Leserstimmen zu
Das Kaffeehaus - Bewegte Jahre

Marie Lacrosse

Die Kaffeehaus-Saga (1)

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Ein Café in Wien

Von: Eliza

14.01.2021

Marie Lacrosse hatte mich schon mit ihrer Weingut-Trilogie begeistert, aber diesmal legt die Autorin noch eine Schippe drauf. Der Auftakt zur Kaffeehaus-Saga ist einfach grandios. Das Cover ist für die Epoche sehr gut gewählt und geschmacklich gut gestaltet. Gerade die cremefarbenen Töne und die angedeuteten Gebäude im Hintergrund gefallen mir gut. Der Klappentext ist auch gut gewählt, da er zwar schon recht viel verrät und trotzdem die Vorfreude auf das Buch schürt. Historisch interessierten Personen ist aber der Ausgang des Romans aufgrund der historischen Fakten sowieso bereits bekannt. Wien zur Zeit Kaiserin Sisis hat seit jeher seine Faszination auf viele Menschen ausgeübt, nicht erst seit den Filmen von Ernst Marischka mit Romy Schneider und Karl-Heinz Böhm in den Hauptrollen. Marie Lacrosse schafft es auf famose Weise Wien am Ende des 19 Jhd. zum Leben zu erwecken. Das Flair, die Stimmung und das Lebensgefühl werden in hervorragender Weise eingefangen. Das Kaffeehaus erwacht zum Leben und man kann sich die Räumlichkeiten wunderbar vor dem eigenen Auge entdecken, so plastisch beschreibt die Autorin die Geschehnisse im Café Prinzess. Der Roman besticht vor allen Dingen durch seine exzellente Recherche (soweit ich dies beurteilen kann). Hier findet man nicht das kleinste Haar in der Suppe, der Roman ist überaus stimmig und vermittelt ein in sich geschlossenes Gesamtbild. Besonders die Figuren haben es mir wieder in dem Roman sehr angetan. Ich mag diese differenzierte und ausgefeilte Darstellung der Figuren. Dies sind wir zwar auch schon von den Weingut-Romanen der Autorin gewöhnt, doch ich empfinde es in diesem Roman noch einmal besser gelungen. Gerade die innere Zerrissenheit einiger Protagonisten stellt die Autorin sehr plastisch und glaubwürdig dar. In diesem Roman hat die Autorin zudem mit Sophie und Richie echte Sympathieträger geschaffen, die sich als fiktive Personen wunderbar in die Riege der historisch verbürgten Personen hineinfinden und mit ihnen auf überzeugende Weise agieren. Der Roman wird weitestgehend chronologisch erzählt, ein paar wenige Zeitsprünge sind durch die vorangestellten Zeit- und Ortangaben sehr gut zu erkennen. Bis auf wenige Ausnahmen, so schildert die Autorin in ihrem Nachwort, hat sie sich an die exakten Datierungen der Ereignisse gehalten. Die Themen des Romans spiegeln die gesamte Bandbreite der Zwischenmenschlichen Beziehungen wie zum Beispiel: Liebe, Leidenschaft, Trauer, Intrigen wieder. Aber auch die politischen Aspekte der Zeit kommen nicht zu kurz. Auch die Gesellschaft Wiens wird sehr gut und überzeugend dargestellt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen. Marie Lacrosse schafft es von der ersten Seite an den Leser zu fesseln und mit in die Geschichte hin einzuziehen. Dabei achtet die Autorin auch auf eine authentische Sprache ihrer Protagonisten, die der damaligen Zeit angemessen ist. Der überaus positive Gesamteindruck des Romans wird von den zahlreichen Zusätzen noch verstärkt. So finden sich drei Karten zu Beginn des Buchs auch ein Personenverzeichnis, welches die rasche Orientierung im Roman gewährleisten. Abgerundet wird der Roman durch das Nachwort (hier Wahrheit und Fiktion genannt) und einem Glossar sowie einem Quellenverzeichnis. Diesen Auftakt zu der neuen Trilogie von Marie Lacrosse lege ich ausnahmslos allen Lesern ans Herz, denn die Autorin stößt hier zweifelslos in neue Sphären ihres Könnens vor, welche die Vorfreude auf die beiden weiteren Bände ins unermessliche Steigern. Ich bedanke mich sehr bei Marie Lacrosse für diesen wunderbaren Roman, der hoffentlich noch viele Leser finden wird. Unserem Wiedersehen fiebere ich derweil entgegen und hoffe sehr, dass es nicht mehr all zu lange dauern wird und wir es vielleicht noch dieses Jahr irgendwie schaffen, aber in der Zwischenzeit sind die Bücher eine sehr willkommene Unterhaltung. Ich bedanke mich ebenfalls bei der Verlagsgruppe Random House und dem Goldmann Verlag sowie Katrin Cinque für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.

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Heute möchte ich dir das Buch "Kaffeehaus - Bewegte Jahre" von Marie Lacrosse vorstellen. Die Autorin hat auch die sehr erfolgreiche Reihe "Das Weingut" geschrieben. Als ich erfahren habe, das Marie Lacrosse eine historische Buchreihe geschrieben hat die in Wien spielt, wusste ich eins. Ich muss das Buch "Das Kaffeehaus bewegte Jahre" unbedingt lesen! Die Kaffehaus Reihe wird eine Trilogie rund um die Komtess Sophie von Werdenfels (dies ist ein fiktiver Charakter). Bevor ich nun mit der Rezension anfange, muss ich eine Sache sagen. Ich liebe Wien und ich interessiere mich sehr für die Geschichte (bin seit meiner Kindheit ein Sisi Fan) unter anderem auch für die Geschichte rund um die Habsburger. Deshalb habe ich mich auch so über das Buch gefreut :) Meine Meinung Handlung Wien in den 1880er Jahren: Die junge Komtess Sophie von Werdenfels lebt mit ihrer Familie in einem Palais in Wien. Sie hat hier ein schönes Leben, bis ihr Vater stirbt und ihre Mutter erneut heiratet. Nach der erneuten Heirat ihrer Mutter wird das Cafe Princess ihres Onkels immer mehr zu ihrem Zufluchtsort, da Sophie mit ihrem Stiefvater nicht gut auskommt. Dort lernt sie dann auch den charmanten Richard Löwenstein kennen, für den sie Gefühle entwickelt. Ihre beste Freundin Mary Vetsera ist für sie auch sehr wichtig. Diese verliert sich jedoch immer mehr in die Schwärmereien zu dem Verheirateten Kronprinz Rudolf. Als es dann noch zu der verhängnisvollen Affäre zwischen dem Kronprinz und Mary kommt, ahnt niemand, dass das gesamte Kaiserreich erschüttert wird. Schreibstil und Charaktere Dadurch da in dem Buch viele Personen vorkommen, habe ich am Anfang ein bis zwei Kapitel gebraucht, bis ich in der Geschichte war. Ab da konnte ich das Buch nur noch schlecht weglegen, da mich der Schreibstil und die Geschichte sehr fesselten. Ich konnte mir durch ihren lebhaften Schreibstil die Orte, die beschrieben wurden, gut vorstellen. Dadurch sind schnell Bilder in meinem Kopf von den Orten und Figuren im Kopf entstanden. Man merkt beim Lesen auch direkt, wie viel sich die Autorin mit der Geschichte auseinandergesetzt hat und wirklich intensiv recherchiert hat. Das Nachwort am Ende des Buches hat mir somit auch sehr gefallen, hier geht Marie noch mal auf die Fakten der Geschichte z.B. wie sich der Tod des Kronprinzen zugetragen haben könnte. Hierzu gibt es ja auch alle möglichen Theorien. Eine weitere Sache, die mir auch sehr gefallen hat ist, dass man eine Figur aus einem anderen historischen Roman von Marie wieder hier wieder trifft. Sophie von Werdenfels war mir von Anfang an als Protagonistin sympathisch. Sie ist eine mutige junge Frau, die mit der Zeit immer mehr für die Dinge kämpft, die für sie wichtig sind. Sophie steckt jedoch zwischen den Erwartungen, die die Gesellschaft an eine junge Komtess hat fest und so wird es ihr nicht einfach gemacht ihrem Onkel im Cafe Princess zu helfen und das zu machen, was sie gerne tut. Mit Richard von Löwenstein hatte ich am Anfang so meine Probleme. Ich konnte mancher seiner Handlungen nicht so recht nachvollziehen, besonders am Anfang der Geschichte. Gegen Ende wurde er mir immer sympathischer, konnte mich aber noch nicht ganz von sich überzeugen. Fazit Mit diesem historischen Roman hat Marie Lacross meinen Geschmack voll und ganz getroffen! Mich hat es besonders fasziniert, wie sie so einfach die fiktive Handlung mit der historische zusammenfließen lässt. Nachdem ich das Buch beendet hatte, hatte ich mich selbst noch mal einige Tage mit dem Tod des Kronprinzen und Mary Vetsera beschäftig, da mich die Geschichte nicht mehr losließ. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band zu lesen und kann das Buch jedem ans Herz legen, der gerne historische Romane liest und sich für die Geschichte der Habsburger interessiert! Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Buch!

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Meine Meinung: Als kleiner Sissi-Fan war mir natürlich schon beim Klappentext klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ich liebe historische Romane und freute mich schon auf die Geschichte. Etwas überrascht war ich, dass das Buch mit Sophies Kindheit begann. Ich hatte damit gerechnet, dass wir Sophie als junge Dame kennenlernen würden, aber so erfahren wir von einigen prägenden Erlebnissen aus ihrer Kindheit. Allerdings hat sich hier die Autorin wirklich auf die wichtigsten Begebenheiten beschränkt, so dass wir nicht lange in der Kindheit der Protagonistin verweilen. Bald schon ist Sophie eine junge Dame und wir erfahren mehr über ihre Familienverhältnisse und die gesellschaftlichen Zwänge, denen sich ein Mädchen in dieser Zeit unterordnen musste. Ganz ehrlich: Ich hätte nicht in dieser Zeit leben wollen, aber trotzdem finde ich es immer sehr interessant in die Vergangenheit einzutauchen. Marie Lacrosse hat in ihrem Buch tatsächliche Ereignisse mit eigenen Interpretationen gemischt. Sie hat sorgfältig recherchiert, alle Quellen mehrmals geprüft und doch gibt es zu viele Lücken und Ungereimtheiten, als dass das Buch zu 100 % wahr sein könnte, trotzdem könnte es auch so passiert sein, denn niemand kann genau sagen, wie es wirklich zur Affäre von Mayerling gekommen ist. Tatsächlich erläutert die Autorin im Nachwort, welche Quellen sie genutzt und wo sie selber ausgeschmückt hat. Ich war total fasziniert davon und habe selber neben dem Lesen immer gegoogelt und mir die Personen angesehen, Berichte gelesen und Ereignisse nachverfolgt. Dabei gefiel es mir sehr gut, wie Marie Lacrosse ihre eigenen Personen in die tatsächliche Geschichte eingebunden hat. Sophie war mir von Anfang an sehr sympathisch. Sie ist eine junge Frau, die ihr Herz am richtigen Fleck hat. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie ein bisschen zerrissen ist, denn zum einen legt sie großen Wert darauf, die Regeln, die für junge Damen gelten, einzuhalten. Zum anderen hilft sie aber im Café ihres Onkels aus, obwohl sich das für eine Komtess nicht gehört. Zwischen Zwang und Freiheit versucht sie ihren eigenen Weg zu finden. Der bekommt jedoch noch einmal eine ganz andere Richtung, als ihre Freundin Mary sich mit dem Kronprinzen einlässt und Sophie zur Mitwisserin macht. Richard von Löwenstein dagegen war mir nicht besonders sympathisch und so recht anfreunden kann ich mich auch zum Ende der Geschichte noch nicht mit ihm. Aber das ist gar nicht schlimm, denn es muss ja auch noch Luft zur Entwicklung geben und ich denke, Richard könnte es in den Folgebänden noch gelingen, mein Herz zu gewinnen, bei Sophie ist ihm das schließlich auch gelungen. Mir gefiel es sehr gut, dass diese Geschichte nicht nur Sophies Geschichte erzählt, sondern auch die anderen Figuren zu Wort kommen lässt. Wir bekommen also auch einen Einblick, was Mary gedacht und gefühlt haben könnte und wieso der Kronprinz sich für diesen Weg entschieden haben könnte. Für mich ergab sich daraus eine runde Geschichte und auch, wenn nicht alles bewiesen ist, könnte ich mir gut vorstellen, dass es so gewesen sein könnte. Dafür passt es einfach zu gut zusammen. Ich habe jedenfalls richtig mitgefiebert, obwohl man ja weiß, wie es für Sophies Freundin Mary ausgehen wird. Ich konnte gar nicht anders, als mich in die Charaktere hineinzudenken, so sehr hat mich die Geschichte mitgerissen. Aber nicht nur Marys Schicksal hat mich dabei in Atem gehalten, natürlich hat mich auch Sophie sehr bewegt. Und während in diesem ersten Band die Mayerling Affäre eine große Rolle einnahm, denke ich, dass es im nächsten Band wohl mehr um Sophie gehen wird. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, wie es für sie weitergehen und was das Schicksal noch mit ihr vor hat. Fazit: Mit „Das Kaffeehaus – Bewegte Jahre“ ist Marie Lacrosse ein historischer Roman ganz nach meinem Geschmack gelungen. Sie verwebt tatsächliche Ereignisse mit fiktiven und kreiert eigene Charaktere in historische Begebenheiten. Mich hat sie damit sehr fasziniert und ich habe nebenbei immer Fakten verglichen und könnte mir sehr gut vorstellen, dass es wirklich so passiert sein könnte. Ich bin wirklich sehr gespannt, was das Schicksal noch für Sophie von Werdenfels bereithält und kann den nächsten Band kaum noch abwarten. Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

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Rezension: Das Kaffeehaus - Bewegte Jahre Wien in den 1880er-Jahren: Die junge Sophie von Werdenfels flüchtet aus der tristen Atmosphäre ihres Elternhauses so oft wie möglich in die Pracht des Kaffeehauses ihres bürgerlichen Onkels. Dort lernt sie Richard von Löwenstein kennen, einen persönlichen Freund des Kronprinzen Rudolf. Während sich die beiden verlieben, schwärmt Sophies beste Freundin Mary für den verheirateten Kronprinzen. Ungeachtet aller Warnungen Sophies, lässt sich Mary sogar auf eine Affäre mit Rudolf ein. Und niemand ahnt, dass dadurch das Kaiserreich in seinen Grundfesten erschüttert wird … Kurz: Ein fantastischer, gut geschriebener, fesselnder und nah an den tatsächlichen Ereignissen angelehnter Roman um die Tragödie von Mayerling Lang: Wow, wo soll ich anfangen? Zunächst zur Aufmachung des Buches: Die Gestaltung des Buches ist wirklich toll! Nicht nur das Cover kann sich sehen lassen, sondern auch der Druck des Rezeptes in der Innenseite der Broschier, hat mir gut gefallen. Ebenfalls fand ich die Karten auf den ersten Seiten des Buches wirklich informativ, um einen Überblick über das österreichische Kaiserreich zu bekommen. Der Inhalt hat mich umgehauen, verblüfft und schockiert. Wir befinden uns in den späten 1880er Jahren. Hier treffen wir auf vier Personen: Sophie von Werdenfells (fiktiv), eine Neuadlige Komtess, Mary Vetsera (historische Figur), ebenfalls eine Neuadelige Komtess, Richard von Löwenstein (fiktiv), ein verarmter Hochadeliger junger Mann und dem Kronprinzen Rudolf (historische Figur), Sohn der Kaiserin Sisi. Von den bekannten Sissi-Filmen ist die junge Kaiserin Elisabeth nicht nur bekannt, sondern bezauberte uns mit ihrer Liebesgeschichte. Das all das nicht unbedingt auf die tatsächlichen Ereignisse übertragbar ist, ist wahrscheinlich nicht verwunderlich. So trifft man bereits zu Beginn auf viele Konflikte, die der junge und im Laufe des Buches erwachsene Kronprinz durchstehen muss, die auch das Bild von Sisi eher kühl und ablehnend zeichnen. Und dann sind da natürlich noch die Ansprüche an junge adlige Frauen von damals, die diese zu Waren machten, um glänzend vom Vater zum Ehemann geschoben zu werden. Zuletzt dreht sich das Buch natürlich um die Tragödie von Mayerling 1889, auf die ich wegen Spoilers nicht eingehen möchte. - wirklich schockierend! Ich könnte noch umfassender auf dieses Buch eingehen, damit würde ich ihm aber immer noch nicht gerecht werden. Ich bin begeistert: von der Schreibweise, der Kulisse und der geschichtlichen Genauigkeit, sowie der Recherchearbeit der Autorin. Umso mehr freue ich mich auf Band 2! Ihr interessiert Euch für historische Romane, die österreichische Geschichte, Kaiserin Sisi und/ oder die Tragödie um Mayerling? Dann kann ich Euch dieses Buch von Herzen empfehlen. 5/5 🌟

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Klappentext: Wien in den 1880er-Jahren: Die junge Sophie von Werdenfels flüchtet aus der tristen Atmosphäre ihres Elternhauses so oft wie möglich in die Pracht des Kaffeehauses ihres bürgerlichen Onkels. Dort lernt sie Richard von Löwenstein kennen, einen persönlichen Freund des Kronprinzen Rudolf. Während sich die beiden verlieben, schwärmt Sophies beste Freundin Mary für den verheirateten Kronprinzen. Ungeachtet aller Warnungen Sophies, lässt sich Mary sogar auf eine Affäre mit Rudolf ein. Und niemand ahnt, dass dadurch das Kaiserreich in seinen Grundfesten erschüttert wird ... Rezension/Fazit: Ich habe mich sehr auf die neue Trilogie von Marie Lacrosse gefreut und meine Freude wurde belohnt. Den Roman habe ich zusammen mit einer lieben Bücherfreundin gelesen und wir waren gleichermaßen begeistert. Die Autorin schaffte es, mich wieder von der 1. Seite an, in ihren Bann zu ziehen. Sophie ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich konnte ihre Liebe zu dem Kaffeehaus ihres Onkels durchaus verstehen, während ich ihre Freundin Mary oft gerne geschüttelt hätte. Sie bringt durch ihre Schwärmerei für den verheirateten Kronprinzen Rudolf, Sophies Welt oft genug in Schwierigkeiten. Die Autorin hat die Zeit um 1880 in Wien hervorragend recherchiert und ich muss sagen, dass ich sowohl über das Leben und den wahren Charakter von Sissi und dem Sohn Kronprinz Rudolf erschüttert war. Letztendlich sind die 736 Seiten nur so vorbeigerauscht und ich freue mich schon unheimlich auf die Fortführung dieser fesselnden und sehr gut geschriebenen Reihe. Marie Lacrosse ist für mich eine begnadete Schriftstellerin und ich gebe dem Buch sehr gerne 5 Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus. 5 von 5 Sternen

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„Das Kaffeehaus“ hat mich positiv überrascht. Es ist einfach unfassbar, was alles in diesem, Buch steckt. Direkt am Anfang des Buches gibt es eine Übersicht über die zahlreichen Charaktere und deren Verbindungen zueinander – gerade auf den ersten 100-200 Seiten habe ich gerne mal dorthin zurück geschrieben. Da Perspektiven und Orte oft wechseln finde ich es sehr schön, dass stets ein Darum und ein Ort angegeben sind – so verliert man nicht die Übersicht, wann man jetzt eigentlich „bei wem“ ist. Ich finde so ca. 99% der Charaktere großartig. Einige sind fiktiv, viele real – und durch die detaillierten Beschreibungen fühle ich mich teils als deren bester Freund :D Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, hat mich sogar soweit in das Buch versetzt, dass ich mir die Stimmen der Charaktere ausgemalt habe. Anfangs fand ich den Einstieg in das Buch etwas schwer mit dem geschichtlichen Input, mit dem ich nicht vertraut war und dadurch kam ich vorerst schwer in den Lesefluss aber rückwirkend bin ich froh über die zahlreichen Informationen die den Rest der Geschichte sehr bereichert haben. Das hat sich aber recht schnell gelegt und ich muss sagen – ich habe noch nie so begeistert ein Nachwort gelesen, dass mich fast so gefesselt hat wie die Geschichte an sich. Kann ich bitte jetzt schon Teil 2 lesen?!

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Meine Meinung Ich bin durch die begeisterten Rezensionen auf den Auftakt der neuen Reihe von Marie Lacrosse aufmerksam geworden. Mich interessiert ide Autorin schon länger, allerdings hat mich der Umfang der Bücher immer abgeschreckt. Nun habe ich mich aber für diese Reihe entschieden. Der Einstieg ist mir auch direkt gut gelungen. Man lernt Sophie von Werdenfels als kleines Mädchen kennen, die ihrem Onkel Stefan schon immer gerne in seinem angesehenen Cafe geholfen hat. Man begleitet Sophie beim Erwachsen werden mit Schicksalsschlägen und Problemen, die daraus resultieren. Als sie und ihre Freundin Mary sich langsam für Männer interessieren, kommt es zu einer verhängnisvollen Schwärmerei von Mary für den Kronprinz Rudolf. Dadurch lernt Sophie den Freund des Kronprinzen, Richard von Löwenstein kennen. Mary entwickelt sich in eine völlig falsche Richtigung, die sie nicht so sympathisch macht. Auch Kronprinz Rudolf konnte meine Sympathien nicht gewinnen, anders als Sophie, Richard und der Onkel Stefan Danzer. Mehr möchte ich hier zum Inhalt gar nicht verraten. Es lohnt sich absolut, in die Wiener Geschichte ab 1879 einzutauchen. Das Nachwort der Autorin hat mir auch richtig gut gefallen. Sie erklärt hier, welcher Anteil der Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und welche Personen Fiktion sind. Alles in allem kann ich hier eine klare Hör- und Leseempfehlung aussprechen. Ich freue mich schon jetzt sehr auf den 2. Teil der Reihe. Der Auftakt dieser Reihe bekommt von mir daher natürlich die vollen 5 Sterne. 5 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Goldmann Verlag Infos zur Autorin: ©Goldmann Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt

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Die Trilogie "Das Kaffeehaus" von Marie Lacrosse alias Marita Spang erscheint im Goldmann Verlag. Der Auftaktband heißt "Bewegte Jahre" und führt nach Wien. Wien, Ende des 19. Jahrhunderts: Die junge Komtess Sophie von Werdenfels flieht gerne aus ihrem tristen Elternhaus, um bei ihrem bürgerlichen Onkel Stephan im Café Prinzess, wie sein prachtvolles Kaffeehaus heißt, auszuhelfen. Hier trifft sich der Wiener Hofadel und dort lernt Sophie auch Richard von Löwenstein kennen, der ein Freund des Kronprinzen Rudolf ist. Ihre Freundin Mary Vetsera verliebt sich in den verheirateten Kronprinzen Rudolf und die darauf folgende Affäre bringt die österreich-ungarische Monarchie ins Wanken. Marie Lacrosse hat für diesen Roman reichlich Recherchearbeit geleistet, in ihrer Geschichte bringt sie ihre Leser/innen in die Zeit des Hochadels. Der Zeitgeist wird spürbar und die historischen Eckdaten werden wunderbar in die Geschichte eingewebt, hier bekommt man einen bildreichen und wortgewaltigen Geschichtsunterricht geboten, bei dem die sogenannte Mayerling-Affäre, die tragische Lebensgeschichte von Kronprinz Rudolf und seiner Affäre mit Mary Vetsera, in den Blickwinkel gerät. Komtess Sophie von Werdenfels zieht es oft in das Kaffee ihres Onkels, besser als die Zeit mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater zu verbringen. Sie führt ein Leben der gehobenen Schicht und trotzdem hält ihr Vater sie kurz. Sophie lernt Richard von Löwenfels kennen, Richard verliebt sich in Sophie, hat jedoch wegen Geldsorgen in eine arrangierte Ehe mit Amalie von Thurnau eingewilligt. Die Schwärmerei ihrer Freundin Mary Vetsera wird ihr schnell bewusst, sie ist förmlich besessen von Kronprinz Rudolf. Das kann nicht gut gehen, schliesslich ist der Adelige bereits verheiratet. Doch so sehr Sophie und Richard die Beiden zur Vernunft bringen wollen, so schnell geraten auch sie beide in Schwierigkeiten. Mit flüssiger und zeitlich angepasster Sprache erweckt die Autorin diese Epoche wunderbar bildhaft zum Leben, sie beschreibt die Kleidung, die Räumlichkeiten und die höfischen Gegebenheiten sehr detailliert, sodaß man sich alles gut vorstellen kann. Der Adel gibt mehr auf das Erscheinungsbild als auf das, was man wirklich ist. Es zählen die Finanzen und wer einmal auf dem Parkett des Adels ausgerutscht ist, der verliert seine Position und wird mit Klatsch und Tratsch beim Kaffee überschüttet. Das Café Prinzess ist bevorzugter Treffpunkt vieler Adeliger, die Kaffee-Spezialitäten und Torten sind vielfältig, so wie die Mokkaprinzentorte. Dazu gibt es im Buch ein Rezept. Dieser Roman ist sehr umfangreich, ich brauchte einige Zeit, um hineinzugelangen und mich mit den Figuren vertraut zu machen. Bei der großen Personenanzahl musste ich mehrfach im Personenregister nachschlagen, weil mir die österreichisch-ungarische Adelswelt nicht sehr geläufig ist. Die Entwicklung der Affäre habe ich gespannt bis zum bitteren Ende des Paares mitverfolgt. Von anderen Personen wurde beiden übel mitgespielt, was ich mitleidig zur Kenntnis genommen habe. Es ist erstaunlich, wenn man die glorreiche Darstellung von Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Joseph aus vielen Filmen kennt und hier nun erkennt, das ihr Sohn Rudolf nicht die liebevolle Anerkennung seiner Eltern erfahren durfte. Mit zahlreichem Kartenmaterial, dem Personenregister und einem Glossar ausgestattet, sorgt dieser Roman für authentische Lektüre, die man sich gut erlesen kann, um die Zeit historisch genau vor Augen zu haben. Dieser historische Roman wurde perfekt recherchiert, zeigt die Lebenswelt des Adels und bringt viele Beschreibungen der Schauplätze mit ein. Für Leser/innen historischer Lektüre mit Blick auf die k.u.k. Monachie kann ich dieses Buch besonders empfehlen.

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