Leserstimmen zu
Der schmale Grat

Hubert Messner, Lenz Koppelstätter

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Eine berührende autobiografische Erzählung

Von: Schnuffifutz

27.04.2020

Das Buch ist ein autobiografisches Gemeinschaftsprojekt von Hubert Messner, dem international angesehenen Neonatologen und Bruder von Reinhold Messner und Lenz Koppelstätter, der im Buch aus der Sicht des Vaters seines frühgeborenen Sohnes Ilay erzählt. Ein unglaublich schönes und lesenswertes Buch, das nicht nur an der Oberfläche bleibt, sondern sich tiefgründig und ehrlich mit Gratwanderungen im Leben auseinandersetzt. Hubert Messner plädiert dafür, intensiv zu leben und sich den Herausforderungen im Leben zu stellen. Es war für mich ein Genuss, dieses Buch zu lesen.

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Faszinierend, klar und ehrlich

Von: Lisa

18.04.2020

Anfangs war ich skeptisch. Denn normalerweise bin ich doch eher ein Thriller-Fan, der gerne in fiktiven Geschichten mitreißende Abenteuer erlebt und am Ende froh ist, dass es solche Extreme im „echten Leben“ nicht gibt. Mit diesem Buch war das anders: ich war von der ersten Seite an gefesselt von der Klarheit der Formulierungen und mir war schnell bewusst: hier geht es um wahre Abenteuer – mit all ihren Facetten, Rückschlägen, aber auch Glücksmomenten. Das Buch ist mitreißend von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe es an einem Nachmittag durchgelesen. Es nimmt einen mit durch Hubert Messners Leben, seine Kindheit, seine Ausbildung sowie seine Karriere als Arzt - und eben auch seinen Hang zu Abenteuern. Es wird schnell klar, dass Messners Leben und seine eigenen Erfahrungen sein Denken in Bezug auf die Neugeborenen-Intensivmedizin nachhaltig beeinflussen. Die Thematik ist interessant und faszinierend, aber auch traurig, gerade, weil sie so nahe am Leben und daher auch am Tod erzählt wird. Das Buch ist trotzdem keine „schwere Kost“, die einem am Ende mit einem Kloß im Hals dasitzen lässt: es macht Hoffnung und Lust auf Abenteuer. Vielen Dank für diesen ehrlichen Einblick – nicht nur an Hubert Messner, sondern auch an Lenz Koppelstätter, der durch eingeschobene Passagen seine Sicht der Dinge ergänzt und so die Gefühle, die man beim Lesen des Buches erfährt, noch einmal realer erscheinen lässt.

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Sensibel

Von: Miloliest

16.04.2020

Der Autor beschreibt auf eindrückliche Art und Weise, wie sehr ihm Schicksalsschläge nahe gehen. Sowohl als Arzt und im Privatleben, wie auch auf diversen Abenteuertouren mit seinem Bruder Reinhold Messner. Ich habe den Eindruck, dass Hubert Messner diese Autobiografie geschrieben hat um seinen Gefühlen und traumatischen Erfahrungen zwischen zwei Buchdeckeln Raum zu verschaffen. Mich hat er damit sehr berührt. Empfehlen kann ich das Buch auch denjenigen die nicht ausschließlich das große Abenteuer im Außen suchen, sondern die Stärke in sich selbst finden wollen.

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Überaus beeindruckend und mitreißend!

Von: Annette H.

13.04.2020

Ich freue mich sehr darüber, daß ich dieses überaus gelungene Buch testlesen durfte!!! Hubert Messner beschreibt absolut authentisch und nachvollziehbar sein Leben als Arzt in der Neonatologie wie auch als Abenteurer zusammen mit seinem Bruder Reinhold. Er beschreibt mit großer Spannung Auszüge aus seiner Kindheit und seiner Jugend, der Hauptfokus liegt zum einen in seinem Werdegang als Arzt mit allen Höhen und Tiefen der Neonatologie - zum anderen in seinen Erlebnissen als Abenteurer. Die Kapitel sind sozusagen als Gedankensprünge zwischen Arzt-Sein und Abenteurer-Sein aufgeteilt, was ich als sehr angenehm und erfrischend empfunden habe. Ich konnte mich gut in die Situationen hinein versetzen, besonders in eine bestimmte - "Vorsicht Spoiler!" als bei einer Geburt in letzter Sekunde ein Notkaiserschnitt eingeleitet werden sollte, denn genau das wäre mir bei der Geburt meines ersten Kindes auch passiert... es war jedoch schneller und ich bin bis heute so unendlich dankbar, daß damals alles gut gegangen ist! Heute ist mein Sohn 14 Jahre und kerngesund. Es wird ein zweiter Autor, nämlich Lenz Koppelstätter, mit eingebunden. Er erzählt aus der Sicht eines werdenden Vaters mit all seinen Gefühlen - Freuden, Ängsten und Hoffnungen. Auch hier kann man sich gut hineinversetzen. Fazit: Das Buch ist spannend, tiefgründig, informativ und mitreißend geschrieben. Ich bin sehr beeindruckt und empfehle es klar weiter!!!

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Die Fülle eines Lebens

Von: Marlene S.

13.04.2020

Dieses Buch packte mich von der ersten Seite an - "Der schmale Grat" von Hubert Messner und Lenz Kooppelstätter. "Ein Arzt und Abenteurer zwischen Leben und Tod", ist der Untertitel. Schon die Überschrift des 1. Kapitels hat es in sich: "Sterben". Wo man den Tod doch sehr gerne aus dem Leben verdrängt, nicht darüber nachdenken will. Der erste Satz: "Und dann wird dir zm ersten Mal im Leben klar: Unter deinen Händen stirbt ein Kind." Das hat nichts von einem Herrgott in Weiß. Das sind die Worte eines einfühlsamen Menschen, die nach Demut klingen. Geboren und aufgewachsen in einer großen Familie mit vielen Geschwistern in Südtirol, konnte Hubert Messner als Kind ein sehr freies Leben führen. Seiner Beschreibung dieser Zeitspanne entnehme ich eine tiefe Lebensfreude. Mit dem Vater ging es schon in ganz jungen Jahren in die Berge zum Klettern. Dabei wurde wohl der Grundstein zu seiner Abenteuerlust gelegt, die eigenen Grenzen ausprobieren. Dass sich ein Schuljunge, der es gewohnt ist, seine eigene Freiheit auszuloten und seine Grenzen zu erweitern es nicht ertragen kann, plötzlich in einem Internat dieses Freiheitsgefühls wieder beraubt zu werden, versteht sich von selbst. Schon damals ließ er sich nicht verbiegen. Erst das 3. Internat passt. Sich selbst bezeichnet er als Streber. Wahrscheinlich musste er das auch sein um all das in seinem Leben unterzubringen, was er anpacken wollte. Aus dem angestrebten Spotstudium wurde am Ende ein Medizinstudium und da die Fachrichtung Neonatologie. So wie H. M. den Leser an seinem beruflichen Werdegang teilhaben lässt, springt seine Begeisterung für seinen Beruf beim Lesen über. Viele Beispiele aus seinem ärztlichen Alltag werden aufgeführt. Doch er sagt auch: "Doch ein Mensch ist nicht Herr über alle Lebenslagen" und weiter: "Man muss auch ein Kind sterben lassen". H. M denkt weiter. (S. 98) "Wie klein ist zu klein?" Dabei hat er die Frühchen im Blick, bei denen Schäden bleiben. Es gibt Statistiken darüber. Aber am Ende betrifft es einen kleinen Menschen. Muss immer alles getan werden, was die moderne Medizin möglich macht, fragt man sich selbst bei seinen Worten. Dabei verweist er auf die Ethik älterer Ärzte (S. 99): "Ist das Leben tatsächlich lebenswert?" Ein Arzt muss mehr beherrschen als die fachliche Perfektion. Es braucht auch die Fähigkeit zu erkennen, "was will das Kind" (S. 101) Wahrscheinlich ist das die Voraussetzung zu akzeptieren: "Das Sterben ist kein Versagen, es ist ein Loslassen". (S.152) Beim Lesen kam ich auf der einen SEite aus dem Staunen nicht mehr heraus und wollte mir gar nicht vorstellen wie es ist, ein Frühchen von nicht einmal 1.000 Gramm in Händen zu haben und über dessen weiteres Schicksal mitzuentscheiden. H. M. spricht auch über Not der Entscheidung eines Arztes, wenn sich mehrere Möglichkeiten bei der Behandlung auftun und man sich in kürzester Zeit für eine entscheiden muss, ohne genau zu wissen, ob sich später tatsächlich als die richtige heraus stellt. Es werden viele ethische Fragen aufgeworfen. Vielleicht brauchte H. M. auch das Abenteuer des Bergsteigens als Ausgleich zu der emotionalen Anspannung in seinem Beruf und dem Wissen, wenn es darauf ankommt, funktionieren zu müssen. Die Durchquerung Grönlands mit seinem Bruder Reinhold oder im Himalaja vor einem Achttausender zu stehen, bereit sein diesen Riesen zu besteigen. Um dann, als es so weit ist sich einzugestehen, dass er das jetzt nicht kann, obwohl er gut vorbereitet und gut in Form ist. Doch er hat gelernt, auf seine inner Stimme zu hören. Bei dieser ganzen Fülle des Lebens verwundert es nicht, dass H. M. müde geworden, eines Tages entscheidet, dass es jetzt genug sei. Dass er diese stete Anspannung seines Berufes und den ewigen Zeitdruck nicht mehr, dafür aber Zeit mit seiner Familie will und sich auf eine Alm zurück zieht. Dieser Schnitt, einen eingeschlagenen Weg mit all seinen Konsequenzen zu gehen, passt auch da wieder in sein Lebensmuster.

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Tolles Buch mit tiefen Einblicken

Von: Gift82

12.04.2020

Mich hat das Buch tiefberührt, der Blick hinter die Kulissen ist sehr bewegend. Die relativ kurzen Kapitel, laden die Gedanken ein in die Ferne/ unendlichen Weiten der Gipfel und in die schonungslos Lage es Neonatologen eintauchen zu lassen. Wahnsinnig was in der Medizin sich die letzten Jahrzehnte getan hat. Ich fand die Einblicke in diese anderen Welten sehr bewegend, sie haben mich eigentlich immer zum Nachdenken gebracht. Ich fand es spannend so eine Expedition so nah mit zu erleben

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Ein beeindruckender Man gewährt den Lesern hier einen Blick hinter die Kulissen und in sein Leben. Aufgewachsen ist Hubert Messner in einer typischen südtiroler Bergbauernfamilie, gesegnet mit einer reichen Kinderschaar. Doch ganz so typisch ist diese Familie dann doch wieder nicht. Bruder Reinhold ist ein berühmter Bergsteiger geworden. Hubert hat schon früh seinen eigenen Willen, der ihn in der Schule und der Kirche anecken lässt. Dennoch geht er beharrlich seinen Weg. Erst trainiert er für so manchen Lauf, nebenher schafft er Abitur und beginnt zu studieren. Er wird Arzt, Neonatologe, widmet sein Leben fortan den Frühchen. Behutsam wird in dem Buch von so manchem Schicksal dieser Winzlinge erzählt. Manche kämpfen um ihr Leben, andere wollen oder können es einfach nicht schaffen. Hubert Messner widmet einen großen Teil seines Lebens diesem Kampf um jedes einzeln der Frühchen. Immer besser wird die Betreuung, immer größer die Chancen, immer jünger die, die es schaffen. Hier werden Grenzen verschoben, zäh und hartnäckig und doch gibt es immer wieder den Moment, in dem auch eine Grenze akzeptiert werden muss und Hubert Messner, der betreuende Arzt, den Eltern behutsam beibringen muss, dass es ihr Kind nicht schaffen wird. Doch es gibt auch noch dieses andere Leben, das des Abenteurers an der Seite seines Bruders Reinhold. Auch hier verschieben sich Grenzen, auch hier schaffen die beiden vorher für unmöglich erachtetet Touren, wie eine Durchquerung von Grönland zu Fuß. Auch hier ist Hubert der Bedächtige, der Abwägende und auch hier erkennt er manchmal eine Grenze an und rennt nicht blindlings mit dem Bruder in das nächste Abenteuer. Es ist ein extremes Leben, beruflich wie privat, in das man als Leser Einblick gewinnt. Mich hat die Konsequenz beeindruckt, mit der Hubert Messner seine Ziele verfolgt, der starke Wille, der ihn immer weiter antreibt und auch die Fähigkeit manchmal auf die innere Stimme zu hören und seine ganz persönlich Grenze auch anzuerkennen. Schön sind auch die Bilder, die die erzählten Episoden ergänzen. Ob sie nun die fröhlichen Kinder zeigen oder Günter, den Bruder, der am Nanga Parbat so tragisch ums Leben gekommen ist, als er mit Reinhold den Berg bestiegen hat, ob sie vom Leben auf dem Bergbauerhof oder von Expeditionen zeugen. Hubert Messner ist ein Mann, der viel zu erzählen hat und wenn ich eines an dem Buch zu bemängeln habe, dann, dass es viel zu schnell zu Ende gelesen war. Mit diesem Buch hätte ich gerne noch mehr Stunden verbracht.

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einfühlsam und berührend

Von: Angi

12.04.2020

"Auch das Sterben gehört zum Leben." Mit diesem einen Satz ist alles gesagt. Alles, was wir alle so gern verdrängen und alles, was uns trotzdem ein Leben lang begleiten wird. Der Tod ist allgegenwärtig, darf und soll aber nicht sein und trotzdem können wir ihm nicht entrinnen. Oftmals macht man sich gar nicht bewusst, wie schnell der schmale Grat zwischen Leben und Tod überschritten ist. In einem Moment noch fröhlich und gesund, im anderen still, blass und leblos. Das passiert nicht nur anderen, plötzlich ist es ganz nah im eigenen Leben. Was uns Menschen oft am meisten irritiert ist die Tatsache, daß sich der Tod völlig unserer Kontrolle entzieht. Wir können noch so viel planen, noch so gut ausgebildet sein, noch so viele Fähigkeiten haben, wir können nicht bestimmen wann und wie es uns ereilt oder unsere Lieben. Das Buch von Hubert Messner und Lenz Koppelstätter ist eindringlich und berührend. Messner, beschreibt anschaulich seinen Werdegang vom jungen Arzt zum gestandenen Mediziner. Viele Erlebnisse und persönliche Momente, die ihn zu dem gemacht haben was er heute ist. Ob auf der Frühgeborenenstation oder den diversen Bergbesteigungen. Grenzerfahrungen gehören zum Leben, der Ausgang ist nur teilweise beeinflussbar. Koppelstätter, der Co-Autor, ist von einem Augeblick auf den anderen mit dem Extremen konfrontiert, als sein Sohn Ilay Wochen zu früh auf die Welt kommt. Im einen Moment noch glückliches Warten auf das Baby in der Schwangerschaft, im nächsten der Kampf des kleinen Ilay um´s Überleben. Die Ängste, die Sorgen die Hilflosigkeit der Eltern, das Können und Bemühen der Ärzte, all dies führt uns durch das Buch und lässt uns mit ihnen Hoffen und Bangen. Das Buch lässt einen nicht los. Auch wenn man es schon längst durchgelesen hat. Vieles nimmt man in´s eigene Leben mit und überdenkt Ereignisse, die schon passiert sind. Für mich eine tröstliche Erkenntnis ist, daß man, wenn man alles menschenmögliche unternommen hat um zu helfen, irgendwann loslassen kann und muß. "Den Umgang mit dem Tod kann man nicht lernen, er fühlt sich nicht gut an, aber er ist kein persönliches Versagen und das muss man lernen ....." Die Lektüre dieses Buches bringt keine einfache Unterhaltung oder Ablenkung vom Alltag. Sie Konfrontiert uns mit Urängsten, aber bietet auch die Möglichkeit sich damit auseinanderzusetzen und die eigene Betrachtungsweise zu überdenken.

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