Leserstimmen zu
Wildpflanzen essen

Leoniek Bontje, Yvet Noordermeer

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Schöne Ideen, etwas unpraktisch

Von: Marie

15.04.2020

Das Buch ist wirklich schön gestaltet, die Fotos und Texte sind sehr ansprechend. Auch als etwas erfahrenere Kräuterhexe habe ich ich noch einige Pflanzen entdeckt, von denen ich gar nicht wusste, dass man sie essen kann, wie z.B. Magnolienblüten! Auch die Rezepte sind teils ungewöhnlich, aber einfach umzusetzen (z.B. Brennesseln einfach als Chips im Ofen trocknen). Dafür großes Lob! Auch die Anordnung der Pflanzen nach Monaten, in denen sie gefunden werden können, ist super. Mir fehlt leider noch etwas mehr zur Bestimmung der Pflanzen. Man hat nur ein Foto der jeweiligen Pflanze und im Text versteckt eine Beschreibung wie "rundliche Blätter". Schön wäre eine genauere Beschreibung und eventuell Hinweise zur Verwechslungsgefahr, da man gerade als Anfänger ja etwas unsicher ist. Die Rezepte sind sehr schön ausgewählt, aber auch da hätte ich mir etwas mehr gewünscht. Teils wird im Text erwähnt, was man alles mit der Pflanze machen könnte und dann wir nur ein Rezept präsentiert. Insgesamt ist das Buch toll als Ideengeber. Ich habe z.B. zu Hause geschaut, welche Pflanzen gerade blühen und bin dann ohne Buch losgezogen.

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Zu wenig Informationen

Von: Berge63

11.04.2020

In den Buch werden verschiedene Wildpflanzen monatlich bzw jahreszeitlich mit einen oder zwei Rezepten kurz vorgestellt. Dazu gibt es zur Pflanze und zum Rezept ein einfaches Foto. Die Wildpflanzen sind wirklich nur sehr kurz vorgestellt. Zum Aussehen gibt es kaum Informationen und auch das Foto ist sehr schlicht. Für mich als Anfänger von Sammeln der Pflanzen hat es der Nachteil, dass ich mich bei wenigen Pflanzen wirklich sicher fühle. Die Beschreibungen (einschließlich Informationen zur Heilwirkungen) nehmen meist nur eine halbe Seite ein. Auf den Foto ist nur ein Stengel der Pflanze abgebildet, nie die ganze Pflanze. Ich finde dies sehr schade, da die Grundidee und der Aufbau des Buches sehr gut ist. Auch die Gestaltung hat etwas besonderes. So muss man sich aufgrund der minimalistischen Beschreibung der Wildpflanzen sich schon etwas in der Materie auskennen, um das Buch wirklich nutzen zu können.

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Der Titel sagt es schon: Hier geht es um essbare Wildpflanzen, die wir „vor der Haustür“ finden können. Der erste Eindruck: Ein schönes, festes Buch ohne störenden losen Umschlag! Das griffige Cover hält sicher einiges aus und kann auch gut mal mit nach draußen genommen werden. Innen ein übersichtliches und natürliches Layout mit freundlichen Fotos. Die Gliederung ist dankenswerterweise nach Jahreszeiten aufgebaut. Man weiß also auch als Anfänger, zu welcher Jahreszeit man nach welcher Pflanze Ausschau halten kann. Sehr praktisch ist, dass Rezepte zur Zubereitung jeweils direkt hinter der Pflanze abgedruckt sind. Die wichtigsten Infos sind klar und kurz beschrieben. Auch der Natur- und Insektenschutz kommt nicht zu kurz. Es finden sich so wunderbare Hinweise, wie das Überprüfen der Brennnesselblätter auf Schmetterlingseier. Jede beschriebene Pflanze ist mit einem gut erkennbaren Foto abgebildet, das bei der Bestimmung hilft. Allerdings ist dies kein Bestimmungsbuch und auch gar nicht als solches gedacht. Bei Verwechslungsmöglichkeiten mit giftigen Pflanzen (z.B. Bärlauch und Maiglöckchen) werden vollkommen klare und für jeden nachvollziehbare Unterscheidungsmerkmale angegeben. Sehr erfreulich sind die Rezepte zu den einzelnen Kräutern: Sie sind ganz leicht umzusetzen und benötigen keine komplizierten Zutaten. Zu jeder Pflanze findet man auch Hinweise zu einfachen Heilwirkungen und z.B. dem Vitamingehalt. Was sich ein wenig rarmacht, sind Hinweise zu den Orten, an denen man die Wildkräuter sammeln könnte. Es werden zum Beispiel keinerlei Warnungen vor Feldrändern und den dort genutzten Pestiziden beschrieben. Der Nutzer dieses Buches muss also schon auch noch einen eigenen prüfenden Blick auf seine Sammelorte werfen – und das kann ihm ja letztendlich auch kein Buch abnehmen. Nur ganz vereinzelt wird darauf hingewiesen, Pflanzen nicht während der Blüte zu ernten, weil sie wichtige Nahrung für Insekten zur Verfügung stellen. Bei den meisten Pflanzen wird sogar empfohlen, die Blüten zu verwenden. Auch hier ist angesichts des aktuellen Insektensterbens das persönliche Mitdenken der SammlerInnen gefragt. Alles in allem aber ein nützliches, benutzerfreundliches und hübsches Buch für den Einstieg in die Wildkräuterküche. Ein schönes Geschenk für Naturliebhaber, in das gewiss immer wieder hineingesehen wird.

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