Leserstimmen zu
Die Stadt der Träumenden Bücher (Comic)

Walter Moers

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Heute gibt es gleich die zweifache Dröhnung an Rezensionen. Denn die Comics zu der Geschichte „Die Stadt der träumenden Bücher“ gehören einfach zueinander. „Die Stadt der träumenden Bücher“ geschrieben von Walter Moers aus dem Jahr 2006 nimmt uns erneut mit in die fabelhafte Welt Zamoniens. Inhalt des Buches: Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz erbt ein makelloses Manuskript, dessen Geheimnis er ergründen möchte. Die Spur weist nach Buchhaim, der Stadt der Träumenden Bücher … Walter Moers entführt uns in das Zauberreich der Literatur, wo Bücher nicht nur spannend oder komisch sind, sondern auch in den Wahnsinn treiben oder sogar töten können. Nur wer bereit ist, derartige Risiken in Kauf zu nehmen, möge dem Autor folgen. Allen anderen wünschen wir ein gesundes, aber todlangweiliges Leben! Nach diesem Buch setzte sich Walter Moers zusammen mit Florian Biege hin und überlegten, wie sie dieses zauberhafte Werk in einen Comic umsetzen können. Nach vielen Anstrengungen, langer Zeit und diversen Verlägen haben sie es geschafft und 2018 und 2019 wurden die beiden Comics dann endlich veröffentlicht. Der Zeichenstil ist eher europäisch, also keine übertriebene Herausstellung von Körpermerkmalen. Sondern eher angelehnt an reale Proportionen. Es handelt sich bei beiden Büchern um vollfarbige Titel mit wundervollen Gimmicks, die meine Augen zum leuchten gebracht haben, weil ich die Idee überragend fand. Aber mehr möchte ich dazu nicht verraten, das müsst ihr schon selbst heraus finden 🙂 Die liebe zum Detail ist allgegenwärtig und macht unglaublich viel Spaß. Neben der Geschichte findet man unzählige Zusatzinformationen ua. zum Entstehungsprozess oder auch einen Glossar zu den Wesen und Begrifflichkeiten. Nun habe ich meinen Mann gefragt, wie er, der sowohl das Buch als auch die Comics kennt, einen Vergleich zwischen Comic und Buch sieht. Ihm fehlt es auf Grund der Comicadaption an sprachlicher Tiefe, die typisch für Walter Moers ist. Die kleinen Kniffe die ein Buch von ihm ausmachen. Ein weiterer großer Unterschied ist der Aufbau des „Endgegners“. Der Geschichtenerzähler empfand es unglaublich bereichernd zusätzlich zu dem Buch nun die Comics gelesen zu haben und stundenlang vor den großen Bildern zu sitzen und kleine Eastereggs im Bezug zum Buch zu entdecken. Unser gemeinsames Fazit: Die Stadt der träumenden Bücher als Comic bereichern die Welt um Zamonien auf wundervolle Art und Weise. Es lohnt sich diese Comics auch unabhängig von dem Buch zu lesen, denn die Bilder vermögen es den Leser auch alleinstehend in ihren Bann zu ziehen.

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Großartig!!

Von: Miyako

21.04.2020

Zuletzt hatte ich das Glück "Die Stadt der Träumenden Bücher" als Graphic Novel von Walter Moers und Florian Biege zu lesen. Zunächst den ersten Teil und bin, das kann ich vorab sagen, mächtig gespannt auf den zweiten Teil. Worum geht es? Hildegunst von Mythenmetz erhielt am Sterbebett seines Dichterpatens ein geheimnisvolles Manuskript. Begeistert von den Worten, die er las, machte er sich auf den Weg nach Buchhaim oder auch die Stadt der Träumenden Bücher. Im ersten Teil kommt Hildegunst an und stürzt sich direkt in die ersten Abenteuer auf seiner Reise zur Wahrheit. Sein Weg führt ihn zunächst in die Katakomben und deren seltsamen Geheimnisse. Wie fand ich die Geschichte ? Der Inhalt ist klar strukturiert. Die Personen sind klar, obwohl man direkt in die Geschichte katapultiert wird. Man ist mitten drin und betrachtet von Außen die nach-erzählte Geschichte von Hildegunst. Die Welt ist Fantasievoll, voller Geheimnisse und das macht es auch so spannend. Der Leser wird bereits direkt am Anfang gewarnt, dass das keine einfache Story ist und dieses Versprechen, so möchte ich es nennen, wird in der ganzen Graphic Novel eingehalten. Ich war positiv überrascht und freue mich auf den zweiten Band. Schade fand ich, dass nicht noch mehr Inhalt in das erste Buch gelegt wurde. Gefühlt ist noch nichts passiert, zumindest nicht genug für einen ersten Teil. Wie fand ich die Zeichenkunst? Die Bilder sind wunderschön. Es ist kein Comic, man sieht keiner Linien, alles ist fein gemalt und gearbeitet. Alles sehr detailliert und dabei mit gedeckten Farben gearbeitet. Dies untermauert hervorragend die Stimmung der alten Büchern und die düsteren Geheimnisse. Bildmaterial 5 von 5 Punkten Story im ersten Teil 4 von 5 Punkten

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Inhalt: Hildegunst von Mythenmetz, ein junger Dichter von der Lindwurmfeste, macht sich wegen eines rätselhaften Manuskriptes auf nach Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher. Doch Buchhaim und seine Katakomben sind voller Gefahren, die nicht nur in Form von Wesen, sondern auch Büchern besteht. Meinung: Der Roman „Die Stadt der Träumenden Bücher“ ist eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe und gehört zu meinen absoluten Lieblingsbücher. Das Cover des Buches gibt einen schon einen kurzen Einblick in die ganze Aufmachung des Buches. Unglaublich detailliert, voller Fantasie und einfach wunderschön verdient es sich auf jeden Fall einen Ehrenplatz im Bücherregal. Auch als Graphic Novel konnte mich die Geschichte wieder komplett in seinen Bann ziehen und verzaubern. Obwohl es im Comic natürlich viel weniger Text gibt, ist dieser Geschichte nichts Wichtiges verloren gegangen und ich bin wieder tief in die magische Welt Buchhaims eingetaucht. Walter Moers besitzt so eine enorme Sprachgewalt, die selbst in wenigen Sätzen herauskommt, und mich immer wieder auf’s Neue begeistert. Sein lebendiger, humorvoller Schreibstil wird in dieser Graphic Novel von den wundervollen Illustrationen von Florian Biege begleitet. Obwohl es natürlich schwer ist, solch eine Sprachgewalt einzufangen und in Bildern umzusetzen, ist es in meinen Augen absolut gelungen. Alles ist so unglaublich detailliert, hochwertig und trifft in vielen Punkten genau meine Vorstellungen. Auf jeder Seite gibt es neue Wunder zu bestaunen, ich saß immer minutenlang da und habe alles Details aufgesaugt. Auch die tiefgründigen, komplexen Charaktere wurden so gut umgesetzt und es war faszinierend und verzaubernd, sie in Farbe vor sich zu sehen. Und auch das Ende konnte nicht einfach nur das Ende sein! Mit der Ledernen Grotte wurde noch einmal richtig etwas draufgesetzt. Es war einfach atemberaubend, diesen magischen Ort vor sich zu haben und ihn erkunden und bestaunen zu können. WOW. Einfach nur WOW. Fazit: Dieses Buch ist nicht nur lesen, es ist fühlen und erleben! Und das auf eine unglaublich faszinierende und verzaubernde Art. In meinen Augen ein Muss für alle Walter-Moers-Fans und Leser, die sich gerne überraschen und verzaubern lassen. ,Inhalt: Hildegunst von Mythenmetz, ein junger Dichter von der Lindwurmfeste, macht sich wegen eines rätselhaften Manuskriptes auf nach Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher. Doch Buchhaim und seine Katakomben sind voller Gefahren, die nicht nur in Form von Wesen, sondern auch Büchern besteht. Meinung: Der Roman „Die Stadt der Träumenden Bücher“ ist eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe und gehört zu meinen absoluten Lieblingsbücher. Das Cover des Buches gibt einen schon einen kurzen Einblick in die ganze Aufmachung des Buches. Unglaublich detailliert, voller Fantasie und einfach wunderschön verdient es sich auf jeden Fall einen Ehrenplatz im Bücherregal. Auch als Graphic Novel konnte mich die Geschichte wieder komplett in seinen Bann ziehen und verzaubern. Obwohl es im Comic natürlich viel weniger Text gibt, ist dieser Geschichte nichts Wichtiges verloren gegangen und ich bin wieder tief in die magische Welt Buchhaims eingetaucht. Walter Moers besitzt so eine enorme Sprachgewalt, die selbst in wenigen Sätzen herauskommt, und mich immer wieder auf’s Neue begeistert. Sein lebendiger, humorvoller Schreibstil wird in dieser Graphic Novel von den wundervollen Illustrationen von Florian Biege begleitet. Obwohl es natürlich schwer ist, solch eine Sprachgewalt einzufangen und in Bildern umzusetzen, ist es in meinen Augen absolut gelungen. Alles ist so unglaublich detailliert, hochwertig und trifft in vielen Punkten genau meine Vorstellungen. Auf jeder Seite gibt es neue Wunder zu bestaunen, ich saß immer minutenlang da und habe alles Details aufgesaugt. Auch die tiefgründigen, komplexen Charaktere wurden so gut umgesetzt und es war faszinierend und verzaubernd, sie in Farbe vor sich zu sehen. Und auch das Ende konnte nicht einfach nur das Ende sein! Mit der Ledernen Grotte wurde noch einmal richtig etwas draufgesetzt. Es war einfach atemberaubend, diesen magischen Ort vor sich zu haben und ihn erkunden und bestaunen zu können. WOW. Einfach nur WOW. Fazit: Dieses Buch ist nicht nur lesen, es ist fühlen und erleben! Und das auf eine unglaublich faszinierende und verzaubernde Art. In meinen Augen ein Muss für alle Walter-Moers-Fans und Leser, die sich gerne überraschen und verzaubern lassen.

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Die Stadt der träumenden Bücher ist mein absolutes Lieblingsbuch! <3 Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich den Graphic Novel zu Teil 1: Buchhaim lesen durfte! Der Graphic Novel ist wirklich sehr hochwertig gestaltet und wunderschön illustriert! Ich habe mich immer gefreut umzublättern und eine neue Seite zu entdecken. Es war echt richtig cool alle Charaktere mal "in echt" zu sehen und hat mich wirklich sehr zum Lächeln gebracht. Auch einige meiner liebsten Zitate durfte ich in diesem Graphic Novel wiederfinden. Ich wüsste nicht, wie man das ganze besser hätte umsetzen können und das lesen war einfach wie nachhause kommen. Walter Moers ist ein großartiger Autor und diese Buch hier ein perfektes Abbild des Buches, wunderbar geeignet für alle Walter Moers Fans und alle die es noch werden wollen! Ich kann diesen Graphic Novel wirklich nur empfehlen und vergebe völlig verdiente 5 von 5 Sternen!

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Ich habe so eben meine erste Graphic Novel beendet 🤩 Und dann auch noch so ein tolles 😍 Ein riiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeesen Dankeschön an das Bloggerportal, dass ich die Möglichkeit dazu bekommen habe 🥰 • Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nie einen Roman von Walter Moers gelesen habe 🙈 Im Sommer durfte 'Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär' einziehen, aber zum lesen bin ich noch nicht gekommen 😭 • Aber das wird nach diesem fantastalösem Buch definitiv geändert! 😁 Und nicht nur '...Käpt'n Blaubär', sondern auch alle anderen 🤪 • Aber zurück zum eigentlich Buch 😅 • Ich war wirklich schon begeistert, als ich das Buch nur in den Händen gehalten habe. Es ist zwar dünn, aber die Seiten sind sehr hochwertig 😊 Die Zeichnungen sind einfach nur unglaublich 😱 Es wurde so viel Wert auf die detailreichen Zeichnungen gelegt. Sie sind zwar zumeist etwas "düster" gehalten, aber sie tragen die Stimmung einfach nur perfekt zum Leser. • Der Erzählstil ist sehr angenehm - so viel Erzählstil es halt in einem Comic gibt 😅, auch wenn man zu Beginn etwas über die Namen stolpert 😅🙈 (so erging es zumindest mir 🙈🙈). Und am Ende des ersten Teils ist noch ein kleines Glosar mit angehangen, was ich echt toll fand 🤭 • Das Buch hat mir (wie man es sich vielleicht schon denken kann 🤣) groooooße Lust auf mehr gemacht und ich möchte die Bücher auch als Romane lesen 🤩 • Selbstverständlich kann es von mir nach dieser Lobeshymne nur 5 von 5 🌟 geben 😍 Eine absolute Leseempfehlung und eins meiner Jahreshighlights 🤩🤩

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Die Graphic Novel zu "Die Stadt der träumenden Bücher" konnte mich gut unterhalten und hat mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Die wirklich wundervoll gezeichneten Bilder haben die Geschichte zu einer besonderen Lektüre gemacht. Man musste sich die Welt nicht vorstellen, sondern konnte sie direkt mit richtig vielen Details entdecken. Das war wirklich ein schönes Leseerlebnis und hat mir gut gefallen. Auch das Glossar am Ende erscheint mir hilfreich, wenn man noch mal nachlesen möchte, was ein spezieller Begriff bedeutet. Die Geschichte an sich wirkte auch recht spannend, konnte mich aber nicht komplett überzeugen, da ich durch den wenigen Text nicht so ganz mit den Charakteren warm wurde und der Szenenwechsel mir manchmal zu schnell ging. Das offene Ende macht Lust auf mehr, kam mir persönlich aber auch etwas zu schnell. Ich hoffe, dass Band 2 mir noch ein bisschen besser gefällt, würde Teil 1 aber trotzdem empfehlen, wenn man eine Geschichte mal in einer etwas anderen Art und Weise erleben möchte.

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Die Stadt der träumenden Bücher gehört für mich in seiner Romanform zu den Highlights der deutschsprachigen Fantastik. Kann man ein Werk, das eine Fülle an Details und an Anspielungen auf den Literaturbetrieb enthält, als Comic umsetzen? Walter Moers hat es in Zusammenarbeit mit Florian Biege getan. Graphic Novels gehören nicht zu meiner gewöhnlichen Lektüre, deshalb war ich sehr gespannt, wie die Umsetzung der Buchvorlage gelungen ist und ob nicht zu viel verloren ging. Die Geschichte der Graphic Novel folgt (logischerweise) der der Romanvorlage Die Stadt der träumenden Bücher, die bereits 2004 erschienen ist: Hildegunst von Mythenmetz bekommt von seinem Dichtpaten Danzelot nach dessen Tod ein Manuskript eines unbekannten Dichters vererbt. Der Text ist so vollkommen, dass sie Hildegunst in eine Sinnkrise stürzt und er beschließt, dieses Dichtergenie zu suchen, um von ihm zu lernen. Seine Suche führt ihn in die Stadt Buchhaim. In Buchhaim treffen alle Facetten des Literaturbetriebs aufeinander, denn die Stadt ist Literaturbetrieb. Autoren, Leser, Verleger, Kritiker, Buchhändler, Antiquare und und und… Das bietet einiges an Platz, um einerseits das Lesen zu feiern, andererseits auch um den Literaturbetrieb zu parodieren und kritisieren. Literatur ist wie (fast) immer bei Moers das Meta-Thema hinter der Geschichte. Wer Die Stadt der träumenden Bücher bereits als Roman kennt, der wird diese Kürzungen schnell finden. So fehlt z.B. die Kometenwein-Geschichte beim Trompaunenkonzert, oder die Bienenbrot-Episode. Der Fokus liegt deutlich darauf, die Haupthandlung voranzubringen. Der Geschichte schadet das nicht, denn die weggelassenen Stellen sind sorgfältig genug ausgewählt. Das Tempo der Haupthandlung wird ohne diese Details ein wenig schneller, lässt sich an den wirklich wichtigen Stellen trotzdem noch genug Zeit für Erklärungen und Tiefe. Und das, was ohne die Sidestorys an Atmosphäre verloren gehen könnte, wird am Ende durch die graphische Gestaltung wieder kompensiert. Die Illustrationen der Graphic Novel wurden von Walter Moers in Zusammenarbeit mit Florian Biege erstellt. Der Stil ähnelt daher den gewohnten schwarzweiß-Illustrationen aus Moers‘ Romanen, nur eben farbig coloriert. Die Zeichnungen sind aufwändig gestaltet und sehr atmosphärisch. Die Lindwurmfeste ist in griechisch angehauchtem Stil gehalten, ein Utopia für Dichter. Buchhaim wirkt handwerklich-solide und die Katakomben angemessen finster und mysteriös. Ist es gelungen, Buchhaim, seine Bewohner und die Katakomben passend darzustellen? Ich beantworte diese Frage mit einem eindeutigen Ja. (Dies ist die gekürzte Version meines Reviews zum Buch, der hier zu finden ist: https://kapitel7.de/walter-moers-die-stadt-der-traeumenden-buecher-graphic-novel-teil-1/ )

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Natürlich kann man keinen Roman mit 456 Seiten Satz für Satz in einen Comic pressen, das wäre utopisch! … doch was Walter Moers und Florian Biege hier in dieser Graphic Novel geleistet haben, ist wirklich enorm! Hervorragend umgesetzt, ohne allzu starke Kürzungen! Der junge Hildegunst von Mythenmetz ist wie alle Großechsen auf der Lindwurmfeste aufgewachsen. Einem Ort, an dem jeder davon träumt, einmal ein großer Schriftsteller zu werden. Nach dem Tot seines Dichterpate Danzelot von Silbendrechsler vermacht ihm dieser ein Manuskript, das im Ausdruck und Stil so einzigartig und vollkommen ist, das es in ihm die stärksten Emotionen hervorruft. Um den Verfasser ausfindig zu machen, beschließt Hildegunst nach Buchhaim, in die Stadt der träumenden Bücher zu reisen, wo an jeder Straßenecke finstere Antiquariate auf Kunden lauern, wo magisch begabte Buchimisten ihr Unwesen treiben und auch sonst zahllose Gefahren auf ihn warten! Das Abenteuer kann beginnen … In diesem ersten Band von „Die Stadt der Träumenden Bücher“ kann der Leser auf jeder einzelnen Seite qualitativ hochwertige und künstlerisch anspruchsvolle Grafiken bewundern. Selbst die Schrift wurde eigens für diesen Comic entworfen. Die Umsetzung ist opulent, detailverliebt und auch von der Farbgestaltung her sehr passend zum Inhalt der Geschichte. Es war spannend mit zu verfolgen, wie die beiden Autoren die doch blumige und spaßige Vielfalt in Walter Moers Sprache in Bildform umgesetzt haben! Ich hatte beim Lesen des Romans zwar nie Probleme mir Hildegunst von Mythenmetz als am Schreibtisch sitzenden Schriftsteller vorzustellen, doch wie er sich bewegt, wie er läuft und rennt, das wurde mir erst in dieser Graphic Novel so richtig bewusst! Natürlich wäre es ratsam, die zamonischen Werke bereits zu kennen, sonst muss man einfach kleine Abstriche hinnehmen. So bekommen zum Beispiel die Auftritte von Hachmed Ben Kibitzer oder Inazea Anazazi nicht die gewünschte Erklärung bzw. die Wichtigkeit, die sie noch im Roman haben. Maßnahmen, die der Kürzung des Romans geschuldet sind. Auch bildnerische Anspielungen auf nicht weiter erwähnte Charaktere werden so im Verborgenen bleiben … Vielleicht wäre es taktisch klüger gewesen, das doch sehr ausführliche Glossar, das am Ende des Buches auf den Leser wartet, an den Anfang zu setzen? Dadurch würde der Leser schon mit etwas mehr Detailwissen in die Geschichte einsteigen. Aber würde das nicht auch das Bild und den Aufbau der Graphic Novel zerstören?

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