Leserstimmen zu
Wunder warten überall

Stefan Weigand

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In den aktuellen schwierigen Zeiten ist es wichtig, nicht die kleinen Lichtblicke des Alltags aus den Augen zu verlieren. Wer Hilfestellung braucht um sich auf die kleinen Dinge zu fokussieren oder generell Anstöße für neue Blickwinkel, sollte sich das Buch “Wunder warten überall” von Stefan Weigand ansehen, welches im Kösel-Verlag erschienen ist. In schönen Worten und mit stimmigen Bildern fängt Weigand das besondere an ganz alltäglichen Gegenständen ein, beispielsweise einer Postkiste oder einem Kieselstein. Er regt zur Entschleunigung an und zur bewussten Wahrnehmung der Details, die unser Leben ausmachen. “Manchmal genügen ein paar Lichtteilchen, die die gut 149 Millionen Kilometer von der Sonne zur Erde auf sich genommen haben, um hier den Dielenboden zu verzaubern” (S. 19) Ein Buch zum runterkommen, innehalten, Erdung finden. Die Kapitel kann man nacheinander aber auch in willkürlicher Reihenfolge lesen, sich inspirieren lassen und neue Kraft schöpfen. Für mehr Neugierde im Alltag: “Wunder warten überall” ist ein liebevoll gestaltetes Buch, das mir gerade in der jetzigen Zeit der Veränderung sehr gelegen kam.

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Dieses Buch hat den best möglichen Zeitpunkt gewählt, um uns zu erreichen. Jetzt, wäre die Möglichkeit in die Stille zu gleiten und mehr Wertschätzung und Achtung an den Tag zu legen. Im Hier und Jetzt, im Augenblick. Die Natur kennt keine Nebensächlichkeiten. Sondern nur: Hauptsachen und Wichtiges. Im kleinsten Detail stecken die größten Wunder. Wenn schon eine Feder ein eigenes Kunstwerk ist, was ist dann erst der Rest unserer Welt? So der Klappentext Wiederentdeckung der einfachen Dinge. Allein schon dieser Satz erzeugt eine stimmige und harmonische Wirkung. So wie du deine Tage verbringst, so verbringst du dein Leben. Zitat – Annie Dillard Stefan Weigand widmet sich den alltäglichen Dingen, die unser aller Leben wohl begleiten. Jedoch sieht er genauer hin und schenkt ihnen die Aufmerksamkeit, die sie sehr wohl verdienen würden. Die Namen der Kapitel des Buches klingen vertraut wie, Morgenlicht, Quitten, Stille, Bleistifte, Einmachgläser, Federn und viele mehr. Ein jedes dieser Passagen ist mit einem Foto untermalt und Stefan Weigand lässt uns an seinen Gedanken teilhaben. Wie hier zum Beispiel – Brot: ………. und tatsächlich ist die deutsche Brotkultur in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden, einer Vorstufe für die Anerkennung als Weltkulturerbe, zu dem beispielsweise auch der argentinische Tango oder der italienische Geigenbau in Cremona gehören. Was für ein Schatz – und trotzdem ertappe ich mich oft selbst dabei, dass ich gar nicht weiß, wie das Brot heißt, daß ich auf dem Markt in der Bäckerei kaufe. Seite 73 Und dies ist nur einer der Hinweise, zu mehr Achtsamkeit in unserem Alltag, in unserem Leben. > Die Wunder warten überall < ist ein Kleinod, ein regelrechtes Gönn – Buch. Ich gönne mir dieses Buch und auch anderen. Denn jetzt ist die Zeit für Wunder.

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„Sag mal, Papa, in welche Richtung sind Schneckenhäuser eigentlich immer gedreht?“ Manchmal öffnen uns Alltagssätze die Augen. Bei Stefan Weigand war es dieser, den sein Sohn ihm beim Waldspaziergang sagte. Uff. Da lebte Stefan Weigand nun zwischen Bildschirm und Smartphone, hielt sein Leben als vierfacher Vater und Agenturleiter irgendwie in Balance. Bei der Arbeit viele kreative Projekte wuppen, privat den Familienalltag durchorganisieren – da droht der Blick für die einfachen Dinge unterzugehen. Stefan Weigand hat ihn wiedergefunden. Und sich auf die Suche gemacht nach den einfachen Dingen. Seine Erfahrung in unserer digital geprägten Welt: „Wie ein Gegenprogramm haben mich die einfachen Dinge gelehrt: Wir werden nie die Sehnsucht nach Gegenständen verlieren, die wir in die Hand nehmen können, die Präzision erfordern und Disziplin. Dinge, die uns fordern und manchmal auch umständlich und nicht komplett erklärbar sind – und gerade deshalb ihre Magie und Mystik entfalten.“ Über 28 solcher Dinge und auch Zustände sinniert er in seinem Buch. Seine Textminiaturen sind ruhig und einladend geschrieben. Da geht es um Schreibmaschinen – sie sind „Orte der Originalität“, weil man nicht schnell etwas kopieren oder löschen kann. Handgeschriebene Briefe, die Mühe machen und Zeit kosten – und damit dem Empfänger so wunderschön signalisieren: „Du bist mir wichtig!“ Briefmarken, die „der Welt Raum geben auf ein paar Quadratzentimetern Papier“. Mixtapes – die Zusammenstellungen von Lieblingsmusik, wohlbedacht in Reihenfolge gebracht auf alten Musikcassetten. Kiesel und Postkisten, Bleistifte und Morgenlicht, Schallplatten, Zeitunglesen und Quitten und und…. Stefan Weigands Zusammenstellung ist inspirierend und öffnet die Augen. Auch bildlich, denn zusätzlich zu den Texten hat er auch wunderschöne Fotos zu jedem kleinen Alltagswunder gemacht, fotografische Stillleben, die Ruhe und Schönheit des Alltags ausstrahlen. Auf dem Cover sind Quitten und eine Schreibmaschine zu sehen, das hätte Rembrandt nicht besser gemalt. Nur eine Frage bleibt offen: In welche Richtung sind Schneckenhäuser eigentlich immer gedreht?

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