Leserstimmen zu
Zwei in einem Herzen

Josie Silver

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An ihrem Geburtstag verstirbt Lydias Verlobter Freddie bei einem Verkehrsunfall. Sein bester Freund Jonah, mit dem auch Lydia seit ihrer Kindheit befreundet ist, überlebt leicht verletzt. Lydia ist am Boden zerstört und trauert um ihre große Liebe. Ihre Schwester Elle und ihre Mutter kümmern sich um Lydia und schaffen es, dass Lydia nach 56 Tagen der Zurückgezogenheit wieder am Leben teilnimmt. Dies bewerkstelligt sie allerdings nur, da ihr Freddie mit Hilfe von Tabletten im Schlaf erscheint. Lydia lebt fortan in zwei Welten - eine mit und eine ohne Freddie. Die Monate sind körperlich und mental belastend und Lydia weiß, dass sie nicht ewig von einer utopischen Zukunft mit Freddie träumen kann, zumal sie in ihren Träumen feststellt, dass Freddie nicht so perfekt ist, wie sie ihn idealisiert hat. In der Realität merkt sie, wie Jonah unter dem Verlust seines besten Freundes leidet und offenbar mehr für sie empfindet als nur Freundschaft. Anders als das liebliche Cover und der Klappentext suggerieren, handelt es sich bei "Zwei in einem Herzen" nicht um eine Geschichte um den Verlust einer Liebe und der Schwierigkeit damit, Gefühle für eine mögliche neue Liebe zuzulassen. Vielmehr steht die Trauer von Lydia durchweg im Vordergrund und wie sie versucht, mit dem Tod ihres Verlobten umzugehen. Sie steckt lange in der Phase des Nichtwahrhabenwollens und flüchtet sich in eine Scheinwelt, in der Freddie lebt. Sie freut sich in der realen Welt geradezu auf ihre Auszeiten und stellt sich dann ganz konkret und erschreckend realistisch vor, wie ihr Leben mit Freddie weitergeht. Der Roman ist in Kapitel "Wach" und "Im Schlaf" aufgeteilt, was die Zuordnung der unterschiedlichen Welten beim Lesen erleichtert. Sowohl Traumwelt als auch Realität sind berührend geschildert. Auf jeder Seite spürt man, wie sehr Lydia ihren Verlobten vermisst und wie schwer es ihr fällt, sich ein Leben ohne ihn vorzustellen. Sie schöpft Kraft von den Erinnerungen an Freddie und der Vorstellung, wie ihr gemeinsames Leben weitergegangen wäre. Es ist kein Fantasyroman, sondern Lydias Art mit der Trauer umzugehen, die ich nicht als unrealistisch empfinde. Das Verhältnis zu Jonah kommt im Vergleich zu den Erwartungen, die der Klappentext weckt, allerdings zu kurz. Jonah zieht sich so sehr aus Lydias zurück, dass sie sich weder gegenseitig Halt in ihrer Trauer geben können, noch dass sich tiefergehende Gefühle zwischen den beiden entwickeln könnten. Statt einer Liebesgeschichte ist "Zwei in einem Herzen" deshalb eine Geschichte über Trauer und Trauerverarbeitung, die langsam und sehr emotional erzählt wird. Sie handelt von den kleinen Schritten zurück ins Leben und den Mut loszulassen und neu anzufangen.

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Das Cover fand ich sehr schön, ich mag die Rosa-Töne und finde es passt optisch gut zu ihrem anderen Buch. Wegen "Ein Tag im Dezember" habe ich mich auch ohne groß zu überlegen für dieses Buch entschieden. Denn ihr erstes Buch hat mir sehr gut gefallen und deswegen wollte ich unbedingt mehr von der Autorin lesen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, ich habe jede Seite verschlungen und fand es wieder einmal toll mit welchem Detailreichtum die Autorin beschreibt. Man vergisst fast alles um sich herum da man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben und driftet oftmals in die "Traumphase" ab, was ich auf der einen Seite sehr gelungen fand aber mit zunehmender Geschichte auch teilweise störend war. Meiner Meinung nach hätte man sich das ein oder andere Kapitel dabei wirklich sparen können.  Alles in allem hat mir die Geschichte aber gut gefallen, das Ende hat mich auch nochmal begeistern können und ich konnte das Buch gut ins Regal stellen!  Fazit Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen, ich hatte sogar hier und da mal ein paar Tränken in den Augen, da sie sehr emotional geschrieben ist. Die Wechsel der Perspektive bzw. der Wach- und der Traumphasen war mir manchmal etwas zu viel, auch wenn es die Geschichte bereichert hat, hätte man hier und da etwas sparen können.

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Das Buch hatte in meinen Händen die Möglichkeit ein absolutes Highlight zu werden oder eine derbe Enttäuschung. Nun, ich hatte Glück, durch @saskiasbuecher wusste ich, dass ich nicht die Geschichte aus dem Klappentext erwarten darf. Dadurch konnte ich mich ganz anders auf das Buch einlassen. Und ich liebe die Geschichte. Sie ist vielleicht sogar schöner, als die Geschichte die der Klappentext verspricht. Ich bin emotional berührt und ergriffen. Ich glaube der Zauber besteht darin, dass ich das Gefühl hatte Freddie kennen lernen zu dürfen, obwohl er bereits am Anfang des Buchs stirbt. Lydia lebt in zwei Welten. Einmal in der realen, in der sie ihre große Liebe verliert und einmal in der Traumwelt, in der die Geschichte von Freddie und Lydia weiter geht, als wäre nichts geschehen. Es ist eine „was wäre wenn“ Geschichte in der Lydia sich verliert und ich konnte das verstehen. So sehr. Ich habe so mit ihr gelitten. Ohne die Traumwelt wäre das vielleicht nur zum Teil möglich gewesen, da man Freddie sonst nicht wirklich kennen gelernt hätte. Ich habe Lydia gern begleitet, in ihrem Zwiespalt, in der realen Welt zu sein und ihr Leben in den Griff zu bekommen und den Wunsch Freddie trotzdem zu behalten. Auch wenn es nur für einige Moneten ist. Zitat: was wir haben, ist mehr als nur das hier und jetzt. Du und ich sind alle Zeit, uns wird es immer geben, wir sind überall“ 💔 Und dann ist da noch Jonah.. Freddies bester Freund. Der Klappentext verspricht eine Liebe zwischen den beiden. Einige Leser warten lange auf den Beginn. Ich glaube diese Liebe ist die ganze zeit da. Die Geschichte zwischen Jonah und Lydia ist behutsam, zurückhaltend und zum Ende trotzdem so rührend. Für mich eine ganz besondere Geschichte die ich jeden ans Herz legen kann. Aber bitte lest den Klappentext vorher nicht.

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Weiterleben

Von: Lesefee23.05

31.05.2020

„Es ging nie darum, über Freddie Hunter hinwegzukommen. […] Es gibt keinen praktischen Trauerplan. […] Vielmehr muss man herausfinden, wie man weiterlebt […].“ „Zwei in einem Herzen“ ist ein Roman von Josie Silver, übersetzt von Babette Schröder. Er erschien am 11.05.2020 als Taschenbuch im Heyne Verlag und ist in sich abgeschlossen. Nach dem tragischen Unfalltod ihres verlobten Freddie steht Lydia vor dem Scherbenhaufen ihres gemeinsamen Lebens. Wie soll sie ohne Freddie weiterleben und wie jemals wieder glücklich sein? Eigentlich ausgeschlossen, weshalb ihr die Flucht in ihre Traumwelt, in der Freddie noch lebt, herzlich willkommen ist. Doch wird Lydia mit der Traumwelt dauerhaft glücklich werden können oder gibt es für sie einen anderen Weg zurück ins Leben…? Josie Silvers Roman „Zwei in einem Herzen“ ist kein Roman, in dem es um die verlorene Liebe und die neue / alte Liebe zu seinem besten Freund geht. Jedenfalls nicht nur. Ausgehend vom Klappentext hatte ich erwartet, dass der Hauptkonflikt die aufkommenden Gefühle zu Lydias und Freddies bestem Freund Jonah sein würden. Dies ist allerdings eher nicht der Fall. Vielmehr beschreibt der Roman den Weg, den Lydia beschreitet, um ihre Trauer zu bewältigen. Mit viel Witz und Humor, aber auch tiefgehenden Gefühlen und Gedanken begleiten wir Lydia auf einem langen und steinigen Weg der Trauer und der Trauerbewältigung. Anschaulich wird dabei beschrieben, dass jeder seinen eigenen Weg für die Trauer finden muss, dass es kein Patentrezept gegen die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen gibt und dass einfach jeder Mensch anders ist. Ebenso wird deutlich, dass man zwar selbst seinen Weg gehen muss, dass man aber Hilfe und Unterstützung annehmen darf, wenn man sie braucht. Lydias Familie und Freunde übernehmen diesen Part im Roman sehr gut und sind dabei unglaublich einfühlsam, obwohl sie ebenso trauern und keine Ahnung haben, was falsch und was richtig ist. Lydia selbst war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist, ebenso wie die anderen Figuren, authentisch dargestellt und eine liebenswerte junge Frau. Während sie im realen Leben nach Freddies Tod kaum noch Freude empfinden kann und einfach nur noch am Leben teilnimmt, ohne es selbst zu planen, taucht sie nachts in eine Traumwelt ab. In dieser lebt Freddie noch und die Zeit vergeht, als ob der Unfall nie geschehen wäre. Doch während sich viele Dinge zwischen Traum und Realität gleichen, gibt es doch gravierende Unterschiede, die vielleicht der Preis für ein glückliches Leben mit Freddie sind. Denn während einer lebt, muss ein anderer gehen. Diese Moral ist uns wohl allen bekannt und wird schließlich auch Lydia bewusst. Im Laufe der Zeit erkennt sie zudem, dass sie sich nach Freddies Tot weiterentwickelt hat. Aus einer Frau, die eher im Schatten ihres Partners gelebt hat und vieles akzeptiert hat, was ihr eigentlich wehtat, wurde durch die Herausforderung des Alleinseins eine Frau, die stark und mutig ist. Sie hat es geschafft weiterzuleben und sich ein Leben aufzubauen, auf das sie stolz ist. Dies hat mir sehr gut gefallen und ist ein Zeichen für jeden, der ähnliches durchlebt oder aus anderen Gründen an seinem Leben zweifelt. Man muss das eigene Leben anerkennen als das, was es ist. Es ist unser Leben und es will gelebt werden. Es ist keine Alternative. Es ist eine Chance und zwar die beste, die wir haben. Die Erzählperspektive als Ich-Erzählung von Lydia war für den Roman sehr gut gewählt. Eindeutig wird, wie Lydia denkt und fühlt und was sie erlebt. Besonders gefallen haben mir dabei die Passagen, in denen sie sich selbst reflektiert und über Dinge nachdenkt. Durch diesen Schreibstil bekommt auch der Leser Erkenntnisse, die er sonst möglicherweise übersehen hätte. In diesem Licht betrachtet ist das Romanende ideal gewählt und auch die Parallelwelt, die mich zunächst massiv gestört und irritiert hat, ergibt rückblickend Sinn. Obwohl das Thema des Romans anders war als von mir erwartet und mich häufig an vergleichbare Bücher wie „P.S. Ich liebe dich“ erinnerte, bin ich letztendlich vom Roman überzeugt. Mit viel Gefühl, aber auch viel Humor beschreibt Josie Silver Lydias Weg aus der Trauer und gibt dem Leser viele wichtige Botschaften mit auf den Weg. Der mitreißende und leichte Schreibstil regt zum Weiterlesen und Abtauchen in die Geschichte ein. Mein Fazit: Die kontroversen Diskussionen und auch negativen Buchmeinungen zu „Zwei in einem Herzen“ kann ich nachvollziehen, teile sie aber nicht. Wenn man sich auf die Geschichte einlässt und in sie eintaucht, kann man sie lieben und verstehen. Die anfängliche Irritation wird durch viel Gefühl und eine grandiose Erzählweise wettgemacht und hat mich letztendlich überzeugt, ein leicht geänderter Klappentext würde eine bessere Vorstellung vom Inhalt geben und eine andere Erwartung wecken. Ich ziehe lediglich einen halben Stern ab, sodass es von mir 4,5 von 5 Sternen gibt.

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Vielen lieben Dank für dieses liebevoll verpackte Rezensionsexemplar. Autorin: Josie Silver Verlag: Heyne Erschienen am: 11.05.2020 Zum Inhalt: Durch einen Unfall verliert Lydia ihren zukünftigen Ehemann Freddie. Voller Trauer fällt es ihr schwer, ihren neuen Alltag zu bewältigen. Doch mit Hilfe von Schlaftabletten kann sie aus dieser Welt fliehen. Denn in ihren Träumen begegnet sie Freddie und hier durchlebt sie ihre Gefühle für ihre große Liebe erneut. In ihren Träumen sieht sie, wie ihre Zukunft mit Freddie möglicherweise ausgesehen hätte. Doch mit der Zeit wird Lydia klar, dass sie sich nicht dauerhaft in ihre Traumwelt flüchten kann. Mit kleinen Schritten geht sie also ihrem neuen Leben entgegen. Fazit: Zunächst einmal muss ich sagen, dass der Klappentext für mich keinerlei Bezug zum Inhalt der Geschichte hat. Ich hatte mir also etwas ganz anderes erwartet. Trotzdem bin ich nicht enttäuscht worden. Denn auch wenn es hier vielmehr um Trauerbewältigung, als um eine Liebesgeschichte ging, hat mich das Buch überzeugen können. Für mich war die Entwicklung der Protagonistin unglaublich authentisch. Ich fand es glaubwürdig und interessant, wie sich Lydia zurück ins Leben gekämpft hat. Das wir in Lydias Träumen zudem Einblicke in ihre Beziehung zu Freddie bekommen haben, hat mir ebenfalls gefallen. Für mich war es ein Buch, zu dem ich gerne gegriffen habe mit einer Geschichte, die mich unterhalten hat. Wer sich allerdings wie ich vom Klappentext angesprochen fühlt, sollte wissen, dass dieser mit der Geschichte sehr wenig zu tun hat. Ich wurde jedenfalls überrascht, glücklicherweise auf eine unerwartete und schöne Art und Weise.

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Ist in einem Herzen Platz für zwei großartige Männer? Die Antwort lautet Ja! Josie Silver hat mit "Zwei in einem Herzen" einen wundervollen Roman geschaffen, der sich nicht hauptsächlich um die Liebesgeschichte zwischen Jonah und Lydia dreht, sondern um Lydias Entwicklung. Ich liebe es, dass sich die Autorin so sehr auf die Protagonistin konzentriert hat und stets versucht, die richtigen Worte und Szenen zu finden, um Lydias Gefühlswelt zu beschreiben. Lydia Bird hat ihren Verlobten Freddie Hunter - wie geil ist denn bitte auch der Name? - bei einem Autounfall verloren und kämpft seitdem jeden Tag damit, ihr Leben ohne ihren geliebten Freddie zu führen. Das ist gar nicht so leicht, wenn man den Anderen mehr als 10 Jahre seines Lebens gekannt hat und derjenige von einer auf die nächste Sekunde verschwunden ist. Sie rutscht in ein gefährliches Spiel, in dem sie mit zwei Welten jonglieren muss. In der realen Welt ist Freddie tot. In der Traumwelt lebt Freddie und sie planen noch immer ihre Hochzeit und könnten nicht glücklicher sein. Doch nicht nur die Traumwelt hält sie afrecht, auch Jonah Jones ist für sie da. Sie sucht bei ihm Trost, denn er kann ihren Schmerz verstehen und ihr helfen. eben diesen Schmerz verschwinden zu lassen. Ganz so einfach ist die Beziehung zwischen den Beiden allerdings nicht, denn lange Zeit haben die Zwei gar keinen Kontakt und nachdem die Wahrheit über den Unfall herauskommt, ist Lydia noch lange wütend auf Jonah. Doch das vergeht, denn Jonah und Lydia sind schon seit der frühen Schulzeit miteinander befreundet. Also viel länger, als sie Freddie kennen und Jonah nun Freddies bester Freund wurde. Lydias Entwicklung in dieser Geschichte ist unglaublich emotional. Sie versucht mit aller Macht Freddie in ihren Gedanken und Träumen am Leben zu erhalten und so bleibt in ihrem Haus und an ihr selbst erstmal alles so, wie es ist, weil Freddie das gewollt hätte. Erst mit der Zeit erkennt sie, dass sie nicht in der stagnierenden Phase bleiben kann und etwas verändern muss. Zunächst einmal das Haus und irgendwann auch sich selbst. Spätestens als ihre Schwester Elle schwanger wird, wird ihr klar, dass ihre beiden Welten sich immer weiter von einander entfernen und setzt alles daran, zu sich selbst zurückzufinden. Zu der neuen Lydia, die in der realen Welt ohne Freddie lebt. Viel zu lange hat sie an der alten Lydia in der Traumwelt festgehalten. Die Geschichte ist nicht besonders dramatisch oder kann mit einer gravierenden Vergangenheit aufwarten. Aber sie hat authentische Charaktere. durch die einem erst wirklich bewusst wird, was es bedeutet einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich konnte mich in Lydia hineinversetzen, weil ihre Gedanken einfach so gut beschrieben waren. Ihre Handlungen konnte ich nachvollziehen, denn wer will nicht noch mehr Zeit mit dem gestorbenen Verlobten verbringen? Ich konnte aber auch die Handlungen der Nebencharaktere nachvollziehen. Besonders als Elle und Lydias Mutter sich kurzzeitig von ihr abgewandt haben. Sie haben sich schließlich monatelang um Lydia gekümmert und plötzlich ist sie nicht durch die Kraft ihrer Familie wieder sie selbst, sondern durch einen Selbstfindungstrip nach Kroatien? Da kann man als Familie schonmal durchdrehen. Auch Jonah hatte den ein oder anderen Gastauftritt in der Geschichte. Die Liebesbeziehung zwischen ihm und Lydia ist sehr schleichend, sanft und süß. Es kommen keine stürmischen Küsse und Liebesakte drin vor. Es ist einfach die Zusammenkunft zwischen zwei besten Freunden, die ihre Freundschaft für viele Jahre hintan gestellt haben und sich langsam bewusst werden, dass sie mehr füreinander empfinden. Zumindest Lydia wird sich dessen bewusst, denn Jonah weiß schon länger um seine Gfühle für Lydia. Ich habe dieses Buch geliebt! Ich hatte am Ende ein Lächeln im Gesicht und das zeichnet für mich einen guten Roman aus. Dennoch hat mir das gewisse Etwas gefehlt. Das Gefühl, dass die Geschichte etwas ganz Besonderes ist und sie sich für immer in mein Gehirn brennen wird. Dafür ist der Schreibstil wunderbar locker und leicht. Ich bin durch die Seiten geflogen, wollte wissen wie es weitergeht und wie Lydia im Endeffekt ihre Trauer bewältigen kann. Auch in diesem Werk der Autorin ist die Kapiteleinteilung einzigartig. Die komplette Geschichte erstreckt sich über mehrere Jahre und ist immer in "Wach" und "Im Schlaf" unterteilt. Am Anfang war es etwas verwirrend, doch mit der Zeit habe ich die Momente herbeigesehnt, wenn Lydia ihren Freddie noch einmal wiedersieht. Zudem macht die Geschichte riesige Sprünge und alles, was man verpasst hat, wird in ein paar Sätzen zusammengefasst, sodass man gut über die Dinge Bescheid weiß, die passiert sind zwischen zwei Kapiteln. Das Ende des Buches kommt unerwartet. Vom Gefühl her könnte die Geschichte noch ein bisschen länger dauern, aber sie hätte vor 50 Seiten auch schon vorbei sein können. Dann wäre das Ende offener gewesen. So ist das Ende einfach da, aber es passt auch wieder sehr, da Lydia endlich die ist, die sie sein soll und alles in ihrem Leben seinen Platz gefunden hat. Fazit: Eine klare Leseempfehlung! Allerdings muss man bedenken, dass man das Rad nicht neu erfinden kann und die Idee hinter der Geschichte schon des Öfteren veröffentlicht wurde. Dennoch kann das Buch mit der ganz besonderen Sichtweise Lydias und der Erzählweise der Autorin aufwarten. Ich habe bisher selten Bücher gelesen, in denen die Liebesgeschichte eher zweitranging, aber doch wundervoll ist.

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Der Vorgänger "Ein Tag im Dezember" hat viele Leser begeistert und zu Tränen gerührt. Josie Silver selbst wird auch als Romantikerin beschrieben und ihre Geschichten sind es ebenso. Romantisch und gefühlvoll! ⁣ Nun ist ihr neuer Roman "Zwei in einem Herzen" erschienen und ich freue mich in eine traurige und gefühlvolle Story abzutauchen. ⁣ ⁣ Zum Inhalt: ⁣ ⁣ Als Lydias große Liebe Freddie mit Ende Zwanzig bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kommt, bricht für sie eine Welt zusammen. Nur in ihren Träumen, in denen sie Freddie begegnet, kann sie glücklich sein. Doch Lydia findet Trost bei Jonah, Freddies bestem Freund, der neben ihm saß, als der Unfall passierte. Jonah ist der einzige Mensch, der Lydias Schmerz wirklich verstehen kann, der Einzige, für den Freddie genauso wichtig war wie für sie. Und als Jonah an einem Silvesterabend vor ihrer Tür steht, scheint aus ihrer Freundschaft etwas anderes geworden zu sein. Doch beide wissen, dass diese Liebe niemals sein darf …⁣ ⁣ Eigene Meinung:⁣ ⁣ Ganz bewusst habe ich dieses Mal den Klappentext kopiert, so wie er auf dem Buch steht. Normalerweise wähle ich meine eigenen Worte dafür. Doch dieses Mal möchte ich damit zeigen, dass aufgrund dieser Vorgabe, ich etwas anderes erwartet habe. Nämlich viel Herzschmerz, durch Trauer, aber auch durch Konflikte, die sich hier auftun, durch den besten Freund. ⁣ Die Geschichte fing auch sehr gefühlvoll an. Mir tat Lydia so unendlich leid. Die Autorin hat ein Stilmittel gewählt, welches mir zu diesem Zeitpunkt noch richtig gut gefiel und was auch, wie ich finde, wichtig war, um zu verstehen, was für eine Verbundenheit Lydia mit ihrem Freddie hatte. ⁣ ⁣ Die Kapitel wurden aufgeteilt in "wach" und in "Schlaf". Doch tatsächlich merkte ich nach ca. 200 Seiten, dass dieses Abdriften in die Traumwelt, wo Lydia sich in eine Welt mit Freddie flüchtete, mich irgendwann störte. Es fiel mir schwer zu erkennen, ob diese Traumwelt wirklich der Realität entspricht oder ob Lydia sich Teile davon schön redet. So zog die Geschichte dahin. ⁣ ⁣ Nach ca. 350 Seiten habe ich mir nochmal den Klappentext angeschaut und festgestellt, das der ein wenig in die Irre führt. Jonah hatte nicht wirklich eine Hauptrolle. Dabei hatte ich mir ganz viel Herzschmerz erhofft, vor allem wegen diesem Konflikt "bester Freund". Tränen habe ich aber nicht vergossen, lediglich einen kleinen Kloß im Hals, hatte ich, auf den letzten Seiten, wo die Geschichte dann aber auch schon endete. ⁣ ⁣ Fazit:⁣ ⁣ Viel zu spät kamen die erhofften Gefühle, was vermutlich auch an der falschen Erwartungshaltung lag. Streckenweise fand ich es zudem etwas in die Länge gezogen. ⁣

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Zum Inhalt . Als Freddie, ihre große Liebe bei einem Verkehrsunfall stirbt, bricht für Lydia eine Welt zusammen. Fortan flüchtet sie sich mit Tabletten in den Schlaf, denn dort findet eine Art Parallelleben statt, in dem Freddie wohlauf ist. Aber was hat es mit diesem Leben auf sich? Sind es vielleicht doch nur sehr reale und echt wirkende Träume von Lydia? Mehr und mehr verliert sie sich in dieser Parallelwelt und das reale Leben rückt auf die Reservebank, die Grenzen vermischen sich zunehmend. Der Preis dafür könnte zum Einen die eigene Familie sein, die von Lydia immer mehr vernachlässigt wird, zum Anderen die Chance auf neues Glück, denn Jonah, Lydias und Freddies bester Freund, wartet bereits sein ganzes Leben lang darauf Lydia lieben zu dürfen..... Für welches Leben wird Lydia sich entscheiden? . Meine Meinung . Josie Silver's Schreibstil ist unglaublich fließend. Obwohl das Buch fast 500 Seiten umfasst, ist es durchaus möglich, es an einem Tag durchzulesen, es gibt keinerlei Stolperstellen oder Sprachhürden. Der Plot selbst ist entgegen vieler Liebesromane kein Standard, sondern entspricht schon etwas Einzigartigem, das man nicht alle Tage liest. Ich persönlich wurde nicht ganz so warm mit Lydia, sie war oft zu sehr darauf fixiert, das sich die Leben ihrer Familie nur um ihre eigene Achse drehen und stehen bleiben, statt fortzuschreiten , was aber auch daran liegt, das sie Freddie verloren hat und verständlicherweise nicht loslassen wollte. Zudem hätte ich mir weniger Distanz zwischen ihr und Jonah gewünscht, sie entfernen sich doch extrem voneinander, dadurch passen die Gefühle, die sich aufbauen, nicht so ins Konzept des Verlaufs. . Fazit . Die vielen Stufen einer Trauer und die damit verbundene Bewältigung sind primäres Thema dieser Geschichte, machen sie aber nicht zeitgleich melancholisch oder dramatisch. Die Mischung stimmt einfach und ich könnte mir vorstellen, das Lydias Weg auch Lesern bei ihrer eigenen Bewältigung helfen könnte. Lockere Lesestunden für alle anderen 👍

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