Leserstimmen zu
Cari Mora

Thomas Harris

(1)
(7)
(6)
(9)
(0)
€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

Er weidet sich an der Angst von Frauen, verstümmelt und verschönert sie, ganz den Wünschen seiner Kunden angepasst. Außerdem liebt er das große Geld und sucht unter dem alten Haus des verstorbenen Drogenbosses Pablo Escobar nach dessen versteckten Goldreserven. Doch dann fällt ihm Cari Mora, die junge Haushüterin, auf. Wenn der rote Faden fehlt Hannibal Lecter. Dieser Name löst in den meisten Menschen sicherlich den ein oder anderen wohligen Schauer aus, der im Nacken beginnt und sich dann bis hinab in die kleine Zehe ergießt. Und mit Hannibal, dem Soziopathen schlechthin, dem Kenner und Feinschmecker menschlicher Genüsse, mit diesem wird nun also, 13 Jahre nach Erscheinen des letzten Hannibal-Bandes, geworben. Hans-Peter Schneider, ein haarloser, weißer Deutscher mit Hang zu klischeehaftem Musikgeschmack, soll nun der grausame Nachfolger eben jenen Serienkillers sein, den jeder kennt. Doch Schneider trägt leider die Langeweile schon im Namen, denn obwohl sich eine Frauenleiche in einem übergroßen Wassertank neben ihm in Nichts auflöst, und in einigen Passagen auch von Schneiders perversen Vorlieben die Rede ist, bleibt er als großer Bösewicht merkwürdig blass. Sein größter Antrieb scheint das Geld zu sein, die Verstümmelungen nur ein Vergnügen nebenbei, kaum der Rede wert. Deshalb lockt ihn auch der zu erwartende große Fang des versteckten Goldes Escobars nach Miami. Dass die schöne Cari Mora dort das Haus hütet, ist ein netter Zusatzeffekt. Er will sie für einen seiner Kunden haben, unbedingt, aber unternehmen wird er lange Zeit nichts. Viel mehr geht die Handlung plötzlich in eine diffuse Mischung aus Bandenkrieg und Schatzsuche über. Cari Mora hängt irgendwo in der Mitte, aber so richtig greifen kann man ihre Rolle dabei nicht. Immer wieder werden neue Personen eingeführt, die nur wenig später entweder tot oder vergessen sind, zu keinem baut man eine tiefere Bindung auf. Selbst Cari wird lediglich oberflächlich beleuchtet. Einzig ihre Vergangenheit war wirklich interessant, ihr frühes Leben als Kindersoldatin in Kolumbien, dem sie so manche Fertigkeit verdankt. Und als dann endlich die Handlung dorthin ging, wo sie hin sollte, ja, da war das Buch ganz plötzlich zu Ende. Auserzählt in einem kurzen Spannungsbogen, eingebunden in eine ziemlich seichte Sprache. Nun kann man natürlich ins Feld führen, dass schon in den früheren Büchern des Autors der namensgebende Finsterling recht wenig zur eigentlichen Tat schreitet, seine Festessen mehr in unserem Kopf denn auf dem Papier passieren. Doch Hannibal war durchdacht genug, fand genügend Raum zur Entfaltung in unserer Fantasie. Thomas Harris schuf mit ihm einen der interessantesten, gewandtesten Bösewichte der Literaturgeschichte, doch mit Hans-Peter Schneider gelang ihm diesmal kein besonders gehaltvolles Bratenstück. Fazit Weder Fisch, Fleisch noch vegan. Ein bisschen Schatzsuche, ein bisschen Spannung, zu viele unwichtige Personen, zu wenig Informationen und Tiefgang. Von einem Nachfolger Hannibals zu reden – reine Blasphemie. Nett für nebenbei, aber absolut kein Muss. Ta-ta.

Lesen Sie weiter

Cari Mora

Von: elena_liest

23.05.2019

In "Cari Mora" geht es um die gleichnamige Protagonistin Cari, die als Haushüterin in einer Villa in Miami lebt, die vormals Pablo Escobar gehörte. In dem Haus ist eine große Menge Gold in einem Tresor untergebracht, die sich zwei rivalisierende Gangsterbosse unter den Nagel reißen möchten. Einer der beiden ist Hans-Peter Schneider, ein Menschenhändler und Organhändler, der Frauen verstümmelt und daran großen Gefallen findet. Als er Cari Mora zum ersten Mal sieht ist er sofort besessen von ihr und macht Jagd auf sie - und hat in ihr erstmals einen richtigen Gegner gefunden. Zunächst muss ich zugeben, dass dies mein erster Thriller von Thomas Harris ist. Ich habe seine Reihe um Hannibal Lecter nicht gelesen, sondern nur die Filme geschaut, das wird aber demnächst geändert. Wüsste ich aber nicht, dass seine anderen Bücher absolut krass und spannend sein sollen, würde ich nach "Cari Mora" wohl eher nichts mehr von ihm lesen. Es scheint so, als hätte sich der Autor nicht entscheiden können, ob er nun die Geschichte über Pablo Escobars Gold erzählen möchte oder die Geschichte über das abartige und grauenvolle Monster Hans-Peter Schneider. Durch die Mischung der beiden Geschichten kommen irgendwie beide zu kurz (das Buch umfasst als E-Book auch nur 217 Seiten, da ist es schwer, etwas umfassend zu beschreiben). Man erfährt immer mal wieder kleine Brocken über die scheinbar schwere Kindheit von Hans-Peter und die Vergangenheit als Kindersoldatin von Cari Mora. Letzteres fand ich sehr interessant und spannend, ich hätte gerne mehr darüber gelesen. Der Showdown über die letzten 15 Seiten etwa hält einen dann doch in Atem, wird aber viel zu schnell aufgelöst und lässt den Leser mit dem Gefühl zurück, nichts halbes und nichts ganzes gelesen zu haben. Insgesamt also ein Thriller mit guten Ansätzen, die leider nicht wirklich verfolgt wurden und eine zusammengewürfelte Geschichte ergeben, bei der Spannung nicht wirklich aufkommt. Ich hoffe, dass mich die Werke um Lecter mehr begeistern können. Von mir erhält das Buch 3 von 5 ⭐

Lesen Sie weiter

Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen. Millionen Leser haben das teuflische Spiel zwischen Serienkiller Hannibal Lecter und FBI-Agentin Clarice Starling verfolgt. In der kongenialen Verfilmung mit Anthony Hopkins und Jodie Foster kamen Millionen Zuschauer hinzu. Jetzt ist Thomas Harris zurück und schickt einen Killer ins Rennen, der erneut für schlaflose Nächte sorgt. Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken. Vita : Thomas Harris, 1940 geboren, begann seine Karriere als Journalist und schrieb hauptsächlich über Gewaltkriminalität in den USA und Mexiko. Danach arbeitete er als Reporter und Redakteur bei Associated Press in New York. Von Thomas Harris sind bislang fünf Romane erschienen, die sich weltweit über 30 Millionen Mal verkauft haben und allesamt verfilmt wurden. Sein größter Erfolg war »Das Schweigen der Lämmer«, das wochenlang die Bestsellerliste der New York Times anführte und als Verfilmung einen Oscar für den besten Film erhielt. Ich bin ja ein bekennender Fan der Bücher von Thomas Harris und war riesig gespannt auf sein neuestes Werk. Vor allem das Cover ist so toll gestaltet und ist mir deshalb direkt ins Auge gefallen. Dafür alleine würde ich schon 5 Sterne vergeben. Aber auch der Klappentext hat sich für mich sehr spannend angehört und deshalb musste es natürlich sofort nach Eintreffen bei mir gelesen werden. In der Villa des verstorbenen kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar sollen mehr als 250 Millionen Dollar versteckt sein. Hans-Peter Schneider, der in seinem Sadismus und seinen Grausamkeiten Hannibal Lecter in nichts nachsteht, nistet sich in der Villa ein, um die Millionen zu suchen. Wegen der Brandschutzverordnung von Florida wird das Haus von einer sogenannten Hauswächterin bewohnt, da es nur temporär an Leute aus der Filmbrache vermietet wird. Diese Haussitterin, Cari Mora, kommt aus Kolumbien und hat dort Schlimmes erlebt. Sie wurde als Kindersoldatin ausgebildet und lebt jetzt mit einer Aufenthaltsgestattung in den USA. Nach und nach lernen wir Cari Mora und ihr Vorleben besser kennen und merken schnell, dass mehr in ihr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Vor allem kennt sie das Haus und dessen geheime Verstecke besser als jeder andere vor ihr. Thomas Harris versteht es perfekt, die schwülheiße Atmosphäre von Miami einzufangen. Man kann das Schiesspulver und die aufgeladene Stimmung förmlich riechen und fühlen. Hans-Peter Schneider ist ebenso perfekt gezeichnet. So einem Menschen möchte man nicht mal in seinen schlimmsten Alpträumen begegnen. In seiner Unmenschlichkeit und Grausamkeit erinnert er stark an Hannibal Lecter, obwohl dieser für mich der ultimative Bösewicht schlechthin ist. Aber dahinter rangiert direkt Hans-Peter Schneider. Man ahnt als Leser schnell, dass es am Ende auf einen erbitterten Kampf zwischen Cari Mora und Hans-Peter Schneider hinausläuft. Obwohl das Buch mit knapp 280 Seiten relativ dünn für meinen Geschmack war, kam für mich keinen Moment Langeweile auf. Ich hätte mir aber etwas mehr Substanz und vielleicht noch 200 Seiten mehr gewünscht, um die Geschichte für mich richtig rund und stimmig zu machen. Was mich aber sehr überrascht hat, war die riesige Leseprobe von " Das Schwiegen der Lämmer" am Ende des Buches. Diese hatte fast 50 Seiten und reduziert die eigentliche Geschichte ja noch zusätzlich. Das hat mich schon etwas gestört, zumal wohl fast jeder die Geschichte um Hannibal Lecter kennt. Für micht reicht das Buch leider nicht ganz an die anderen Werke von Thomas Harris heran, trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Ich vergebe 4 von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Lesen Sie weiter

Normalerweise poste ich keinen Klappentext. Hier mache ich eine Ausnahme, denn ich finde, dass er essentiell für meine Rezension ist: "Hannibal Lecter hat einen Nachfolger. Er ist erbarmungslos. Und er kann dich fühlen. Millionen Leser haben das teuflische Spiel zwischen Serienkiller Hannibal Lecter und FBI-Agentin Clarice Starling verfolgt. In der kongenialen Verfilmung mit Anthony Hopkins und Jodie Foster kamen Millionen Zuschauer hinzu. Jetzt ist Thomas Harris zurück und schickt einen Killer ins Rennen, der erneut für schlaflose Nächte sorgt. Die Schreie einer Frau sind Musik in seinen Ohren. Er ist groß, blass, haarlos, und wie ein Reptil liebt er die Wärme. Menschen begegnen ihm mit Angst und Ekel. Er ist daran gewöhnt. Denn wenn sie das Monster in ihm erkennen, ist es meist zu spät. Bis der Killer sich Cari Mora aussucht. Die junge Frau hat keine Angst vor dem Grauen und wagt es, dem Dämon ins Auge zu blicken." Denn darum geht es wirklich: Die junge Latina Cari Mora will in Miami ihre Vergangenheit in Kolumbien loswerden. Mit Hausbetreuungsjobs, Pflegehilfe in einer Seevogelstation und gelegentlichen Caterings hält sie sich finanziell über Wasser. Doch ihr aktueller Job in der ehemaligen Villa des berüchtigten Kartellbosses Pablo Escobar bringt sie zwischen die gefährlichen Fronten von Kartell, Gangs und dem brutal psychopathischen Verbrecher Hans Peter Schneider. Denn alle wollen den millionenschweren Schatz Escobars heben. Mich irritiert, dass der Klappentext einen nahezu in den Vergleich mit dem Riesenerfolg von Schweigen der Lämmer und Hannibal Lecter zwingt. Ich finde das schade, denn man könnte dem Autor auch einfach zutrauen, dass er sich auf anderes Terrain wagt und einen harten Thriller im Kartell- und Gangmilieu zustande bringt. Denn wer sich nach dem Klappentext der deutschen Ausgabe einen nervenzerfetzenden Psychothriller erwartet, wird mit dem vorliegenden Buch eine Mogelpackung erhalten. Thomas Harris hat - endlich 20 Jahre nach den genialen Thriller um den charismatischen und erzbösen Hannibal Lecter – ein neues Werk vorgelegt. Doch der angekündigte Bösewicht Hans Peter Schneider hat mit Hannibal nichts gemein. Schneider hat nichts von den genial feinsinnigen abgründigen Untiefen der menschlichen Psyche wie Hannibal Lecter. Er ist schlicht und einfach ein gemein brutales frauenhassendes geldgieriges Monster, der sein Fähnchen in den Wind hängt, wo es am meisten nach Geld riecht. „Cari Mora“ erinnert kein bisschen an den treffsicheren Sarkasmus und den aufreibenden Suspense, den Harris so großartig im Schweigen der Lämmer umsetzen konnte. Hier bekommt man ein paar Phalluswitze und eine wirre Handlung, wo nicht immer klar ist, wer gerade gegen wen zum Schusswechsel antritt. Einzig die Passagen, in denen die Lebensgeschichte Cari Moras erzählt wurde, konnten mich einnehmen. Für Caris Vergangenheit in Kolumbien als Kindersoldatin erzeugt Harris tatsächlich Empathie. Umso unglaubwürdiger scheint mir das Verhalten der jungen Frau, das sie nun so an den Tag legt, als sie von sämtlichen Gangstern Miamis verfolgt wird. Das Schweigen der Lämmer war gestern, und damals wie heute ist es großartig, doch die Lorbeeren auf denen sich Thomas Harris drei Jahrzehnte ausruhen konnte, scheinen mir durchgesessen.

Lesen Sie weiter

Danke lieber Heyne Verlag, dass Sie ein Buch von 280 Seiten für 22€ verkaufen, an dessen Ende man 60 Seiten Leseprobe für „Das Schweigen der Lämmer“ vorfindet. Da hätte ich im Nachhinein lieber auf das tolle Cover gepfiffen und mir das englische eBook besorgt. Passiert mir nicht nochmal! Immerhin kann ich das Buch empfehlen, es hätte ruhig ausführlicher sein dürfen....

Lesen Sie weiter

Im Haus eines ehemaligen Drogenbarons soll eine enorme Menge Gold versteckt sein. Ein guter Grund sich die Sache näher anzusehen, nicht nur für den skrupellosen Menschen- und Organhändler Hans Peter Schneider, auch für die Diebesorganisation Ten Bells. Eine wichtige Rolle könnte dabei die Hauswartin des Hauses sein; doch Cari Mora kennt sich nicht nur bestens in den verlassenen Mauern aus, in ihr steckt mehr als man ahnt... Trotz recht nüchternem Schreibstil führt Thomas Harris' neuer Roman den Leser schnell in eine eigene, kleine Szenerie in Miami ein. Man spürt die Wärme, man hört den kolumbianischen Akzent der Figuren, man nimmt das Meeresrauschen und die Explosionen der Schusswaffen war. Doch nicht nur der Schauplatz ist liebevoll geschaffen, auch die Charaktere wurden wunderbar entworfen. Allen vorran natürlich die Namensgeberin Caridad "Cari" Mora. Cari ist eine starke Persönlichkeit mit harter Vergangenheit, die dennoch sanft und menschlich erscheint. In einzelnen Rückblenden erfährt man von ihrem Schicksal einst in Kolumbien, was sie bewundernswert macht. Auch H.P. Schneider sticht hervor und erinnert in ganzer Harris' Marnier an die Eigenarten von Buffalo Bill. Diesem Mann möchte man nicht nur im Mondschein umgehen, selbst in der glühenden Sonne Miamis möchte man ihm nicht in die Arme laufen. Nicht nur das kranke Wesen stößt ab, auch die äußere Erscheinung lässt einen schon inne halten und die Stirn kraus ziehen. Die Nebencharektere waren mir ein wenig zu zahlreich; mit den ähnlichen lateinamerikanischen Namen muss man genau aufpassen, aber sonst wurden sie anschaulich dargestellt. Die Storyline überrascht etwas, wenn man nur vom Klappentext des Buches ausgeht (von mir oben nicht übernommen, sondern die Geschichte eigens zusammengefasst). Erwartet man auf Grund dessen einen harten Thriller, wird man sich wundern, da man sich ein wenig in Ocean's Eleven wiederfindet. Dennoch macht die Geschichte Spaß und bringt einen dazu das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen. Doch nun kommt das große Aber: Ich hätte mir von allem ein wenig mehr gewünscht. Zwar kann man die Geschichte so stehen lassen, aber wäre sie an Stellen ausbaufähig gewesen. Ich hätte gerne mehr von Hans Peter gehabt, ebenso von Cari und ihrer Vorgeschichte - aber vorallem von allem. Das fast schon schmerzhaft spannende Ende ist super gelungen, jedoch wären da noch Möglichkeiten gewesen die Geschichte länger und böser zu gestalten. Vielleicht hatte Thomas Harris keine Lust mehr, vielleicht fehlte die Zeit, eventuell mangelte es auch an wirklich bereichernden Ideen. Wir werden es nie erfahren. Anyway, "Cari Mora" ist wirklich lesenswert, auch wenn das Werk mit knapp 280 Seiten kurz gehalten ist. Die Dicke des Buches täuscht, da zum Ende eine ca 60 Seiten umfassende Leseprobe zu Harris' "Schweigen der Lämmer" enthalten ist. Hierzu heisst es "Oldie but Goldie" - für Nichtkenner des Klassikers ist diese auf jeden Fall einen Blick wert! Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar und hoffe auch in Zukunft auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Lesen Sie weiter

Meine Meinung: Wenn man mich fragt, welcher Figur mir die schlimmsten Albträume beschert hat, dann ist es ganz sicher Hannibal Lecter und das sowohl in literarischer Form, als auch durch die grandiose und Oscar prämierte Verkörperung durch Sir Anthony Hopkins. Lange musste man auf einen neuen Thriller des Autors warten und als „Cari Mora“ angekündigt wurde, begann mein Thriller-Herz heftigst zu schlagen, nur leider hat sich mein Puls während der Lektüre fast durchweg im Ruhemodus bewegt. Wenn man sich den Klappentext durchliest, so weckt dieser die Erwartung, einen perfiden und grausamen Serienkiller auf seiner Jagd nach "weiblicher Beute" zu begleiten und lässt vermuten, dass dieser in Gestalt der Figur „Cari Mora“ seine „Bezwingerin“ finden wird. In einem nur sehr geringen Teil der Handlung bekommt man das zwar geboten, der Großteil wird jedoch durch eine u. a. in Kolumbien angesiedelte Gangstergeschichte gestaltet, mit Bezug zum Anwesen des Drogenbosses Pablo Escobar. Diesen Schauplatz und die Zeichnung eines kolumbianischen Gangsterensembles ist Thomas Harris sehr gut gelungen und ich fühlte mich spürbar in dessen Atomsphäre hinein gezogen. Allerdings hat für mich das Zusammenspiel mit dem Serienkiller-Plot nur bedingt funktioniert, denn die Begegnungen mit dem Psychopathen, die durchaus für grausame/erschreckende Bilder sorgen, wirken wie hinplatzierte Fremdkörper einer anderen Geschichte, die man durch das sehr interessante Täterprofil viel spannender und vor allem vielschichtiger hätte erzählen können. Ich möchte letztendlich nicht behaupten, ein schlechtes Buch gelesen zu haben aber erwartet habe ich etwas gänzlich anderes und kann es daher Fans der „Hannibal Lecter“ Reihe nur bedingt empfehlen. Fazit: Es ist natürlich gut, dass nicht versucht wird „Hannibal Lecter“ zu kopieren, allerdings lassen sich hier leider kaum Facetten dieser großartigen Reihe finden.

Lesen Sie weiter