Leserstimmen zu
Die Höllenkrone

James Rollins

SIGMA Force (13)

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Interessantes Thema, schwache Umsetzung

Von: MartinS

28.11.2019

SIGMA FORCE Teil 13 … bisher habe ich noch kein Buch von Rollins oder der SIGMAFORCE gelesen (das eine schließt das andere ja ein) und ich wundere mich, wie mir diese Reihe entgehen konnte. Die Thematik klingt interessant und mein Interesse wurde noch mehr geschürt nachdem ich die Vorbemerkungen zum historischen Hintergrund am Anfang und die Nachbemerkung des Autors gelesen habe. Das klang nach einem spannenden Actionthriller. Und dann wurde ich enttäuscht. Vielleicht muss man die ersten SIGMA FORCE Bände kennen, aber auf fast 600 Seiten tummelten sich Stereotypen und blasse Gestalten, die sich einen Kampf Superheld gegen Superschurke boten. Action folgte auf Action aber es wurde nie wirklich spannend und das Schicksal der agierenden Personen stößt auch auf Desinteresse. Unglaubwürdig und etwas zu viel des Guten. Schade eigentlich, denn der Grundgedanke hätte eine interessante (mehr wissenschaftliche) Story geben können, aber die actionreiche Verpackung ist einfach zu viel. Ich hatte mehr Wissenschaftsthriller erwartet, aber ich wurde in allen Hinsichten enttäuscht. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich unbedingt die Vorgänger kennen muss (trotz einiger Anspielungen, die aber meiner Meinung nach weder den Charakteren mehr Tiefe verliehen, noch die Story vorantrieben, vielleicht erfreuen sich aber Fans der Reihe daran). Kurz gesagt: Die Höllenkrone ist ein Buch, dass man nicht lesen muss. Und eine vergebene Chance für eine interessante Story. Manchmal wäre weniger (Action und Charaktere) mehr.

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Inhalt: Grayson Pierce und Seichan haben sich ein Sabbatical genommen und machen Station auf Hawai. Beide müssen die Geschehnisse der letzten Zeit hinter sich lassen und wollen sich als Paar finden. Inmitten dieses Idylls bricht eine Katastrophe in Form eines Wespenschwarms hinein. Ein riesiger Schwarm aggressiver Wespen wurde direkt über Pierce und Seichan mit Hilfe von Drohnen ausgesetzt. Sie entkommen dem Angriff nur knapp und Pierce nimmt sofort Kontakt zur Sigma Force auf. Dort ist die neue Wespenart schon bekannt und Sigma Force ist in höchster Alarmbereitschaft, denn die Insekten wurden anscheinend gezielt gezüchtet um die Menschheit auszurotten. Während Kat Bryant und Monk Kokkalis an die Ostsee reisen um den geschichtlichen Spuren der Wespen zu folgen, suchen Seichan, Pierce und Kowalski auf den Hawai-Inseln nach dem Ort, an dem die Tiere gezüchtet wurden. Doch irgendwo in der Sigma Force sitzt ein Maulwurf, denn beide Teams laufen ihrem Feind geradewegs in die Arme und der Feind ist kein anderer als die Gilde ... Fazit: In "Die Höllenkrone" läuft die Sigma Force wieder einmal zur Hochform auf und James Rollins hat damit einen Abenteuerroman geliefert, der von der ersten bis zur letzten Seite Spaß macht. Die Geschichte ist mal wieder haarsträubend und packend. Wie immer hat sich James Rollins dicht an die naturwissenschaftlichen Fakten gehalten und damit wird die Geschichte in die Nähe des Möglichen gerückt. Das fesselt dann natürlich noch einmal mehr. In diesem Buch geht es um eine Wespenart, deren Larven innerhalb eines versteinerten Fossils überleben konnten. Diese Larve wird freigesetzt und mit einem neuen, tödlicheren Gift modifiziert. Durch ihren Vermehrungszyklus ist sie quasi unsterblich und hat das Potential die gesamte Menschheit auszurotten. Die Geschichte ist also irgendwie ein Wespen-Jurrasic Park und ich kann mir gut vorstellen, dass so etwas auch in der Realität möglich ist. Die Genforschung ist in der Lage Chimären zu züchten und DNA aus tausende Jahre alten Zähne und Knochen zu extrahieren. Irgendein Wissenschaftler wird vielleicht eines Tages gerne wissen wollen ob man das zugehörige Lebewesen wieder zum Leben erwecken könnte..... vielleicht ist so etwas auch schon passiert .... Painter Crowe, Grayson Pierce, Seichan, Kat Bryant, Monk Kokkalis und Kowalski retten nun schon seit 13 Bänden die Menschheit und sind kein bißchen müde, im Gegenteil, es gibt noch immer neue Entwicklungen innerhalb des Teams. Die letzten Bände haben sich stärker auf Seichan und Pierce konzentriert, so auch in diesem Band. Im letzten Buch bekam Seichan mehr Konturen und dieser Prozess setzt sich hier fort. Sie wird nach und nach "menschlicher" und entwickelt weichere Züge. Nachdem Seichan lange Zeit kaum mehr als ein Schatten war, wird sie in "Die Höllenkrone" vollständiger, präsenter. Mir gefällt das sehr gut, denn Seichan war immer schon das Teammitglied, über das ich mehr wissen wollte. Die Bücher von James Rollins regen mich regelmäßg zum Nachdenken an, denn er zeigt die Möglichkeiten der Naturwissenschaften und was diese Möglichkeiten, in den Händen skrupelloser Wissenschaftler, entstehen lassen können. Das alles gemixt mit reichlich Schießereien und Kämpfen hat mir ein Buch beschert, dass mir so richtig Vergnügen bereitet hat. Das Buch ist zwar Teil einer Reihe, kann aber auch als "Einzelgänger" gelesen werden.

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