Leserstimmen zu
Das Knistern der Sterne

Claire Hoffmann

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Eine außergewöhnliche Geschichte

Von: zauberblume aus Altdorf

23.01.2020

"Das Knistern der Sterne" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Claire Hoffmann gelesen habe und es ist auch die erste Kreuzfahrt, die ich unternommen habe. Auf dieser Kreuzfahrt lerne ich zwei ganz besondere Menschen kennen. Stella, die arbeitlos ist, und wieder allein ist, ist in einem desolaten Zustandt. Da lernt sie im Park den 70jährigen Balhasar kennen. Der ehemalige Literaturprofessor hat ihr ein ungewöhnliches Angebot. Er lädt sie auf eine Kreuzfahrt ein. Er stellt jedoch eine Bedingung: Stella darf nicht nach seiner Vergangenheit fragen. Als die beiden an Bord sind, beginnt eine spannende Reise, mit sternenklaren Nächten und der Weite des Ozeans. Die beiden erleben verschiedene Abenteuer. Doch eines ist gewiss, jeder der beiden hat etwas zu verbergen. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang mit dem Schreibstil der Autorin und auch mit der Geschichte nicht ganz zufrieden war. Irgendwie hatte ich aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet. Wir lernen zwei unterschiedliche Protagonisten kennen. Da ist die etwas verzweifelte Stella, die mit sich überhaupt nicht im Reinen ist, und die aber ein besonderes "Gespür" besitzt. Doch Stella ändert sich im Laufe dieser Reise und zum Ende hat mich die Geschichte dann endlich in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Ich habe die Kreuzfahrt mit Balthasar genossen. Auch ein ganz besonderer älterer Herr. Und man spürt auch förmlich, das die beiden von Geheimnissen umgeben sind und mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben. Aber werden die bei den gestärkt und bereit für einen Neuanfang zurückkommen? Das Cover hat mich magsich angezogen, es hat wirklich etwas besonderes. Eine nette Unterhaltsungslektüre für die ich gerne 4 Sterne vergebe.

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Ein Buch mit eigenwilligem Charme

Von: Marlen Blume

22.01.2020

„Wenn man es genau betrachtete, hatte sie ja gar kein Leben mehr und auch keinen einzigen Freund. Nur Trümmer und zwei Koffer und jede Menge Meer um sich herum.“ (S. 201) Stella Milewski befindet sich in einer handfesten Lebenskrise. Sie hat ihren Job verloren, ihre Ehe ist in die Brüche gegangen und – was sie am traurigsten macht – sie hat ihre „Gabe“ verloren. Stella ist Masseurin und vermochte es, jedem ihrer Patienten mit den Händen Gutes zu tun. Sie hat die „Problemzonen“ sicher gespürt und konnte immer helfen – dieses Gespür ist plötzlich verschwunden und Stella fühlt sich ungemein hilflos und unsicher. Auf einer Parkbank begegnet sie dem knapp 80jährigen Balthasar, der sie kurzentschlossen auf eine Kreuzfahrt einlädt. Er ist jedoch ein wenig wunderlich und seine Bedingung ist: während er auf der Kabine bleibt, soll sie sich einen schönen Urlaub machen und ihm jeden Abend beim Essen ausführlich von ihrem Tag berichten. Stella braucht dringend eine Auszeit und so sagt sie zu, ob-wohl ihr die Sache recht merkwürdig vorkommt. Merkwürdig ist allerdings nicht nur Balthasar. Im Laufe der Reise stellt sich heraus, dass beide – auch Stella – Geheimnisse voreinander haben. Dass sie sich zwar eigentlich öffnen wollen und sich gegenseitig versuchen dazu zu bewegen – es ihnen aber kaum gelingt. Das Buch zeigt, wie schwer es ist, einem Menschen Vertrauen zu schenken – und vor allem, sich vorher selbst zu vertrauen, um dann wiederum anderen vertrauen zu können. Stella lernt auf der Reise einige Menschen kennen, die sie nachhaltig beeinflussen. Die engste Verbindung knüpft sie zu dem 12jährigen Luis, der als halb-blinder Passagier reist und sämtliche Verstecke auf dem Ozeanriesen kennt. Luis hat viele Allergien und nur auf dem Meer geht es ihm so gut, dass er halbwegs problemlos leben kann. Seine Mutter arbeitet auf dem Schiff und er… wird eben geduldet. Die Szenen mit Luis und Stella waren Highlights für mich, da sie sehr warmherzig davon erzählen, wie zwei ganz unterschiedliche Menschen (sowohl im Wesen als auch vom Alter her) zueinander finden. Ich gebe zu, die Geschichte ist kein typischer „Wohlfühlroman“. Dazu haben die Charaktere zu viele Ecken und Kanten, die Sprache ist dafür nicht „glatt“ genug, die Unterhaltungen der Protagonisten zu philosophisch. Man muss sich einlassen auf dieses Buch, um es genießen zu können, denn es hat einen eigenwilligen Charme. Mitunter mutet es ein wenig märchenhaft an (z. B. diese Sache mit der „Gabe“). Deshalb ist es mir am Anfang auch recht schwer gefallen hineinzukommen in die Geschichte. Bis etwa zur Hälfte des Buches hätte ich sicher nur drei Sterne vergeben. Wer aber bis zum Finale durchhält, wird belohnt. Denn ich fand die letzten 100 Seiten sehr gelungen und spannend – dann hatte ich mich richtig festgelesen in dem Roman. Für das Ende würde ich daher fünf Sterne vergeben. Alles in allem also: gute 4 Sterne für diesen außergewöhnlichen Roman, der sich in keine Schublade stecken lässt.

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Das Knistern der Sterne

Von: Amadea

22.01.2020

Wie ist es, wenn unser Selbstbild ins Wanken kommt? Wenden wir uns ab von den Menschen und Situationen, die unangenehme Gefühle auslösen? Claire Hoffmann beschreibt in ihrem Roman das Zusammentreffen von Stella und Balthasar. Diese Begegnung wird wegweisend für Menschen, die ihnen zufällig begegnen. Das Klischee einer Kreuzfahrt wird hier nicht erfüllt, was sehr erfreulich ist. Das Cover ist modern, lässt aber nicht erahnen, welch brillianter Roman sich dahinter verbirgt.

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Stella steht vor den Scherben ihres Lebens: Ehe gescheitert, Job weg, keine Wohnung. In diesem Zustand lernt sie den siebzigjährigen Literaturprofessor Balthasar kennen. Er bietet ihr an ein paar Wochen seine Begleiterin auf einem Kreuzfahrtschiff zu sein. Einzige Bedingung: sie darf keine Fragen zu seiner Vergangenheit stellen. Zunächst genießt Stella ihre Zeit an Bord des Schiffes. Doch nach und nach muss sie sich eingestehen, dass ihr Leben nicht so war, wie es ihr schien. Und in den gemeinsamen Gesprächen mit Balthasar, der seine Kabine während der Reise kaum verlässt, ahnt sie immer mehr, dass ihr Gönner nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Gemeinsam müssen sich beide ihrer Vergangenheit und auch ihrer Zukunft stellen. Die Autorin beschreibt in einer einfachen, aber nicht langweiligen Sprache die Begegnung von Stella und Balthasar. Amüsante wie ernste Situationen halten sich hier ausbalanciert die Waage. Zusammen mit den allabendlichen Gesprächen zwischen den beiden, ist ein wundervolles Buch über Begegnungen, Verlust, Neuanfang und Selbstreflexion entstanden, das man geradezu verschlingt, sobald man mit lesen begonnen hat. Es wird an keiner einzigen Stelle langweilig. Für mich ein Buch, das auf meiner Favoritenliste für 2020 ganz oben landen wird.

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Wunderschöne Geschichte

Von: sarah.booksbeauty

19.01.2020

Mit einer fremden Person eine Kreuzfahrt machen? Eine merkwürdige und verrückte Idee, die man in genau in diesem Roman "Das Knistern der Sterne" von Claire Hoffmann erleben darf 😊💕🚢 . Zur Geschichte: Stella möchte einen neuen Schritt wagen, als sie auf den Fremden 70-jährigen Balthasar trifft. Denn Stella fühlt sich einfach nur trostlos, als sie vor der Arbeitslosigkeit steht und frisch verlassen wird. Balthasar scheint wie ein mysteriöses Wunder zu sein. Er lädt Stella zu einer Kreuzfahrt ein und hat nur eine Bedingung: Stella darf keine Fragen zu seiner Vergangenheit stellen. Sie willigt ein und die Traumreise beginnt! Ein weiter Ozean, ein Leben an Bord und sternenklare Nächte sorgen für ein wundervolles Abenteuer. Wäre da nicht das mulmiges Gefühl, das Balthasar etwas zu verheimlichen hat. Doch möchte Stella mit der Wahrheit konfrontiert werden?🌠 . Der Roman klingt einfach mal nach etwas Anderem und ganz Neuem, was meine Neugier sofort geweckt hat. Die Idee ist sehr spannend, aber auch von Stella ziemlich mutig. Da weiß ich tatsächlich nicht, ob ich dieses Angebot eingewilligt hätte. Durch den fließenden Schreibstil und den abwechselnden Abendessen, die nur so dahinfliegen, bin ich als Leser kaum vom Buch weggekommen. Es reißt einen in einen abenteuerlichen Bann. Trotzdem muss ich dazu sagen, dass der Alltag auf dem Meer eher zur Nebensache wird. Im Vordergrund stehen tatsächlich die Emotionen, Gedanken und Erlebnisse von Stella und Balthasar. Ihre abendlichen Gespräche füllen teilweise mehrere Kapitel. So bleibt es zwar aufregend, durch die vielen Dialoge, nur bleibt die Kulisse deshalb etwas im Hintergrund. Es geht in der Geschichte besonders um Neuanfänge, mal etwas zu wagen und mutig zu sein. Außerdem spielt die Zwischenmenschlichkeit eine wichtige Rolle und hat bei mir deswegen für schöne Lesemomente gesorgt. Ich gebe 4/5 Sterne!

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Super Buch !

Von: rena t. aus wuppertal

13.01.2020

Ich gebe wirklich selten fünf Sterne, weil ich sehr kritisch bin, aber dieses Buch bekommt sie ! ***** ! Ich habe es grad gelesen, und bin noch ganz hin und weg ! Wichtig: es hat ein gutes Ende ! Richtig gut. Das ist für mich immer wichtig. Schließlich lese ich, um etwas Abstand vom Alltag zu haben ! Um abzutauchen. Und das kann man wunderbar in diesen knapp 300 Seiten. Menschen, die schon etwas in ihrem Leben erlebt haben oder etwas mehr, werden sich hier wieder finden. Der eine ist 7o, Balthasar und er hat Dinge hinter sich, die er lieber verschweigt. Auch Stella gegenüber, die er zu einer Kreuzfahrt einlädt. Sie sagt fast spontan zu, u.a., weil es ihr im Moment nicht wirklich gut geht: Sie ist aus der gemeinsamen Wohnung von ihr und ihrem Mann ausgezogen. Die Art, wie die Autorin alles beschreibt, läßt einen nicht mehr los. Ich hatte Lust, das Buch in einem Rutsch auszulesen, weil man wirklich nach jeder Seite wissen will, wie es weiter geht. Aber um 4 Uhr nachts habe ich dann doch eine Pause eingelegt. Auch das Thema 'Kreuzfahrten' wird nicht unkritisch gesehen, aber auf eine sehr sanfte Weise, die einfach so miteinfließt. Das Buch macht Mut in jeder Hinsicht, besonders zu Neuanfängen. Und es geht um die Magie, Menschen kennenzulernen. Das Geben und Nehmen dabei. Und neben Menschen, ob groß oder klein, geht es um Sterne, Meer, Inseln. Und dieses 'Wow' - Gefühl, was man manchmal bekommt, und was einen so wunderbar lebendig werden läßt. Einfach ein tolles Buch ! So wunderbar zum Abtauchen ;).--

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Abgründig: Das Knistern der Sterne

Von: Erdhaftig schmökert

12.01.2020

Titel und Klappentext werden diesem Roman nicht annähernd gerecht. Beschrieben werden Balthasar, der Stella auf unorthodoxer Weise eine Stellung bei sich als Gesellschafterin verschafft. Das Ganze befristet für einige Wochen auf einem Kreuzfahrtschiff. Ein Kind spielt ebenfalls eine Rolle und nichts ist so, wie man denken würde. Das gilt für den Inhalt wie für die Art der Erzählweise gleichermaßen. Lesenswert: unbedingt! Episodenartig und doch zusammenhängend berichtet Stella Balthasar abends in dessen Kabine, was sie an Bord erlebt hat. Denn er verlässt diese nur selten. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Aber das ahnt man schon länger. Stella wiederum hat eine verkorkste Vergangenheit und ihr ist etwas Wichtiges abhanden gekommen, davon erfährt man früh. Sie langweilt sich ein wenig auf dem Schiff und gibt sich selbst eine Aufgabe. Durch diese lernt sie, was sie bisher antrieb und das ist keine positive Erfahrung. Sowohl Balthasar als auch Stella lernen und ziehen ihre eigenen Schlüsse daraus.  Hoffmann schreibt zwar locker, aber so, dass man dranbleiben will. Sie schürft die Charaktere der beiden Hauptfiguren nach und nach frei. Schafft eine Geschichte bei der ich ein, zwei Mal dachte, wie sie wohl da wieder rausfinden wird? Überraschend und mit völlig ungeahntem Ende! Ein lesenswerter Roman, gut verfasst mit einigen Spannungsbögen und vergnüglichen Szenen. Denn Stella kommt auf reichlich Ideen während der Kreuzfahrt, die sie direkt ausprobiert. Es menschelt also. Man hält ab und zu die Luft an, weil es so speziell wird. Und ich musste oft grinsen. Trotzdem ist es keine Komödie. 

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