Leserstimmen zu
Der Kaufmann und der Rinpoche

Aljoscha Long, Ronald Schweppe

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unbeschreiblich

Von: Miss Emma

11.10.2020

Wer sich für Philosophie, Psychologie und Theologie interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Als Roman verschafft es dem Leser einen guten (ersten) Einblick in die tibetanische Religion und Spiritualität. Es regt zum Nachdenken über das (eigene) Leben an.

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Welch ein beeindruckendes Buch

Von: lielo99

21.06.2020

Das Leben der Hauptpersonen in dem Buch „Der Kaufmann und der Rinpoche“ kann gegensätzlicher nicht sein. Sie kennen sich seit Kindertagen und waren Freunde. Der Lebensinhalt des Kaufmanns Dorjee Wangchuck war geprägt vom Streben nach Geld und Unabhängigkeit, während sein Freund Sonam Tsering allem irdischem Mammon entsagte und in ein Kloster ging. Es spielt keine Rolle, wie das Leben eines Menschen verlief. Sobald er dem Tod ins Auge schaut, wird jeder demütig und hofft auf die Gnade des Schöpfers. So geht es auch dem Kaufmann. Aus dem Grund ruft er auch seinen alten Freund an sein Sterbelager. Aber nicht nur das. Er möchte, dass dieser ihm das „Tibetische Totenbuch“ vorliest. Warum dies sein letzter Wunsch ist? Das wird der Leser erfahren, wenn er das Buch liest. Dieses Buch zog mich tatsächlich in seinen Bann. Tibet, das ist ein Land, welches weit weg liegt. Ich wusste wenig von der Geschichte und nichts von den Schwierigkeiten der Einwohner. Das änderte sich beim Lesen dieses Buches. Was mussten die Menschen dort durchleben und wie grausam waren ihre Eroberer. Dass sie trotzdem an ihrem Glauben festhielten zeugt in meinen Augen von Größe. Ganz im Gegensatz zu dem Kaufmann, dessen Leben von Unglauben geprägt war. Kann sein bester Freund ihn dazu bringen, dass er diesen überwindet und kurz vor seinem Tod die Seiten wechselt? Neben dem beeindruckenden Cover stellt auch der Inhalt von „Der Kaufmann und der Rinpoche“ für mich ein imponierendes Werk dar, dessen Autor ich bisher nicht kannte. Die Sprache ist gehoben und besonders die Historie Tibets wird hier beeindruckend beschrieben.

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Eine Geschichte über zwei Männer, die sich in Kindertagen angefreundet haben und seitdem das Band das sie verbindet immer dicker wurde, obwohl sie als Männer jetzt so unterschiedlich sind. Zwei Freunde die sich am Totenbett wiedersehen, der eine hat sein Leben als Kaufmann verbracht und viel Geld angespart, der andere der sein Leben im Kloster verbracht hat und nun seinem Freund aus dem Totenbuch vorliest um ihn sicher durch das Zwischenreich zu führen. Das Buch verbindet die Geschichte beider Männer und die Reise durch das Zwischenreich zu einer wundervollen Geschichte aus der man nicht mehr auftauchen möchte. Der Glaube wird so schön und anschaulich wiedergegeben, dass es einen gar nicht mehr richtig loslässt. Ich kann dieses Buch jeden weiterempfehlen, der mehr über das tibetische Totenbuch wissen möchte und bereit ist für eine Reise durch das Zwischenreich.

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Kann man gut lesen...

Von: Marty

27.05.2020

Das Buch ist interessant geschrieben durch den Wechsel aus Gegenwart und Rückblenden. Ich kann dieses Buch auf jeden Fall jedem empfehlen, der philosophische Gespräche anregend findet.

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Hatte mir mehr erwartet

Von: FrauP

26.05.2020

Cover und Klappentext hatten mir eine andere Vorstellung von diesem Buch gegeben. Der Buddhismus ist für mich kein völlig neues Thema, dennoch denke ich, dass man mit dem Roman mehr anfangen kann, wenn man sich speziell in der Materie Leben, Sterben und Wiedergeburt (bzw. Zwischenwelten) gut auskennt. Im Anhang gibt es ein Glossar mit Fachausdrücken, auf das man dank des Kursivdrucks im Text auch bereits beim Lesen aufmerksam gemacht wird - da hätte ich mit mehr eigenem Hintergrundwissen seltener hin blättern müssen. Die Aufteilung der Geschichte in Rückblenden auf Dorjees Leben zum einen, zum anderen den Übergang aus dem Leben zum Nirvana oder aber zur Wiedergeburt, erzählt aus seiner Sicht und dann wieder aus der des Lamas Sonam, der ihn begleitet - das ist an sich eine gute Idee, irgendwann jedoch waren mir die von Sonam erlebten Szenen zu repetitiv geschrieben, auch einfach zu fad. Wer sich mit dem Buddhismus im Detail auskennt, wird vielleicht seine Freude an dem Buch haben, für mich war's eher anstrengend.

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Erlösung oder Wiedergeburt

Von: dear_fearn

25.05.2020

Das schlanke Büchlein kommt hochwertig gebunden, mit einer tibetischen Stadt und dem Mount Everest auf dem Cover daher. Am rechten unteren Rand sind zwei Personen abgebildet, um die es gehen wird. Dorjee Wangchuk und Sonam Tsering lernen sich als Kinder kennen. Sie sind beide Hirtenjungen, die kurz darauf zwei völlig verschiedene Wege einschlagen. Dorjee hat schon als Kind viel Ungerechtigkeit miterleben müssen und beschließt Soldat und später Kaufmann zu werden. Sonam dagegen schlägt den Glaubensweg ein, wird Mönch im Kloster und später Rinpoche. Das Buch ist in zwei Erzählstränge geteilt. Der eine spielt in der Vergangenheit und schildert Dorjees Lebensgeschichte. Der zweite spielt in der Gegenwart. Zwar geht es auch darin um Dorjee, jedoch rückt sein Freund Sonam eher in den Fokus, der ihn als Rinpoche auf seinem Weg nach dem Tod begleitet. Auf den 240 Seiten erfährt man als Leser viel über die Geschichte Tibets, machthabende und teilweise machtmissbrauchende Adlige, den schwächer werdenden Glauben an den Buddhismus bzw. alte Riten und über den Krieg mit China. Dorjee durchlebt diese Geschichte als Soldat und steigert sich zum reichen Kaufmann. Die von ihm miterlebten Ungerechtigkeiten verhärten jedoch seinen Geist, was ihm sein Freund Sonam immer wieder aufzeigt. Die beiden treffen sich im Laufe ihrer Leben immer wieder. Als Dorjee stirbt, liest Sonam ihm das Bardo Thödol, um ihm zur Erlösung oder zumindest zu einer vorteilhaften Wiedergeburt zu verhelfen. Während Dorjees Geist durch das Traumbardo wandert, steht ihm Sonam stets zur Seite. Mir fiel es anfangs schwer, mich auf die Geschichte einzulassen. Sie fließt gemächlich dahin, die Wortwahl ist sehr besonnen, die Begriffe anfangs noch fremd. Aber das gibt sich schnell. Und obwohl das Buch nicht mit großen Spannungsbögen dienen kann, hat es mich als Leserin doch kontinuierlich neugierig gehalten und nie gelangweilt. Es hat mich sogar tief beeindruckt und mir viel Anreiz zum Nachdenken gegeben.

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Zwischen den Welten

Von: Sanbe

24.05.2020

Der Kaufmann und der Rinpoche ist eine bewegende Geschichte über die Freundschaft und Tibet. Der Leser wird mitgenommen auf die Reise des Lebens von Sonam und Dorjee. Der eine Lebensweg traditionell spirituell, der andere getrieben vom Traum einer glorreichen Zukunft. Ein Buch das emotional bewegt!

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„Der Kaufmann und der Rinpoche – Leben, Sterben und Dazwischen“ ist ein Roman von Aljoscha Long und Ronald Schweppe und ist 2020 im Diederichs Verlag erschienen. Das Buch ist gebunden, mit optisch zur Geschichte passendem Schutzumschlag ausgestattet und kostet 18€. Inhalt (evtl. Spoiler) Der tibetische Kaufmann Dorjee Wangchuck liegt im Sterben. Nach einem aufregenden und nicht immer vorbildlich geführtem Leben (Dorjee betrügt u.a. seine Ehefrau, bereichert sich durch die Veräußerung religiöser Kunstschätze und selbst ein Mord wird ihm nachgesagt), das ihn von seinen Wurzeln als Hirtenjunge einer Yak-Herde weggeführt und hat reich werden lassen, denkt er über die buddhistischen Riten und Traditionen seiner Familie nach. Dorjee glaubt schon lange nicht mehr an Buddha und die alten Geschichten von der Reise der Seele durch den Bardo, die Zwischenwelt, die die Seele durchqueren muss, um wiedergeboren zu werden. Dennoch lässt er nach seinem Kindheitsfreund, dem Rinpoche (Wiedergeburt eines früheren buddhistischen Meisters) Sonam Tsering schicken, damit dieser ihm das Bardo Thödol, das Tibetische Totenbuch, vorliest und ihn durch das Zwischenreich geleitet. „Warum sollte er nicht albern sein und sich eine tröstende Geschichte vorlesen lassen? Was konnte es schaden?“ (S.10) Sonam folgt dem Ruf seines Freundes mit dem er sich trotz der völlig unterschiedlichen Lebensentwürfe mal mehr, mal weniger verbunden gefühlt, den er jedoch nie ganz aus den Augen verloren hat. Er ist bei Dorjee in der Stunde seines Todes und hilft ihm im Zwischenreich angekommen, sich seinen Ängsten, die sich in Form von Lichtgestalten und Dämonen manifestieren, zu stellen. Meinung Ich habe das Buch „Der Kaufmann und der Rinpoche“ mit großer Freude gelesen. Vor der Lektüre hatte ich keine Vorkenntnisse über Buddhismus, das alltägliche und religiöse Leben in Tibet zu den Zeiten in denen der Roman spielt (ab 1935) und bin somit völlig vorurteilsfrei und ohne vorgreifende Erwartungen an die Lektüre herangegangen. Bekommen habe ich einen Roman, der nicht nur unterhaltsam über die eben genannten Punkte informiert, sondern auch mit der philosophischen Frage spielt, wie es nach dem Tod weiter gehen könnte und der mit einer spannenden Geschichte über die Freundschaft zweier völlig gegensätzlicher Menschen punktet. Der Schreibstil ist sehr angenehm: Die Sätze sind eher kurz, seitenlange Schachtelsätze gibt es nicht. Trotzdem ist der Stil sprachlich elegant. Lediglich die Auszüge aus dem Tibetanischen Totenbuch lesen sich schwierig, was auch daran liegen mag, dass dem westlichen Leser die beschriebenen Gottheiten und Ausdrücke unbekannt sind. Zugegeben: Diese Passagen habe ich nach einer Weile quergelesen, da mir die immer recht ähnlichen Beschreibungen der verschiedenen Zwischenwelten etwas zu langatmig waren und mir die Religion des Buddhismus im praktischen Detail auch zu fremd und zu weit entfernt von meinem eigenen Weltbild ist. Der Rest des Romans ist jedoch sehr spannend. Wer sich über die Bardo Thödol Passagen hindurchkämpft, bekommt als Belohnung eine Geschichte präsentiert, die man teilweise gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Die Turbulenzen, die die Freundschaft von Dorjee und Sonam umschiffen muss, die wechselhafte Darstellung von Vergangenheit und Gegenwart, der Einblick in die Geschichte Tibets und das Alltagsleben der Menschen machen den Roman zu einem Lesevergnügen, das ich schon lange nicht mehr hatte. Fazit Ein unterhaltsamer Roman mit leichten Längen. Er ist geeignet für alle, die sich über gelebten Buddhismus und die Geschichte Tibets auf unterhaltsame Weise informieren wollen und die sich auch nicht fürchten, über philosophische Fragen auch nach Beendigung des Romans weiter nachzudenken. Praktisch sind das Personenregister und die Zeittafel am Ende des Buches, wo man immer mal wieder spicken kann, wenn einem eine Person oder ein geschichtliches Ereignis entfallen sind.

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