Leserstimmen zu
Periode ist politisch

Franka Frei

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Die Periode ist wichtig!

Von: Lena

25.03.2020

Franka Freit schafft es, die Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken, welches die Menschheit schon seit Anbeginn beschäftigen sollte. Die Menstruation gehört nicht nur zum Leben, sie bedingt das Leben. Deshalb sollte jeder Mensch über dieses Thema Bescheid wissen. Es ist ein wunderbarer Anfang, dieses Buch zu lesen. Franka Frei beschreibt in ihrem Buch mit einer gehörigen Portion Ehrlichkeit, Humor und Nachdruck die Periode in ihrer ganzen Erscheinung. Sie räumt mit alten Klischees und Unwahrheiten auf, beschreibt die Probleme, die Mentruierende oftmals aufgrund der gesellschaftlichen Inakzeptanz nicht aussprechen können oder wollen und wirft dabei auch einen Blick auf den kulturellen Umgang mit der Menstruation. Nebenbei schafft sie es, herkömmliche Verhütungsmethoden infrage zu stellen und die gesellschaftlichen, politischen sowie medizinischen Probleme einzelner Montashygieneprodukte zu enttabuisieren. Leider fehlt mir hier ein wenig das Fingerspitzengefühl. Sie verteufelt mir zu sehr die Periodenprodukte und bedient sich dahingehend eines klassischen Schubladendenkens: Frauen, die sich für ihre Periodenprodukte auf dem Kassenabnd schämen oder es unangenehm empfinden. Alles in allem: Trotzdem eine absolute Empfehlung.

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Auch wenn man mir im Vorfeld prophezeihen wollte, dass es ein Feministen-Schinken sei oder ähnliches, muss ich jene “Schwarzmaler” enttäuschen. Denn es ist eigentlich viel mehr. Es ist ein Buch….oder eher eine Bachelorarbeit, die aufzeigt, welche wahnwitzigen Theorien und Mythen rund um die Periode / Menstruation durch die Menschheitsgeschichte irren. Eine Theorie wahnwitziger als die andere – da ist die Rede davon, dass Frauen zu Dieben und mordenden Bestien mutieren, wenn sie ihre Regel haben…oder Regelschmerzen daherrühren, wenn Frau “zu viel” denkt -, dass man sich am Boden kringeln möchte vor Lachen. Wenn es nicht so tragisch wäre, dass es wirklich Menschen (insbesondere Männer) gibt und gab, die solchen Humbug für bare Münze nehmen und nahmen. Und es selbst heute noch verpönt ist offen darüber zu reden und das Thema nachwievor ein Tabu ist. Franka Frei zeigt auf wie es um die Menstruation der Frau und das Leben mit dieser steht und nimmt uns mit auf eine kleine Reise durch die Geschichte rund um die Welt. Man erfährt von sogenannten “Menstruationshütten”, dass es selbst heute noch Zipfel dieser Welt gibt, wo es Frauen während ihrer Regel untersagt ist die Küche zu betreten oder ähnliches – aus Angst, dass sie (bedingt durch die Periode) das Essen verderben könnte oder schlimmeres. Kurz gesagt ein sehr informatives Buch, das nicht nur Frauen lesen sollten. Anders als man meinen sollte, ist das Buch reich an Informationen, aber dennoch niemals schwer oder trocken. Klare Leseempfehlung – besonders der Großteil der Herren sollte es als Pflichtlektüre sich mal zur Gemüte führen. 5 von 5 Tampons

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Let's talk about blood

Von: Simone Ostendorf

23.03.2020

Als Frau von 52 Jahren, die es schon fast hinter sich hat, ging ich mit einem gewissen Hochmut an die Sache heran, frei nach dem Motto: ich kenne mich aus, 40 Jahre Bluten, ich habe alles erlebt. Aber sehr schnell wird mir klar, dass ich ein paar Dinge tatsächlich nicht weiß und über ganz vieles nie nachgedacht habe. Unverkrampft und unverblümt treibt uns Franka Frei duch die Historie und Gegenwart der Menstruationstabus, wirft einen kritischen Blick auf die Vermarktung von herkömmlichen Menstruationsprodukten wie Tampons und Binden, die weibliche Freiheit propagiert und doch weiterhin die Menstruation tabuisiert und das auf hohem wirtschaftlichen Niveau. Franka Frei schaut über den westlichen Tellerrand und untersucht unter anderem in Indien wie AktivistInnen dort den Spagat zwischen Aufklärung, Kultur und Religion angehen. Wer meint, das Buch hätte sich erledigt durch die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Monatsprodukte in Deutschland, verkennt, dass „politisch“ noch so viel mehr umfasst, etwa die Umweltbelastung durch Einmalprodukte. Franka Frei legt schlüssig dar, wie die eine Hälfte der Menschheit durch überkommene Rollenmuster und Körperideale, (man denke nur an das relativ neue Körperbehaarungstabu bei Frauen, das Frauen einen vorpubertären Körper andient), einen ganz normalen gesunden körperlichen Vorgang als schambehaftet, peinlich und eklig ansehen soll. Franka Frei sieht die Lösung im offenen Dialog und im Tabubruch. Und warum bei der Menstruation haltmachen, in Sachen Tabus, mangelnde Selbstbestimmung und ungleiche Belastung der Geschlechter stehen die Themen „Wechseljahre“, „Schwangerschaftsabbruch“ und „Verhütung“ gleich hinter der nächsten Ecke.

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Selbstbewusst, Humorvoll, Wissenschaftlich

Von: Die Leserin

23.03.2020

Das Buch ist genau das, "ein Manifest gegen das Menstruationstabu". Von Seite eins bis zum Schluss erfährt die Leserin des Buches wichtige wissenschaftliche Informationen über die Menstruation im Allgemeinen, biologische Aspekte und die Auffassung der Menstruation in der Umwelt, sowohl hier in Deutschland als auch in anderen Teilen der Welt. Es ist ein sehr interessant geschriebenes Buch, das der Leserin oder dem Leser mit viel Humor und zwischendurch einem Hauch von Feminismus die Menstruation erklärt und näher bringt. Bis zum Lesen des Buches habe ich mich selbst mit dem Thema auch nicht näher auseinandergesetzt (außer die nötigen Dinge). Es hat mir allerdings die Augen geöffnet, wenn es um den selbstbewussten Umgang mit dem Thema angeht, als ach wenn es um die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen geht. Jeder Nicht-Menstruierende, der das Buch lesen wird, wird wohl mit etwas Scham auf das veraltete Frauenbild werfen, das es leider noch viel zu oft gibt. Jede Menstruierende, die das Buch lesen wird, wird am Ende des Buches vor Selbstbewusstsein nur so strotzen und stolz auf diese besondere Funktion ihres Körpers sein. Beibt zu wünschen übrig, dass das Thema weniger tabuisiert wird und eine ordentliche Aufklärung im privaten und auch schulischen Umfeld für alle stattfindet! Danke für dieses tolle Buch, Frau Frei!

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Wunderbar spitzzüngig und mit einem großartigen, angebracht bösartigen Zynismus legt die Autorin kapitalistische und patriarchale Strukturen frei, die jahrtausende alt sind und bis in die Gegenwart hinein dazu führen, dass Frauen* und Mädchen* auf der ganzen Welt sich für eine ihrer natürlichen Körperfunktionen schämen und wegen ihr diskriminiert werden. Franka Frei hat dabei verstanden, dass dieses System global strukturiert ist, dass kapitalistische Interessen immer internationale Konsequenzen haben. Der feministische Kampf zu dem sie aufruft, funktioniert nur weltweit, antirassistisch und vor allem genderübergreifend. Die Widmung lautet: „Für alle menstruierenden Menschen“ und ja, alle menstruierenden Menschen sollten das lesen, aber fast genau so sehr würde ich mir wünschen, dass alle NICHTmenstruierenden Menschen das lesen, um endlich zu begreifen, dass das, was da einmal im Monat bei ihren Frauen/Partner*innen/Töchtern/Schwestern/Freund*innen usw. abgeht, nichts ekliges ist, sie sich nicht „anstellen“ und auch nicht „hysterisch“ sind, sondern dass ein Tabu gemacht wird, aus etwas, das der Grund ist, für unser aller Existenz! Ich gebe zu: Ich war zunächst skeptisch und hatte nicht viel „neues“ erwartet. Ich so, als moderne, aufgeklärte Feministin und so. Pustekuchen. Selten so viel gelernt, selten so viele Zusammenhänge erkannt und verstanden, selten beim Lesen eines Sachbuchs so viel gelacht und mich selten so verstanden und gesehen gefühlt. DAS IST EIN ECHT WICHTIGES DING! Mädels, Jungs und alle anderen: LEST DAS! Trust me!

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Der Titel ist Programm

Von: Lisa Freitag

20.03.2020

Das cover kommt meiner Meinung nach relativ schlicht, aber dennoch sehr aussagekräftig daher. Der Titel hat sofort mein Interesse geweckt, da ich selbst viele Jahre meines Lebens darunter gelitten habe, dass viele einfach nicht offen über das Thema "Menstruation" reden. Franka Freis Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Sie schreibt gnadenlos ehrlich und gern auch mal sarkastisch, auch die Verleihung der goldenen Erdbeeren lockert die Thematik weiter auf. Ich kann mir vorstellen, dass das Buch ohne eben diese Art des Schreibens ziemlich trocken geworden wäre. Statt dessen macht es Freude es zu lesen und nicht selten bin ich überrascht gewesen, welche absurden Theorien seit tausenden von Jahren zur Menstruation kursieren. Es gab für mich so einige "Bitte Was?!"-Momente, in denen ich den einen oder anderen Satz oder Abschnitt noch ein zweites Mal lesen musste, weil ich einfach nicht fassen konnte welchen Blödsinn so manche Person im Laufe der Geschichte bezüglich des Themas "Menstruation" zum besten gegeben haben. Auch dass Periodenarmut nicht nur in Entwicklungsländern ein großes Problem darstellt, wie man zunächst glauben könnte, sondern durchaus auch in Ländern wie Großbritannien, hat mich mehr als überrascht. Und so zog es sich durch das gesamte Buch. Was mir besonders positiv aufgefallen ist: Franka Frei klärt gleich auf den ersten Seiten darüber auf, dass Frausein nicht gleich Menstruieren bedeutet und Menstruieren nicht gleich Frausein. Für viele mag das nebensächlich oder verwirrend sein, ich finde es aber sehr wichtig. Mein Fazit also: Franka Frei räumt auf mit den absurden Mythen und Verschwörungstheorien, die sich um die Menstruation ranken. Genau deshalb ist das Buch nicht nur etwas für jene, die selbst vom Thema betroffen sind oder sich ganz einfach dafür interessieren, sondern auch für jene Verfechter der diskriminierenden Theorien zur Menstruation. Vielleicht kann auf diese Weise zumindest ein Stück weit das Tabu gebrochen und ein Umdenken erreicht werden.

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Aufrüttelndes und informatives Buch

Von: Svenja Stein

19.03.2020

Ich finde, dass das Buch aufrüttelnd und sehr informativ ist. Die kurz gewählten Abschnitte ermöglichen einen schnellen und interessanten Lesefluss. Die Autorin gibt Einblicke in das Thema der Menstruation und deckt Ungerechtigkeiten auf. Ein aktuelles und wichtiges Thema wird hier vermittelt! Es wird angeregt sich darüber hinaus mit Themen des Feminismus zu beschäftigen und mit anderen in Diskussion zu treten. Vieles war mir und meinen Freunden neu und es regt mich definitiv an, einen sensibleren Sexualunterricht in der Grundschule zu praktizieren, wenn ich später im Lehrerberuf bin.

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Wichtig! Nicht nur für Frauen

Von: LinaMae

12.03.2020

Ein wichtiges Thema, was oftmals nicht ernst genug genommen wird. Keine Frau hat dich dazu entschieden, monatlich zu bluten. Das Buch behandelt genau diesen Missstand und dir damit Zusammenhängenden Umstände. Ich persönlich sehe das Thema gerade nach dem Buch offener und vorallem Wichtiger und das nicht nur für Frauen.

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