Leserstimmen zu
Commissaire Le Floch und die silberne Hand

Jean-François Parot

Commissaire Le Floch-Serie (5)

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Und mal wieder habe ich nicht gemerkt, dass es bereits ein fünfter Teil einer Reihe ist – was aber auch nicht schlimm war, da man wirklich gut in die Story reinkommt und auch Hintergründe zum Leben von Le Floch gut erklärt bekommt. Sprachlich hat mich der Autor direkt überzeugt. Ich habe angefangen zu lesen und die Seiten glitten nur so durch meine Finger. Die Mischung aus historischem Flair und spannendem Kriminalfall ist überaus gut gelungen. Man hat das Gefühl direkt in die Geschicke der damaligen Zeit hineingezogen zu werden und bekommt ein authentisches Gefühl dafür, wie hart das Leben zu dieser Zeit für das gemeine Volk gewesen sein muss. Das französische Original besteht aus insgesamt 13 Bänden und ich bin schon sehr gespannt, welche noch übersetzt werden. Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und ich bin mir sicher, dass ich noch andere Teile lesen werde dieses Mal vielleicht in chronologischer Folge.

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"[...] weil Ereignisse, von denen wir unseren Ruin erwarten, manchmal zu unserer Rettung führen [...]" (Seite 30) Paris im Oktober 1774: Im Stadthaus des Ministers Saint-Florentin wird die Hausangestellte Marguerite Pindron mit durchgeschnittener Kehle in der Küche gefunden. Jean Missery, der Hausverwalter, liegt bewusstlos und verletzt in unmittelbarer Nähe, und auch eine vermeintliche Tatwaffe wird dort sichergestellt. Der Hausbesitzer selbst setzt Nicolas Le Floch auf den Fall an. Dieser untersucht den Tatort und die Leiche, und ihm fallen sofort ein paar rätselhafte Details auf, z.B. die Art der Wunde, die nicht vom am Tatort gefundenen Messer stammen kann, blutige Fußspuren und die Tatsache, dass die Hausangestellte Schmuck und Schuhe trug, die viel zu luxuriös für sie waren. Während sich Le Floch auf den Mordfall konzentrieren möchte, hat sein neuer Vorgesetzter, der Polizeipräfekt Le Noir, andere Pläne: Le Floch soll sich zudem um den Fall von zwei verschwundenen Mädchen aus guter Familie, um verdächtige Fremde im Garten von Versailles sowie um eine Viehseuche im Faubourg Saint-Antoine kümmern. Von den ersten beiden Bänden der Reihe um Commissaire Le Floch war ich restlos begeistert, den dritten Band fand ich im Vergleich etwas weniger gelungen, der vierte hat mir kaum gefallen - aber zum Glück habe ich weitergelesen, denn der fünfte Band der Reihe ist wieder gewohnt spannend, düster und lehrreich. Im fünften Band gelingt es dem Historiker Jean-François Parot wieder, den Leser ins 18. Jahrhundert zu versetzen, eine spannende Geschichte zu erzählen und eine überzeugende Stimmung zu erzeugen, die einem die Zeit König Ludwig XVI. nahebringt. Dabei erfährt der Leser nicht nur vom Leben am Königshof in Versailles sowie vom Leben der Adligen in Paris selbst, sondern erhält auch Einblicke in den Alltag des "einfachen Volkes", der Armen und Ärmsten. Besonders gelungen fand ich hierbei den literarischen Ausflug nach Bicêtre, das unter Ludwig XVI. als Hospital, Irrenhaus und Gefängnis genutzt wurde. ‚Commissaire Le Floch und die silberne Hand‘ hat mich neugierig auf den sechsten Band der Reihe gemacht und ist - wie die anderen Bände der Reihe - eine Zeitreise ins absolutistische Frankreich, in die Epoche des Ancien Régime. Jean-François Parot starb am 23. Mai 2018. Auf Französisch liegen 13 Commissaire-Le-Floch-Bände vor. Die Veröffentlichung der deutschen Übersetzung des sechsten Bandes ist meines Wissens noch nicht geplant. Dies sind die bereits erschienenen Bücher der Reihe: Die Welt des Commissaire Le Floch (kostenloses Ebook) 1. Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel 2. Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten 3. Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale 4. Commissaire Le Floch und das Gift der Liebe 5. Commissaire Le Floch und die silberne Hand Jean-François Parot: Commissaire Le Floch und die silberne Hand. Band 5 der Commissaire-Le-Floch-Reihe. Aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn. Karl Blessing Verlag, 2019, 464 Seiten; 17 Euro.

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Diese Reihe des im letzten Jahr verstorbenen Jean-Francois Parot brilliert durch ihre historische Genauigkeit. Liegt bestimmt daran, dass Parot von Beruf Historiker war und sein Augenmerk auf die Epoche der Aufklärung insbesondere in Paris richtete. Heraus kam bisher bei jedem der wieder aufgelegten Krimis ein herausragender Roman mit viel fundiertem Hintergrundwissen und einer Story, die mich das Buch nur schlecht aus der Hand legen lässt. Für mich ein Sonntags-Buch für ausgiebige Lesezeiten! Geistig im Paris anno 1774 Man riecht den fauligen Gestank der Gassen und Latrinen, den süßlichen Geruch der Verwesung und den Puder der feinen Gesellschaft. Man fühlt mit denen mit, die es besser haben könnten und rümpft die Nase über die Widerwärtigkeiten mancher Leute. Und freut sich an dem geschickt ermittelnden le Floch. Es ist, wie bisher immer, ein unheimlich gut aufgesetzter Krimi. Wenn man sich noch zusätzlich für die damalige Zeit interessiert, ist man bestens mit diesem Buch (dieser Reihe) bedient!

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