze, oft sogar brutaler, zurückgezahlt. Und so beginnt für Ella nach einer überstürzten Flucht aus der geliebten Heimat eine schwere Odysee. Mit Mühen entkommen Mutter, Tochter und der kleine Bruder Alex dem Grauen, der Vater hat leider nicht so viel Glück. Doch wer meint, nun sei alles gut, der lese weiter. Der wahre Horror hat gerade erst begonnen … Sicherlich mussten nicht nur Ella und ihre Familie solche Grausamkeiten ertragen. Aber es ist eben genau dieses Einzelschicksal anhand dessen Hera Lind die wahre Geschichte Ellas und ihrer Familie zu Papier gebracht hat. Sie basiert auf den Aufzeichnungen von Ella, die diese bereits im Vorfeld für ihren Enkel verfasst hatte. Ein Schicksal, das mich mehr als einmal schaudern ließ. Ich schätze mich mal wieder sehr glücklich, dass mir diese Hölle im Leben bis jetzt erspart blieb. Der Schreibstil Hera Linds war wie immer sehr gefällig, dennoch an manchen Stellen ein wenig unrund, weshalb ich ein Sternchen abziehen muss. Die Autorin schreibt, dass Ella selbst höchstkritisch Korrektur gelesen hat und nicht sparsam mit Kritik und Korrekturen war. Die „A…karte“ recht zu Anfang der Story ist ihr allerdings entgangen. Die war in den frühen 50er Jahren noch gänzlich unbekannt. Ich vergebe gutgemeinte vier von fünf Sternen und bin wirklich immer wieder begeistert, welch tragischen Schicksalen aber auch spannenden Geschichten Hera Lind durch ihr Schreiben Leben einhaucht.

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Super spannendes, realistisches Werk!

Von: Stefan Welker

07.01.2021

Ich habe gerade Ihren Roman "Zwischen den Welten" (in wenigen Tagen) fertig gelesen und möchte Ihnen sagen, dass das seit langem das beste Buch ist, das ich gelesen habe. Es ist eigentlich nicht meine Art Bücher zu bewerten, aber es ist mir ein Bedürfnis Ihnen zu sagen, dass Sie eine wahnsinnig anschauliche, lebendige Art haben zu schreiben und damit ihr Roman sehr realistisch und detailgetreu wirkt. Das wird nicht Ihr letztes Buch sein, das ich gelesen habe.

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Ella wächst als Tochter einer Deutschen und eines Tschechen in der Tschechoslowakei auf aber erst nach 1945 erfährt sie was dies heißt. Ihr Vater wird von der Revolutionsgarde erschlagen und zusammen mit ihrer Mutter und dem neugeborenen Bruder muss sie sich in einem kleinen Dorf verstecken. Ella erträgt alles und fügt sich allem was mit dem Kommunismus auf sie zukommt, selbst ihren egozentrischen Ehemann und ihre Zeit in der Psychiatrie. Doch dann begegnet ihr ihre große Liebe, er ist Arzt und dazu jüdisch. Beide haben den Wunsch allem mit Ellas Tochter entfliehen zu können, doch der Geheimdienst ist ihnen dicht auf den Fersen. Schon seit einigen Jahren lese ich die Tatsachenromane von Hera Lind wirklich sehr gerne. Auch diesen hier fand ich vom Klappentext her wieder sehr ansprechend und habe gespannt mit dem Lesen begonnen. Man begleitet hier Ella wie sie als 11-jährige das Ende des 2. Weltkriegs erlebt hat durch ihr weiteres Leben mit allen Höhen und Tiefen die sich erleiden musste bis es ihr gelingt in Deutschland mit ihren Lieben ein neues Leben beginnen zu können. Mir ist der Einstieg ins Buch sehr leicht gefallen, ja gut bei den schwierigen Erlebnissen musste ich schon mal eine Pause machen um das gelesene sacken zu lassen und mit neuer Energie weiterlesen zu können. Der gesamte Roman wurde aus der Sicht von Ella erzählt, dies hat mir persönlich aber auch völlig ausgereicht da Frau Lind alles so erzählt hat als würde es gerade eben passieren. Ella ist eine Frau die soviel schlimmes erlebt hat und mich wirklich gehofft habe, dass sie endlich ihr Glück findet und die Liebe erhält die sie verdient. Obwohl es wirklich keine leichte Geschichte ist, konnte ich dem Handlungsverlauf wirklich sehr gut folgen und gerade Ellas Entscheidungen fand ich immer sehr gut nachvollziehbar und es war ja auch eine ganz andere Zeit und auch die Situation war komplett anders als in der heutigen Zeit. Da auch der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt war, bin ich mir nie Sicher gewesen ob wirklich alles gut ausgehen wird. Zugegeben, bei den Handlungsorten hatte ich trotz der detaillierten Beschreibungen das Internet zu Rate ziehen müssen damit ich mir gerade das Sudetenland usw. von der Lage her besser vorstellen konnte. Die vielen verschiedenen Figuren des Romans konnte ich mir aber immer sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen beim Lesen da sie sehr gut beschrieben waren. Ella hatte ich sofort in mein Leserherz geschlossen auch bei Alina erging es mir so. Bei Ellas Mutter hatte ich dagegen etwas Probleme da sie für mich zu sehr auf ein Kind und auf ihre Trauer fixiert war. Alles in allem hat mich dieser Roman um Ella und auch um Milans Geschichte tief bewegt und ich habe geschichtlich wieder was dazu gelernt. Frau Lind hat es wieder geschafft eine tief bewegende Lebensgeschichte so zu erzählen, dass es einem nur schwer gelingt das Buch wegzulegen. Sehr gerne vergebe ich für den Roman alle fünf Sterne und obwohl das Jahr erst begonnen hat habe ich glaube ich schon ein Lesehighlight gefunden.

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