Leserstimmen zu
Manege frei für kleine Köche!

Holger Stromberg, Gaby Grosser, Gerd Truntschka

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Wie kriegt man sein Kind dazu, bei Rote Bete, Brokkoli und Fenchel nicht gleich in Abwehrhaltung zu gehen? Bei vielen Familien ist der Kampf um das, was auf dem Teller landet nämlich ein nahezu täglicher. Wenngleich Tomaten, Karotten und Äpfel von den meisten noch akzeptiert werden, sieht es da bei Blumenkohl, Rosenkohl und Zucchini deutlich schlechter aus. Das zu ändern, hat sich Holger Stromberg  mit seinem Buch "Manege frei für kleine Köche. Superhelden essen clever" (südwest Verlag) vorgenommen. Erst einmal stellen sich die Superhelden, also die einzelnen Gemüse, selbst vor. Personalisierung für Pluspunkte quasi, denn eine Kira Karotte und ein Basti Pastinake sind doch gleich viel sympathischer. Danach wird kindgerecht erklärt, was Vitamine sind und wofür wir sie brauchen. Auch Spurenelemente und Mineralstoffe werden erklärt, wir erfahren Wissenswertes rund um die Farben von Gemüse, warum man bei Zwiebeln weinen muss aber ebenso, warum Zucker nur in geringen Mengen gegessen werden sollte. Bunte Zeichnungen, Rätsel und Suchbilder machen das Buch für Kinder besonders ansprechend. Die Schnitzeljagd durch die Küche, bei der man diverse Utensilien suchen soll, dürfte die ein oder andere Mama zwar an den Rande des Nervenzusammenbruchs bringen, der Rest ist zum Glück ohne größeres Chaos umsetzbar. Auch in puncto Nachhaltigkeit gibt es für die Kleinen schon ein paar Tipps - früh übt sich. Dann wird noch die Symbolik des Buches erläutert (Superkraft Köpfchen/ Superkraft Haare+Haut/ Superkraft Immunsystem usw) und dann legen wir mit den Rezepten los. Diese sind jeweils so aufgebaut, dass wir auf den beiden ersten Seiten das Rezeptfoto und einen kleinen Dialog der beteiligten Gemüse sowie eine kurze Erklärung von Holger bekommen, auf den beiden folgenden Seiten dann ein Foto mit den Zutaten, eine Zutatenliste und eine sehr einfache aber genau Schritt-für-Schritt-Anleitung. Perfekt, um kleine Köche an das Thema heranzuführen.  Als Vorschläge gibt es "Karotten-Bolognese", "Karotten-Muffins", "Karottensaft", "Grüne Hotdogs mit Pastinaken", "Pastinaken-Puffer mit Paprikasoße", "Pastinaken-Püree mit Spiegeleiern", "Flammkuchen mit Brokkoli und Salami", "Brokkoli-Frittata mit Speck und Käse", "Grüne Waffeln mit Mangoeis", "Rote-Bete-Fischstäbchen", "Rote-Bete-Hummus", "Fenchel-Risotto mit Lachsfilet", "Pinkfarbener Kaiserschmarrn mit Apfelkompott", "Gestreiftes Apfeleis", "Maisbrot", "Maisküchlein", "Weiße Tomatensuppe", "Selbst gemachter Ketchup" und "Gemüse-Curry-Eintopf". Ob das alles jetzt so von den Kindern angenommen wird, wage ich ein wenig zu bezweifeln, aber es sieht auf alle Fälle alles schön bunt und fröhlich aus. Ich würde sagen, ich lasse es mal auf einen Versuch ankommen. Wobei die Kinder, die hier wirklich aktiv mithelfen sicherlich schon in die Schule gehen müssen. Früher sehe ich eher nicht.  Im Anhang, dem "Elternratgeber" kommen dann noch Gerd und Silke Truntschka (Geschäftsführer eines Naturprodukt-Herstellers), Jesper Juul (Familientherapeut), Dr. med. Herbert Renz-Polster (Kinderarzt), Hanni Rützler (Foodtrendforscherin), Holger Stromberg (Spitzenkoch) und Anna Funck (Journalistin) zu Wort und versuchen, ein bisschen Licht in das Dunkel der kindlichen Ernährungsgewohnheiten und - weisen zu bringen. Für mich sind da viele gute Tipps dabei, zukünftig entspannter an das Thema "essen" oder halt auch " nicht essen" heranzugehen. Und das mit dem "sieben mal" vorsetzen bis es Akzeptanz findet, werde ich mir besonders zu Herzen nehmen. Danke an euch alle, ihr macht mir Mut, dass wir bald auch in der Lage sind, die Rezepte zusammen zu kochen und zu genießen. 

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Dieses Buch ist wirklich super, um Kindern eine gesunde Ernährung näher zu bringen. Helfen tun einem dabei die Charaktere im Buch. Massimo Mais, Anne Apfel, Rike Rote Beete, Branko Brokkoli, Kira Karotte, Finacchio Fenchel, Basti Pastinake und Tadeus Tomate haben nicht nur einprägsame Namen sondern geben den Kindern ein vertrautes Gefühl. Ich bin immer wieder überrascht, wie sehr sich Kinder auch in Literatur hineindenken können und sich Charaktere merken und wiedererkennen. Ich habe das Buch gemeinsam mit drei Kindern auf meiner Arbeitsstelle ausprobiert. Die Kinder waren zwischen 3 und 5 Jahren alt. Witzig fand ich, dass sie die zu kochenden Rezepte nicht nach dem aussuchten, was sie auf dem Bild sahen oder was sie sonst so mögen, sondern danach welcher Gemüse-Charakter etwas dazu erzählte. Da sieht man aber auch wie wichtig solche Charaktere sind, wenn man mit Kindern so ein Buch entdecken will. Auch die kleinen Spielchen, wie das Gemüserätsel und das Wimmelbild kamen super gut an. Die Aufkleber fanden auch alle richtig toll und sie wurde im Buch verteilt. Mit ihnen kann man die Rezepte bewerten oder einfach die Seiten verschönern. Der allgemeine Teil beinhaltet die Vorstellung der 'wichtigsten' Gemüsesorten im Buch. Mein Lieblingsgemüse, der Blumenkohl, ist leider nicht dabei, dafür aber der Broccoli. Es werden die verschiedenen Küchenutensilien vorgestellt, Vitamine erklärt, Tipps zum Einkauf und zur Lagerung gegeben und vieles mehr. Auch das Thema Süßes wird angesprochen. Die Symbolik bei den Rezepten ist sehr übersichtlich und vor allem auch wieder kindgerecht. Ich fand es toll, dass auch dabei an die Kinder gedacht wurde. Kleine bunte Symbole mit Figuren oder anderen leicht erkennbaren Dingen zeigen an wofür das Gericht besonders gut ist – ob für Knochen, für Energie, für die Verdauung und und und. Auch der Schwierigkeitsgrad und der Zeitaufwand wird angegeben. Der Rezepte-Teil ist dann in die einzelnen Gemüsesorten/Gemüsecharaktere aufgeteilt. Bei jedem Rezept meldet sich der jeweilige Gemüsecharakter zu Wort. Manchmal erzählt er den Kinder etwas über sich selbst, wo er herkommt, wie er sich weiterentwickelt hat, welche besonderen Eigenschaften er hat und solche Dinge. Manchmal gibt es kleine Dialoge zwischen den Charakteren und Holger, der Autor, meldet sich als eigener Charakter zu Wort. Eben diese kleinen Geschichten/Dialoge regten die Kinder an das Gericht ausprobieren zu wollen. Als ersten hatten sich 'meine' Kinder das Fenchel-Risotto mit Lachsfilet ausgesucht. Ich war wenig begeistert, weil Fenchel für mich einfach ganz schrecklich schmeckt, aber hier ging es ja genau darum, dass die Kinder nicht solche Abneigungen entwickeln wie ich und daher hielt ich den Mund und wir legten los. Grund für die Wahl des Rezeptes war allerdings der rollerfahrende Finacchio Fenchel, den die Kinder toll fanden. Die Kinder halfen beim Zusammensuchen der Zutaten und beim Abwiegen und Abmessen, aber viel mehr ist bei der Altersgruppe und dem Entwicklungsstand noch nicht drin gewesen. Auch wenn im Anhang beschrieben wird, dass man Kindern ruhig etwas mehr zutrauen soll, so habe ich doch eine Aufsichtspflicht und ließ daher keinen an ein Messer oder ähnliches. Mit eigenen Kinder wäre das eventuell anders gewesen. Die Mütter der Kinder halfen mit beim Kochen, was dann auch wieder einen pädagogischen Effekt hatte, aber das ist nun wieder sehr speziell, weil ich das Buch ja in einer Mutter-Kind-Einrichtung getestet habe. Trotzdem zeigt es, dass dieses Buch auch Erwachsenen noch von Nutzen ist, ob nun mit Lerncharakter oder rein als Rezeptsammlung. Das fertige Produkt kam sehr gut an. Auch die weiteren Rezepte, die wir ausprobieren verliefen ähnlich. Wir hatten keine Schwierigkeiten beim Nachkochen und die Kinder waren vom Essen begeistert. Ich selbst würde die Rezepte nur zum Teil in mein Privatleben (ohne Kinder) einbauen, aber für Kinder sind sie ideal. Unter anderem haben wir noch die Karottenbolognese, Karotten-Muffins und die Pastinakensuppe ausprobiert. Den Kindern hat alles geschmeckt, allerdings muss ich auch dazu sagen, dass wir sehr 'einfache' Kinder haben, die so gut wie alles essen. Am Ende des Buches gibt es noch einen Elternratgeber. Hier melden sich mehrere Experten zu Wort und beschreiben in einem recht lockeren Text, wie man Kindern gesunde Ernährung näher bringen kann. Wie man den Einkauf gestaltet, welche Dinge man einfach mal die Kinder selbst erleben und ausprobieren lassen sollte, wie man sie am besten einbezieht und motiviert. Ich fand diese ungezwungenen locker strukturierten Texte sehr ansprechend und habe den Teil mit einigen der Mütter auf meiner Arbeitsstelle bearbeitet. Auch hierfür war das Buch sehr geeignet. Für mich war es daher ein Erfolg auf ganzer Linie und ich kann es sehr weiterempfehlen. *Fazit:* 4,6 von 5 Sternen Dieses Buch hilft Eltern ihren Kindern eine gesunde Ernährung näher zu bringen und gemeinsame Kocherlebnisse mit ihnen zu erleben. Mit Hilfe der lustigen Figuren, bunten Bilder und kleinen Rätseln macht das Buch Kinder richtig Spaß. Ich kann es sehr empfehlen.

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Wer kennt das genörgelt der Kinder nicht wenn Gemüse auf dem Teller landet. Oft wird nicht nur das eklige Zeug präzise rausgefischt sondern auch der ganze Teller zu Seite geschoben. Das Wurstbrot hat uns dann schon das eine oder andere Mal gerettet. Also vielleicht einfach mal was anderes machen. Obst und Gemüse werden zu Artisten, rote Beete und Fenchel erhalten persönlichen Namen und als Highlight dürfen die Kinder mit ans Werk. Vom Einkaufszettel bis zum schnippeln – hey ja und sogar aufräumen dürfen die kleinen Helfer und kommen ganz groß raus. In diesem Buch gibt es eine Vorstellungsrunde der gesunden Teilnehmer sowie tollen Rezepte. Jeder der „gesunden acht“ hat seinen eigenen Rezeptteil und bringt so seine persönlichen Highlights mit. Die Karotte die Bolognese, der Brokkoli den Flammkuchen, und die rote Beete wird du Chips. Also keine extravaganten Rezepte mit noch extravaganteren Zutaten. Nein, alles kennt man und bekommt es auch ohne Feinkostladen oder Internet. Mit tollen Symbolen wird einem auf den ersten Blick gezeigt, welche Schwierigkeitstufe und welcher Zeitaufwand hinter den einzelnen Rezepten stecken. Sogar die Superkraft ist enthalten!!! Wenn das mal nicht ein Anreiz für Kinder ist. Am Ende des Buches kann man sein Lieblingsessen malen und die Rezepte mit mega coolen Stickern kennzeichnen. Von „Leibspeise“, „Rocker Mohrrübe“ bis „Bäh“ ist alles dabei. Die Kinder sind nun hoffentlich satt und glücklich und für die Eltern hält das Buch noch einen kleinen Eltern-Ratgeber bereit. Und wenn du neugierig ist und wissen möchte wie alles begann... es gibt ein Kinderbuch "die vitalen acht - Manege frei für Superhelden" welches im CBJ-Verlag erschienen ist. Ich muss gestehen, dass wir dieses auch noch nicht kennen aber neugierig geworden sind.

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