Leserstimmen zu
Die verlassenen Kinder

Belinda Bauer

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INHALT: Die Kinder Jack, Joy und Baby Merry warteten im heißen Auto. Es war stehen geblieben und ihre Mutter hatte sich auf den Weg zur nächsten Notrufsäule gemacht. Doch sie kam nie wieder zurück… Sie wurde tot aufgefunden und der Mord konnte nicht aufgeklärt werden... Drei Jahre später. Der 14-jährige Jack versucht seine Geschwister und sich mit Einbrüchen über Wasser zu halten. Ihr Haus ist komplett vollgestopft mit Zeitungen, der Vater hat sich aus dem Staub gemacht. So versuchen die Kinder nach außen hin die Fassade aufrecht zu halten, damit das Jugendamt nichts mitbekommt und sie nicht in ein Heim müssen. Die Polizei versucht derweil „Goldlöckchen“ auf die Schliche zu kommen. Ein gerissener Einbrecher, der nicht nur Diebesgut mitgehen lässt, sondern sich auch an den Lebensmitteln bedient und in Kinderbetten schläft. Ein „Fanghaus“ muss her… MEINUNG: Allein der Prolog hat mich sehr neugierig gemacht auf das Buch. Mir taten die drei Kinder so leid, die in der brütenden Hitze ihre Mutter suchten, die einfach nicht zurückkam. Bald wird klar, dass sie ermordet wurde. Besonders Jack leidet darunter, dass der Mord an der Mutter vor drei Jahren immer noch nicht aufgeklärt wurde. Er macht sich Vorwürfe, dabei tut er alles, um so gut er kann, für seine Schwestern zu sorgen. Dadurch wird er dem Leser trotz seiner Einbrüche sympathisch und seine Geschicklichkeit und sein „Können“ sorgte bei mir immer wieder für Erstaunen. Trotzdem leidet man mit den drei Kindern mit, die in einem einzigen Chaos aus Zeitungen leben und wenig zu essen haben. Das Buch beinhaltet verschiedene Erzählstränge, wodurch es etwas dauert, bis die Geschichte an Fahrt gewinnt und an Spannung zunimmt. Trotzdem mochte ich die verschiedenen Perspektiven, da sie für Abwechslung beim Lesen sorgten. So lernt man schließlich die schwangere Cathrin kennen, die Drohungen erhält und feststellen muss, dass jemand sein Unwesen in ihrem Haus treibt. Auch die Ermittlungsarbeit kommt immer mehr ins Spiel, die sich als nicht unbedingt einfach herausstellt. Tatsächlich wirkt die Polizei hier ziemlich tollpatschig. Genau wie Jacks Einbruchs-„Künste“, wird das vielleicht etwas überspitzt dargestellt, wodurch Figuren & Handlung zwar ein bisschen an Authentizität einbüßen, jedoch an Unterhaltungswert gewinnen. Ich persönlich fand das für zwischendurch ganz amüsant und habe es gerne gelesen. Besonders die kleine Merry ist mir dabei sehr ans Herz gewachsen, wie sie neugierig ihre Nachbarin vollquatscht. Die Einführung der Ermittler hätte ich mir etwas geschmeidiger und weniger trocken gewünscht. Hier und da gab es ein paar Längen, die jedoch nie lange anhielten. Am Anfang der Geschichte war ich interessiert, auch wenn die Spannung hier recht gering war. Ab ca. der Hälfte des Buches hatte ich dann aber das Gefühl, einen Krimi zu lesen. Vermutlich auch deshalb, da hier mehr auf die Ermittlungsarbeit eingegangen wurde. Vorsichtshalber möchte ich aber noch eine TRIGGERWARNUNG aussprechen – es findet Gewalt an schwangeren Frauen statt! FAZIT: Wer etwas überspitzen Figuren & Handlungen mag und wer mit der (groben) Schilderung von Gewalt an schwangeren Frauen gut zurechtkommt, dem kann ich das Buch empfehlen. Mich konnte die Geschichte gut unterhalten. 4/5 Sterne!

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Jack ist 11 Jahre alt, als seine Mutter ihn mit seinen zwei jüngeren Schwestern im Auto zurück lässt um den Pannendienst zu rufen. Zu dem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass er sie nie wieder sehen wird. Ein paar Jahre später steigt Jack in fremde Häuser ein um sich und seine Schwestern mit dem Nötigsten versorgen zu können. Als er durch Zufall einen Hinweis auf den Mörder seiner Mutter findet, versucht er zunächst auf eigene Faust zu recherchieren. Wird er den Mörder überführen können? Belinda Bauer hat hier einen sehr spannenden Kriminalfall geschaffen, in dem es nicht nur um das Verbrechen selbst geht. Gekonnt schildert sie das Leben des Jungen und welch große Verantwortung er übernommen hat. Man kann sich sehr gut vorstellen was in den einzelnen Personen vorgeht. Einzig das Handeln des Mörders konnte ich schlecht nachvollziehen. Der Spannungsbogen flacht ab und zu etwas ab, was dem Ganzen keinen Abbruch tut. Es gibt zum Teil auch Passagen die mich zum Schmunzeln gebracht und andere Passagen, welche mich sprachlos zurückgelassen haben. Das Ende hat mich doch etwas überrascht und lässt mich mit vielen Fragen zurück.

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Wieder einmal habe ich bei den Verlagsvorschauen gestöbert und bin auf das Buch von Belinda Bauer Bauer „Die verlassenen Kinder“ gestoßen. Der Vorschautext war sehr kurz und dennoch, hat mich das Buch sofort gepackt. Kennt Ihr das Gefühl, dass euch schon nach wenigen Zeilen das Buch völlig fasziniert und sofort damit beginnen wollt? Dieses Buch hat bei mir genau diesen „Knopf“ gedrückt. Ob es dann auch diese Faszination halten kann, ist eine andere Frage, die ich weiter unten gerne beantworten werde. Der Goldmann Verlag war so freundlich und hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – dafür vielen Dank! Folgender Vorschautext hat mich gefangen genommen: »Bleibt im Auto. Ich bin gleich wieder da.« Das sind die letzten Worte, die der elfjährige Jack von seiner Mutter hört. Bis sie zurückkommt, soll er auf seine beiden kleinen Schwestern aufpassen. Doch sie kommt nicht zurück, sondern wird bald darauf ermordet aufgefunden. Jahre später ist der Täter noch immer nicht gefasst, und Jack trägt noch immer die Verantwortung für Joy und Merry. Mit Einbrüchen hält er sich und seine Schwestern über Wasser. Als er endlich auf die entscheidende Spur stößt, ist er fest entschlossen, den Mord an seiner Mutter zu rächen … Der Vorschautext ist auch gleichzeitig so ziemlich der Anfang dieses Buches und hatte sofort die Eingangsbeschriebene Wirkung auf mich. Es ist die Story, aber auch dieser unglaublich lebendige und fesselnde Schreibstil. Grandios Bildhaft und Gänsehaut erzeugend beschreibt Belinda Bauer die Geschichte der 3 Kinder die „verlassen“ wurden. Die stetig steigende Spannung ist für mich mehr Thriller als Kriminalroman. Hier hat man meiner Meinung nach etwas zu tief gestapelt. Zu dieser dynamischen Spannung kommt eine perfekt dosierte Art von Humor dazu, welche einem trotz der Dramatik der Geschichte oft ein Schmunzeln in Gesicht zaubert. Die Ermittler um den Chef Marvel sind genial ausgesucht und beschrieben. Die Faszination in dem Buch war für mich nicht nur die Suche und die Spannung nach dem Täter, sondern auch wie es nach dem Schicksalsschlag für die Hinterbliebenen weiterging. Wie sich Jack, der älteste der 3 Kinder, um seine Geschwister kümmert und wie er sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Mutter macht. Die Story ist auf mehreren Ebenen erzählt was die Spannung ebenfalls nach oben treibt und nicht bremst, wie es in vielen anderen Büchern der Fall ist. Ich habe zuvor noch nie ein Buch von Frau Bauer gelesen aber ich kann versprechen, dass es auf keinen Fall mein letztes von ihr sein wird. Jederzeit und immer wieder. Eine ganz klare Leseempfehlung.

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Jack ist elf Jahre alt, seine Schwestern Joy und Merry sind 9 und 2 Jahre, als ihre Mutter Eileen plötzlich verschwindet. Die Kinder warten im Auto auf sie, während sie zur Notrufsäule geht, weil das Auto stehen geblieben ist. Von dort verliert sich ihre Spur. Jack ist überzeugt, dass seine Mutter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Drei Jahre später hält er sich und seine Schwestern mit Einbrüchen über Wasser. Bei so einem Einbruch entdeckt er etwas, was Licht ins Dunkel über das Verschwinden seiner Mutter bringt. Die Anfangsszene, die Kinder, die alleine im Auto warten bis ihre Mutter zurückkehrt, ist sehr dicht beschrieben. Belinda Bauer hat ein Händchen für Szenen, die sie so realistisch beschreibt, dass man als Leser die Angst buchstäblich fühlen kann. Sehr mit gefühlt habe ich mit Jack und seinen Schwestern. Gezeichnet durch den Verlust der Mutter, zeigen die drei Geschwister alle Facetten eines Traumas auf. Jack gerät auf die schiefe Bahn, Joy zieht sich in eine Scheinwelt zurück und die Jüngste, Merry lechzt nach Anerkennung. Erstaunt war ich über die Entwicklung der Geschichte. Was im Klappentext so tönt, als ob das eventuelle Verbrechen an der Mutter der drei Kinder im Vordergrund steht, rückt erst mal ziemlich in den Hintergrund. Denn über längere Passagen geht es zwar um die drei Kinder, doch da werden oft Gefühle und das schwierige Leben ohne Eltern thematisiert. Erstaunt hat mich, dass niemand bemerkt, dass drei minderjährige Kinder ohne Elternteil oder sonstige Verwandten in einem Haus leben. Ab und zu empfand ich dadurch den Plot leicht konstruiert. Dann bekommt ein Strang rund um die schwangere Catherine und ihren Mann Adam sehr viel Raum. Lange konnte ich mir nicht erklären, wie das mit den elternlosen Kindern zusammen hängen könnte. Und schlussendlich erfährt man noch, wie findige Ermittler eine Einbruchserie zu stoppen versuchen. Der Fokus der Erzählung liegt zuerst ganz klar nicht auf den Ermittlungen. Weder in dem vermeintlichen Verbrechen an Eileen Bright, noch im Fall der Einbruchserie. Es wird im Gegenteil sehr viel Wert darauf gelegt, das Leben einzelner Figuren zu thematisieren und die schlussendlich schlüssig zu verstricken. Bis es soweit ist, muss man einige Längen überwinden. So ufert zum Beispiel eine Passage über ein Abendessen mit Freunden von Catherine und Adam leicht aus. Schlussendlich wird doch noch ermittelt. Und nach und nach fallen die Puzzleteile an Ort und Stelle ! Was ich lange als unvorstellbar angesehen habe, gelingt der Autorin ganz toll. Alle Stränge verbinden sich zu einem grossen und schlüssigen Ganzen. " Die verlassenen Kinder " ist ein unkonventioneller Krimi, auf dessen Fokus lange nicht die Auflösung der Verbrechen oder kriminellen Aktivitäten liegt.

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Jacks Mutter bittet den Jungen, auf seine kleineren Geschwister aufzupassen. Sie verlässt das defekte Auto am Straßenrand, und wird nie mehr lebend gesehen. Einige Jahre danach meint der kleine Junge von einst, den Mörder gefunden zu haben. Er beschließt, dass er ihren Tod rächen will. "Die verlassenen Kinder" ist ein packender Krimi mit enorm hoher Spannung und dynamischen Perspektiven, der von Anfang bis Ende zu fesseln weiß. Ich habe schon mehrere Krimis von Belinda Bauer gelesen, und war mir von vornherein sicher, dass mir ihr neuestes Buch gefallen wird. Obwohl Titel und Aufmachung ihrer Romane auf mich eher unscheinbar wirken, hat man es bei dieser Autorin mit Originalität, fesselnder Dynamik und einem exzellenten Schreibstil zutun. Der Krimi beginnt sofort mit der Szene am Straßenrand, als Jack und seine Geschwister von der Mutter im Wagen zurückgelassen werden. Sie sei gleich wieder da, und gehe zur nächsten Notrufsäule, meinte sie zum Abschied. Jetzt sitzen die Kinder im Auto. Es ist brütend heiß. Der Verkehr fegt vorbei, und neben Durst und Straßenstaub steigt ein mulmiges Gefühl auf. Jahre später ist aus dem 11-jährigen Jack vom Auto am Straßenrand, ein begnadeter Einbrecher geworden, der mit seinen Diebstählen die kleine Familie über Wasser hält. Dem Leser offenbart sich hier ein Bild der Trostlosigkeit, der physischen wie emotionalen Vernachlässigung, und sieht sich einer Situation gegenüber, die kräftig an die Nieren geht. Gleichzeitig kämpft der findige Jack mit harten Bandagen und hat sich mittlerweile sogar als unfassbarer Einbrecher einen Ruf bei der Polizei gemacht. Während der nächtlichen Raubzüge meint er, den Mörder seiner Mutter entdeckt zu haben. Und alles in ihm dürstet nach Gerechtigkeit. Diese Ausgangslage ist durch mehrere fesselnde Perspektiven verfeinert. Es geht um den vergangenen Mord, die Einbrüche, die polizeilichen Ermittlungen und eine schwangere Frau, die Angst in ihrem eigenen Haus hat. Daraus ergibt sich mitreißende Dynamik, die mich kaum zur Ruhe kommen lassen hat. Die Sichtweisen wechseln sich im gekonnten Cliffhanger-Stil ab. Sie scheinen zusammenhangslos und als Leser stellt man erste Vermutungen an. Dabei ergibt sich nach und nach ein klares Bild der Ereignisse, wobei sich die Perspektiven eindrucksvoll rund ineinander fügen. Neben Jack steht Ermittler Marvel mit seinem Team im Vordergrund. Marvel habe ich schon in einem anderen Buch der Autorin kennengelernt, und mir gefällt es, wie trefflich diese Figur hier ins Geschehen platziert ist. Jedenfalls ist Marvel ein ungepflegter Griesgram, der sich grämt, weil er derzeit Einbrüche statt Morde betreut. Allerdings zeigt er innovative Ideen, und verschafft sich und seinem Team Erfolg versprechende Vorteile, die nicht immer so funktionieren, wie sie es sich wünschen. Dieser Aspekt wirkt auffallend glaubhaft auf mich. Belinda Bauer veranschaulicht, die mühseligen Facetten von ermittlungstechnischer Arbeit, und wie demotivierend die Realität der Verbrechensbekämpfung sein kann. Allerdings bewegt sich das Geschehen - wie bereits erwähnt - auf mehreren Ebenen, wodurch sich ein komplexer Spannungssog gleichermaßen abseits der Ermittlungen ergibt. Die Handlung selbst ist in meinen Augen ein exzellenter Krimi, der sogar mit einer ordentlich Portion Thrill aufwartet. Die Spannung ist von Beginn an gegeben, das Erzähltempo ist enorm, dadurch blättern sich die Seiten mit jedem Abschnitt schneller um. Abschließend ist zu sagen, dass „Die verlassenen Kinder“ ein spannender Pageturner ist. Fesselnd und mitreißend treibt dieser Krimi seine Leser an, und lässt sie das Buch kaum aus der Hand legen. Für Krimifans ein Lesemuss.

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Inhalt: 1998: Es ist heiß, zu heiß um im Auto zu bleiben, also nimmt Jack seine Schwestern und marschiert die Autobahn entlang um seine Mutter zu suchen. Jacks Mutter Eileen hat Jack und seine Schwestern im Auto zurück gelassen um an einer Notrufsäule einen Abschleppwagen zu rufen. Doch Jack findet seine Mutter nicht und Eileen wird nie wieder zu ihren Kindern zurück kehren. Sie wurde ermordet. 2001: Catherine ist alleine zu Hause. Nicht ganz alleine, bei ihr ist ihre Katze und das Baby in Catherines Bauch. Als sie Geräusche hört ist sie sich nicht ganz sicher, ob Chips die Katze klappert oder ob vielleicht ein Einbrecher im Haus ist. Mit einer Vase bewaffnet durchsucht sie das Haus und findet auf dem Küchentisch ein Messer, daneben eine Karte mit der Botschaft: "Ich hätte dich töten können". Catherine ist zu Tode erschrocken, beschließt aber dennoch ihrem Mann nichts davon zu erzählen. Jack hält unterdessen seine Familie mit Kleindiebstählen über Wasser. Als er in Catherines Haus nach Brauchbarem sucht erkennt er ein Messer wieder. Das Messer, mit dem seine Mutter umgebracht wurde.... Fazit: Für mich wurde dieser hervorragende Krimi zurecht für den Man Booker Prize nominiert. Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Nicht nur der Kriminalfall hat mich gefesselt, sondern auch Belinda Bauers lebendige Schreibweise und ihre detaillierten Beschreibungen der Kulissen. Zum Beispiel die Beschreibung von Jacks Zuhause. Sein Vater kauft seit Eileens Tod jede Woche Zeitungen im Wert von 40 Pfund. Joy, Jacks Schwester wacht über diese Zeitungen und stapelt sie. Sie stapelt sie aufeinander, nebeneinander und stapelt sie dann wieder um. Jack hat die Wanderung der Stapel genau im Blick und integriert diese in den Alltag. Statt einen Stapel Zeitungen wegzuwerfen, der auf dem Herd liegt, schraubt er die Sicherung des Herdes heraus, damit die Zeitungen nicht versehentlich in Brand geraten. Die Lähmung der Familie ist in der Beschreibung des Hauses mehr als spürbar, doch innerhalb dieser Lähmung strukturiert Jack die Bedingungen. Er ändert sie nicht, er strukturiert sie. So hat Belinda Bauer schon nach wenigen Seiten die Figur des Jack so plastisch herausgearbeitet, dass ich ihn einfach länger auf seiner Suche nach dem Mörder von Eileen begleiten wollte. Im ganzen Roman schient mir nichts zufällig, fast jedes aufeinander treffen der Figuren war weit weg von Zufall, sondern schon fast schicksalhaft, trotzdem wirkte die Geschichte überhaupt nicht konstruiert. Mich haben auch die vielen kleinen Geschichten innerhalb der Geschichte fasziniert. Jede der Figuren hat ihre eigene Geschichte und sogar ihre Namen erzählen diese Geschichte weiter, obwohl es schon sehr amüsant ist, dass der unwirsche DCI ausgerechnet Marvel heißt ;) Mir hat der Krimi sehr, sehr gut gefallen und ich werde mit Sicherheit noch mehr von Belinda Bauer lesen.

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Der neue Krininalroman von Belinda Bauer wird als "Spannungsroman der Extraklasse" angepriesen. Der Beginn ist auch sehr vielversprechend im Jahr 1998 und der Leser erfährt gleich, wie es zum Verschwinden der Mutter kam. Dann wechseln die Kapitel immer abwechselnd ins Jahr 2001 und ich fand mich zeitweise schwer in der Geschichte zurecht. Die Zusammengehörigkeit der Charaktere waren mir nicht klar und die Spannung nahm ab. Im Fokus stand nicht die polizeiliche Aufklärung des Mordfalls, sondern das Leben der Familie nach der Tat. Als positiv zu erwähnen ist, dass die Charaktere, vor allem Jack, sehr authentisch beschrieben wurde, seine psychischen Probleme fand ich sehr eindrucksvoll. Die Tatsache, dass das eigentliche Opfer bei so einer schrecklichen Tat die Hinterbliebenen sind, wurde nur allzu deutlich klar. Das Cover gefällt mir gut und ist passend. Fazit: Ein Kriminalroman mit einigen Längen. Ich vergebe 3,5/5⭐

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