Leserstimmen zu
Die Tote in der Sommerfrische

Elsa Dix

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Norderney - Krimi

Von: Katjuschka

01.04.2020

In diesem historischen Kriminalroman sind es weder die Polizei, noch Detektive, die sich um die Aufklärung der Todesumstände eines jungen Dienstmädchen bemühen. Mit der selbstbewussten aus reichem Hause stammenden Viktoria und Christian, ein aus dem Arbitermilieu kommenden Journalisten, sind es zwei junge Menschen, die sich, trotz Standesunterschied, nicht davon abbringen lassen gemeinsam nach Hinweisen über den Tathergang zu suchen. Und dabei kommen einige überraschende und unerwartete Wahrheiten ans Tageslicht. Schon das nostalgisch anmutende Cover versetzt die Leser(innen) durch Raum und Zeit. Die Autorin Elsa Dix schafft es außerdem sofort mit ihrem fesselnden Schreibstil eine sehr atmosphärische Stimmung des Jahres 1912 zu schaffen. Die Protagonisten werden sehr realistisch dargestellt - nicht nur historisch gesehen. Die beiden Hauptpersonen Viktoria Berg und Christian Hinrichs, aus deren Sicht abwechselnd beschrieben wird, haben einen Hintergrund, durch den sie einem beim lesen noch näher kommen. Die Krimielemente der Geschichte, um die es im wesentlichen geht, sind perfekt in den historischen Zeitrahmen eingefügt. Heute, mehr als 100 Jahre später, erschreckend, wie wenig Recht und Gerechtigkeit damals oft zusammen passten! Auch wenn es nur eine begrenzte Anzahl von Protagonisten in der Geschichte gibt, so hat man beim miträtseln doch relativ lange eine größere Anzahl an "Verdächtigen". Denn es gibt genügend undurchsichtige, zwielichtige und/oder unsympathische Figuren beiderlei Geschlechtes! Die verschiedenen Verknüpfungen lösen sich erst recht spät, dann aber durchweg logisch auf. Das Ende lässt mich auf ein Wiedersehen mit Viktoria und Christian hoffen....

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Leichte Unterhaltung

Von: Babette

01.04.2020

Ein leichter Roman für laue Sommertage. Für meinen Geschmack werden die Charaktere nicht genug herausgearbeitet, die Hauptpersonen hätten mehr „tiefe“ verdient. Trotzdem ein netter Krimi, eine Fortsetzung würde ich lesen.

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Federleichte Sommerfrische

Von: Ursel Müller

27.03.2020

Norderney, 1912 - als ein Dienstmädchen tot aus dem Meer geborgen wird, handelt es sich für die Inselpolizei um einen klaren Fall von Selbstmord. Davon ist jedoch der Journalist Christian Hinrichs, der sich wegen eines Artikels über die Sommerfrische auf Norderney aufhält, nicht überzeugt. Unterstützung erhält er von Victoria Berg, einer attraktiven jungen Frau, die sich nicht in ein gängiges Rollenbild pressen lassen will. Sie kannte das Dienstmädchen von früher und will der Ursache ihres Todes auf den Grund gehen. Obwohl aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammend, kommen die beiden sich bei ihren privaten Ermittlungen näher als erwartet. Und sie stoßen auf ein Rätsel, das noch mehr Menschen das Leben kosten wird. Dieser historische Kriminalroman ist leicht und angenehm zu lesen. Er lässt den Leser tief eintauchen in die Atmosphäre einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft. In die flüssige Handlung mischen sich unterhaltsame Informationen über Gepflogenheiten, Werte und Denkmuster des beginnenden 20. Jahrhunderts. Der Krimi lädt zum Miträtseln ein und überzeugt mit interessanten Charakteren, spannenden Wendungen und einer zarten Liebesgeschichte. Sehr empfehlenswert!

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Strandkrimi aus einer anderen Zeit

Von: Stefanie Sprung

26.03.2020

Zum Inhalt: 1912 in einem schönem Hotel auf Norderney. Die adelige Viktoria Berg macht noch einmal Urlaub bevor sie ihre schlecht bezahlte Stelle als Lehrerin beginnt. Die Sommerfrische ist der perfekte Ort, es wimmelt von Reichen und Adeligen und von spannenden Geschichten. Das weiß auch der Chefredakteur der "Frau von Welt" und schickt seinen Journalisten Christian Hinnrichs in das Hotel "Sommerfrische" um dort spannende Klatsch und Tratsch Geschichten der Adligen zu recherchieren. Gleich zu Beginn findet Christian im Meer eine Leiche, das Zimmermädchen Hanni, die ganz früher bei Viktoria Berg gearbeitet hat. Die Polizei behauptet, sie sei ins Wasser gegangen, aber Viktoria glaubt es nicht, denn das Mädchen hatte Ambitionen. So werden viele Gäster der Sommerfrische beschattet und interviewt. Es wird noch jemand weiteres ermordet, es werden Intrigen aufgedeckt und es entspinnt sich auch eine kleine Liebesgeschichte zwischen Viktoria und Christian. Meine Meinung: Das Buch liest sich unheimlich gut weg, es ist eine leichte Lektüre und man bekommt Sehnsucht nach dem Meer und ich würde sofort einen Urlaub an der Nordsee planen. Des Weiteren ist die Idee, die Geschichte in das Jahr 1912 zu verlegen sehr gut, dadurch fallen einfach ein paar Sachen komplett weg und ein paar spannende andere Aspekte kommen hinzu. Das Buch ist so ein bisschen konstruiert wie ein Agatha Christie Roman oder das Spiel Cluedo, der Augenarzt in der Bibliothek mit dem Bügeleisen war der Mörder. Nicht ganz so passend fand ich die feministischen Einwürfe, denn dadurch hat es etwas zu modern auf mich gewirkt. Man weiß ja, wie die Zeiten damals waren und auch, dass es Frauen damals nicht gut ging und sie keine Rechte hatten. Während ich andere Bezüge zum Kaiser und den Kolonien ganz passend fand. Auch empfand ich die Sprache als zu modern oder nicht altbackend genug, aber das ist sicherlich auch ein schmaler Grad für die Autorin. Es scheint, als wäre das Buch der Auftakt zu einer Krimireihe. Ich kann das Buch empfehlen und würde bestimmt auch noch die anderen Bücher der Autorin lesen.

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Ein erfrischender und überzeugender Krimi

Von: Bea__liest

26.03.2020

Die Tote in der Sommerfrische Das Angebot einer Illustrierten über die Reichen und Schönen auf Norderney zu schreiben spricht den Journalisten Christian Hinrichs so gar nicht an. Es ist nicht seine Welt und trotzdem führt sein Weg ihn nach Norderney, denn nach einem dummen Fehler muss er schleunigst aus Hamburg verschwinden. Auf der Insel angekommen ist alles genauso wie er es sich vorgestellt hat und einzig die Begegnung mit der Viktoria Berg bereitet ihm neuen Mut. Viktoria Berg ist anders – jung, reich und vor allem hat sie ihren eigenen Kopf und die „Etikette“ ist ihr schnurz. Sie hat Vorstellungen von ihrem Leben und möchte diese in einer Zeit, in der der Weg einer jungen Frau vorbestimmt ist, auch durchführen. Aber alles kommt anders, denn während die Reichen und Schönen ihr Leben auf der Insel, mit allen Vorzügen, genießen stürzt das Dienstmädchen Henny ins Meer und stirbt. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus, aber Viktoria die Henny kennt glaubt nicht daran und beginnt, unterstützt von Christian der Henny aus dem Wasser zog, Nachforschungen anzustellen und fördert damit einiges zu Tage was in der guten Gesellschaft nicht gut ankommt. Wie sagt man so schön: „Kam, sah und siegte“ - genauso ging es mir mit Elsa Dix Krimi „Die Tote in der Sommerfrische“. Ich habe das Cover gesehen und musste einfach mehr über das Buch wissen. Christian Hinrichs und Viktoria Berg könnten nicht unterschiedlicher sein, aber beide haben mich gleich für sich eingenommen. Ich konnte mich ganz gut in beide rein versetzen und beide waren mir auf Anhieb sympathisch. Ihre unterschiedliche Stellung in der Gesellschaft wies ihnen Schranken auf, aber beide hatten eines gemeinsam – sie wollten sich nicht in eine vorgegebene Form pressen lassen, sondern ihr Leben nach ihren Vorstellungen leben. Zeit mit ihnen zu verbringen macht einfach Spaß und alleine die Tatsache das der Krimi 1912 spielt war einfach unbeschreiblich. Von wegen sich mal gerade so ins Meer stürzen und ein bisschen baden, das war damals anders und man musste sich an bestimmte Regeln halten, genauso hatte eine Frau in dieser Zeit nichts in Kneipen zu suchen. Tja, nur das Viktoria Berg eben nichts von solchen Regeln hält und das gibt diesem Krimi die besondere Würze. Das tote Dienstmädchen führt Christian Hinrichs/Viktoria Berg zusammen und gemeinsam versuchen sie ihren Tod aufzudecken. Beiden ist von Anfang an klar das sie sich nicht selbst ins Wasser stürzte und da ihnen keiner glauben schenken mag, warum auch, schließlich war Henny nur ein Dienstmädchen, fangen sie selbst an zu ermitteln und decken einiges auf was bei manchen der Schönen und Reichen auf wenig Gegenliebe stößt, dabei lernen sie sich auch immer besser kennen und man spürt wie es zwischen den beiden knistert. Richtig gut gefallen hat mir auch das man viel aus dem Leben der beiden erfahren hat, was sie so tun wenn sie sich gerade nicht auf Norderney aufhalten und was sie aus ihrem Leben machen wollen. Spannend und fesselnd wie ein Thriller, ich hatte Fragezeichen im Kopf, es gab unerwartete Wendungen, vieles das mich zum Schmunzeln gebracht hat und es gab auch so ein kleines bisschen Amore. Alles in allem war es eine super tolle Mischung, die mich total in den Bann gezogen hat. Besonders gut gefallen haben mir die unterschiedlichen Charaktere, aber auch das dieser Krimi in einer ganz anderen Zeit spielt. Die „Sommerfrische“ ist bei mir angekommen und ich fand alles sehr erfrischend und möchte gerne mehr davon lesen. Besonders gelungen fand ich auch das Cover des Buchs und die Innengestaltung. „Die Tote in der Sommerfrische“ kann ich allen nur ans Herz legen, ein toller erster Band der mich vollends überzeugt hat und bei dem ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung freue. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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Spannend

Von: JaneDoe

25.03.2020

ein spannender Krimi, der im Jahr 1912 auf Norderney spielt, wo Reiche und Prominente urlauben. Sehr schön beschreibt die Autorin den Standesdünkel zwischen Bürgerlichkeit und Adel. Außerdem erfährt der Leser vom klassischen Bild der bessergestellten Frau, die damals oft nur ein Zierat bei der besseren Gesellschaft war. Die Protagonistin versucht, aus der konventionellen Rolle auszubrechen mit Hilfe eines Reporters, der für eine Frauenzeitschrift über Promis berichten soll. Früher war er allerdings ein Kriminalreporter, weshalb er schnell merkte, dass der Tod eines jungen Dienstmädchens kein Unfall sondern Mord war.

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spannender Krimi auf Norderney

Von: inga

25.03.2020

Dort wo die Reichen und Schönen Urlaub machen passiert ein Mord. Eigentlich unpassend für die Urlaubsinsel wo der Landadel und das aufstrebende Bürgertum ihre Sommerfrische verbringen. Der Krimi wird spannend und mit historischem Hintergrund erzählt. Man kann sich die Insel Norderney gut vorstellen. Ein Mord passt einfach nicht in die Sommerfrische des Landadels. Der Krimi ist gut erzählt und sehr spannend. Man wird öfter in eine falsche Richtung gedrängt. Es ist lesenswert.

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Norderney im Sommer 1912

Von: Gaby2707

23.03.2020

Es ist Sommer im Jahr 1912 auf Norderney. Die Reichen und Prominenten treffen sich auf der Insel um dort ihre Sommerfrische zu genießen. Unter ihnen der junge Journalist Christian Hinrichs, ehemaliger Kriminalreporter, der über diese Zeit einen Bericht für die Damenillustrierte Frau von Welt schreiben soll und Viktoria Berg, die hier ihre Zeit verbringt bevor sie ihre Arbeit als Lehrerin an einer Reformschule angeht. Sie trifft hier die ehemalige Angestellte ihres Vaters Henny Petersen, die als Dienstmädchen im Palais-Hotel arbeitet, in dem Viktoria und Christian logiert. Am nächsten Tag zieht Christian Hinrichts Henny ertrunken aus der kalten Nordsee. Warum ist das junge Mädchen ins Wasser gegangen? Oder war es gar kein Selbstmord? Da die Polizei die Sache gleich ad Acta legt, machen sich Christian und Viktoria gemeinsam auf Spurensuche. Ich habe es genossen, in die Welt der Reichen und Neureichen vor über 100 Jahren einzutauchen. Heute unvorstellbar, dass es damals unschicklich war, die Hand seiner angebeteten in der Öffentlichkeit zu halten, geschweige denn sie zu küssen. Es gibt getrennte Strandabschnitte für die Damen und die Herren. Frauen in diesen Kreisen dienen meist nur als schmückendes Beiwerk. Viktoria Berg ist da erfrischend anders. Sie ist selbstbewusst, weiß sich durchzusetzen und freut sich auf ihre neue Selbstständigkeit. Ihre Unbeschwertheit wirkt anziehend und lässt auch Christian Hinrichs nicht kalt. Auch er hat sich durchgesetzt, als Kind aus der Arbeiterklasse seinen Gymnasialabschluß geschafft und gegen den Willen seines Vaters den Beruf des Journalisten gewählt. Auch Severin von Seyfarth, Dr. Moritz Feuser und die Damen der Familie Balow, die ich hier kennenlerne, passen ausgezeichnet in die hier beschriebene Zeit und kommen authentisch und klar rüber. Ich sehe die Damen in ihren mondänen Kleidern auf der Seebrücke flanieren, sehe die Herren im Salon mit ihren Zigarren vor mir sitzen. Eine Zeit, die so gut beschrieben ist, dass ich sofort darin eintauchen konnte und mich für die kurze Zeit des Lesens dort auch wohlgefühlt habe. Trotzdem bin ich froh, in der heutigen Zeit leben zu dürfen. Die Geschichte, die sich doch schnell als Kriminalfall herauskristallisiert, ist knifflig. Aber Christian und Viktoria geben nicht auf, lassen sich auf einige riskante Manöver ein und gelangen mit ihren Spürnasen erst ganz zum Schluss der Geschichte an ihr Ziel und an die Auflösung des Falles bzw. der Fälle. Denn es gibt einen weiteren Toten. Mehr wird hier aber nicht verraten. Die 55 meist kurzen Kapitel sind mit einer zum Kapitel passenden Überschrift versehen und diese mit einem kleinen Rahmen, der ausgezeichnet zu dieser Zeit passt. Es geht um Intrigen, Erpressung, Mord, Ungehorsam, die Moral und Klassenunterschiede in der Kaiserzeit und um das ganz langsame selbstständig werden der Frau. Dieser Seebad-Krimi liest sich so leicht und locker, wirft zeitkritische Fragen auf, ist spannend und sehr unterhaltsam. Ich würde mich freuen, wenn Christian und Viktoria sich wiedersehen und vielleicht ein neues Abenteuer gemeinsam erleben würden.

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