Leserstimmen zu
Cari Mora

Thomas Harris

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Als ich gesehen hatte, dass es von Thomas Harris ein neues Buch gibt, bin ich vor Begeisterung fast durch die gesamte Wohnung gehüpft! :) Ich LIEBE "Das Schweigen der Lämmer, Hannibal, Roter Drache und Hannibal Rising" und genau aus diesen vier Gründen, habe ich mich wahnsinnig auf das neue Buch von ihm gefreut! Der Klappentext von Cari Mora klang einfach mehr als vielversprechend, Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist Erbarmungslos. Und er kann dich fühlen.(Klappentext) - doch was man als Leser bekommt ist was völlig anderes! Es geht um einen Tresor voller Gold, denn mal Pablo Escobar gehört haben soll. Dieser Tresor ist in einer Villa und diese Villa wird immer wieder für Filmaufnahmen vermietet. Und da treffen wir auf unseren Bösewicht Hans-Peter Schneider, - er hatte eine furchtbare Kindheit und ist wirklich brutal und schonungslos. Er mietet die Villa und will diesen Tresor finden, jedoch ist er natürlich nicht der einzigste der hinter dem Gold her ist. So beginnt der Kampf ums viele Geld und fordert einige Opfer. Cari Mora arbeitet bei einem Pflegedienst und passt auf Häuser auf, die zum Verkauf stehen, - wie jetzt gerade auf das von Pablo Escobar. Sie ist eine wirkliche taffe Person, die nicht so wehrlos ist wie man zum Anfang vielleicht glauben mag. Hans-Peter Schneider geht jedoch genau davon aus, dass sie "hilflos" ist und überlegt sich schon, an wenn er Cari Mora teuer verkaufen könnte. Im großen und ganzen muss ich leider sagen, dass dieses Buch einfach nur sehr langweilig und langatmig war. Der Autor verliert sich immer wieder in super langen Beschreibungen, die absolut Nebensächlich sind. Viel wichtiger wäre mir z.B. gewesen, wenn Cari Mora und Hans-Peter Schneider viel mehr tiefe bekommen hätten, ich konnte mir beide Charaktere kaum vorstellen. Der Schreibstil ist mit dem Cover das einzigste Positive an diesem Buch. Denn das Cover ist wirklich wunderschön gestaltet und ist ein richtiger Blickfang. Die Farben harmonieren perfekt miteinander und dadurch, dass die Schlange, Krokodil, Adler,- ein wenig hervorgehoben sind, ist dieses Buch wirklich schön anzusehen und anzufassen. Und der Schreibstil ist wieder einmal super flüssig und leicht, sodass man alles wirklich gut versteht. Für mich persönlich war dieses Buch einfach überhaupt nix und ich hoffe einfach sehr, dass der Autor vielleicht noch einmal ein Buch schreibt und er zu seinem "alten Ich" zurück findet.

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Mit Thomas Harris begibt man sich in eine Welt, die nur aus Drogen, Geld und Erbarmungslosigkeit besteht. Atemlos verfolgt man die Geschichte Caris und hofft inständig, dass diese junge Frau endlich zur Ruhe kommt und ihre eigenen Ziele verwirklichen kann. Während Hans Peter Schneider das Übel der ganzen Menschheit ins sich trägt, verzeiht man Cari rasch ihre Vergangenheit. Man fühlt sich hingezogen zur Treue Caris und beschließt, wenn auch nur für einen kurzen Moment, dass es auf der Welt auch zwischen Dieben noch ein gesundes Maß an Ehre herrscht. Spannung pur! Atemlos gelesen von Achim Buch, der es schafft, bis zur letzten Szene im innersten Herzen mit Cari um ein neues Leben zu kämpfen.

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Meine persönliche Meinung Das Cover: Die kompletten Bücher um Hannibal Lecter wurden neu aufgelegt. Die Cover passen sehr gut zueinander. Auch das Cover von diesem Buch hier passt sich richtig toll in die Reihe ein und ist eine schöne Ergänzung zu den anderen Büchern. Hätte ich die Reihe um Lecter nicht bereits, würde ich sie mir direkt dazu kaufen, damit die Reihe vollständig ist und zueinander passt. Die Handlung: Hans Peter Schneider, der neue Bösewicht aus der Feder von Thomas Harris, ein so gewöhnlicher Name für einen keineswegs gewöhnlichen Menschen. Schneider ist bereits als Kind traumatisiert durch seine bösartigen und sadistischen Eltern. So steht er Lecter in Abartigkeit und Grausamkeit in nichts nach. Jedoch wo bei Lecter noch ein kleiner Funken Menschlichkeit zu erkennen war, sucht man diesen bei Schneider vergebens. Nun hat er es auf die junge Haushälterin Cari Mora abgesehen, die sich Geld hinzuverdient, um Vetirinärmedizin studieren zu können. Mit Cari hat er sich jedoch keineswegs ein unschuldiges und wehrloses Opfer ausgesucht, das bemerkt der Leser auch nach schon direkt. Im Hintergrund sind da auch noch zwei kriminelle Banden, die an einen Tresor voller Gold herankommen wollen, welcher sich in der Villa von dem Drogenboss Pablo Escobar befindet. Wie gesagt, Schneider ist genauso grausam wie Lecter, die Beschreibung seiner unmenschlichen Taten werden bis ins kleinste Detail beschrieben, was für Zartbesaitete auf keinen Fall zu empfehlen ist. Zum Glück bin ich alles andere als zartbesaite und mir machten sogar die abartigsten Szenen nicht viel aus. Der Schreibstil ist zwar ganz angenehm, große Spannung jedoch kommt nicht auf. Ich vermisste hier die Tiefgründigkeit und das Abtauchen in die menschliche Psyche, wie es bei Lecter der Fall war. Das Buch hat nicht viele Seiten, so dass ich schon nach 2 Tagen damit durch war. Ein wenig enttäuscht musste ich es dann beenden, da ich doch leider etwas mehr erwartet hatte. Fazit: Für eine kurzweilige Unterhaltung war das Buch jetzt nicht unbedingt schlecht, nur wer die Buchreihe um Hannibal Lecter kennt und liebt, wird hier wirklich sehr enttäuscht werden. Man sollte es als eigenes Buch ansehen und keine Vergleiche zu den bisherigen Werken von Thomas Harris stellen. Ich gebe dem Buch dennoch 4 Sterne, da es mich auf seine eigene Weise doch recht gut unterhalten hat.

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Thomas Harris, 1940 in Jackson, Mississippi geboren, ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der durch seine Hannibal-Lecter-Tetralogie berühmt wurde. Seine Romane wurden weltweit über 30 Millionen Mal verkauft. Sein größter Erfolg war „Das Schweigen der Lämmer“, das wochenlang die Bestsellerlisten anführte und als Verfilmung mit Anthony Hopkins einen Oskar für den besten Film erhielt. Aber auch die aus drei Staffeln bestehende Serie „Hannibal“ mit Mads Mikkelsen hat mich etliche Stunden abgrundtief gegruselt und bestens unterhalten. Für mich stand daher fest, dass ich unbedingt den erst kürzlich erschienen Thriller „Cari Mora“ lesen würde, zumal der Klappentext folgendes verspricht: „Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen. Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken.“ Gelesen habe ich jedoch in diesem Buch von rivalisierenden kriminellen Gruppen, die an das gut in einer Villa in Miami gesicherte Gold des Drogenbarons Pablo Escobar zu gelangen versuchen. Das beinahe das komplette Buch einnehmende Gerangel um dieses Gold fordert etliche Opfer, die zum Teil sehr grausam ums Leben kommen. Doch selbst diese Effekthascherei kann nicht vermeiden, dass dieser Teil der Geschichte recht schnell ermüdend wirkt. Auch wenn die Sprache mittels spanischer Sätze den Personen Authentizität und Lebendigkeit zu verleihen versucht, bleiben diese auch aufgrund der Vielzahl der handelnden Personen blass und beliebig. Anders hingegen die Titelgebende Cari Mora, die gezwungen wurde ihre Jugend bei der FARC zu verbringen und irgendwann vor der Gewalt in ihrem Heimatland Kolumbien fliehen konnte. Vom Leben gezeichnet hält sie sich mit verschiedenen Jobs über Wasser, unter anderem ist sie als Hüterin des Hauses in oben genannter Villa angestellt. Dort wird auch der „Hannibal-Lecter-Nachfolger“ vom Klappentext auf sie aufmerksam. Sein Name ist Hans-Peter Schneider und er ist getrieben von unsäglichen Neigungen. Er verdient in der Hauptsache seinen Lebensunterhalt damit, die Gewaltfantasien von Männern zu bedienen, für die Geld keine Rolle spielt und das Leben einer Frau keinen Wert hat. Und während ich mich durch drei Viertel des Buches durch das Goldgerangel quälte, fragte ich mich, welchen Anteil an der Geschichte Cari Mora und Hans-Peter Schneider wohl noch haben werden. Aber dann überschlägt sich der Autor plötzlich hinsichtlich Erzählgeschwindigkeit, fast als müsse er zügig zum Ende finden. Doch die eigentliche Überraschung war für mich, dass ich plötzlich – noch ganz im Lesefluss – die Danksagung aufblätterte, obwohl noch so viel vom Buch übrig war. Tatsächlich war mir nicht bewusst, dass Seite 277 bis 335 des Thrillers „Cari Mora“ mit einer Leseprobe von „Das Schweigen der Lämmer“ belegt sind. Ab dem Zeitpunkt fühlte ich mich um ein ausführlicheres und somit vielleicht besseres Ende geprellt, beziehungsweise fühlt es sich so an, als hätte der Leser für das Buch zu viel bezahlt, weil er die Leseprobe eines Buches mit eingekauft hätte, das bereits in den 1980er Jahren ein Bestseller war und somit vielen Thomas Harris Fans wohl bekannt sein dürfte. Dabei gehöre ich eigentlich nicht zu den Menschen, die die Anzahl der Buchseiten in ein Verhältnis zum Preis setzen, aber hier schlägt wohl die Enttäuschung über das abrupte Ende bei mir noch zusätzlich hohe Wellen. Aber zurück zum Buch, das sich insgesamt doch mehr hinzog, als ich es mir gewünscht hätte und das Ringen des Autors um möglichst brutale und widerliche Arten seine handelnden Personen zutode kommen zu lassen, eher als mühsam und zu viel des „Guten“ empfand. Gefallen hat mir hingegen die Geschichte rund um Cari Mora, die mich letztlich auch dazu bewegt hat, das Buch zuende zu lesen und ein wenig zu recherchieren, was es mit der FARC auf sich hat. Das Beste an diesem Buch ist für mich jedoch tatsächlich der Schutzumschlag, dessen Farbgestaltung mir gefällt und der durch seine glatte und rauhe, glänzende und matte Oberfläche ein haptischer Hochgenuss ist. Aber das reicht leider nicht, um das Buch empfehlen zu können.

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Ich weiß ja nicht, was Stephen King dazu bewogen hat „Cari Mora“ in den höchsten Tönen zu preisen. Offenbar hat er einen völlig anderen Roman als ich gelesen. Oder es war eine Gefälligkeit für einen Kollegen, der vor über vierzig Jahren mit Hannibal Lecter ein literarisches Monster schuf, das bis heute seinesgleichen sucht, wozu mit Sicherheit auch die großartige Performance von Anthony Hopkins in Jonathan Demmes „Das Schweigen der Lämmer“ beigetragen hat. Um es gleich vorweg zu nehmen: „Cari Mora“ hält dem Vergleich mit „Hannibal“ in keiner Zeile stand, und Hans-Peter Schneider, der „neue“ Psychopath, hat mit diesem etwa so viel gemeinsam wie eine Pferdekutsche mit einem Sportwagen. Dessen durch eine genetisch bedingte Erkrankung haarloser Körper ist das einzige Alleinstellungsmerkmal, welches ihn von den in zahllosen Thrillern beschriebenen Psychopathen unterscheidet, und das war es dann auch schon. Wo Lecter eine Faszination auf den Leser ausübt, ist Schneider nur ekelerregend und abstoßend. Wesentlich interessanter ist die titelgebende Cari Mora, die Haushälterin der von Schneider und seiner Entourage gemieteten Escobar-Villa. Ehemalige Kindersoldatin mit kolumbianischen Wurzeln und großen Träumen für die Zukunft, eine mehr als ebenbürtige Gegnerin für Schneider. Über sie hätte ich gerne mehr erfahren. Und anstelle dessen hätte ich ohne weiteres auf diese ohne Sinn und Verstand beschriebenen ekelerregenden Metzeleien, die keinerlei Einfluss auf den Fortgang der Handlung hatten, verzichten können. Die Story an sich ist dünn, nicht nur, was den Umfang angeht (knapp 230 Seiten, großer Schriftgrad, viele Auslassungen). Organhandel gepaart mit einer Schatzsuche, holzschnittartige Charaktere, breit ausgewalzte Nebenhandlungen ohne Relevanz. Simpel und ohne Raffinesse heruntergeschrieben, alles in allem enttäuschend.

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total enttäuscht

Von: Suse

27.05.2019

Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken. Der Autor: Thomas Harris, 1940 geboren, begann seine Karriere als Journalist und schrieb hauptsächlich über Gewaltkriminalität in den USA und Mexiko. Danach arbeitete er als Reporter und Redakteur bei Associated Press in New York. Von Thomas Harris sind bislang fünf Romane erschienen, die sich weltweit über 30 Millionen Mal verkauft haben und allesamt verfilmt wurden. Sein größter Erfolg war »Das Schweigen der Lämmer«, das wochenlang die Bestsellerliste der New York Times anführte und als Verfilmung einen Oscar für den besten Film erhielt. Meine Meinung: Oh wie sehr ich mich auf dieses Buch gefreut habe. Ich habe noch nichts vom Autor gelesen aber natürlich kenne ich die Filme, und ich liebe sie sehr. Um so gespannter war ich nun auf diese Geschichte. Schon der Klappentext verspricht ja Hochspannung. Mit Begeisterung habe ich mich also auf das Buch gestürzt. Leider wurde ich schnell enttäuscht. Auf den ersten Seiten war schon zu merken das es absolut nicht mein Schreibstil ist und auch die Handlung der Geschichte war sehr überraschend. So anders als erwartet. Ich wollte dem Buch aber unbedingt eine Chance geben. Angetrieben durch das Wissen der Filme musste da doch noch was geniales kommen. Leider blieb es für mich ein Thriller der mich nicht packen konnte. Die Charaktere waren mir alle zu blass und unsympathisch. Die Entwicklung der Geschichte hat mir auch nicht gefallen und unser Psychopath war mir auch suspekt. Im ganzen betrachtet kein Buch was ich weiterempfehlen kann, leider. Mir hat es nicht gefallen. Und ich kann mir das gar nicht erklären. Nun weiß ich ja auch nicht wie er sonst schreibt. Ich werde mir mal Schweigen der Lämmer zu Hand nehmen, doch wenn es da auch so ist, dann ist der Autor nicht für mich geeignet. Sehr schade

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Die attraktive Cari Mori ist Haushälterin in der Villa eines Filmproduzenten. Erbaut von Pablo Escobar, kursiert das Gerücht, dass dieser hier seinerzeit große Goldvorräte versteckt hat. Grund genug für den Kriminellen Hans-Peter Schneider, sich mit seinen Handlangern einzunisten und den Schatz zu suchen. Doch Schneider ist nicht nur an dem Gold interessiert… Der 1940 in Jackson, Mississippi geborene Thomas Harris ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der weltweit bekannt wurde mit seiner Roman-Tetralogie um den berühmten Serienmörder Hannibal Lecter. Harris sticht nicht durch einen besonders hohen Output an Romanen hervor, so veröffentlichte er in den Jahren 1975 bis 2006 lediglich fünf Bücher, von denen sich vier mit dem bekannten Serienmörder befassen. Für seinen neuen Roman Cari Mora ließ er sich 13 Jahre Zeit, womit er sogar George R. R. Martin locker in die Tasche steckt. Nun stellt sich die Frage, wie ein Schriftsteller, der das Genre des hochintelligenten und eiskalt kalkulierenden Serienmörders definierte und mit seiner Figur des berühmten Psychiaters und kannibalistischen Serienmörders auf ein erzählerisch außergewöhnliches Niveau anhob, dieses mit einem neuen Roman und neuen Charakteren toppen kann. Denn zahlreiche seiner Kolleginnen und Kollegen haben dieses Figurenmuster kopiert und verfeinert, so dass man hier nicht viel Neues zu erzählen vermag. Ich war also gespannt, ob seine neue Killerfigur (denn sind wir mal ehrlich, in solchen Romanen interessieren einen die Psychopathen mehr, als die Helden*innen) an das große Vorbild heranreicht. Seine Hauptfigur ist der haar,-skrupel,- und empathielose Hans-Peter Schneider (hätte als Buchtitel allerdings deutlich weniger spektakulär geklungen), ein Deutscher, der sich an der Küste Floridas aufhält und es liebt, sich in weißen Latexanzügen an seine schlafenden Opfer anzuschleichen, nach Schwefel riecht und gerne „Kraut und Rüben haben mich vertrieben.“ (ein Volkslied von Johann Sebastian Bach) singt. Klingt komisch? Ist es auch. Denn so spannend sich Teile der Geschichte lesen, kommt man nicht umhin, dass Harris hier viele Versatzstücke zusammensetzt, die man aus diversen anderen Geschichten bereits kennt, diese hier jedoch mit einem ausgesprochenen Hang zum blumigen Klischee verarbeitet. Seine ehrgeizige Heldin Caridad "Cari" Mora ist tough, kampferprobt, bildhübsch und blickt auf eine harte, aber lehrreiche Kindheit zurück. Seine Gangster, in der Regel die Handlanger Schneiders, sind tumbe Schläger, die Spaß an Gewalt, grausam ausgeführtem Mord und Vergewaltigung haben, während die Geschäftsleute käuflich und skrupellos und die ihnen gegenüber stehende ärmliche Bevölkerung aufrecht und im Kollektiv stark sind. Nein, hier werden nur wenige Klischees ausgelassen. Trotzdem muss man der Geschichte zugute halten, dass sie straff aufgebaut und dynamisch geschrieben ist, so dass es kaum Leerlauf gibt. Manchmal schweift der Autor in seinen Beschreibungen ab, genießt das Name-dropping und liebt die detaillierte Beschreibung von Grausamkeiten. Cari Mora ist kurzweilig, wendungsreich und im Gesamteindruck gut lesbar, aber irgendwie hatte ich nach der langen Pause in Allem etwas mehr erwartet. Cari Mora (Originaltitel: Cari Mora, USA 2019) erscheint als gebundenes Hardcover in einer Übersetzung aus dem Amerikanischen von Imke Walsh-Araya bei Heyne (336 Seiten, €22,00). Neben dem 268 Seiten starken Roman befindet sich eine Danksagung des Autors und eine umfangreiche Leseprobe seines größten Erfolgs Das Schweigen der Lämmer im Buch. Nein, mit Cari Mora wird Thomas Harris den Erfolg von Das Schweigen der Lämmer nicht wiederholen können. Aber nichtsdestotrotz ist sein neuer Roman trotz des Hangs zur blumigen Übertreibung und dem Faible zum liebevollen Klischee ein spannender, rasanter und zum Teil auch überraschender Roman, der gut unterhält.

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Cari Mora – eine ehemalige Kindersoldatin - lebt in Miami und möchte gern studieren. Doch sie hat noch keine Green Card und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch. Als eine „Filmcrew“ das Haus, das sie bewohnt, um es zu bewachen, mietet, gerät sie ins Visier des mächtigen Bösewichts Schneider. Doch Cari dreht den Spieß um und weiß sich ihrer Haut zu wehren. Anfangs etwas verwirrend, hatte ich Probleme in die Geschichte zu finden. Es gibt sehr viele Charaktere und die werden nicht langsam eingeführt, nein, die sind halt da. Und der Leser hat Mühe zu erfassen, wer zu wem gehört und wer auf welcher Seite steht. Aber schnell hat mich die Handlung dann gepackt. Cari Mora, die in einer Seevogelaufzuchtstation arbeitet, hatte gleich meine Sympathie. Und auch die des Bösewichts: Hans-Peter Schneider. Dem würde sie wunderbar für seine teuflischen Freunde ins Spiel passen. Und was er sich da so ausgedacht hat, lässt auch dem Leser manches Mal eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Thomas Harris hat eine sehr starke Ausdrucksweise und teilweise ist das Buch auch ein wenig mit humorvollen Absätzen gespickt. Doch der Grundtenor ist Gewalt und die psychologische Schiene mit den Nerven des Lesers zu spielen. Denn vieles wird auch nur angedeutet und lässt Raum für die Phantasie. Teilweise war ich damit aber auch ein wenig überfordert, zum Beispiel fragte ich mich, warum das so lange dauerte, den Tresor zu finden? Sehr raffiniert fand ich die Öffnungsweise, hier hätte ich mir noch ein wenig mehr Ausführlichkeit gewünscht. Überhaupt: das Buch hätte gern noch ein wenig länger sein dürfen. Effektiv hat es ca. 275 Seiten, die letzten 55 sind eine Leseprobe aus „Das Schweigen der Lämmer“. Fazit: macht sich sicher auch als Film wieder gut, dieses Mal aber eher Actionfilm als Psychologie-Drama.

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