Leserstimmen zu
Wir träumten von Kuba

Chanel Cleeton

Die Kuba-Saga (2)

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Chanel Cleeton setzt ihre pathetische Kuba Saga fort. In dem Roman geht es erneut um die aus dem ersten Teil (Wir träumten von Havanna) bekannte Zuckerdynastie-Familie Perez. Auch diesmal hat Chanel Cleeton eine gute, spannende und unterhaltsame Geschichte zu erzählen. Das Cover ist bunt gehalten. Im Vordergrund des Bildes sieht man eine elegant gekleidete Frau, welche mit ihrer rechten Hand die Tür eines Autos ergreift. Im Hintergrund sind ein Gebäude und Palmen sowie ein weiteres Auto abgebildet, welche aus Palm Beach stammen könnte. Der Klappentext fasst den groben Hintergrund der Handlung kurz und prägnant zusammen und legt dem Leser dabei die konkreten Details der Handlung noch nicht offen. In der Story geht es um die jüngere Schwester von Elisa Beatrix Perez, welche zusammen mit ihrer Familie in Florida im Exil lebt. Der Handlungszeitraum führt die Leser dabei in die 1960iger Jahre zurück, weshalb eine zeitliche Einordnung sehr einfach ist. Die wesentlichen Themen der Story sind: Heimatliebe, Flucht, Liebe, Familie, Politik sowie Spionage. Beatrix Perez, als Hauptprotagonistin, ist von Anfang an eine selbstbewusste Frau, welche im Laufe der Erzählung immer mehr Verantwortung für ihr eigenes Handeln tragen muss. Sie zeugt von einem starken Charakter, welcher in den entscheidenden und auch brenzligen Situationen erstaunliche Reaktionen hervorruft. Zur Seite steht ihr ein starker Nebendarsteller. Nicolas Preston, Senator und am Anfang auch auf seine Karriere bedacht, zeigt im Laufe der Story sehr tiefgründige und feinfühligen Reaktionen. Durch die besondere Verbindung zu Beatrix, welche eine Mischung aus Beziehung und Affäre zeichnet, gibt er der Geschichte einen ganz besonderen Reiz. Eine weitere interessante Nebenfigur ist der CIA-Agent Mr. Dwyer, welcher der Geschichte einen ziemlich auffälligen roten Faden verleiht. Die Spannung der Erzählung findet durch die besondere Situation der Kuba-Krise in den 60iger Jahren einen sehr monumentalen Rahmen. Der Aufbau der Geschichte ist chronologisch und es sind nur einzelne kurze Zeitsprünge erkennbar. Der Schreibstil der Schriftstellerin ist locker und gut lesbar. Die Geschichte lebt mehr von der Spannung und den Dialogen. Es wird dabei auf detailverliebte Sprachfinessen verzichtet. Als Zielgruppe des Romans kommen sowohl Anhänger historischer Romane, Liebesromane, auch als auch Fans der 60iger Jahre in Frage. Er ist wegen seiner romantischen Thematik tendenziell aber eher für Frauen geeignet. Ich bin insgesamt mit der Geschichte zufrieden gewesen. Als Kritikpunkt ist festzuhalten, dass die Autorin manche besonderen Ereignisse in der Geschichte als einfach gegeben hinnimmt und keinerlei Hürden oder Hindernisse zur Zielerreichung für die Protagonisten beschreibt. Ich bedanke mich bei Random-House für die Bereitstellung des Rezensions-Exemplars.

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>>Wie viel einfacher doch alles war, als wir noch Mädchen waren, stimmt's? Da konnten wir tun und lassen, was wir wollten, ohne uns große Sorgen um die Folgen machen zu müssen. Ich vermisse diese Zeit. Die Freiheit, die darin lag. Aber wir sind keine ;Mädchen mehr, und es kommt der Moment, an dem man sich entscheiden muss. ...<< „Wir träumten von Kuba“ von Chanel Cleeton – der zweite Teil der Kuba-Saga und dieses Mal begleiten wir Beatriz auf ihrem Weg. Paslm Beach 1960: Schon seit einiger Zeit lebt Beatriz Perez mit ihrer Familie in Florida im Exil. Der Verlust ihrer Heimat, ihrer Freunde und ihres Bruder lassen hier Herz weiter bluten und neben all den vergangenen Tiefschlägen ist es die politische sich zuspitzende Lage Kubas, die Sehnsucht nach Havanna und nicht zuletzt die Liebe, die ihrem Leben viele Hürden auferlegen und Beatriz als Person prägen. Auch der zweite Band der Kuba-Saga hat mir sehr sehr gut gefallen! Neben den politischen Ereignissen, Wendungen, der Kluft zwischen Kuba und Amerika gibt es eben hier wieder eine ganz besondere und wie ich finde unglaublich starke Frau der Perez Familie kennenzulernen. Ihr Weg ist wahrlich nicht leicht und dennoch schafft die Autorin es unglaublich toll die Hoffnung für Beatriz nie aus den Augen zu verlieren und das Herz weiter für Havanna schlagen zu lassen, auch wenn es viele Meilen entfernt ist. Für mich persönlich war dieser zweite Band gefühlsmäßig sogar noch intensiver mitzuerleben als Band 1 und beim Lesen schlug mein Herz selbst voller Sehnsucht nach Havanna. Von mir an dieser Stelle wieder eine absolute Leseempfehlung und ein kleiner Hinweis: Meiner Meinung nach können die Bücher auch unabhängig voneinander gelesen werden, da es sich hier jeweils um eine andere politische Situation handelt und es um eine jeweils andere Schwester geht ;-)

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Es empfiehlt sich, den ersten Band vorab zu lesen, um die Familiengeschichte und Hintergründe für die Flucht aus Havanna und Beatriz Beweggründe für ihre Spionage zu verstehen. Es gibt zusätzlich zur eigentlichen Handlung in den Jahren Anfang 1960 einen kurzen zweiten Handlungsstrang im Jahr 2016 (unmittelbar nach Fidel Castros Tod). Auch wenn die gesamte Erzählung im Präsens stattfindet (1960 in der Ich-Form aus Beatriz´ Sicht und 2016 aus der Perspektive eines Erzählers), hatte ich zu Beginn Schwierigkeiten in die Handlung einzusteigen. Denn im Gegensatz zum ersten Teil der Saga, in dem die Handlungsstränge der beiden Protagonistinnen Elisa Ende der 1950er Jahre und der Enkelin Marisol im Jahr 2017 immer wieder wechseln und für einen guten Lesefluss sorgen, werden dieses Mal ausschließlich Beatriz' Erlebnisse geschildert und ihre Rolle im politischen Geschehen zum Hauptplot gemacht. Von Mutter Perez' Suche nach passenden Ehemännern für ihre Töchter und dem Versuch in den USA ein gewisses Ansehen zu erlangen, hält Beatriz nichts. Sie treibt ein gefährliches Spiel: sie beginnt eine Affäre mit einem mächtigen Politiker und gleichzeitig arbeitet sie als Spionin für die CIA. Auch wenn ihr innerer Konflikt, die Heimat und geliebte Menschen zu retten und ihren ermordeten Bruder Alejandro zu rächen, oft berührend beschrieben wird, fehlt es an Spannung und realistischen Szenen. Auf den Showdown war ich gespannt und mit der Auflösung bin ich nicht ganz zufrieden. Positiv ist aber die Gestaltung des Charakters, denn Beatriz ist eine selbstbewusste und starke Frau, abenteuerlustig und mutig, unbekümmert und impulsiv. Sie möchte im Leben (finanziell) unabhängig bleiben statt schmückendes Beiwerk an der Seite eines Mannes. Erneut erhält der Leser zusätzlich interessante Einblicke in die politische Situation Kubas und der USA (Machtwechsel Batista/Castro, Wahl Kennedys zum Präsidenten und seine Ermordung, Beginn des Kalten Krieges). Auch wenn einiges nur am Rande gestreift wird, schadet ein wenig Hintergrundwissen nicht. Das Nachwort der Autorin gibt der ganzen Geschichte wieder eine zusätzlich persönliche Note und im Epilog schließt sich der Kreis der Handlungen aus aus Band 1 und 2. Obwohl mir stellenweise die Handlung zu langatmig und konstruiert erscheint und ich mir aufgrund des ersten Teils der Saga mehr versprochen habe, kann ich den zweiten Band denen empfehlen, die sich für politische Intrigen, Spionage und die Geschichte Kubas in Verbindung mit der der USA interessieren. Fazit: Die Fortsetzung einer Familiensaga voller politischer Intrigen und Leidenschaft für Kuba, dieses Mal jedoch mit dem Schwerpunkt Spionage statt Familiengeschichte. Der Roman ist unterhaltsam und informativ und gibt einen guten Eindruck über die politischen Verhältnisse und das Leben der Exil-Kubaner Anfang der 1960er Jahre in Florida. Leider reicht er in Bezug auf Spannung und Handlungen nicht ganz an den ersten Teil heran.

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Ich habe bereits den ersten Teil dieser Saga um die Geschwister Perez aus Kuba, die im Exil in Florida leben, gelesen. Beschreibung des Buches: „Wir träumten von Kuba“ ist 2019 im Heyne Verlag als Taschenbuch mit 493 Seiten erschienen. Auf dem Titelbild sieht man eine schick gekleidete junge Frau in den Straßen Havannas. Die Originalausgabe heißt „When we left Cuba“, übersetzt aus dem Amerikanischen wurde dieser Roman von Jens Plassmann Kurze Zusammenfassung: In diesem Teil der Kuba Saga um die Geschwister Perez geht es um Beatriz. Die Geschwister wohnen in Palm Beach. Die Schwestern sind im heiratsfähigen Alter und besonders Beatriz soll an den Mann gebracht werden. Doch die hat ihre eigenen Pläne. Ihre Sehnsucht nach Vergeltung an Fidel Castro und der Wunsch Havanna wieder zu sehen, treiben sie in die Arme der CIA. Doch dann verliebt sie sich auch noch in den Senator und engsten Mitarbeiter Kennedys und das auch noch in den Zeiten der schärfsten Krise zwischen Kuba und den USA… Mein Leseeindruck: Von dem ersten Band dieser Reihe war ich schlichtweg begeistert. Bei diesem Buch dauerte es länger, bis ich so richtig in die Geschichte um Beatriz hineinfand. Der erste Teil war somit etwas langatmig. Ob es an der Übersetzung lag (der erste Roman wurde von einer anderen Übersetzerin ins Deutsche übersetzt...) oder an dem doch noch tiefer gehendem Geschichtlich/Politischen des Romans? Im Vergleich zum ersten Band handelt dieser Roman eigentlich ausschließlich von Beatriz in den 1960er Jahren. Es gibt nur ein paar wenige Kapitel, die im Jahr 2016 spielen. Die anderen Familienmitglieder spielen nur zu einem kleinen Teil eine Rolle hier. Der Roman ist aus der Sicht Beatriz erzählt. Mir hat die Liebesgeschichte um Beatriz, aber auch ihre doch sehr spannenden geheimdienstlichen Aufgaben ganz gut gefallen, doch hätte ich mir noch mehr Bezug zum ersten Teil der Reihe gewünscht. Irgendwie ist mir das erste Buch der Reihe etwas abwechslungsreicher und geheimnisvoller in Erinnerung geblieben. Es war deutlich warmherziger geschrieben. Wer an der Kubanischen Geschichte interessiert ist, der findet das Geschichtliche gut in diesem Roman verwoben. Fazit: Mich konnte dieser Teil der Saga nicht ganz so überzeugen, wie der erste Roman dieser Reihe, trotzdem warte ich gespannt auf eine Fortsetzung.

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Wow, was für ein toller Nachfolger zu „Nächstes Jahr in Havanna“. Ich bin absolut beeindruckt! Wie auch schon der erste Band, der direkt auf Kuba in den 50er Jahren sowie in der Neuzeit spielte, befasst sich dieses Werk wieder mit der Familie Perez, die schließlich vor der Gewaltherrschaft Fidel Castros fliehen musste. Sie flohen schweren Herzens während der kubanischen Revolution und mussten fast alles zurücklassen. Tief in ihrem Herzen aber sind sie Kubaner geblieben. Besonders Beatriz hat es schwer getroffen. Sie liebt und vermisst ihr Land sehr, aber sie verachtet auch Fidel, den sie für den Tod ihres Zwillingsbruders verantwortlich macht. Sie schmiedet Rachepläne und will ihn tot sehen. Wir kennen Beatriz Perez aus Band eins als große Schwester Elisas, deren Asche Enkelin Marisol viele Jahre später auf Kuba verstreut. Damals war für die Geschwistermädchen aus reichem Hause in Havanna die Welt noch in Ordnung war. Doch selbst da schon war Beatriz nicht für die Versuche ihrer Mutter zu haben, sie möglichst schnell mit einer guten Partie zu verheiraten, mit einem Mann, der ihr ein Leben in Luxus bieten könnte. Sie wollte studieren und frei sein. Inzwischen als Exilantin in den USA lebend, ist sie getrieben von Hass, arbeitet mit gefährlichen Leuten zusammen und … verliebt sich in den falschen Mann! Ihr Herz schlägt für ihn aber auch für Kuba … kann es hier Gewinner geben? Ich liebe den Schreibstil der begabten Autorin Chanel Cleeton, bei der man in jeder Zeile ihre eigene Liebe zu Kuba spürt. Gefühlvoll beschreibt sie den Leidensweg, den die in Miami angesiedelten Kubaner angetreten haben, da sie so viel verloren haben. Ihr Herz brennt für die Heimat und doch sind sie zwiegespalten, denn wann werden sie sie wiedersehen? Anschaulich beschreibt die Autorin den Umbruch auf Kuba, die Invasion an der Schweinebucht bis hin zur Ermordung des beliebten amerikanischen Präsidenten Kennedy. Im Vergleich können die meisten Geschichtslehrer einpacken! Wenn ich auch die Handlungen der hübschen Protagonistin im roten Kleid nicht immer nachvollziehen kann, so kann ich doch mit ihr fühlen und bin voller Bewunderung für sie. Beatriz, die Frau mit der man bis zum heutigen Tag rechnen muss … Unbedingt empfehlen würde ich, den ersten Band auch wirklich zuerst zu lesen. Dieser entflammte bei mir den Wunsch, dieses geheimnisvolle Land einmal selbst besuchen zu dürfen. Ein Wunsch, der sich mit „Wir träumten von Kuba“ weiter manifestiert hat. Von mir gibt es fünf volle Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Nachdem mir der erste Band schon so gut gefallen hat, hatte ich mich riesig auf diese Fortsetzung mit der Geschichte von Beatriz, der Schwester von Elisa gefreut. Sie erschien im ersten Band schon als die geheimnisvolle und unabhängige Schwester, was meine Neugier noch weiter geweckt hat. Das Cover ist wieder sehr gut gelungen; ohne je in Kuba gewesen zu sein fängt es für mich die Stimmung und Atmosphäre, die ich dort erwarte, perfekt ein. Die alten Autos und Gebäude, gepaart mit dem Kleidungsstil der 60er Jahre, in denen die Geschichte spielt. Ausnahmsweise gefällt mir das Cover sogar besser als das vom englischen Original. Chanel Cleetons Erzählstil, gepaart mit Jens Plassmanns Übersetzung, war wieder ein absoluter "Page-Turner". Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so sehr haben mich ihre Worte in der damaligen Zeit gefangen genommen. Ich scheine ein mir bisher noch nicht bekanntes Faible für Agenten / Spionen Geschichten zu haben, denn abermals hat mich die Spannung in Zusammenhang mit diesen Aktionen total gefesselt und schier wahnsinnig gemacht. Und das im positiven Sinne. Für meinen Geschmack hätte es sogar noch etwas mehr Richtung Thriller gehen können, doch auch so war die Geschichte einfach nur perfekt. Neben dem Spionagethema hat mich auch wieder der politische Hintergrund in den 60er Jahren fasziniert. Ich mochte es schon in Ken Folletts Jahrhundertsaga und auch jetzt hat es mich jedesmal gefreut von J.F. Kennedy und dem kalten Krieg zu lesen. Allerdings passieren diese Dinge nur am Rande, wenn sie auch die Handlung von Beatriz maßgeblich beeinflussen, in ihrem Traum Kuba aus Fidels Fängen zu retten und den Tod ihres Zwillingsbruders zu rächen. Beatriz ist eine unglaublich starke und emanzipierte Frau, vor allem für die damalige Zeit. Heute wäre sie einfach nur eine Frau der jetzigen Zeit, mit ihrem Unwillen zu heiraten und selbstständig zu bleiben. Sie möchte selbst etwas aus eigener Kraft erreichen, studieren und niemandes hübsches "Beiwerk" sein oder auf der Tasche liegen. Es ist bewundernswert wie sie das bereits in der damaligen Zeit schafft, den gesellschaftlichen und elterlichen Erwartungen zum Trotz. Sie ist trotzdem noch um den guten Ruf ihrer Familie bedacht und versucht ihre nicht-eheliche Beziehung geheim zu halten. Die Geschichte startet mit dem Tod von Fidel und einer Flasche Champagner, die Beatriz zu diesem Anlass geschickt bekommt. Zwischendurch gibt es immer mal wieder eine kurze Sequenz in diese Gegenwart, der Rest der Geschichte spielt in der Zeit der 60er Jahre. Es blieb für mich bis zum Schluss spannend, von wem diese Flasche nun geschickt wurde, da nicht nur ein Mann hierfür in Frage kam. Beatriz steht im Laufe der Geschichte immer wieder zwischen zwei Männern: Eduardo, ein enger Freund aus Kuba, und Nick, ein amerikanischer Politiker. Für beide empfindet sie ganz unterschiedliche Gefühle und ist zwischenzeitlich hin und hergerissen. Die CIA spielt mit diesen Emotionen, sowie ihrem Drang nach Rache, um sie für sich zu gewinnen und zu manipulieren. Es war spannend zu lesen, wie Beatriz mit immer offeneren Augen in diese Gespräche und Verhandlungen geht, stets darauf Bedacht ihre eigene Agenda zu verfolgen - mal mehr, mal weniger erfolgreich. Ich bin teilweise nur so durch die Seiten geflogen, so sehr hat mich Beatriz' Schicksal (oder Bestimmung?) und ihr eigenbestimmter Weg gefesselt und mitgenommen. Ich wünsche mir noch viele weitere so spannende Geschichten aus der Feder von Chanel Cleeton, vielleicht ja sogar wieder vor dem Hintergrund von Kubas Geschichte.  Ich kann dieses Buch, welches auch für sich alleine gelesen werden kann, aber auch das erste Buch "Nächstes Jahr in Havanna" jedem Nahe legen, der gerne Geschichten über starke Frauen vor etwas geschichtlichem Hintergrund liest. Toller Schreibstil, interessante Charaktere und fesselnde Storyline - was will man mehr? :) 

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Die Kuba-Saga geht in die zweite Runde! Ging es im ersten Band der Reihe noch speziell um Elisa Perez und die letzten Tage der Revolution in Kuba, so widmet sich „Wir träumten von Kuba“ ihrer älterer Schwester Beatriz. Die wohl schillerndste und selbstbewussteste der Perez-Schwester! Die Familie landet 1960 in Palm Beach, zu einem Leben im Exil verdonnert! Vor allem Beatriz ist getrieben von der Sehnsucht nach Havanna und zerfressen von der Vergeltung an Fidel Castro und dessen Regime, der ihr alles genommen hat: nicht nur das Vermögen und ihr Land, sie macht ihn vor allem für den Tod ihres Bruders verantwortlich. Doch Beatriz ist intelligent, schön, und leidenschaftlich! Es dauert nicht lange, bis die ersten wichtigen und einflussreichen Männer der jungen Frau ihre Aufmerksamkeit schenken. Und nicht nur die leidenschaftliche Affäre mit einem Senator, bringt sie in ernste Schwierigkeiten … Auch wenn es bereits einige Monate her ist, dass ich „Nächstes Jahr in Havanna“ gelesen habe, bin ich doch wieder wunderbar in die Geschichte hineingerutscht. Der Schreibstil ist nicht nur spannend und mitreißend, er ist bildlich und detailverliebt, dennoch fesselt er den Leser unheimlich in der Erzählung. Wie schon im ersten Teil merkt man die persönliche und innige Bindung der Autorin zu ihrem Land. Chanel Cleetons Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich auf dem Anwesen der Perez. Erlebe Beatriz inmitten ihrer Familie unter der strengen Hand ihrer Mutter. Doch anders als ihre Schwestern ist sie nicht auf eine Heirat und Familie aus. Sie hat ein einziges Ziel – Rache! Leider waren aber gerade das die Szenen, die mich etwas zum Nachdenken gebracht haben. Beatriz scheut keine Mittel um an ihr Ziel zu kommen, auch nicht die Zusammenarbeit mit einschlägigen Geheimverbindungen zur amerikanischen Regierung. Beatriz soll zwar nicht die Welt retten, à la James Bond, sie wird aber dennoch als ausschlaggebendes Rädchen im Getriebe dargestellt. Mir persönlich hat die Art und Weise und auch die Wuchtigkeit, die dieses Thema in dem Buch einnimmt leider gar nicht gefallen. Für mich machte es den Anschein, dass unsere Protagonisten mit Evita Perron verglichen werden sollte. Auch Geschichtlich betrachtet können wir hier von der Autorin wieder einiges lernen. Zwar nicht so ausschweifend und geradlinig wie noch im ersten Band, aber für Interessierte ist sicher einiges dabei! Gerade was die Machtübername Castros und das Einwirken des frisch gewählten Präsidenten Kennedys auf Kuba angeht, wird in diesem Buch einiges klarer …

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"Wir träumten von Kuba" von Chanel Cleeton ist nun Band 2 der Kuba-Saga und darauf war ich schon richtig neugierig. Wir befinden uns im Jahr 1960 und die Familie Perez, die vor einiger Zeit aus Kuba geflohen ist, lebt nun in Palm Beach. Zu gut habe ich die Bilder von ihrer Flucht aus Kuba, den schrecklichen Tod von Alejandro noch vor meinem inneren Auge. Hier im Exil in Florida versuchen sich die Perez eine neue Existenz aufzubauen. Beatrix kann jedoch den Verlust ihrer Heimat, ihrer Freunde und den Verlust ihres Bruders nicht verwinden. Sie hat nur einen Wunsch, und zwar Vergeltung an Castro und seinem Regime. Sie will den Tod ihres Bruders rächen. Doch die Kluft zwischen Amerika und Kuba wird immer größer und Beatriz gerät zwischen die politischen Fronten. Als jedoch noch die Liebe ins Spiel kommt - eine Liebe die nicht sein darf - wird es äußerst gefährlich.... Einfach spitze! Man merkt einfach die persönliche Bindung der Autorin zu Kuba, denn ihre Familie stammt ursprünglich aus diesem Land. Der Schreibstil ist einfach wieder herausragend und wie schon bereits im ersten Band, hat mich auch diese Geschichte von der ersten Zeile an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich auf dem Anwesen der Perez in Palm Beach. Erlebe Beatriz inmitten ihrer Familie unter der strengen Hand ihrer Mutter. Doch anders als ihre Schwestern ist Beatriz nicht auf eine Heirat und Familie aus. Sie hat ein einziges Ziel - sie will ihren Bruder rächen. Und hier gibt es viele Szenen, die bei mir für Gänsehautfeeling sorgen, denn Beatriz scheut keine Mittel um an ihre Ziel zu kommen. Wir erfahren viel über die Geschichte Kubas und das hat mich schwer beeindruckt. So wird Geschichte einfach lebendig. Beatriz ist für ich eine ganz außergewöhnliche starke Frau, die ich bewundert habe - wirklich sehr beeindruckend. Nur als ich den Prolog zu Beginn der Geschichte gelesen habe, hatte ich ein gewisses Bild vor Augen, das mich sehr berührt hat. Und am Ende des Buches aber wieder ein Lächeln im Gesicht. Eine gefühlvolle Geschichte, die mich auch nachdenklich bemacht hat. Für mich das erste Lesehighlight im Jahr 2020. Eine spannende, packende und unterhaltsame Lektüre, die mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Das Cover passt ja auch wieder wunderbar. Selbstverständlich vergebe ich für dieses besondere Lesevergnügen 5 Sterne.

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