Leserstimmen zu
Wildpflanzen essen

Leoniek Bontje, Yvet Noordermeer

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Der Titel sagt es schon: Hier geht es um essbare Wildpflanzen, die wir „vor der Haustür“ finden können. Der erste Eindruck: Ein schönes, festes Buch ohne störenden losen Umschlag! Das griffige Cover hält sicher einiges aus und kann auch gut mal mit nach draußen genommen werden. Innen ein übersichtliches und natürliches Layout mit freundlichen Fotos. Die Gliederung ist dankenswerterweise nach Jahreszeiten aufgebaut. Man weiß also auch als Anfänger, zu welcher Jahreszeit man nach welcher Pflanze Ausschau halten kann. Sehr praktisch ist, dass Rezepte zur Zubereitung jeweils direkt hinter der Pflanze abgedruckt sind. Die wichtigsten Infos sind klar und kurz beschrieben. Auch der Natur- und Insektenschutz kommt nicht zu kurz. Es finden sich so wunderbare Hinweise, wie das Überprüfen der Brennnesselblätter auf Schmetterlingseier. Jede beschriebene Pflanze ist mit einem gut erkennbaren Foto abgebildet, das bei der Bestimmung hilft. Allerdings ist dies kein Bestimmungsbuch und auch gar nicht als solches gedacht. Bei Verwechslungsmöglichkeiten mit giftigen Pflanzen (z.B. Bärlauch und Maiglöckchen) werden vollkommen klare und für jeden nachvollziehbare Unterscheidungsmerkmale angegeben. Sehr erfreulich sind die Rezepte zu den einzelnen Kräutern: Sie sind ganz leicht umzusetzen und benötigen keine komplizierten Zutaten. Zu jeder Pflanze findet man auch Hinweise zu einfachen Heilwirkungen und z.B. dem Vitamingehalt. Was sich ein wenig rarmacht, sind Hinweise zu den Orten, an denen man die Wildkräuter sammeln könnte. Es werden zum Beispiel keinerlei Warnungen vor Feldrändern und den dort genutzten Pestiziden beschrieben. Der Nutzer dieses Buches muss also schon auch noch einen eigenen prüfenden Blick auf seine Sammelorte werfen – und das kann ihm ja letztendlich auch kein Buch abnehmen. Nur ganz vereinzelt wird darauf hingewiesen, Pflanzen nicht während der Blüte zu ernten, weil sie wichtige Nahrung für Insekten zur Verfügung stellen. Bei den meisten Pflanzen wird sogar empfohlen, die Blüten zu verwenden. Auch hier ist angesichts des aktuellen Insektensterbens das persönliche Mitdenken der SammlerInnen gefragt. Alles in allem aber ein nützliches, benutzerfreundliches und hübsches Buch für den Einstieg in die Wildkräuterküche. Ein schönes Geschenk für Naturliebhaber, in das gewiss immer wieder hineingesehen wird.

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Wir sind von Natur und Pflanzen umgeben, auch von essbaren Pflanzen aller Art, die wild wachsen und denen auch eine heilende oder lindernde Wirkung zugeschrieben wird. Genau 56 solcher heimischen Pflanzen und ihre mögliche Verwendung stellen Leoniek Bontje, Heilpflanzen-Expertin und Yvet Noordermeer, Ernährungsberaterin, in ihrem kleinen, handlichen Kompendium vor. Beginnend mit März und April bis zu September und Oktober lernt die Leserschaft jeweils im Zweimonatsrhythmus viel über die in diesem Zeitraum wachsenden Pflanzen. Einige werden den Lesenden sicherlich schon bekannt, andere dagegen ihnen völlig neu sein. Jedes Gewächs wird dabei zunächst auf einer Doppelseite mit einem ganzseitigen Foto sowie einem informierenden Text dargestellt. So kommt das kleine Buch auf die stattliche Anzahl von 140 zwar schlichten, aber dennoch detallierten und wirklich wunderschönen Fotos. Zu vielen Pflanzen gibt es außerdem meist ein Rezept. Nach Einleitung, Vorworten beider Verfasserinnen sowie Inhaltsverzeichnis folgt eine sehr wichtige Seite, die unbedingt aufmerksam gelesen werden sollte, denn hier erfahren die Lesenden alles, was sie beim Sammeln von Wildpflanzen wissen und beachten müssen. Dieses handliche Buch motiviert, sich mit Freunden oder der Familie, gut informiert, auf ausgedehnte Spaziergänge zu begeben, nach essbaren Pflanzen Ausschau zu halten und sie ggf. zu ernten und in den Speiseplan einzubauen. Und wer dann im Winter das Ausschauhalten nach Wildpflanzen vermisst, kann die vielfältigen Tipps für diese Jahreszeit lesen und umsetzen. Ergänzen möchten wir: Einige der im Buch vorgestellten Pflanzen können auch im eigenen Garten kultiviert werden. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Pflanzen natürlich keine ärztlich verschriebenen Medikamente ersetzen! Wir empfehlen dieses Buch allen, die die Natur lieben, nachhaltig leben (möchten) und sich grundsätzlich für essbare Pflanzen interessieren.

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