Leserstimmen zu
Munkey Diaries

Jane Birkin

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Jane Birkin- Munkey Diaries

Von: Inlovewithkeats

09.11.2019

Jane Birkin wurde 1946 in England geboren und kam aus einer sehr privilegierten Familie. Ihr Vater entstammte einer Adelsfamile, der eine Spitzenfabrik gehörte und ihre Mutter war Schauspielerin. Mit 11 Jahren fing Jane an Tagebuch zu schreiben und benannte diese nach einen Stoffaffen. Ihr Leben war sehr turbulent und teilweise war sie sehr präsent in der Presse. Mit diesem Buch lädt sie die Leser ein, eine andere Fasette von ihr kennenzulernen. In den Einträgen zeigt sie sich von einer sehr emotionalen Seite und beleuchtet ihre Beziehungen zu ihrer Familie und ihren Lebenspartner. Man entwickelt während des Lesens eine starke Verbindung zu ihr und fiebert im allen Lebenslagen mit. Was mich vor allem sehr fasziniert hat waren die Einblicke in die Welt der Stars und ihre Beziehungen zu ihren exzentrischen Männern. Gekrönt wurden die Einträge mit Gedichten und Zeichnungen. Jane Birkin hat diese Ausgabe annotiert und sorgt damit für mehr Verständnis. Gleichzeitig hat sie nicht alle Tagebucheinträge drucken lassen und man kann darüber diskutieren, wie authentisch das Ganze dann noch ist. Die meisten anderen Tagebücher werden nach dem Tod der Verfasser publiziert und werden ohne Erlaubnis der jeweiligen Person gedrückt. Hier hat man einen intimen Einblick, den Jane uns selbst gewährt. Das Buch war eins meiner Lieblingsbücher dieses Jahres und ich finde diese Ausgabe nicht nur äußerlich sehr ansprechend, sondern auch inhaltlich unglaublich vielfältig.

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„Munkey Diaries – Die privaten Tagebücher“ Jane Birkin, Penguin Verlag. 1944. Der Krieg und der Tod. Das Unvorstellbare Grauen, das Ende und doch auch die Hoffnung. Die Liebe und die Schönheit. Judy und David. Die Schauspielerin und der Soldat, der verwegen zwischen der Küste Englands und der Normandie kreuzt und das Leben von so vielen rettet. 1945 kommt ihr erstes Kind auf die Welt – Andrew. Im Dezember 1946 kommt ihre erste Tochter. Es ist eine sehr schwere Geburt. Das Baby kommt viel zu früh. Es wird in eine Schachtel gelegt und auf die Heizung gestellt. Eine nasse Windel deckt es zu. Das Mädchen hat Kraft und Wille. Es überlebt. Und sie wird es so oft wieder tun… Munkey, ein Plüschaffe in Jockeykleidung, ein Onkel hatte diesen bei einer Tombola gewonnen und dann Jane geschenkt - er wird nun zum ständigen Begleiter einer Kindheit, Jugend und dem Eintritt in die Welt des Films und der Musik. Der großen Liebe und der letzten Stunden dieser. Jane legt Munkey zu ihrem verstorbenen Mann dem Musiker Serge Gainsbourg mit in den Sarg. Es ist ein großer Teil von ihr, ein stiller Zuhörer in Erfahrungen und Herausforderungen eines bewegten Lebens. Doch die Erinnerungen an Munkey, der im Tagebuch-Schreiben über die Schulter blickt, bleiben. Und Munkeys Erinnerungen bleiben und können so vom Starleben und ganz persönlichen Momenten erzählen. Über die Lebensstationen von Jane Birkin, Schauspielerin („swimming pool“ 1969 mit Romy Schneider/Alain Delon) und Sängerin, die mit dem Duett „Je tàime moi on plus“ 1969 mit ihrem Mann und Komponisten Serge Gainsbourg für einen Skandal sorgte und einen Meilenstein moderner Pop Musik setze. All darüber weiß Munky zu erzählen… Eine fulminante autobiographische Lebens- und Zeitreise in Wort, Zeichnungen und Fotos. Stilistisch sehr aufmerksam gesetzt und mitreißend erzählt. „Je tàime moi on plus - Leben und Liebe der Jane Birkin, großartig!“ Walter Pobaschnig 11_19 https://literaturoutdoors.com

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Sehr unterhaltsam....

Von: arcimboldis_world

30.10.2019

Die Stil-Ikone Jane Birkin hat den ersten Teil ihrer Tagebücher veröffentlicht, darin erfährt man allerlei Unterhaltsames, doch wer auf wirklich schockierende Details gespannt ist, wartet vergebens…. Dafür erfährt man umso mehr über ihre englische Upper-Class-Herkunft, Familie, Eltern, Geschwister, die Jahre im Internat und den zügigen Karrierebeginn als Schauspielerin und Sängerin, die erste Ehe und die 12 Jahre andauernde Beziehung zu Serge Gainsbourg mit all den Sorgen und Ängsten einer jungen Frau und Mutter. Zusätzlich ein buntes und schillerndes Panoptikum mit Stories über Weggefährten, Freunde und Kollegen, Klatsch und Tratsch der Branche… Natürlich erfährt man aus diesen (geschönten?) Tagebüchern sehr viel über Jane Birkin, noch mehr aber über Serge Gainsbourg und seine exzentrischen Marotten – vom gemeinsamen Bordellbesuch bis hin zu opulenten Kostümfesten bei gemeinsamen Dreharbeiten in Jugoslawien. Offen lässt Birkin den Leser an ihren Exzessen in dieser Konstellation teilhaben, nimmt uns mit zu ihren Ängsten, Sorgen, Freuden, Leiden. Es handelt sich dabei um eine Auswahl an Tagebucheinträgen in unregelmässigen Zeitabständen und Ergänzungen ihrerseits dazu aus heutiger Sicht. Inwieweit sie Dinge korrigiert weiss man natürlich nicht, allerdings fragt man sich schon, welche Passagen denn weggelassen wurden und warum. Sie selbst sagt einleitend nur, dass sie Passagen wegliess, die andere Personen verletzen würden. Die Zeit mit Gainsbourg war sicherlich nicht immer einfach und häufig ist man als Aussenstehender etwas erschüttert über ihre Naivität. Dieser Band beinhaltet die Jahre 1957 – 1982 und es ist anzunehmen, dass ein Folgeband mit der Zeit danach noch erscheinen wird, ihre Tagebucheinträge enden mit dem Suizid ihrer Tochter Jane Barry im Jahr 2013. Eine wirklich interessante, schillernde und unterhaltsame Lektüre, die grosse Lust macht auf den zweiten Band.

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Die Hermès Birkin Bag und „Je t’ aime… moi non plus“, das weltberühmte mit Lied mit Serge Gainsbourg, waren die zwei Sachen, die ich mit Jane Birken verband. Das sie vielmehr ist, zeigen ihre kürzlich veröffentlichten Tagebücher „Munkey Diaries“, die sie seit ihrer Kindheit führte. Sie gibt private Einblicke in ihr Leben und erzählt von ihren Töchtern und Männern. Jane Birkin stammt aus einer britischen Upperclass Familie und trat als Teenager in die schauspielerischen Fußstapfen ihrer Mutter. Mit 19 ist Jane Birkin verheiratet und bringt ihre erste Tochter Kate zur Welt. Nachdem die Ehe mit John Barry scheiterte, lernte sie bei einem Filmdreh Serge Gainsbourg kennen. Eine intensive Beziehung, aus der die gemeinsame Tochter Charlotte hervorgeht. Birkin und Gainsbourg führen eine intensive Beziehung, in der der Fokus unentwegt auf Gainsbourg liegt. Birkins erste Tochter Kate bleibt zunehmend auf der Strecke und fühlt sich außen vor und alleine. Bereits das Vorwort lässt erahnen, dass es sich nicht bloß um die Veröffentlichung ihrer Tagebucheinträge handelt, sondern um all die Fragen, die Jane Birkin seit dem Selbstmord ihrer Tochter Kate, im Alter von 46, begleiten. Rückblickend versucht sie Antworten zu finden und gewährt uns Leser*innen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Jane Birkin führte bis kurz vor dem Tod ihrer Tochter Tagebuch. Als, in vielerlei Hinsicht, besonders prägend, empfand ich die Beziehung zu Gainsbourg, die Birkin teils recht naiv erscheinen ließ und die sie über alles stellte, wenn gleich sie in ihren Tagebüchern sehr gefühlvoll, mitfühlend und lebensfroh erscheint. Die Einträge werden durch eigene Zeichnungen, Gedichte und Fotos untermalt.

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Das Tagebuch Jane Birkins reicht von ihrem 11. bis zum 36. Lebensjahr. 1957 beginnend schreibt Jane von ihrer Kindheit in England und der Zeit im Internat. Die Original-Einträge kommentiert die Autorin im Anschluss an jedes Kapitel. Mit achtzehn Jahren heiratet sie. Ihre Motive dafür sind dem Text leider nicht zu entnehmen. Sie bekommt ihre erste Tochter Kate. Bei Filmaufnahmen lernt sie Serge Gainsbourg kennen. Die Beziehung zu ihm beschreibt sie ausführlicher. Ich bin in den 70ern geboren und habe daher den Hype um das Paar nicht miterlebt. Ich kenne Jane Birkin nur von ihrem bekanntesten Lied “Je t’aime … moi non plus”, als Mutter von Charlotte Gainsbourg und als Schauspielerin aus “Tod auf dem Nil”. Es hat mich erstaunt, zu lesen, wie unsicher die Autorin war, obwohl sie so schön und bekannt war. Aber dies machte wohl einen Teil ihrer Anziehung auf Männer aus - das Mädchenhafte, nicht Bedrohliche, das Zerbrechliche, Zarte. Mit Interesse habe ich über ihre Jugend und die ersten Jahre in Frankreich gelesen. (Wer hat schon seine Tagebuchaufzeichnungen aus der Schulzeit aufgehoben?) Auch die Tagebucheinträge zu ihren Filmrollen und ihren Begegnungen mit Yul Brunner und Maggie Smith fand ich spannend. Schwierig zu lesen waren ihre Gedanke über die Beziehung zu Serge, zu seiner Kontrollsucht, seinem Alkoholkonsum. Zum Ende des Buches beschreibt Jane Birkin sich als märtyrerisch. Die Schilderungen ihrer Gefühle, ihre Selbstvorwürfe und Selbstmordgedanken sind sehr emotional. Ich weiß nicht, was ich von dem Buch erwartet habe, vielleicht die Geschichte einer starken, zufriedenen Frau. Die Ausgabe enthält außerdem Gedichte, Zeichnungen, Notizen und Fotos von Jane Birkin. Für Fans.

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