Leserstimmen zu
DUNKEL

Ragnar Jónasson

Die HULDA Trilogie (1)

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Enttäuschung pur!

Von: Krimifan

14.08.2020

Krimifan am 14. 08. 2020 um 22:55 Ihr Kommentar wartet auf Modertaion. Als Spiegel Bestseller hatte ich mich auf die Lektüre gefreut, zumal die kurzen Klappenkommentare sehr vielversprechend klangen. Die Enttäuschung kam doch recht schnell auf. Der Inhalt zog sich mit ewigen Abschweifungen, die der Handlung rein gar nicht dienlich waren. Meine Motivation war die Hoffnung, dass es doch nun bestimmt gleich spannend wird und alles ein Ziel verfolgt. Nach der Hälfte des Buches, noch immer nichts, ich wollte aufgehen. Beendet habe ich den Roman dann doch, einfach um zu sehen, wie schlecht es noch werden kann. Kurz vor Ende dann wirklich eine unfassbar einfache und kurze Lösung. Seeeehr enttäuschend. Ein großes Minus bekommt auch die Aufmachung, man hätte so viel Papier sparen können. Permanent leere und halb volle Seiten. Teil 2 und 3…..kein Interesse!

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Hulda Hermannsdóttir ist 64 Jahre alt und steht kurz vor der Pensionierung. Einen letzten Fall, einen „cold case“ soll sich die isländische Kriminalkommissarin noch aussuchen, bevor sie aus dem Polizeidienst ausscheidet. Sie wählt kurz entschlossen den unaufgeklärten Todesfall der russischen Asylwerberin Elena. Seit einem Jahr sind die Ermittlungen dazu eingestellt und sehr schnell erkennt Hulda, dass die wenigen Ergebnisse ihres Kollegen Alexander lückenhaft und schlampig sind. Bei ihren Nachforschungen gerät Hulda selbst in größte Gefahr. Der isländische Journalist, Übersetzter und Anwalt Ragnar Jónasson hat schon mehrere Kriminalromane geschrieben. Mit DUNKEL, dem ersten Teil der Hulda-Trilogie ist mir dieser Autor erstmalig aufgefallen. Sehr gut aufgefallen, möchte ich sagen. Es sind drei Erzählstränge, die Jónasson langsam einander annähert. Huldas aktuelle Situation, die Notizen einer ermordeten Frau und Huldas komplizierte und schicksalhafte Familiengeschichte. Behutsam schreibt der Autor über die Nöte einer alleinerziehenden Frau im Island der 1950er, über die entwürdigende Situation von Asylwerberinnen und über die Ungerechtigkeiten, denen Hulda als alternde Frau im Polizeidienst ausgesetzt ist, in dem Solidarität unter Männern mehr wiegt als Kompetenz. „Vielleicht lag es an der Schnelligkeit, mit der die meisten Elena vergessen hatten, warum es Hulda so schwerfiel, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Elena hatte in einem fremden Land Zuflucht gesucht und nur ein nasses Grab gefunden. Und niemanden kümmerte es. Hulda wusste, wenn sie diese letzte Gelegenheit, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, nicht ergriff, würde sich nie wieder jemand die Mühe machen, und Elenas Geschichte geriete in Vergessenheit. Sie würde einfach das Mädchen bleiben, das nach Island gekommen und gestorben war.“ Jónassons Ermittlerin Hulda Hermannsdóttir ist keine gewöhnliche Protagonistin. Sie ist nicht mehr die Jüngste, arbeitet noch ganz nach alter Schule, hat ein gutes Gespür, Augenmaß und ist hartnäckig. Eigentlich könnte sie sich ein schönes Leben machen, mit ihrem neuen Bekannten Pétur eine Romanze beginnen, mit der Vergangenheit abschließen. Doch sie will nicht hinnehmen, dass sie aufs Abstellgleis geschoben wird, räumt nicht freiwillig für einen jungen aufstrebenden männlichen Kollegen das Feld. Vielleicht ist gerade ihre Hartnäckigkeit der größte Fehler, den sie je begangen hat. „Sie hasste es, Fehler zu machen. Sie hasste es wirklich, Fehler zu machen.“ Dieser Einstieg in eine Trilogie hat es in sich und diese wartet mit einem Finale auf, das unerwartet und ungewöhnlich ist.

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Top Buch

Von: Lea aus Hannover

07.08.2020

So sollten richtige Bücher geschrieben sein finde den Inhalt richtig unterhaltsam.

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Hulda Hermannsdóttir arbeitet als Kommissarin auf Island. Mit ihrem Team hatte sie immer Schwierigkeiten; der reine Männerverein wollte eine Frau nicht dulden oder zumindest nicht als gleichberechtigt ansehen. Eigentlich sollte sich die Kommissarin auf ihren verdienten Ruhestand freuen. Tatsächlich aber will sie gar nicht in Rente gehen: Umso überraschender kommt es für sie, dass sie schon ein halbes Jahr vorher in den Ruhestand versetzt wird. Eines noch kann Hulda Hermannsdóttir sich ausbedingen: Sie darf einen alten, ungelösten Fall aufgreifen. Nur wenige Tage bleiben ihr, um ein ungelöstes Rätsel zu entschlüsseln. Die Kommissarin greift sich einen eigentlich unscheinbaren Fall heraus: Vor einem Jahr ertrank eine Asylbewerberin aus Russland im Meer. Ein Unfall, vielleicht auch Selbstmord. Huldas Kollege hatte schlampig ermittelt. Bald schon kommen neue Details ans Licht: Die Frau könnte als Prostituierte gearbeitet haben. War der Asylantrag vielleicht nur eine Tarnung? Allerdings sollte dem Antrag tatsächlich stattgegeben werden. Wieso sollte sich die Frau umgebracht haben, kurz nachdem der Traum eines neuen Lebens in Island in Erfüllung ging? Irgendetwas stimmt da nich, merkt Hulda schon nach kurzer Zeit. Sie stürzt sich in den Fall und kommt der Lösung sehr nahe. Ragnar Jónasson hat einen fesselnden Thriller vorgelegt. Hulda als Heldin ist ein überzeugender Charakter: Irgendwie verbittert, aber auch mutig und zielstrebig, irgendwie ein einsamer Mensch und doch ein angenehmer Zeitgenosse. Der Krimi nimmt schnell an Fahrt auf und endet so abrupt wie unerwartet. Große Unterhaltung!

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Ich mag die Art von diesen Büchern. Gerne weitere solche veröffentlichen.

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Ich würde das Buch "Dunkel" eher als Krimi anstatt als Thriller einordnen. Ich bin total begeistert von dem Buch und der Idee dahinter, dass man mit dem Ende beginnt und mit dem Angang "aufhört". Ich hatte wirklich sehr hohe Erwartungen an das Buch und wurde nicht enttäuscht. Wir haben eine ganz tolle Haupt Protagonistin und ein tolles Land welches in allen drei Büchern vorkommt: Island. Der Autor schreibt wirklich sehr detailreich und spannend, somit kann man das Buch kaum aus der Hand legen und verbleibt mit angehaltenem Atem. Für mich war es ab dem ersten Kaptiel klar, dass ich die weiteren Bücher auch lesen MUSS! Eine absolute Leseempfehlung von mir für alle Spannungsfans :-)

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"Dunkel" von Ragnar Jónasson - Band 1 der Hulda-Triologie Die Kommissarin Hulda Hermannsdóttir wird vorzeitig in den Ruhestand geschickt. Doch zum Abschluss darf sie sich einen "cold case" aussuchen. Ihr Kollegen halten aber nichts davon, als sie erfahren, welcher Fall es ist. Und so begleitete ich Hulda bei ihrem letzten Fall und ihren Bedenken bezüglich der Einsamkeit in der Pensionierung. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es war leicht und flüssig zu lesen und doch immer interessant. In die einzelnen Charaktere habe ich gut hereingefunden und konnte selbst entscheiden, wer mir mehr und wer mir weniger sympathisch war. Auch die isländische Natur kam gut zur Geltung. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil, welcher 15 Jahre vor dem ersten spielt und hoffe, dass ich es wieder vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekomme. 😉

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Dunkel über Hulda

Von: Daisy Warwick

31.07.2020

Island hat rund 365.000 Einwanderer. Pro Jahr gibt es zwei bis drei Morde. Zählt man jedoch alle Getöteten der isländischen Kriminalliteratur der letzten Jahre zusammen, ergibt sich eine ziemliche Dezimierung der Bevölkerung. Nichtsdestoweniger; ich liebe Krimis aus Island und habe viele gelesen: Alle Bände über Kommissar Erlendur von Arnaldur Indridason, übrigens auch alle seine anderen Bücher, weiterhin alle Romane von Yrsa Sigurdardóttir, wobei ich mit Rechtsanwältin Dóra mehr anfangen kann als mit Psychologin Freyja und Kommissar Huldar. Nun also Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, und kurz vor ihrem Ruhestand bei der Aufklärung eines alten Falles. „Dunkel“ von Ragnar Jónasson ist der erste Teil einer „Retro-Trilogie“: die ‚Fortsetzungen‘ „Insel“ und „Nebel“, die im Juli bzw. September 2020 erscheinen werden, behandeln das Geschehen viele Jahre zuvor. Im aktuellen Roman sind drei Handlungsstränge verwoben: Erstens, Hulda während ihrer letzten Arbeitstage vor dem von ihr unerwünschten Ruhestand sowie beim vorsichtigen Aufbau einer Beziehung zu einem ebenfalls verwitweten Mann. Zweitens, eine schwierige Mutter-Kind-Beziehung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg und drittens, ein Winterausflug mit tödlichem Ausgang. Wie alles zusammenhängt, wird dem Leser schnell klar, zumal sich das Buch flüssig liest und die kurzen Kapitel dazu verleiten, einmal mehr umzublättern und weiterzulesen. So lernt man Hulda kennen als effiziente und eher farblose Person, ausgeschlossen aus den existierenden Männerbünden ihrer Dienststelle, gewissermaßen unsichtbar und unterschätzt von ihren Kollegen, aber mit einer Vergangenheit, die es in sich hat! Auch ihren letzten Fall und einen weiteren Mord klärt sie auf, obwohl es niemand wirklich will, - doch um welchen persönlichen Preis! Warum man sich beim Verlag für eine Übersetzung aus dem Englischen entschieden hat, kann ich nicht nachvollziehen; immerhin steht dadurch eine weitere Sprache „dazwischen“. Meine anderen Iceland-Krimis wurden direkt vom Isländischen ins Deutsche übersetzt: dabei wurde auch berücksichtigt, dass man sich in Island mit Vornamen anredet und duzt. Ich glaube, dass auch der heutige deutsche Leser damit leben kann. Mit dem jetzigen Grusel-Ende kann ich mich noch nicht abfinden, vielmehr warte ich gespannt auf die folgenden beiden Teile in der Hoffnung, dass uns hier noch eine Überraschung bevorsteht.

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