Leserstimmen zu
Ihr habt keinen Plan, darum machen wir einen!

Der Jugendrat der Generationen Stiftung, Claudia Langer

(23)
(25)
(17)
(2)
(2)
€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,90* (* empf. VK-Preis)

Kluge Forderungen, spannende Argumente

Von: Sadie_76

05.08.2020

Acht junge Menschen stellen hier ein Bündel an Forderungen für die Rettung der bzw. ihrer Zukunft vor. Natürlich geht es um Klima und Umweltschutz, aber auch Themen wie Demokratie(stärkung), Digitalisierung, soziale Gerechtigkeit, menschenwürdiger Umgang mit allen Menschen und vieles andere mehr - also alles Probleme, die diesen jungen, engagierten, klugen und wortgewandten Menschen unter den Nägeln brennen und die sie angehen möchten, am liebsten hier, jetzt und sofort - und die von denen, die das Sagen haben, ihrer Meinung nach viel zu lange ignoriert und/oder kleingeredet wurden. Entsprechend sind auch die Forderungen sehr deutlich, unmissverständlich und teils fast schon provokant. Aber das soll auch so: Im Nachwort erklären die jungen Menschen, dass sie sehr genau wissen, dass nicht alles genau so umsetzbar ist, zumindest teils nicht in dem geforderten Zeitrahmen. Aber sie haben nunmal keine Zeit zu verlieren, schon gar nicht damit, halbgare Kompromisse auszuhandeln, stattdessen: aim high. Immer genau dahin, wo es wehtut, vielleicht merkt dann ja wer was... Ob diese Ausrichtung hilfreich ist, sei dahingestellt - in einer Welt, in der Gretawitze für viele zum guten Tom zu gehören scheinen und Rezensent*innen ihre Abwertung dieses Buches mit hilfreichen Kommentaren à la "Wenn ihr auf diesen Gendermist verzichtet hätte, wäre das Buch deutlich kürzer und hätte CO2 gespart" (höhöhö) verzieren, scheinen die Fronten ziemlich erkaltet, und da wird ein derart direktes Pamphlet von der Generation "not gonna happen", die doch eigentlich als unterstützende Kraft gewonnen werden will und sollte, nicht zwingend mit offenen Armen empfangen. Aber herrje, dann müssen die halt mal ihre Base chillen und zuhören :D:D:D (Nein, ernsthaft, den jungen Leuten nur ihres Alters wegen aus Prinzip keine Stimme zu gönnen ist einfach engstirnig und blöd und dann kommt sowas wie Brexit dabei raus...) Also ich hab's gern gelesen. Ich war bei sehr, sehr vielen Dingen ganz bei den jungen Menschen. Einige Forderungen wiederum gingen mir zuweit oder lagen außerhalb meiner Vorstellungskraft, aber hey, fair enough. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, bin motiviert und habe außerdem einige Zusammenhänge noch besser im Großen und Ganzen erkannt. Junge, kluge Leute: Macht genau weiter so, ich höre euch weiter zu und mache weiter mit!

Lesen Sie weiter

So nicht!

Von: G.M. aus Vaihingen an der Enz

22.07.2020

Was für ein selbstgerechtes Pamphlet! Eine Generation, die die meisten Lebensmittel verschwendet, mit Streaming viel Energie verbraucht, die meisten Pakete zurückschickt etc. zeigt mit Finger auf "die Älteren", von denen viele seit dem Club of Rome (1972) für den Umweltschutz kämpfen. Die Gründe, warum die heutige Situation so ist, wie sie ist, liegen im menschlichen Verhalten, am Bevölkerungswachstum und in schwierigen politischen Verfahren. Das müsste auch der "ältere" Harald Lesch wissen. Das zu verleugnen, ist populistisch. Und mit beleidigenden Vorwürfen schafft man sich keine Mitstreiter. 1 Stern fürs Thema, mehr nicht!

Lesen Sie weiter

Wichtig, aber viel zu plakativ

Von: Maria

10.04.2020

Jeder dieser Texte wäre in Zeitungen oder Zeitschriften perfekt. Das Anliegen kann man nur unterstützen. Aber muss man diese - zu einem großen Teil - durchaus gut lesbaren Essays in einem Buch versammeln? Für mich eindeutig nicht. Wenn ich etwas zum Thema "Rettung der Welt" lesen möchte, finde ich dazu in der seriösen Presse mehr als genug. Aber vielleicht gibt es Menschen, die das anders sehen, die die Problematik gerne kompakt aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet haben wollen. In dem Fall: meine absolute Kaufempfehlung.

Lesen Sie weiter

Guter Ausgangspunkt zum Weiterdenken

Von: Ulrich

03.03.2020

"Ihr habt keinen Plan", lautet der Titel des Buchs und einen solchen stellt der Jugendrat der Generationen-Stiftung darin auf. Gegen die Klimakrise, zur Vermeidung eines ökologischen Kollapses (hier Ökozid genannt), für eine generationengerechte Wirtschaft, sozial gerechte Arbeit, Bildung, Demokratie, Abrüstung, Migrationspolitik und digitaler Zukunft. Bei diesen vielen Themen auf 251 Seiten in luftiger Schrift ist klar, dass einige Fragen offen bleiben. Aber dieses Buch gibt eine klare Übersicht und es ist ein Anfang. Natürlich präsentiert das Buch nicht immer Konkretes zur Umsetzung der vielen Forderungen. Aber es ist ein wichtiger Ausgangspunkt zum Weiterdenken. Bevor man sich an die Umsetzung macht, braucht man eine begründete Zielsetzung, und die ist hier ausführlich dargeboten.

Lesen Sie weiter

Ein Plan ? UNSER Plan !!!

Von: Sylvia B.

27.01.2020

Wer bis dato noch keinen Plan hatte, sollte dieses Buch lesen und dann handeln. Es gibt so viel zu tun und jeder kann seinen Beitrag leisten ! Hier schreiben junge Menschen, die nicht wegsehen wollen oder der Politik das Feld überlassen, hier wird informiert und gefordert. Protest muss nicht gewaltsam sein, die Feder hat auch eine Überzeugungskraft, besonders wenn Taten und Wissen dahinter stehen !

Lesen Sie weiter

Brandaktuell

Von: Flipmo

13.01.2020

Dieses Buch ist wichtig. Für Menschen die sich bisher schon mit dem Klimawandel beschäftigt haben, birgt es nicht sehr viel Neues aber es ist auf jeden Fall lesenswert. Alle Probleme werden auf den Punkt gebracht. Das Vorwort von Harald Lesch wertet alles nochmal auf.

Lesen Sie weiter

Inhalt: Eine Generation, die lange Zeit als unpolitisch belächelt wurde, steht auf, organisiert Proteste, an denen landesweit Hunderttausende und weltweit Millionen teilnehmen. Angesichts schwindender Ressourcen und globaler Vermüllung stellen sie die Forderung nach nachhaltigem Klima- und Umweltschutz. Acht Autoren und Aktivisten, Mitglieder des Jugendrates Generationen Stiftung, warnen nicht nur vor den Gefahren, denen sich die heutigen 14- bis 25-Jährigen ausgesetzt sehen. In genau recherchierten Beiträgen, die mit den Erkenntnissen anerkannter Wissenschaftler abgeglichen sind, stellen sie konkrete Forderungen, nehmen uns alle in die Verantwortung und entwerfen eine Vision, die die Kraft hat, Generationen zu vereinen. Das Buch beginnt mit einem Vorwort von Harald Lesch, den ich wirklich sehr schätze und dessen Sendungen ich mir sehr gerne ansehe. Ich finde es toll dass er sich hinter die Autoren stellt und sie durch sein Vorwort unterstützt. Es ist in zehn Kapitel bzw. 10 Bedingungen unterteilt, die wiederum in zwei Kapitel gegliedert sind. Und gleich zu Beginn möchte ich meinen einzigen Kritikpunkt erwähnen, denn das hat mich wirklich unglaublich beim Lesen gestört: es ehrt die Autoren sehr, dass sie allen gerecht werden wollen, aber dieses Gendering war einfach zu viel des Guten. Auf jeder Seite stolpert man mindestens einmal über Autor*innen, über Politiker*innen, über Manager*innen. Nach den ersten paar Seiten war ich extrem genervt und habe die Sternchen verflucht. Bitte nicht übel nehmen, aber das hätte man sich wirklich sparen können! Nun weiter zum Buch: Es ist kein reines „Klimarettungsbuch“, wie ich es zuerst annahm. Vielmehr ist es ein Leitfaden zur Rettung unserer Welt, da wir die Welt und unsere Zivilisation nur retten können wenn an allen Baustellen so schnell wie möglich gearbeitet wird. Es geht nicht nur um die Klimakatastrophe in die sich die Menschen hineinmanövriert haben, es geht auch um die Wirtschaft, die so nicht weiter voran getrieben werden darf. Es geht um soziale Ungerechtigkeit, die aus ungerechter Wirtschaft resultiert und wodurch die Menschheit immer mehr in Arm und Reich auseinander driftet. Es geht um Bildung, die für jeden zugänglich sein muss! Die Verhältnisse und die Herkunft dürfen nicht entscheiden ob jemand Zugang zu Bildung bekommt oder nicht. Denn genau das bringt Arm und Reich immer weiter auseinander! Genau das führt zu einer Vormachtstellung der Reichen, die wiederum die Wirtschaft beherrschen und deren Richtung bestimmen, nur um noch reicher und ungerechter über unsere Welt zu herrschen. Daraus resultiert die Gefährdung der Demokratie, denn wo Ungleichheit, Ungerechtigkeit und Neid und Hass sind, ist undemokratisches Gedankengut schnell geschürt. Das Buch zeigt auf, wie sehr alles miteinander verbunden ist und wie notwendig es ist, dass wir daran arbeiten. Die Autoren haben klare Vorstellungen was wir, die Politiker und die Verantwortlichen marktbeherrschender Konzerne ändern müssen! Sie haben einen tollen Plan! Und wenn ich die Kritiker höre, die sagen „das ist doch alles nichts Neues“ - ja, das ist richtig! Dieses jungen Menschen haben das Rad nicht neu erfunden, aber sie wollen es zum Drehen bringen - und das ist genau das was alle vorher versäumt haben, was immer wieder aufgeschoben wurde! Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler vor dem, worin wir heute fest stecken! Und ich hoffe dass diese jungen Menschen, die Autoren dieses Buches, endlich wachrütteln konnten. Das kann man nur mit radikalen Vorschlägen und Maßnahmen, das kann man nur wenn man polarisiert. Denn das ewige „man könnte ja mal irgendwann“ hat uns in unsere schlimme Lage gebracht. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen - egal welches Geschlecht, welches Alter und welcher Herkunft! Die Rettung von uns allen geht auch jeden von uns etwas an!

Lesen Sie weiter

Manch Interessantes

Von: Anne L.

07.01.2020

Vorab: Der Jugendrat der Generationen besteht aus Studierenden und wird von Studierten unterstützt. Alles entsteht aus einer privilegierten Stellung heraus. Fakt ist, es muss sich was ändern. Die Digitalisierung schreitet voran, es wird einen Arbeitsplatzwandel geben und damit auch ein neues soziales Gefüge. Wir "Alten" werden immer mehr, die Jungen sind weniger, somit kann der Generationenvertrag nicht funktionieren und es müssen andere Wege beschritten werden. Allerdings sehe ich den Weg in Richtung Sozialismus als fragwürdig an, denn wir hatten schon mal einen "real existierenden Sozialismus". Die Politik stagniert, so kann keine Bewegung in ein überholtes System kommen. Doch wird es mit Jüngeren besser? Schließlich sind sie auch Menschen und werden sich irgendwann von irgendjemanden verleiten lassen. Verkehrsinfarkt: Güter sollen auf die Schiene. Das hatten wir ja mal, nun ist die Bahn eine AG geworden, die Regierung hat sich aus der Verantwortung gezogen. In dem Buch werden viele brisante Themen angesprochen, doch dieser anklagende Schreibstil und diese Überheblichkeit einer Generation gegenüber, finde ich unangebracht. In dem ganzen Kontext fehlt mir das Wort "Verzicht", denn wenn Änderungen kommen sollen, bringen sie meist Verzicht mit sich. Mal sehen, was der Jugendrat erreicht.

Lesen Sie weiter