Leserstimmen zu
Das Mädchen Jannie

Petra Hammesfahr

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Bisher hat Jannie noch nicht viel Gutes in ihrem jungen Leben kennengelernt, denn sie muss ich als Kinderbettlerin verdingen. Vom eigenen Großvater an einen Zuhälter verkauft, bekommt sie mit, was es heißt, niedere Dienste ausführen zu müssen. Während auf dem Straßenstrich eine Prostituierte ihr Leben lassen muss, gelingt Jannie die Flucht und sie kommt bei Dieter auf seinem abgelegenen Hof unter. Doch ist Dieter wirklich der nette Mann, für den er sich ausgibt ? Kaum hat man die Buchdeckel geöffnet und beginnt die Geschichte zu lesen, schon kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn Grauen und Faszination üben einen Sog aus, dem ich nicht widerstehen kann. Hammesfahr zeichnet eine ländlich unschuldige Atmosphäre, die nach und nach von der verzerrten Fratze des personifizierten Bösen aufgerissen und besudelt wird. Die Figur des überehrgeizigen Möchtegernschriftstellers Dieter ist ihr dabei vortrefflich gelungen und sie lässt den Leser in die Gedanken- und Gefühlswelt dieser kranken Seele vollkommen eintauchen. Fast könnte man Mitleid mit dieser gespaltenen Kreatur haben, weil er nichts auf die Reihe bringt, aber seine grausamen Taten und Ideen sind einfach nur heftig und lassen meine Zorn auf ihn stetig wachsen. Der Roman ist aus vier verschiedenen Blickwinkeln geschrieben, beleuchtet sowohl die Gedanken und Gefühle von Jannie, Dieter, Klinkhammer und anderen Beteiligten und wird so zu einem ganz großen Kriminalroman der Extraklasse. Düster und doch sehr tiefgründig werden die Ereignisse geschildert und man kann sich den Szenen einfach nicht entziehen. Es ist wie bei einem Unfall - man will ja nicht hinschauen, dreht aber unweigerlich den Kopf der Szenerie zu. Die Autorin hat wahnsinnig faszinierende Figuren erschaffen, die mit individuellen Charakterzügen ausgestattet sind. Jeder Einzelne für sich ist schon interessant, aber erst im genialen Zusammenspiel werden sie zu einem eindrucksvollen Pageturner, der mich mit jeder Seite mitreißt und regelrecht an die Seiten fesselt. Ich habe selten einen so atmosphärisch dichten und gut durchdachten Krimi gelesen - für mich ein absolutes Highlight für den jetzt startenden Krimiherbst. !

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Die 10-jährige Jannie gehört zu einer Gruppe von Bettlern, die vom gewalttätigen Miro beaufsichtigt und jeden Morgen in ein anderes Dorf gefahren werden. Um mehr Geld zu erbetteln, bekommt Jannie den 2-jährigen kranken Jakob mit. Doch als sie an einer Haustür klingelt, öffnet eine Frau, die sofort den hustenden Jakob an sich nimmt. Jannie flüchtet in Panik. Viel zu viel Angst hat sie vor Miro. In einem abgelegenen Hof versteckt sie sich, wird aber schon bald vom Besitzer Dieter Leuken entdeckt. Doch statt sie zur Polizei zu bringen gibt er ihr zu Essen und Unterkunft. Als Dank hilft sie ihm bei der Pflege seiner kranken Mutter, die nach einem Schlaganfall stumm in ihrem Bett liegt. Jannie ahnt nicht was Dieter mit ihr vor hat und seine Mutter kann sie nicht warnen......... "Das Mädchen Jannie" ist der siebte Band der Kommissar Klinkhammer Reihe. Man kann ihn aber problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. In einem flüssigen und bildlichen Schreibstil erfährt man Wissenswertes zu den Protagonisten. Kann sich dadurch sehr gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte ist in verschiedenen Erzählebenen geschrieben, die sich prima ergänzen und Stück für Stück weitere Puzzleteile preisgegeben. So erfährt man immer mehr über Jannie und Dieter und deren Denkweise. Teilweise hat mich das sehr schockiert. Die Ermittlungen selbst kommen etwas zu kurz. Sie dienen lediglich dazu fehlende Teile an ihren Platz zu setzen. So sehr mich die Geschichte um Jannie auch fasziniert hat, so sehr hat sie sich teilweise aber auch in die Länge gezogen. Vieles wird wiederholt. Das war für mich die große Schwäche an dem Roman. Hier hätte mir das Ganze etwas straffer besser gefallen. Fazit: Interessante Thematik und toller Schreibstil. Gut ausgearbeitete Charaktere. Leider verliert sich die Story etwas in Wiederholungen. Aber durchaus lesenswert.

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Inhaltsangabe: "Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie weiß nicht, ob sie zehn oder schon elf Jahre alt ist, aber sie weiß von Kindern, die in feinen Häusern arbeiten müssen, weil sie für den Straßenstrich zu jung sind. Während Kommissar Klinkhammer sich bemüht, Licht ins Dunkel um sieben verscharrte Kinderleichen zu bringen, gelingt Jannie die Flucht. Sie wird von Dieter auf seinem einsamen Hof aufgenommen und kümmert sich liebevoll um dessen Mutter. Die alte Frau liegt gelähmt und stumm im Bett, mit Augenzwinkern versucht sie Jannie begreiflich zu machen, in welcher Gefahr sie schwebt. Doch Jannie kennt keine Morsezeichen." Erhalten von: Bloggerportal Seiten: 512 Genre: Roman Titel: 2,5/5 Cover: 3/5 Inhalt: 3,5/5 Schreibstil: 4/5 Charaktere: 5/5 An sich fand ich den Inhalt direkt sehr vielversprechend. Ich mag Bücher in deren Handlung Kinder involviert sind. Jannie, auch wenn mich ihr Name genervt hat, da ich nicht wirklich wusste, wie man ihn ausspricht, ist mir auch direkt ans Herz gewachsen. Trotzdem fand ich den Anfang eher schleichend und langweilig - deshalb hatte ich auch nicht allzu viel Lust schnell zu lesen. Mit der Zeit hat der Roman jedoch Fahrt aufgenommen und wurde immer spannender, sodass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Allerdings konnte ich trotzdem nicht mehr als 3,5 Punkte für den Inhalt geben, weil der Anfang es mir so schwer gemacht hat. Meiner Meinung nach hätte man auch gut 100-150 Seiten weglassen können und es somit etwas aufgelockert. An sich war es aber letztendlich doch kein schlechtes Buch, mir haben besonders die Teile gefallen, welche bei Dieter und Jannie gespielt haben und auch die Parts in denen Dominik vorkam mochte ich sehr. Besonders langweilig fand ich tatsächlich die polizeilichen Parts mit Klinkhammer und co. Mir kamen da auch zu viele Charaktere auf einmal, welche ich immer verwechselt habe und meistens hat man an diesen Stellen nur Dinge erfahren, welche man bei Dieter und Jannie auch erfahren hat.

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Jannie friert. Sie friert sogar entsetzlich. Trotzdem zwingt Miro sie auf die Straße. In einem kaputten Buggy schiebt sie Jakob vor sich her. Er wimmert und hustet entsetzlich. Doch Miro sagt das bringe mehr Geld. Also hält sie durch, denn wenn Miro wütend würde, täte er sie vielleicht totschlagen. Sie wäre nicht die Erste! „Das Mädchen Jannie“ wurde von ihrem Großvater an den kriminellen und brutalen Miro verkauft. Mit etlichen anderen Frauen zieht sie Tag für Tag durch ländliche Gegenden um zu betteln. Doch eines Tages gelingt ihr die Flucht. Bei Dieter – einer vermeintlich guten Seele – wird sie aufgenommen. Sie bekommt genug zu Essen und ein warmes Bett. Aber Dieter ist böse – sehr sogar. Als Thrillerautor versucht er den großen Durchbruch zu schaffen. Dabei schreckt er vor Nichts zurück, um seine Werke so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen! Schon auf den ersten Seiten war ich begeistert von der düsteren Szenerie dieses neuen Werkes von Petra Hammesfahr. Bildlich vor Augen sah ich das kleine Mädchen Jannie mit dem hustenden Jakob durch den Regen von Haustür zu Haustür klappern. Unsicher, halb erfroren und von der Angst getrieben die Prügel ihres Lebens zu bekommen. In kurzen Kapiteln springt Hammesfahr von Jannie zu Dieter (Black Devil), dem Ermittler und einer Buchrezensentin, die später in der Handlung von Dieter bedroht wird. Doch dies möchte ich nicht vorweg nehmen. Vielmehr möchte ich erwähnen, dass Petra Hammesfahr es grandios gelungen die Gedankenwelt des naiven Mädchens, die für ihr Alter recht ungebildet erscheint zum Leben zu erwecken. Jannie hat zwar schon sehr viel Gewalt erfahren müssen und weiß um die Regeln, die es bei Miro nicht zu brechen gilt, jedoch sind ihr alltägliche Begriffe teils fremd. Hammesfahr schildert wie das Kind Charakter und Bewegungen seiner Mitmenschen studiert und so urteilt. In gebrochenem Deutsch öffnet sie sich Dieter und erklärt ihm ihre Welt. Dass Dieters Welt für sie sehr kompliziert ist, weiß er nicht. Aber das Mädchen lernt schnell! Wird das am Ende ihre Rettung? Es bleibt auf alle Fälle spannend in dem neuesten Roman der Autorin und kommt zu einigen Überraschungen. Der flüssige Schreibstil sorgt für einen guten Lesefluss, sodass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte. Hammesfahr zeigt erneut Abgründe der menschlichen Psyche und es eventuell manche Leser abschreckt, ich mag ihre Beschreibungen von Brutalität und detaillierten Beschreibungen, wenn das Böse wieder einmal mehr Überhand nimmt! Besonders nachdenklich macht mich jedoch bei der Lektüre der Fakt, dass genau in diesem Moment wo ich dieses Buch rezensiere wieder ein Kind zum Betteln auf die Straße geschickt wird…. ©Ricarda Ohligschläger

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In "Das Mädchen Jannie" von Petra Hammesfahr geht um Jannie, welche als Kind von ihrem Großvater an eine Bettlerbande verkauft worden ist und nun von Haus zu Haus läuft und versucht Geld zu sammeln. Eines Tages jedoch läuft etwas schief. Jannie muss flüchten und gerät auf den Hof des Thrillerautors Dieter. Dieser lebt dort gemeinsam mit seiner pflegebedürftigen Mutter, welche Jannie vergeblich versucht vor ihm zu warnen. Den Klappentext und das Cover des Buches finde ich ansprechend und passend, dennoch konnte mich das Buch nicht überzeugen. Der Einstieg fiel mir noch sehr leicht, aber im Laufe der Geschichte verlor ich den roten Faden. Erzählt wird die Geschichte nämlich aus vier verschiedenen Perspektiven (Jannie, "Black Devil" bzw. Dieter, den Ermittler Klinkhammer und einer Buchrezensentin), welche auch in Verbindung zueinander stehen. Jannies und den Erzählstrang des Black Devils fand ich am interessantesten. Die Kapitel um Jannie haben mich letztlich auch dazu gebracht immer weiterzulesen. Die Polizeiermittlungen fand ich hier allerdings uninteressant und teilweise sogar störend. Auch kam ich gerade zu Beginn häufig durcheinander, da so viele Namen herein geworfen worden sind. Trotzdessen hat die Autorin an sich einen flüssigen und einfachen Schreibstil. Die Geschichte hat besonders in der Mitte einige Längen und ist somit mit 512 Seiten leider auch einfach etwas zu lang. Wirkliche Spannung ist nur teilweise vorhanden bzw. in den Kapiteln rund um Jannie, was sehr schade ist, da ich die Idee eigentlich sehr interessant und spannend finde. An der Umsetzung mangelt es mir persönlich aber einfach und auf Grund dessen kann ich lediglich 3/5 Sterne vergeben.

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Es ist ein kalter, regnerischer Märztag. Trotzdem muss die zehnjährige Jannie wieder arbeiten. Schonung gibt es für sie nicht. Seit Jahren besteht ihr Leben aus Arbeit, Kälte und Gewalt. Sie kennt es nicht anders, seit ihr Großvater sie an Miro, den Kopf einer rumänischen Bettlerbande, verkauft hat. Zu allem Überfluss muss sie auch wieder den zweijährigen Jakob mitnehmen, der die ganze Nacht nur gehustet hat. Zwei Kinder, eines davon sichtbar krank, davon verspricht sich Miro einen erfolgreichen Tag. Die Menschen sollen Mitleid haben, ihre Türen und ihre Geldbeutel öffnen. Doch es kommt ganz anders. Der Kaninchentöter Am gleichen Tag auf einem einsamen Gehöft in der Nähe. Außer sich vor Wut starrt Dieter auf seinen Laptop. Was fällt dieser elenden Würmin ein, seinen Thriller so zu zerreißen. Wie sie es sich generell zum Hobby gemacht zu haben scheint, aufstrebenden Autoren-Talenten wie ihm auf ihrem Blog die Zukunft zu verbauen. Ihr wird er es zeigen. Doch erst muss er sich um seine Mutter kümmern, die sich nach einem Schlaganfall nur noch im Bett liegen und an die Decke stieren kann. Wäre er nicht auf ihre Rente angewiesen, könnte sie vor ihm aus sofort sterben. Keine Träne würde er der sadistischen Alten nachweinen, die keine Gelegenheit ausgelassen hat, ihrem Kind zu zeigen, wie grausam ein Mensch sein kann. Aber mit dem Schlachten von Kaninchen und Hühnern kann er sich nicht über Wasser halten. Also muss er sie am Leben erhalten. Noch. Bis er von seinen Büchern leben kann. Arno Klinkhammer ist gerade zur Operativen Fallanalyse beim LKA gewechselt. Hier kann er seine Erfahrung, seine Intuition und seine oft unorthodoxe Herangehensweise an neue Fälle einbringen, ohne gleich schief angesehen zu werden. Dank dieser Intuition wird er Jannies Leben retten. Aber das weiß Arno Klinkhammer an diesem kalten regnerischen Herbsttag noch nicht. Im Kreislauf des Grauens Petra Hammesfahr hat mit Das Mädchen Jannie wieder einen herausragenden Roman abgeliefert, der tiefe Einblicke in die brutalen und menschenverachtenden Machenschaften von Menschenhändlern gibt. Das ist keine Erfindung einer Autorin sondern trauriger Alltag vieler junger Frauen und Männer. Auch hier bei uns in Deutschland. Dass Petra Hammesfahr sehr detailliert auf dieses brutale Vorgehen eingeht, mag den einen oder die andere Leserin verstören. Ich fand es richtig und wichtig und gemäßigt. Auch die kleine Jannie steht am Anfang eines solchen Kreislaufs. Petra Hammesfahr schildert zwei Wochen aus dem Leben des Mädchens aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Dem von Jannie selbst. Dem von Dieter, ihrem vermeintlichen Wohltäter. Dem der polizeilichen Ermittlungen. Dadurch hatte ich beim Lesen manchmal den Eindruck “Das habe ich doch schon gelesen”, was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Gerade weil so anschaulich geschildert wird, wie schwierig es für die Polizei ist, die vielen losen Enden, die sie findet, zu einem Netz zu verknüpfen, in dem sich auch die Hintermänner unentrinnbar verfangen. Ein großartiges Buch. Kaufen, lesen, nachdenken!

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In diesem Herbst, scheint es momentan bei den aktuellen Krimis und Romanen, warum auch immer, um Kindesmissbrauch, Prostitution und ungeklärte Kinder-Todesfälle zu gehen. Ob das Zufall ist? Das bezweifle ich! Oder soll der Leser dadurch besonders geschockt und sensibilisiert werden, um auf diese Missstände hinzuweisen. Vielleicht denken die Autoren auch unisono, dass die Leser heute abgebrühter durch die Krimis im TV sind und daher den härteren Toback benötigen. Petra Hammesfahr hat sich jedenfalls in ihrem Roman: Das Mädchen Jannie mit dieser dunklen Szene, ihren ekelerregenden Typen und Peinigern auseinandergesetzt und ihren Protagonisten mit gekonnten Beschreibungen Leben eingehaucht. Der ermittelnde Kommissar Klinkhammer, der mir schon aus „Als Luca verschwand“ bekannt und vertraut ist, tut mir diesmal fast ein wenig leid, weil er so auf der Stelle tritt und immer nicht rechtzeitig zur Stelle ist. Da wird einem als Leser so richtig bewusst, dass die Polizei dein Freund und Helfer, auch nur ganz „normale“ Menschlein sind. Und das der Beruf des Kommissars durchaus unschöne Seiten hat, denn mit diesen vielen Kinderleichen im Kopf und vor dem geistigen Auge, ist es bestimmt nicht angenehm für Kommissar Klinkhammer am Abend schlafen zu gehen. Der Autorin gelingt es jedenfalls mich mit ihrem Spannungsroman zu schockieren. Ich schwanke zwischen pervers und ekelerregend. Als Vielleserin und Krimifan, bin ich einiges gewohnt. Diese Lektüre geht mir dann aber doch etwas zu weit, obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass es „kranke Seelen“, die Kindern so etwas antuen, tatsächlich gibt. Und das da die Realität wahrscheinlich noch mehr zur Sache geht und dies nur die abgeschwächte Version ist, um den Leser nicht ganz zu verlieren. Der Polizei- und Psycho-Thriller ist meines Erachtens, nichts für schwache Nerven und zartbesaitete wie mich. Ich bin für diese Buch einfach zu sensibel und leide mit den Opfern mit, die Stimmungen nehmen zu sehr mit und eigentlich möchte ich nun nur noch von meinem Lieblingsmenschen ganz fest in den Arm genommen werden. Letztendlich bin ich froh, dass ich den Roman unbeschadet überstanden habe. Dabei kommt das Cover, noch recht harmlos daher. Da sieht man, in einer doch eher idyllischen Landschaft bei Starkregen, ein kleines Mädchen auf ein abgelegenes Haus zulaufen.... Am liebsten möchte ich sie warnen!! Inhalt: Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie weiß nicht, ob sie zehn oder schon elf Jahre alt ist, aber sie weiß von Kindern, die in feinen Häusern arbeiten müssen, weil sie für den Straßenstrich zu jung sind. Während Kommissar Klinkhammer sich bemüht, Licht ins Dunkel um sieben verscharrte Kinderleichen zu bringen, gelingt Jannie die Flucht. Sie wird von Dieter auf seinem einsamen Hof aufgenommen und kümmert sich liebevoll um dessen Mutter. Die alte Frau liegt gelähmt und stumm im Bett, mit Augenzwinkern versucht sie Jannie begreiflich zu machen, in welcher Gefahr sie schwebt. Doch Jannie kennt keine Morsezeichen … Die Autorin: Petra Hammesfahr wurde mit ihrem Bestseller »Der stille Herr Genardy« bekannt. Seitdem erobern ihre Spannungsromane die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt, wie auch »Die Sünderin«. Der Roman wurde unter dem Titel »The Sinner« mit Jessica Biel in der Hauptrolle als erfolgreiche US-Fernsehserie produziert und läuft derzeit weltweit auf Netflix. Fazit: 4**** Der Roman „Das Mädchen Jannie“ ist im DIANA Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 512 spannende Seiten.

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Die 11jährige Jannie, sie vermutet mal dass sie so alt ist, gehört zu einer Gruppe die betteln geht. Von ihrem Großvater damals an Miro verkauft zieht sie mit Schwangeren, kleinen Kindern, Babys durch die Dörfer um Geld zu sammeln. Doch dann nimmt eine Frau ihr den kleinen Jakob ab der schlimm erkältet ist und Jannie weiß dass Miro sie dafür bestrafen wird... also flieht sie und findet bei Dieter Leuken Unterschlupf...doch sie weiß nicht was Dieter Leuken in Wahrheit für ein Mann ist... Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen, ich war doch sehr angetan. Viele sehen dieses Buch eher als Thriller als einen Roman, ich kann da, zeitweise, auf jeden Fall zustimmen, es ist eine Mischung aus beidem. Auch ist das Buch nichts für schwache Nerven da die Zustände von Jannie in der Roma Gruppe, ja fast Familie, oft erschreckend brutale Ausmaße nimmt die kein Kind sehen sollte. Der Schreibstil ist sehr für sich einnehmend, das Buch entwickelt sehr schnell eine Sucht zum Weiterlesen und man mag das Buch, trotz der Geschehnisse, nicht mehr aus der Hand legen. Wir haben mit einigen Protagonisten in diesem Buch zu tun, manchmal sorgte das bei mir für Verwirrung, auch war es zu Beginn sehr schwer durch die ganze Organisation der Roma und ihre Gruppendynamik zu steigen. Ermittler Kommissar Klinkhammer bleibt für mich persönlich eher blass und steht nicht im Mittelpunkt, mich selbst hatte dies nicht gestört. Denn die Ermittlungen laufen durch Geschehnisse, erlebten und Erzählungen durch die verschiedenen Protagonisten zusammen, das fand ich wieder ein gelungener Clou des Buches und somit erhält man viele Puzzleteile die sich von selbst zusammenfügen. Gleichzeitig muss man aber auch am lesen und der Geschichte dran bleiben sonst läuft man schnell Gefahr sich zu verlieren und den roten Faden immer wieder suchen zu müssen. Die Rezensentin Gina Bianchi und der Autor Black Devil erhalten ebenso ihre Ansichten und Erlebten. Beide haben mich geschockt und manchmal regelrecht angeekelt, denn beide halten sich für besser und schlauer und doch sind sie sich ähnlicher als sie beide denken. Gina Bianchi rezensiert Bücher, nutzt ihre Bekanntheit aber stark um Bücher zu puschen und Autoren zu Ruhm zu verhelfen oder Autoren und ihre Werke zu zerreißen und um Träume zu zerstören. Black Devil selbst möchte mit seinen Thrillern berühmt werden, er hält sich für besser als andere Autoren, er will den Schmerz und den Überlebenskampf der Opfer authentisch darstellen, will dies in Worte fassen und die Leute dadurch an seine Bücher fesseln. Doch es klappt nicht so recht wie sich Black Devil dies vorstellt und seine Wut erhält neuen Zündstoff. Der Augenmerk des ganzen Buches liegt hier auf das Mädchen Jannie. Und hier hat die Autorin ganze Arbeit geleistet, denn Jannie weckte sofort mein Mitgefühl, man möchte sie aufnehmen, behüten und beschützen, ihr ein besseres Leben bieten als sie es bisher erleben musste. Bei Dieter Leuken fühlt sie sich sicher und fängt an sich an Dieter und seine Mutter zu gewöhnen, sie pflegt seine Mutter die aber versucht Jannie zu warnen. Jannie ist schlau, sie lernt schnell und ist doch gleichzeitig verunsichert und ein normales Leben ist sie nicht gewöhnt, sie kennt nur die Gruppe von Miro, in der Gewalt und Hunger, Tod und Misshandlungen, Vergewaltigungen und Schikane an der Tagesordnung stehen. Jannie hat viel gesehen und erlebt was kein Kind in diesem Alter erleben sollte, man ist beim lesen oft fassungslos, schockiert und muss das Buch auf die Seite legen. Man schwangt immer zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit für Jannie, denn auf der einen Seite hat sie ein normales Leben verdient, ein Anrecht darauf, auf der anderen Seite sieht sie viele Dinge, die für „normale“ Menschen schrecklich und fassungslos sind, als normal an. Ihre Verunsicherung wie sie auf Situationen reagieren soll ist realistisch und authentisch dargestellt und man sieht diese Gruppendynamik der Roma und anderen Schleusern, Menschenhändlern und ja, einer regelrechten Mafia dahinter, mit eigenen Augen, bzw. durch die Augen von Jannie. Ein Buch welches sich lohnt zu lesen, es ist spannend, aber auch düster und oft mit Gewalt gespickt, es zeigt Missstände auf regt zum nachdenken an. Hier und da gab es ein paar Längen die man hätte kürzen können, aber im Ganzen kann ich diesen Roman auf jeden Fall empfehlen.

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