Leserstimmen zu
Die Traumdiebe

Cherie Dimaline

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„Die Traumdiebe“, ein dystopischer Jugendroman der kanadischen Autorin Cherie Dimaline ist im März 2020 als Hardcover im Heyne Verlag erschienen. Kanada in der Zukunft. Nach einer großen Klimakatastrophe haben die Menschen die Fähigkeit zu träumen verloren. Einzig den Ureinwohnern Kanadas ist das Träumen erhalten geblieben. Nun werden sie von den Anwerbern der Regierung gejagt, um dann in Internatsschulen gesperrt zu werden, wo ihnen die Träume aus dem Knochenmark gesaugt werden. Nachdem Frenchie von seinem Bruder getrennt wurde, ist er mit einer Gruppe verschiedener Indigener unterwegs. Er lernt das Jagen, in der Wildnis überleben und die Sprache der Ureinwohner. Bald wird die Gruppe vor eine große Herausforderung gestellt. Cherie Dimaline hat einen sehr detailreichen, bildhaften Schreibstil, mit dem sie Landschaften plastisch werden lässt und ihren Charakteren Leben einhaucht. Jeder Protagonist ist individuell und wird dem Leser durch seine persönliche Geschichte, die man im Verlauf des Buches erfährt, sehr nah gebracht. Dabei fand ich es besonders spannend, wie die Autorin das tatsächliche grausame Schicksal der kanadischen Ureinwohner – wie beispielsweise die Zwangsbeschulung der indigenen Kinder in Residential Schools – mit ihrer kleinen Gruppe Protagonisten verwoben hat. Für eine Dystopie fand ich das Buch eigentlich sehr ruhig, der Spannungsbogen steigert sich eher langsam und erst in der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Mir persönlich waren auch die Kapitel für ein Jugendbuch etwas zu lang. Insgesamt fand ich die Grundidee des Buches sehr spannend, aber auf das Kernthema … dem Verlust der Fähigkeit zu Träumen und warum die Ureinwohner diese nicht verloren haben, wurde mir zu wenig eingegangen, da fehlten mir weiterreichende Erklärungen. Vielleicht wird es dazu weitere Informationen in einem zweiten Band geben, an dem die Autorin gerade schreibt. Was mir dagegen sehr gefallen hat, waren die Werte, die durch die Geschichte transportiert und vermittelt werden, wie Tradition, Mut, Freundschaft, Zusammenhalt und Hoffnung. „Die Traumdiebe“ ist eine besondere Dystopie, die in mir den Wunsch geweckt hat, mehr über das reale Schicksal der Cree, der Anishinabe oder der Métis zu erfahren.

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Das Cover ist mal der Oberbrüller! Die Relief mit der Feder, sowohl in der Schutzhülle als auch im Buchdeckel, sind einfach wunderschön! Am Anfang lernen wir Francis kennen, bei dem ich anfangs dachte, er sei ein Mädchen mit dem Spitznamen Frenchie. Weit gefehlt, es ist ein Junge. Tja, musste ich wohl etwas umdenken. Durch den leichten Schreibstil, liest sich die Story aber sehr gut und man kommt immer wieder sehr gut rein. Es ist bildgewaltig und macht gleichzeitig Angst vor der Zukunft. Der große Zeitsprung ist anfangs etwas verwirrend, aber zum Glück kommt es nicht zu häufig vor… Hat die Autorin hier eine Vision zu Papier gebracht oder ist es tatsächlich nur Fiktion. Die Geschichte der Indianer ist jedenfalls nicht gelogen, was die Vergangenheit angeht. Ihre Zukunft lesen wir hier und ich finde sie erschreckend real. Wir verlieren Familienmitglieder und finden eine neue Familie, doch vergessen wir nie unsere Wurzeln. Die Umwelt ist tot, verschmutzt und ausgebeutet, die Indianer werden als Rohstoffe gesehen. Ein tolles Buch, das leider ab dem letzten Drittel nachlässt. Auch, wenn es ein kleines Happy End gibt, ist es doch nicht vorbei. Bleib die Frage, wie weit wir von solchen Gedanken entfernt sind und ob wir uns vor dem Egoismus der Menschheit überhaupt noch schützen können. Ich bin gespannt auf Band 2, denn da werden hoffentlich diese Schule zerschlagen und es kommt etwas mehr Action ins Spiel!

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Inhalt In einer zerstörten Welt sind Träume ebenso wertvoll wie gefährlich. Kanada nach der Klimakatastrophe: Der junge Frenchie hat seine Familie und sein Zuhause verloren. Nur eines nicht - die Fähigkeit zu träumen. Deswegen wird er von den Traumdieben der Regierung gnadenlos gejagt. Er flieht Richtung Norden, doch die Wälder sind gefährlich, und Frenchie ist allein. Als er schon aufgaben will, rettet ihr eine andere kleine Gruppe anderer Ureinwohner. Alle Träumer wie er. Frenchie lernt Jagen und Kämpfen und die uralte Sprache seines Volkes. Und er verliebt sich in die rebellische Rose. Aber der Feind ist überall, und als die Gruppe in eine Falle gerät, muss Frenchie eine Schicksalhafte Entscheidung treffen. Meine Meinung Das Buch beginnt mitten im Geschehen, als Frenchie und sein Bruder, die sich auf der Flucht befinden, getrennt werden. Der Leser bekommt ein wenig Einblick in Frenchies Familiengeschichte und begleitet ihn dann auf seiner Flucht. Die Geschichte beginnt herzzerreißend, Frenchie tut einem unglaublich Leid und man fragt sich, was zu dieser Situation geführt hat. Leider wurde die gesamte Hintergrundsituation, meiner Meinung nach, viel zu wenig erläutert. Ich habe immer gedacht, dass ich irgendetwas verpasst hätte, weil ich die Situation, die alles umfasst hat, einfach nicht richtig zusammensetzen konnte. In manchen Kapiteln wurde zwar andeutungsweise immer wieder etwas erwähnt, aber es wurde nie völlig aufgeklärt. Ich weiß nicht, ob man dafür nicht auch generell Wissen über die Völker der Ureinwohner Kanadas haben muss - was ich nicht habe. Alles in allem war mir die gesamte Story zu offen und nicht ausreichend genug erklärt. Zudem kam mir das Buch, obwohl es mit 300 Seiten doch recht kurz ist, sehr langatmig vor. Es ließ sich nicht einfach so schnell weglesen. Dennoch war die Story an sich, also die Reise auf die man Frenchie und seine Familie begleitet hat, recht interessant. Man hat verschiedene Charaktere kennengelernt, zu denen man auch eine gewisse Verbindung aufbauen konnte und dessen Schicksalsschläge einen berührt haben. Aber auch in der Ausgestaltung der Charaktere hätte ich mir noch mehr Einblick in die Kulturen der verschiedenen Völker gewünscht. Für jemanden, der kein Vorwissen besitzt, wurde alles nur sehr oberflächlich angeschnitten und wenig tiefgehend erklärt. Das Ende konnte mich dann nochmal sehr mit seinen Emotionen überzeugen, die im Buch generell schön rübergebracht wurden. Und auch einen zweiten Teil würde ich definitiv lesen, in der Hoffnung, dass viele unbeantwortete Fragen dann in diesem Band eine Antwort finden. Fazit Es war durchaus eine nette Geschichte, die allerdings nicht so fesselt, dass man das Buch in einem Rutsch durchliest. Zudem fehlten Informationen, die die gesamte Grundsituation klarer und damit das Buch insgesamt verständlicher gemacht hätten. 3/5 Sterne

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Cover Ich finde das Cover ist wunderschön und durch den Schneeregen drückt es auch die Wetterlage aus, die im Buch vorrangig herrscht. Inhalt Die Welt, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr. Die Menschen leben in neuen Zivilisationen und haben verlernt zu träumen. Diejenigen, die noch träumen können sind auf der Flucht, denn sie werden von Anwerbern gejagt, damit man ihnen die Träume raus saugen kann um sie an andere weiterzugeben. Frenchie gehört zu den Träumern. Schon als Kind war er auf sich alleine gestellt, denn nach und nach verschwand seine ganze Familie. Zuerst sein Vater, der irgendwann nicht mehr nach Hause zurückkehrte. Dann seine Mutter, mit der er und sein älterer Bruder sich auf der Flucht befanden und letztendlich wurde auch sein Bruder Mitch von den Anwerbern gefangen genommen. Mitch hat sich geopfert, damit Frenchie nicht auch entdeckt wurde und fliehen konnte. Und Frenchie lief um sein Leben, so lange, bis er nicht mehr konnte. Doch dann wurde er in eine Gruppe anderer Flüchtlinge aufgenommen und ist dann dort aufgewachsen. Er lernte in der Wildnis zu überleben und verliebt sich zum ersten Mal. Bis das Schicksal zuschlägt und etwas in Frenchie sich verändert... Meine Meinung Das Buch wird aus Sicht von Hauptprotagonist Frenchie in der ersten Person erzählt. Die Kapitel sind dabei nicht zu lange und leicht verständlich geschrieben. Es fällt dem Leser daher sehr leicht, schnell und flüssig zu lesen. Am Anfang war mir nicht genau klar, was es mit den Traumdieben auf sich hat. Das Thema geht zu Beginn der Geschichte etwas unter wie ich finde, dafür gibt es aber ein spannendes Abenteuer in dem es um das Überleben in der Wildnis geht und das ist wirklich sehr aufregend und abwechslungsreich. Hierbei erfährt man dann in Erzählungen immer mehr über das Leben der Protagonisten, die neben Frenchie in dem Buch vorkommen und auch über Frenchies Leben kommen nach und nach mehr Einzelheiten ans Licht. Durch die vielen Abenteuer bleibt es von Anfang bis zum Ende spannend, emotional und abwechslungsreich. Es gibt Überraschungen und interessante Wendungen, dazu noch eine kleine Liebesgeschichte. Durch diese Mischung bleibt es durchgehend wahnsinnig interessant. Aber dann kommt das Ende, und ich finde, das kommt sehr plötzlich. Für mich war die Geschichte an diesem Punkt leider noch nicht zu Ende erzählt. Fazit Das Buch vereint für mich mehrere Genres miteinander und das macht es auch so unheimlich lesenswert. Es passiert ständig irgendetwas und wenn gerade nichts geschieht, gibt es interessante Rückblenden. Das Thema der Traumdiebe war für mich am Anfang nicht so verständlich, nach und nach wird dann aber alles genau erklärt, so dass alle Unklarheiten beseitigt werden. Das Buch ist zwar wirklich sehr gut, aber was ich wirklich kritisiere ist, dass es mir zu wenig um die Traumdiebe ging und dass das Ende den Leser mit zu vielen offenen Fragen zurück lässt. Sehr schade, denn sonst ist es ein sehr lesenswertes Buch.

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Ich bin von der Geschichte begeistert. Ich liebe "Die Traumdiebe" Cherie Dimaline hat sich damit in mein Herz geschrieben. Die Charaktere sind mir sehr sympathisch und ich konnte jedem sehr gut verstehen. Es war so interessant, ich konnte und wollte das Ebook nicht aus der Hand legen und musste immer weiterlesen. Auch das Cover ist so schön gestaltet. Ich liebe dieses Blau und finde es sehr passend zum Buch. Die Traumdiebe bekommt von mir wundereschöne 5⭐

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"Das Leben der Menschen hatte sich komplett verändert. Und sie wurden immer kränker, nur dieses Mal im Kopf. Sie hörten auf zu träumen. Und ein Mensch ohne Träume ist nichts als eine Maschine mit kaputtem Messgerät." (Die Traumdiebe, S. 120) Inhalt: Das Leben von Frenchie ist hart und entbehrungsreich. Im Kanada nach der Klimakatastrophe wird sein Volk erbarmungslos gejagt, um ihm das zu nehmen, was sie als letzte Menschen auf der Erde bewahrt haben: Die Fähigkeit, zu träumen. Nach dem Verlust seiner Familie schlägt sich Frenchie zunächst alleine in den Wäldern durch, bis er auf eine andere Gruppe von Ureinwohnern trifft, die ihn bei sich aufnimmt. Doch die Gefahr in Form der Traumdiebe der Regierung ist allgegenwärtig... Meine Meinung: Ich habe ca. 100 Seiten gebraucht, um wirklich in die Geschichte eintauchen zu können. Die Hintergründe werden erst nach und nach aufgedeckt und leider sind einige Fragen offen geblieben. So wurde meiner Meinung nach nicht ausreichend erklärt, was es mit den Träumen und den Plänen der Regierung wirklich auf sich hat. Mit Frenchie gab es einen Protagonisten, mit dem ich sympathisieren konnte, auch die anderen Mitglieder seiner Familie wurden gut charakterisiert und die schreckliche Verfolgung der Ureinwohner war stets präsent. Die aufkeimende Liebe zwischen Frenchie und Rose wurde sehr zart beschrieben und hat mir gut gefallen. Der Schreibstil war insgesamt wortgewaltig und bildhaft, für mich hätten es an manchen Stellen ein paar weniger detailreiche Vergleiche sein dürfen, da ich das Buch so teilweise etwas anstrengend zu lesen fand. Die Grundidee der Geschichte finde ich wirklich spannend, leider hadert es für mich etwas an der Umsetzung. Für mich ist "Die Traumdiebe" somit eine interessante Dystopie mit wichtigen Themen, die jedoch viele Fragen offen gelassen hat und mich nicht zu einhundert Prozent erreichen konnte. Zuletzt möchte ich gerne noch anmerken, dass ich mir aufgrund der Beschreibungen einiger schlimmer gewalttätiger Szenen eine Triggerwarnung zu Beginn des Buches gewünscht hätte.

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„Frenchie's Geschichte ist herzzerreißend, charakterstark und tief berührend“ Worum es in der Geschichte geht: Kanada's Natur ist nach Umweltkatastrophen zerstört., die Gewässer sind stark verschmutzt, das Klima hat sich verändert und die Menschen haben, bis auf wenige, die Fähigkeit zu träumen verloren. Frenchie gehört zur Minderheit der Träumenden und ist somit ein wichtiger „Rohstoff“, denn es wurde eine Möglichkeit entwickelt die Träumenden zu „verwerten“, um den Nicht – Träumenden zu helfen ihren Makel zu beheben. Wie der Rest seines Volkes – den Ureinwohnern Kanadas – sind auch er und sein Bruder auf der Flucht vor den „Anwerbern“ die seines gleichen jagen, fangen und letztendlich töten. Nachdem er schon Mutter und Vater verloren hat verliert er auch noch seinen Bruder an die „Schulen“ und steht ganz alleine da. Er tut was ihm sein älterer Bruder immer wieder eindringlich ans Herz gelegt hat, er flieht Richtung Norden. Halb verhungert und schwer krank findet ihn eines Tages eine kleine Gruppe von Flüchtigen im Wald und nimmt sich seiner an. Frenchie überlebt und findet in seinen Rettern eine neue Familie, mit der er Richtung Norden vor den „Anwerbern“ flieht. Immer wieder gibt es neue persönliche Herausforderungen und Gefahren die sie gemeinsam überstehen müssen und nirgends ist die kleine Gruppe wirklich sicher. Viele Schicksalsschläge gibt es wegzustecken, die Frenchie zu einer Entscheidung zwingen. Mein erster Eindruck zum Buch: Das Cover ist wunderschön und etwas ganz besonderes. Es ist kreativ und strahlt eine unbeschreibliche Atmosphäre aus. Beim betrachten habe ich lange überlegt was hier nicht so richtig passt und dann ist mir aufgefallen, das das Bild erst Sinn ergibt, wenn man das Cover auf den Kopf stellt. Denn Unten ist Oben. Ab hier war mir klar das in diesem Buch eine tolle Geschichte stecken muss und so war es dann auch. Schreibstil und Lesefluß Cherie Dimaline hat einen wahnsinnig lebendigen und mitreißenden Schreibstil. Ich habe ihre Worte nicht nur gelesen, ich habe sie erlebt und gefühlt. Ich hatte klare Bilder vor Augen, so extrem anschaulich und durchdringend beschreibt sie die Umgebung und ihre Protagonisten. Sie arbeitet sehr viel mit Metaphern und das gefällt mir immer besonders gut. Die Kapitel haben Überschriften, die einem eine Ahnung davon geben worum es im Abschnitt gehen wird und führt einem so Stück für Stück durch Franchie's Geschichte. Dieses Buch liest sich wundervoll, dank dem unkomplizierten Sprachstil. Wenn ich die Zeit gehabt hätte, wäre ein Tag für deise Geschichte kein Problem gewesen. Zur Geschichte: Der Einstieg in die Geschichte war vom ersten Wort an ergreifend für mich. Die Traumdiebe ist keine Dystopie im klassischen Sinne, der „Held“ kämpft nicht, zumindest nicht offensichtlich. Er flieht und versucht in einer grausamen Welt zu überleben. Es geht darum wie die Menschen unter extrem Bedingungen fühlen, denken und handeln. Das macht die Geschichte zu etwas ganz besonderem. Das erlebte wird aus Frenchie's Perspektive in der Ich-Form erzählt, was einem dem Protagonisten gleich viel näher bringt. Die Geschichte ist auf ihre Art fesselnd, mitreißend und spannend. Schon nach dem ersten Kapitel hatte ich Tränen in den Augen, so sehr hat es mich berührt. Im Mittelpunkt steht die kleine Gruppe von 10 Personen und Cherie Dimaline erzählt nicht alles sofort, nach und nach erfährt man die Geschichte der einzelnen Protagonisten, der Ureinwohner Kanadas, wie es zu den Naturkatastrophen kam und welche Auswirkungen sie auf die Menschheit hat. Die Charaktere: Es würde den Rahmen sprengen jetzt auf jeden einzelnen Charakter einzugehen, aber so viel steht fest obwohl es einige waren war es überhaupt kein Problem den Überblick zu behalten und sie alle zu mögen. Frenchie und seine neue Familie sind bis auf's kleinste Detail ausgearbeitet und regelrecht echt. Jeder von ihnen ist etwas ganz Besonderes. Es war von der ersten Seite an ganz einfach zu den Protagonisten eine Verbindung aufzubauen und mich von ihren Schicksalen, Hoffnungen und Wünschen berühren zu lassen. Es sind oft kleine Details, die sie durch und durch menschlich machen. Es wurde ganz klar transportiert um was für Menschen es sich handelt und wie wichtig ihnen Nächstenliebe und ihre Werte sind. Auch die Charakterentwicklung, speziell bei Frenchie, hat mich immer wieder ganz deutlich spüren lassen was für ein hartes Leben er führt und wie es sich auf ihn auswirkt. Meine Meinung: „Frenchie's Geschichte ist herzzerreißend, charakterstark und tief berührend“ Der Einstieg in die Geschichte war vom ersten Wort an ergreifend für mich. Die Traumdiebe ist keine Dystopie im klassischen Sinne, der „Held“ kämpft nicht, zumindest nicht offensichtlich. Er flieht und versucht in einer grausamen Welt zu überleben. Es geht darum wie die Menschen unter extrem Bedingungen fühlen, denken und handeln. Das macht die Geschichte zu etwas ganz besonderem. Dieses Buch ist etwas ganz, ganz besonderes. Es fing beim kreativen Cover an und hörte dann nicht mehr auf mich zu begeistern. Ich war ab der ersten Seite gefesselt. Die Charaktere, das Setting und die Atmosphäre die hier transportiert werden haben mich emotional umgehauen. Durch den lebendigen und anschaulichen Schreibstil konnte ich jedes Detail regelrecht spüren. Die Protagonisten, ihre Gefühle und ihre Handlungen waren so echt und teilweise herzzerreißend, dass ich öfter als mir lieb war Tränen in den Augen hatte. Die Gemeinschaft, die hier beschrieben wird ist herzerwärmend und so lebendig das ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Diese Geschichte geht unter die Haut und regt zum nachdenken an. Ich habe zwar nicht ganz verstanden warum es für „den weißen Mann“ lebensnotwendig ist zu träumen, aber das ist mir auch egal. Die Gefahr durch die „Anwerber“ bietet letztendlich nur den Rahmen für diese emotionale, tiefgründige Geschichte über Liebe, Familie und Werte. Die echte Spannung läuft auf Charakterbasis und den herzzerreißenden Schicksalen, die jeden der Gruppe Richtung Norden führt. Ich hoffe sehr das es noch einen weiteren Band geben wird, denn ich möchte gerne noch viel, viel mehr über Frenchie und seine Familie lesen.

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Gestaltung: Ich finde das Buch optisch total ansprechend. Die verschiedenen Blautöne passen richtig gut zu der Traumthematik und der Regen und die Feder fangen die Stimmung des Buches richtig gut ein. Auch ohne Schutzumschlag sieht es richtig toll aus und im Vergleich zum Original mag ich das deutsche Cover tausend Mal mehr! Darum geht's: Die Geschichte spielt in Kanada in der Zukunft. Es ist von einer Klimakatastrophe die Rede und die meisten Menschen haben verlernt zu träumen, weshalb diese Fähigkeit ein kostbares Gut darstellt. French als einer der Ureinwohner Nachkommen kann träumen und wird deshalb von Traumdieben gejagt. Als wäre das Überleben in diesem dystopischen Zukunftsszenario nicht schon schwierig genug... Idee/Umsetzung: Dass immer mehr Bücher, gerade im Dystopie Bereich, die Klimaproblematik aufgreifen, ist in Anbetracht unserer derzeitigen Situation total nachvollziehbar und wichtig, um auf das Thema in unterhaltsamer Art und Weise aufmerksam zu machen. Das gelingt der Autorin hier einerseits irgendwie schon, da sie in erschreckenden Bilder von der zukünftigen Welt mit Umweltkatastrophen wie Erdbeben sowie Krankheiten erzählt, andererseits aber nicht wirklich eingeordnet wird, wie genau es dazu kam. Die bedrückende Atmosphäre dieser neuen Welt kommt aber in jedem Fall rüber. French führt ein sehr anstrengendes Leben, das geprägt ist vom bloßen Überlebenskampf, Flucht und der Suche nach essen und einem halbwegs sicheren Quartier. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und unkompliziert, weshalb ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe und Frenchs Welt vor meinem inneren Auge erwachte. Am Stil habe ich nichts zu meckern und die 300 Seiten scheinen erst einmal recht wenig zu sein, ziehen die Geschichte dafür aber nicht unnötig in die Länge und sind für die Geschichte angemessen. Die Figuren fand ich insgesamt ziemlich angenehm und habe sie gerne auf ihrem Weg begleitet. French erzählt uns seine Geschichte und ist ein guter Protagonist, der über die Zeit wächst und mir ziemlich sympathisch war. Auch die anderen Figuren und die eingestreute Liebesgeschichte haben mir im großen und ganzen gut gefallen, wobei ich nicht sagen kann, dass sie mir nach dem Lesen noch lange in Erinnerung bleiben werden. Den Schauplatz Kanada fand ich persönlich spannend, weil ich dazu bisher wenig Bezug hatte und einige interessante Themen aufgegriffen werden, wie z. B. so etwas wie Ahnenforschung, Kultur und dass man schätzen sollte, woher man stammt. So bekam das Buch eine weitere Ebene und etwas mehr Tiefgang. Insgesamt kam zwischendrin durchaus Spannung auf, insgesamt passiert aber nicht wahnsinnig viel, da es halt um den Alltag in dieser grausamen Welt geht. Das Buch hatte einige schöne Momente, insgesamt würde ich es als durchschnittlich beschreiben, sowohl sprachlich als auch von der Handlung her. Fazit: Wer die Idee von Traumdieben spannend findet und gerne Einblicke in eine düstere Survival Dystopie haben möchte, ist hier sicherlich an der richtigen Adresse. Ich persönlich habe mir ein paar mehr Ecken und Kanten bei den Figuren und vielleicht einen originellen Plot Twist gewünscht, aber insgesamt ist das Buch dennoch eine ganz gute Dystopie und dürfte einigen Dystopie Fans bestimmt gut gefallen.

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