Leserstimmen zu
Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte

Jonas Jonasson

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Victor, Kunsthändler in Schweden und rechts eingestellt, hat sich gerade die Galerie Alderheim erschlichen, als er eine böse Überraschung erlebt. Vor seiner Tür steht ein dunkelhäutiger Teenager namens Kevin, der behauptet, sein Sohn zu sein. Der Sohn muß weg, wird kurzerhand in die kenianische Savanne geschickt. Dort wird Kevin unter den Massai glücklich. Jahre später kehrt er mit einem Gemälde und Racheplänen nach Schweden zurück... „Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ ist das neueste Buch von Jonas Jonasson. Auch ohne Autorennennung würde man es ihm zuordnen. Diese Art von Humor und Handlung ist einfach unverwechselbar. So richtig schön schräg und einzigartig. Die Charaktere passen perfekt dazu. Ein Medizinmann aus Kenia kommt nach Schweden - dies kann nur Jonas Jonasson so perfekt inszenieren. Er schafft es perfekt die Unbedarftheit einzufangen, vermittelt durch für den Medizinmann skurile Situationen eine Situationskomik, die aber nie auf Kosten dieses Charakters geht. Er erreicht damit nur, daß man seine Sympathie ganz klar zum Medizinmann hin ausrichtet. Man muß ihn einfach mögen, kann herzhaft über die Fettnäpfchen lachen, in die er tritt, bekommt aber gleichzeitig Mitleid mit ihm. Dieses Buch liest sich wie gewohnt flüssig, leicht und locker, man versinkt in einer wunderbar verrückten Geschichte, die einen nicht mehr los läßt und seine Umgebung vergessen läßt!

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Jonas Jonasson hat hier wieder eine phantastische Geschichte geschrieben. Während es oft bei anderen Autoren, die einen Überraschungserfolg hatten, spätestens beim dritten oder vierten Nachfolgeband zum Abklatsch der Handlungen früherer Romane kommt, kann Jonasson sein hohes Niveau halten und auch hier wieder eine Punktlandung hinlegen. In seiner einzigartigen Erzählweise beschreibt Jonasson einen Kultur-Clash der Extraklasse und hält den Menschen den Spiegel vor. Er umgarnt sein Publikum mit überbordendem Ideenreichtum und zeichnet seine Figuren mit so viel Witz und Charme, dass es eine wahre Freude ist! Gelesen wird „Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ von Shenja Lacher. Der gelernte Schauspieler und erfahrene Hörbuchsprecher verleiht dieser Produktion eine ganz besondere Atmosphäre und erzählt mit viel Witz und Charme eine einzigartige Geschichte, der er geschickt seinen Stempel aufdrückt. Verpackt ist die MP3-CD in einem Digipac aus Pappe, das im Inneren neben den Produktionsdaten auch kurze Informationen zu Autor und Sprecher und eine Tracklist enthält. Fazit Packender Erzählstil, gute Unterhaltung, toller Sprecher – was will man mehr? Von uns gibt es gern die volle Punktzahl und eine Empfehlung, nicht nur für Jonasson-Fans.

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Witzig, rasant und politisch

Von: Mirjam Lutter

20.11.2020

Der rechtsnationale Victor verfolgt sein Lebensziel mit vollem Einsatz: Er will die renommierte Stockholmer Kunstgalerie Alderheim in seinen Besitz bringen und dadurch steinreich werden. Dabei greift er zu allen Mitteln und sieht sich nach der Eheschließung mit der Erbin der Galerie am Ziel seiner Träume. Doch plötzlich taucht eine todkranke Prostituierte mit einem Teenagersohn auf, von dem sie behauptet, er wäre Victors Sohn. Der frischgebackene Vater setzt den dunkelhäutigen Sohn daraufhin kurzerhand in der kenianischen Wüste aus, nichts ahnend dass er damit eine für ihn höchst unangenehme Kettenreaktion in Gang setzt... Bereits "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" hat mich großartig unterhalten und auch bei diesem Buch war ich sehr angetan von dem skurrilen und turbulenten Geschehen und den originellen Charakteren. Ein sehr witziges Buch, das neben all dem Humor und der guten Unterhaltung auch sehr informative Inhalte, diesmal insbesondere im künstlerischen Bereich, sowie einen politischen Standpunkt bietet. Themen wie der wachsende Nationalismus in Europa werden immer wieder thematisiert und ich teile die Besorgnis des Autors diesbezüglich. Seine Bücher vermitteln jedoch vor allem Lebenslust und wecken in mir das Fernweh! Ein tolles Buch, das mir viel Spaß gemacht hat.

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Bin sprachlos !

Von: Knut Schulze

18.11.2020

Irgendwie hatte ich nach dem Hundertjährigen das Gefühl der Erstling wird eine Art One-Hit-Wonder ! Die Nachfolger waren auch, aus meiner Sicht, etwas schwächer, allerdings ist der Massai einfach nur PHÄNOMENTAL ! Jegliche Erwartungen wurden vollkommen übertroffen. Das Buch, besser der Massai , ist voller Witz, mit vielen unerwarteten Wendungen und man fragt sich wie Jonasson auf diese Ideen kommt. Die Geschichte ist ein Ritt durch verschiedenste Kulturen, mit feinen Spitzen auf die Politik und der Zeitgeist kommt voll auf seine Kosten. Die erfundenen Personen sind genial und eigentlich wünschte man sich das Buch würde nie enden. In einem Rutsch durchlesen ist kein Problem. Extrem kurzweilig und die Möglichkeit einer Fortsetzung wäre machbar. Hoffentlich geht der Wunsch in Erfüllung!

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Die Romane von Jonas Jonasson haben in der Regel eine Gemeinsamkeit: Einen Protagonisten, der teils als skurriler Außenseiter, teils als Underdog gegen scheinbar übermächtige Gegner zu kämpfen hat und in der Manier eines Forrest Gump es irgendwie schafft, unbeschadet die aberwitzigsten und bedrohlichsten Situationen zu umschiffen. Gewürzt mit einer Prise augenzwinkerndem Humor, unerwarteten Begegnungen und scheinbarer Naivität steuert die Handlung nach verschiedenen Komplikationen doch noch auf ein Happy End zu und hinterlässt beim Leser ein Wohlfühlerlebnis. Die Kraft der Schwachen hat gesiegt gegen Gemeinheiten und Intrigen. Jonassons jüngstes Buch „Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ bildet da keine Ausnahme. Auch hier vereinen sich die Underdogs gegen einen fiesen Widersacher, bei dem es sich in diesem Fall um den Kunsthändler Victor handelt. Dessen Kunstverständnis hat ähnlich wie seine politischen Ansichten viel mit einem berühmten, wenn auch künstlerisch unterbelichteten österreichischem Maler mit dem Vornamen Adolf gemeinsam. Victor ist zwar ein Frauenfeind und Rassist, wird als ehemaliger Stammkunde einer schwarzen Prostituierten aber mit unerwarteten späten Vaterpflichten konfrontiert: Kurz vor ihrem Tod überträgt die Frau ihm die Verantwortung für den gemeinsamen Sohn Kevin. Der Leser hat es schon geahnt: Als Vaterfigur ist Viktor denkbar ungeeignet, und Liebe für den schwarzen Sohn will er erst recht nicht entwickeln. Kevin wird zunächst notdürftig in einer kleinen Vorstadtwohnung untergebracht und dann eines steten Vorrats an Tiefkühlpizza am Leben gehalten. Kurz nach seinem 18. Geburtstag hofft der junge Mann, dass sein Vormund die Beziehung auf eine etwas persönlichere Ebene bringen will, reisen die beiden doch nach Kenia. Allerdings nur, weil Viktor seinen Sprössling in der Savanne aussetzt, in der Hoffnung, er werde schon von den reichlich vorhandenen Löwen gefressen. Retter in der Not für den längst totgeglaubten Kevin ist Ole Mbatian, letzter männlicher Vertreter einer Familie von Medizinmännern vom Volk der Massai, der als Vater von acht Töchtern in Kevin den scheinbar vom Himmel gefallenen Ersatzsohn sieht. Der sprachbegabte junge Mann lernt nicht nur Suaheli und Maa, sondern auch alles, was ein echter Massai zwischen Manyatta und Savanne zum Überleben braucht. Die mit dem noch ausstehenden Initiationsritus verbundene Beschneidung lässt ihn allerdings aus seiner neuen Familie zurück nach Schweden fliehen, wo er in seiner alten Wohnung ausgerechnet Viktors sehr junge Ex-Frau Jenny trifft, die aus der Ehe mit einer Abfindung von 50 Öre hervorgegangen ist. Gemeinsam schmieden sie Rachepläne, bei denen der einstige Werbe-Guru Hugo mit seiner neuesten Geschäftsidee, der „Rache ist süß“ GmbH , eigentlich das große Geld verdienen will. Trotzdem nimmt er aus zunächst ganz eigennützigen Motiven die beiden Pechvögel als kostenlose Arbeitskräfte unter seine Fittiche. Zwei unsignierte Gemälde, die der expressionistischen Malerin Irma Stern zugeschrieben werden, vielleicht aber auch dem vielseitig talentierten Medizinmann, spielen dabei eine Schlüsselrolle. Für Intrigen und Gemeinheiten sind eigentlich sowohl Kevin als auch Jenny zu naiv, doch die beiden eher weltfremden jungen Leute wachsen mit den Aufgaben. Mit der Ankunft Ole Mbatians, der in Schweden nach seinem verlorenen Sohn sucht und auch bei Minusgraden nicht auf die traditionelle Shuka verzichtet, nimmt die chaotische Entwicklung des geplanten Rachefeldzugs noch einmal an Fahrt auf. Vor allem, da der alte Medizinmann mit seiner absoluten Ehrlichkeit in der modernen schwedischen Gesellschaft noch exotischer wirkt als mit dem über die Schulter geschwungenen rot-schwarzen Tuch und der Wurfkeule, die normalerweise Löwen und Büffeln Respekt einflößen. Der Massai, der nicht lügen kann und in Schweden erst einmal einen Kulturschock erlebt, sorgt dabei zwar für ein paar zusätzliche Probleme, aber auch für unorthodoxe Problemlösungen. Kunstdiebstahl und Rechtsextremismus, kulturelle Missverständnisse und die Auseinandersetzung mit der Moderne – bei allem Augenzwinkern enthält „Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung noch offen hatte“ auch nachdenkliche Töne. Und natürlich ein Happy End

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Jonasson endlich wieder in Bestform

Von: Daniela A.

11.11.2020

Als ich "Der Hundertjährige" las, war ich schockverliebt - in die Geschichte und den Schreibstil. Klar, dass ich mir da auch die folgenden Bücher von Jonas Jonasson nicht entgehen lassen wollte. Leider aber hatte ich bei der "Analphabetin" und dem "Hundertjährigen, der zurückkehrte" den Eindruck, dass der Autor hier nur sein Erfolgskonzept wiederholte und nichts Neues wagte. Sicherlich waren auch diese Bücher durchaus amüsant, unterhaltsam und ließen sich gut "weglesen", aber der anarchische Spaß und der Kick des Erstlingswerks wollten einfach nicht so recht aufkommen. Somit habe ich auch bei "Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte" meine Erwartungen zunächst nicht allzu hoch geschraubt. Hätte ich aber durchaus machen können, denn dieses Buch hat mir erstmals wieder soviel Spaß gemacht, wie das Erstlingswerk. Zwar erfindet Jonasson auch diesmal das Rad nicht neu. Wer schon seine früheren Veröffentlichungen gelesen hat, wird auf einige der stets wiederkehrenden, ich nenne es mal "Mechanismen" stoßen. Aber irgendwie ist es Jonasson in diesem Buch gelungen, seinen bewährten Ideen eine Frischzellenkur zu verpassen. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es liegt und wie er es genau gemacht hat - aber es hat funktioniert!

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Eine abenteuerliche Reise und die Suche nach dem perfekten Racheplan… Wunderbar verrückt und respektlos komisch: Profitgieriger schwedischer Galerist, der für Geld über Leichen geht, trifft auf kenianischen Massai-Krieger, der nicht genau weiß, was Geld ist, dafür aber ein millionenschweres Gemälde besitzt, das von der deutsch-afrikanischen Künstlerin Irma Stern stammen könnte … In seiner einzigartigen Erzählweise beschreibt Jonasson einen Kultur-Clash der Extraklasse und hält den Menschen den Spiegel vor. Wie in seinen bisherigen Weltbestsellern umgarnt Jonasson seine Leserinnen und Leser mit überbordendem Ideenreichtum und zeichnet seine Figuren mit so viel Witz und Charme, dass es eine wahre Freude ist! (Quelle: Klappentext – C. Bertelmann-Verlag) Der obige Klappentext hält in jedem Fall, was er verspricht. Auch mit seinem neuen Buch „Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte“ ist Autor Jonas Jonasson wieder ein herrlich schräges Buch gelungen. Im ersten Drittel lernen wir die verschiedenen Charaktere, die hier eine zentrale Rolle spielen, genauer kennen – zu jedem gibt es einen kleinen Lebenslauf. Danach kommt die Geschichte richtig in Schwung, denn da verbinden sich die einzelnen Fäden und ergeben ziemlich komisches und überraschendes Gesamtbild. Hauptfigur ist u.a. der Massai-Krieger und Medizinmann Ole Mbatian, der sich kurzerhand auf den Weg nach Schweden macht, um seinen Sohn Kevin zu suchen – der wiederum ist vor einiger Zeit zufällig in dem kenianischen Heimatdorf von Mbatian gelandet, nun aber wieder zurück in seinem Heimatland Schweden. Schon die Reise aus seinem kleinen Heimatdorf nach Schweden ist interessant, abermteuelich und urkomisch, da Ole Mbatian alles außerhalb seiner Kultur fremd ist – beginnend bei der Ausstellung eines Passes. „Sofia fragte Ole Mbatian, was ihn nach Schweden geführt hatte, und erfuhr, dass er nach seinem Sohn suchte, Kevin, dem größten Massaikrieger aller Zeiten. Zumindest von denen, die nie eine Prüfung abgelegt hatten.“ – Seite 167, eBook Neben Ole und Kevin gibt es da noch den geldgierigen Kunsthändler Victor, der zwei millionenschwere Gemälde in die Hand bekommt, die eigentlich dem Massaikrieger Ole gehören. Und dann steht auch noch eine Racheaktion an, die natürlich ganz anders verläuft als geplant… Der Schreibstil ist, wie aus Jonassons vorherigen Büchern bekannt, sehr locker und einfach. Die Handlung ist gespickt mit trockenen und auch oftmals rabenschwarzen Humor, unterhaltsamen Dialogen und super-schrägen Momenten: „Das Lama Mario bekam ein Seil um den Hals und sorgfältig erklärt, dass er nun der Chef von sieben Bielefelder Kennhühnern samt Hahn Pavarotti war. Er zuckte mit dem Hals, was man mit einigem guten Willen als Nicken deuten konnte.“ – Seite 105, eBook Zugegeben, im ersten Moment fand ich, dass das Buch zu viele Charaktere hat – aber nach einiger Zeit wird klar, warum der Autor diese Figuren anfangs so ausführlich beschrieben hat. Daher passt alles ganz gut. Mein Fazit: Ein typischer Jonasson: Herrlich schräge Momente mit oftmals schwarzem Humor. Sehr unterhaltsam, ziemlich komisch und wirklich gelungen. Die Dialoge sind ebenfalls klasse und es ist spannend zu verfolgen, wie sich die anfangs losen Fäden zusammensetzen – und das natürlich auf überraschende und urkomische Weise. Ein sehr lesenswertes Buch, das ich allen Fans von Jonas Jonasson empfehlen kann!

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Typisch Jonasson

Von: Anoli

10.11.2020

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Es ist wieder ein herrlich verworrene Geschichte mit interessanten Charakteren. Ich habe bei der Einführung der unterschiedlichen Personen einige Zeit gebraucht, um dem Gang der Geschichte folgen zu können. Nachdem sich aber dann alle Fäden zu einem Strang zusammen gefunden haben, entsteht daraus eine interessante Erzählung mit vielen unvorhergesehenen Wendungen. Eingebettet ist der Roman in der Jetztzeit und Rückblicke in die Geschichte gibt es nur wenige. Dementsprechend sind bis auf die Malerin Irma Stern auch keine historischen Figuren dabei. Die Geschichte selbst lässt sich nicht einfach in wenigen Sätzen erzählen. Nur soviel: Das Schicksal führt Kevin und Jenny zusammen, die sich beide an Viktor rächen möchten und dazu Hugo ins Boot holen. Die Racheaktion verläuft jedoch nicht wie geplant. Unter anderem verursacht das Auftauchen des Massai Ole ein ziemliches Chaos, der naiv und ohne Kenntnis der Zivilisation aus Afrika ins kalte Schweden kommt ...

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