Leserstimmen zu
Die digitale Seele

Moritz Riesewieck, Hans Block

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Ein unglaublich interessante Gedankenreise

Von: Enchantress

29.10.2020

Zu allererst möchte ich einen kurze Zusammenfassung der Handlung ageben, wobei ich versuche keine Spoiler einzubauen. Die Grundidee der Autoren ist eben die Überwindung des Todes durch die digitale Unsterblichkeit. Einige der wichtigsten zentralen Fragen sind: Ist dies der Anfang unserer Endlichkeit? Jahrtausende mit biologischem Gedächtnis, warum brauchen wir jetzt technische Hilfe? Sind wir zu Maschinenmenschen geworden? Im allgemienen schreiben sie viel über ihre Reisen um den Globus, mit denen die beiden Autoren Menschen wie Marius Ursache (Gründer von Eternime), James Vlahos (Reporter und Journalist), Andrew und Nick Bostorm (Philosoph an der University of Oxford) getroffen haben. Außerdem schaffen sie eine Verbindung mit sowhol der Mythologie, als auch der Literatur und dem Film. Meine Meinung zu dem Buch ist, dass ich es für ein unglaublich bemerkenswertes Werk halte. Obwohl es sich um ein eher wissenschaftlich veranlagtes Thema handelt, besitzt es einen sehr hohen Unterhaltungswert und ich konnte es beinahe nicht mehr aus der Hand legen. Auch ist der Schreibstil nicht zu fachlich und ich konnte ihm ohne Probleme folgen, selbst die Fachlexik stellte kein Hindernis dar. Außerdem finde ich bemerkenswert, dass sowohl histoirische und ältere Themengebiete/Personen abgedeckt wurden wie eben auch sehr aktuelle Themen und Unternehmen/StartUps. Im Endeffekt würde ich das Buch selbstverständlich für Leute empfehlen, die sich allgemein für dieses Thema interessieren, jedoch finde ich auch nicht direkt interessierte Personen (wie ich) könnten sich durchaus für das Buch entscheiden und Spaß am lesen haben.

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Hochinteressant.

Von: Katharina

28.10.2020

Das Buch befasst sich mit dem Leben nach dem Tod. Bzw. mit dem digitalen Leben nach dem Tod. Die Ansätze sind wirklich interessant und die Autoren schreiben auch über die ethischen Aspekte, die so eine Technik mit sich bringen würde. Man kann sich hier eine sehr gute Meinung bilden, zu mal man auch sehr viel erfährt über die technischen Fortschritte in diesem Bereich. Auch wenn es sich hier eher um ein Sachbuch handelt, habe ich ganz schön viel geweint, denn die Autoren erzählen auch persönliche Geschichten von Menschen und deren Beweggründe sich mit dem Thema Unsterblichkeit zu befassen. Mich persönlich schreckt das Thema nach dem Tod digital weiterzuleben eher ab und nach der Lektüre sogar noch mehr, dennoch glaube ich, dass viele durch das Buch ein größeres Interesse an dem Thema bekommen könnten. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall allen Menschen empfehlen, die das Thema interessiert und die verschieden Blickwinkel dazu in einem Werk zusammengefasst haben wollen.

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Regt zum Nachdenken an

Von: Becca1

27.10.2020

Spannend macht das Buch vor allem die Erzählungen und persönlichen Gedanken der beiden Autoren bei der Recherche des Buches. Interessante Gedankengänge über die man sich im Alltag meist zu wenig auseinandersetzt, welche Richtung die Menschheit gerade einschlägt. Auf der einen Seite verliert der Glaube an Bedeutung, auf der anderen Seite gewinnt die künstlerische Intelligenz. Was macht das zukünftig aus uns, wenn man Tote immer digital um sich hat? Wenn die Grenze zwischen digitalem und menschlichem immer mehr verschwindet? Spannende Fragen die durch dieses Buch angeregt werden. Jeder sollte sich mehr damit auseinandersetzen was er persönlich für digitale Fussabdruck hinterlässt. Wie weit wir eigentlich schon bei der Entwicklung von KI sind und wo man die Grenze ziehen sollte wenn nicht sogar muss. Auf jeden Fall lesenswert!

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Die digitale Seele - Eine neue Erfahrung

Von: Das Lesekamel

25.10.2020

Das Buch 'Die digitale Seele' war meine erste richtige Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung. Ich war gespannt, was es mit der Unsterblichkeit der Seele auf sich hat. Das Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt und mir die tiefgreifende Veränderung der Welt - wie ich sie aus der Kindheit mit Schreibmaschine und handschriftlichen Briefen kannte - bewusst gemacht. Und kurzzeitig in eine Schockstarre versetzt, dass ich das Buch sogar eine gute Woche beiseite legen musste und tatsächlich überlegt habe, das Smartphone abzuschaffen. Wie wird die Zukunft sein, gibt es digitale Klone jedes Einzelnen, die den Menschen irgendwann mit einer Superintelligenz überrennen? Warum hauptsächlich Männer von der Unsterblichkeit träumen? Kann tatsächlich eine App einen verstorbenen Menschen ersetzen und wie gehen die Überlebenden damit um? Ein eigenes Netzwerk a la Facebook nur für tote Menschen? Einfach eine gruselige Vorstellung! Ein Algorithmus, der fühlen kann? Ist Science-Fiction schon Realität? Und wie verhält es sich mit dem Datenschutz? Das Buch zeichnet sich durch einen flüssigen Schreibstil aus. Die Autoren haben sich intensiv mit den bisherigen Möglichkeiten für eine künstliche Intelligenz (KI) auseinandergesetzt. Eine eigene Lösung, ob sie Daten von sich selbst in ein künstliches Netz einspeisen würden, fehlt am Ende des Buches. Interessant war in diesem Zusammenhang, dass es für die Schaffung der KI nicht nur der Programmiersprache bedarf, sondern unbedingt die Psychologie des Menschen zu berücksichtigen ist, insbesondere zu den Themen Wahrnehmung, Trauer, Bewusstsein, kulturelle Codes, Gedächtnis und Erinnern. Ein großes Themenfeld im Buch. Eine Zeitreise durch die Geschichte von der Antike bis in die Neuzeit mit berühmten Philosophen und Künstlern zeigt, dass vor der Schaffung eines digitalen Klon zunächst zu klären, ob es denn eine menschliche Seele gibt. Die Autoren haben idR Fremdwörter erläutert. Der zweite Teil des Buches ist meiner Meinung nach zu lang gefasst. Wirklich nervig war das durchgehende gendern (erstmalig gelesen: Erfinder*innen-Geist), hier hätte im Vorwort ein Sternchen genügt, dass die männliche Form die weibliche umfasst. Im übrigen zeigt sich, dass das gendern nicht durchgängig in der o.g. Form umgesetzt wurde, bspw. auf S. 53 'der oder die Tester*in statt 'die/der...' oder auf S. 110 'des toten Vaters oder der toten Mutter' statt umgekehrt. Auch wurden verschiedene Rechtschreibungen von vor 1996 und ab 2004/2006 verwendet (S. 325 Aufschluß statt Aufschluss; zuteilwird, Seite ist mir entfallen). Hierfür ziehe ich einen Stern ab. Was es mit der computer-neurowissenschaftlichen Bibliothek auf sich hat, in der Modelle der Nervenzellen und synaptischen Kontakte hinterlegt sind, bleibt ungeklärt. Trotz des Stern-Abzug kann ich das Buch jedem nur empfehlen zu lesen. Es ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, um über den Umgang mit den persönlichen Daten im Netz nachzudenken. Danke an die Autoren für das Buch.

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Das 592 Seiten-Werk „Die digitale Seele – Unsterblich werden im Zeitalter Künstlicher Intelligenz“ fasziniert dank dem ausdrucksstarken Coverbild bereits ab der ersten Minute. Der Kern, mit dem sich die beiden Autoren Moritz Riesewieck und Hans Block hierin beschäftigen lautet: Werden wir bald Teil einer Realität sein, in der das Zusammenleben mit virtuellen (Un-)Toten ganz normal ist? Was den Leser zu der Frage führt: Welche Konsequenzen hat der Mythos vom Ende der Endlichkeit für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft? Damit begeben sich die Autoren ins Herz einer technologischen Revolution und nähern sich einer der vielleicht seltsamsten Businessideen des 21. Jahrhunderts an: der digitalen Unsterblichkeit. Das in zwei Teile gegliederte Werk mag an manchen Stellen etwas langwierig anmuten, überzeugt mich dafür aber mit seinem angenehmen und auch für Technik-Laien gut zu verstehenden Schreibstil. Das digitale Jenseits war für mich persönlich ein Thema, mit dem ich mich bislang noch so überhaupt gar nicht auseinander gesetzt hatte – offensichtlich zu unrecht. Mit der Digitalisierung verändert sich das menschliche Leben stetig, hat sie nicht sogar Auswirkungen auf unsere intimsten Lebensbereiche - und damit eben auch auf den Tod, als unausweichliches Ende des menschlichen Lebens. Wir alle hinterlassen jeden Tag Spuren im Internet - ob wir nun googeln, surven, online shoppen oder soziale Medien wie Facebook , Instagram oder Twitter nutzen. Das Buch hat mir noch einmal verdeutlicht wie wichtig ein bewusster Umgang mit digitalen Medien ist. Kann ich mir vorstellen, meine Lieben nach deren Tod als digitale Seelen wiederzusehen und sogar ein Abo mit einer IT-Firma über eine regelmäßige Kommunikation mit ihnen abzuschließen? Nicht wirklich! Interessiere ich mich trotzdem für unsere digitale Zukunft? Unbedingt! Demnach eine klare Leseempfehlung von mir!

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Geht so

Von: Salmian

25.10.2020

Die Autoren beschreiben in diesem Buch, wie man in Zukunft bald künstlicher Intelligenz dir Fähigkeit antrainieren kann, so zu agieren wie ein echter Mensch, wodurch auch tote Menschen "wiederbelebt" werden können, wenn es genügend Daten über sie gibt. Auf dieses Buch habe ich mich vor allem beworben, da ich mich extrem für künstliche Intelligenz interessiere. Dieses Thema wird zwar auch immer wieder während des Buches aufgegriffen, allerdings habe ich gehofft, dass man vermehrt die Mechanismen und Techniken erklärt, die hinter KI's stecken, ähnlich wie bei "Ein Algorithmus hat kein Taktgefühl". Dieser Aspekt kam hier meiner Meinung nach aber deutlich zu kurz. Manche Kapitel fand ich tatsächlich trotzdem ziemlich interessant, wie beispielsweise Kapitel 3, dass die Liebe zu KI's beschreibt. Auch die Buch- und Filmetipps hören sich allesamt toll an und sind auf meiner Wunschliste gelandet. Insgesamt war das Buch aber einfach ziemlich trocken, da es keine Spannung gab, was in Sachbüchern durchaus trotzdem erzeugt werden kann.

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Eine Reise zur Seele im digitalen Zeitalter

Von: Elias Etidis

25.10.2020

Wo soll man da nur anfangen? Die Reise beider Autoren, in der sie fundamentalen (ethischen) Fragen im Umgang mit der menschlichen Seele versuchen zu beleuchten, ist nur eine Fassette dieses Buches. Es liest sich wirklich schön. Die Geschichte (und alle darin verpackten kleineren Geschichten) sind stimmig aufgebaut und kohärent. Nie hatte ich das Gefühl, einen Exkurs über mich ergehen zu lassen, der nicht seinen Teil zur Beantwortung oben erwähnten fundamentalen Frage beiträgt. Neben vielen Einblicken in die technologische Welt der Forschung und Entwicklung, lernen wir viele wichtige Akteure hinter den Organisationen kennen. Jedes relevante Detail wird schön beleuchtet und aufgebaut. Was den Inhalt angeht, möchte ich nicht zu viel rausnehmen. Jeder der sich für a) Technologie und die Digitalisierung und oder b) uns Menschen und unser Bewusstsein interessiert, sollte dieses Buch lesen. Ich bin mir sicher, dass es, aufgrund seiner Vielschichtigkeit, auf jeden Einzelnen eine andere Wirkung hat. Dabei werden wir als Leser nie vor vollendete Tatsachen gestellt: wir werden in den Gedankenprozess der Autoren mit einbezogen - was meiner Meinung nach eine viel tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema zur Folge hat. Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass dies kein Buch ist, welches man eben schnell durchblättert und Key Learnings zusammenschreibt. Dieses Buch soll uns noch ein mal zurück in den Moment holen; damit wir sehen, in welche Richtung die Menschheit den Kurs einschlägt.

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Erstaunlich tiefgründig!

Von: Teresa D.

25.10.2020

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht: Es ist erstaunlich tiefgründig. Es geht um den Tod und darüber, wie Menschen damit umgehen. Für manche ist der Gedanke an die danach weiterziehen Seele tröstlich, für andere die Möglichkeit, ihre geliebten Menschen digital zu erinnern oder zu kopieren. Es geht darum, was die Seele überhaupt ist und darum, was uns menschlich macht. Wer sind wir wirklich? Für mich war besonders das Plädoyer für SelbstERfindung statt der vielgepriesenen Selbstfindung spannend. Es geht darum, dass wir in einer vernetzten Welt vielleicht auch mehrere Rollen haben und deswegen nicht weniger authentisch sind. Wir haben eben eine digitale Identität, die sich von der offline unterscheiden kann. Genauso wie man bei der Familie vielleicht ein anderer Mensch ist als bei Freunden. Das ist kein "sich verbiegen", sondern es sind alles Teile von uns Und es geht darum, dass der Tod auch notwendig ist, dass manchmal Platz geschaffen werden muss für Neues. Daher sind auch ewiges Erinnern, ewiges Festhalten an Vergangenem und Unsterblichkeit (wenn auch nur digital) Konzepte, die uns womöglich eher bremsen als voranbringen. Es werden sehr viele Anregungen gemacht und viele Fragen aufgeworfen, die teilweise unbequem sind. Aber es kann sicher nicht schaden, sich mit einigen davon auseinanderzusetzen. Und die Autoren machen das auf sehr nahbarem, sympathischen Level, nicht belehrend mit erhobenem Zeigefinger. Auch sie scheinen unsicher, was sie von all dem halten sollen und teilen das auch in persönlichen Abschnitten mit. Für mich rundum gelungen, sehr reich an verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln auf die Themen Tod, Seele und eben auch Daten.

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