Leserstimmen zu
Wir Witwen sind ein zähes Volk

Maya Stomp

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Wir Witwen sind ein zähes Volk

Von: Verena Susann

29.06.2020

Maya Stomp ist es gelungen, ein Buch zu schreiben, das man nicht von vorne bis hinten durchlesen muss, sondern, es ist so aufgegliedert, dass man für sich das passende Kapitel heraussuchen kann, was man jetzt grade für seine Trauerarbeit benötigt. Mir gefallen die kurzen Sprüche, die man am Ende oder am Anfang eines Kapitels findet, klar und prägnant. Das Buch von Maya Stomp betört durch zauberhafte Zeichnungen, die man zwischen den Blättern findet. Maya Stomp erzählt einfühlsam über ihren eigenen Verlust, den Mann, den sie in frühen Jahren unerwartet verloren hat. Man nimmt dieses Buch immer wieder zu Hand und findet etwas Tröstendes, hier schreibt eine, die diesen Weg der Trauer gegangen ist und wieder hinaus gefunden hat in ein andersartiges Leben ... als Witwe. Trauern gehört zum Leben, so Maya Stomp.

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Trauer verändert alles

Von: MissGoWest

29.06.2020

Die Niederländerin Maya Stomp schreibt in „Wir Witwen sind ein zähes Volk: Trauern ist Marathon für die Seele“ über ihre persönlichen Erfahrungen nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes. Sie teilt ihr Buch nach einem Vorwort in vier Teile ein: Meinen Verlust annehmen, meinen Schmerz spüren, mein Herz heilen und mein Leben neu gestalten. Dabei konzentriert sie sich auf das Wesentliche und vermittelt einen schweren Stoff mit Texten, die leicht im Ton sind, wie sie selbst im Vorwort erwähnt. Genau das ist angenehm, gerade wenn man sich am Anfang der Trauer befindet. Das Layout des Buches ist offen und aufgelockert. Die eigentlichen Texte sind in schwarz geschrieben, Überschriften in rot und Zitate, die zum Thema passen, in einem Braunton. Zusätzlich wirken die Illustrationen von Charley Ambagtsheer wie ein frischer Wind. Die ganze Aufmachung spricht von Leichtigkeit als Gegengewicht zur Schwere des Themas. Obwohl sich das Buch in erster Linie an Witwen richtet, ist es generell für Hinterbliebene und Personen geeignet, die einen Verlust jeglicher Art erlitten haben. Ich empfand das Buch als sinnvollen Ausgangspunkt, sich mit dem Thema Trauer auseinanderzusetzen. Es geht nicht in die Tiefe wie andere Bücher des Genres, bietet aber viele Anreize zur Reflektion. Mir blieben einige Zitate im Gedächtnis: „Trauer verändert alles.“ (S. 37) „Ein Verlust ist nicht ein Problem, dass sich lösen lässt.“ (S. 37) „Du kannst nicht drum herum. Du musst durch. Mitten durch alle Emotionen.“ (S. 61) Wichtige Punkte wie die Frage nach dem Warum, körperliche und seelische Veränderung, die wichtigsten organisatorischen Fragen nach einem Todesfall, Trauertheorie, Trostspender und Selbstfürsorge werden angesprochen, ohne allzu sehr in die Tiefe zu gehen. Ich finde schade, dass durch den Titel viele Hinterbliebene ausgeschlossen werden. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle LeserInnen, die sich erstmals mit dem Thema Trauer auseinandersetzen wollen, egal ob sie selbst einen Verlust erlitten haben oder jemandem beistehen wollen, der in Trauer ist.

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Lesenswert

Von: frauerdbeer

28.06.2020

Ein liebevoll geschriebenes Buch. Trotz des schwierigen und traurigen Themas auch humorvoll. Ich hoffe, das es vielen Menschen in der schwierigen und komplexen Zeit der Trauer hilfreich zur Seite stehen kann. Man fühlt beim Lesen sehr mit und ist oft berührt von den Beschreibungen der Autorin. Ein Ratgeber der etwas anderen Art .

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Die Autorin Maya Stomp hat mit dem Buch “Wir Witwen sind ein zähes Volk” ihre eigene Trauergeschichte verarbeitet und erzählt ihren ganz persönlichen Weg, wie sie mit dem Schicksalsschlag umging und letztlich auch daran gewachsen ist. Mit 41 Jahren ist sie plötzlich Witwe geworden. Zu einem Zeitpunkt, an dem man eigentlich mitten im Leben steht und noch viele große (gemeinsame) Pläne hat. Von jetzt auf gleich stand die Welt still und doch drehte sie sich für alle anderen weiter - ohne Rücksicht. Ihr Buch ist ein Sachbuch, das trotz des ernsten Hintergrundes in einem leichten Ton und mit Witz geschrieben ist. Diesen Widerspruch spricht die Autorin ebenfalls im Vorwort an. Meines Erachtens nach, tut das dem Buch aber keinerlei Abbruch. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass das Thema nicht ernst genommen wird oder der Ton unpassend wäre. Ganz im Gegenteil: Der Erzählstil von Maya Stomp hilft einem, dieses schwere Thema von allen Seiten zu betrachten und sich selbst zu hinterfragen. Man merkt, dass sie es selbst getan hat. Ihre Geschichte und ihre Erlebnisse wirken authentisch. Sie gibt Ratschläge und Tipps, die helfen können Trauerarbeit zu leisten und einen Verlust zu verarbeiten. Alles angelehnt an den Dingen, die ihr selbst geholfen haben. Besonders berührend finde ich das Kapitel, in dem sie andere Frauen zu Wort kommen lässt, die ihre eigenen Geschichten erzählen. Maya Stomp ist mittlerweile Trauercoach und hat sich der Aufgabe verschriebenen Trauernden bei ihrem Prozess zu begleiten. Sie ist in der Grief Recovery Method (Trauerprozess) als Coach zertifiziert und stellt in ihrem Buch auch einige Theorien vor. Dies passiert allerdings erst im zweiten Teil des Buches, sodass für mich die Theorien an dem Punkt schon nicht mehr richtig fassbar waren. Für mein Verständnis wollte die Autorin die Theorien jedoch nur anschneiden bzw. der Vollständigkeit halber erwähnen. Es wirkt auf mich nicht so, als wenn sie relevant für die Botschaft des Buches sind. Dennoch hätte ich persönlich eine kurze Erläuterung der vorhandenen Theorien und den Aufbau des Buches zu Anfang bevorzugt. Das Buch ist sehr verständlich geschrieben mit kurzen Kapiteln und Abschnitten, die mit Zeichnungen unterteilt sind. Im laufenden Fließtext und zum Ende der Kapitel wurden immer wieder ausgesuchten Zitate eingebaut. Sie sind sowohl tiefgründig, schön als auch tröstlich. Kurz gesagt, ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn man einen Verlust verarbeiten möchte. Es gibt Zuversicht und das Gefühl nicht alleine zu sein.

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Gut lesbares Buch mit guten Tipps

Von: Bianca Richter

22.06.2020

Das Buch liest sich leicht und gut. Es sind keine neuen Erkenntnisse,macht aber viel Mut und nimmt den Druck, schnell wieder"normal"werden zu müssen. Die persönlichen Berichte der Autorin geben das Gefühl, erkannt zu werden und hilft beim Trauerprozess

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Auch wenn das Thema momentan hier und da langsam etwas mehr in den Blick gerät, ist es für viele Menschen immer noch ein großes Tabu, sich mit dem Sterben, dem Tod und der Trauer auseinanderzusetzen. In den Nachrichten werden wir zwar täglich mit dem Tod konfrontiert, die eigene Endlichkeit jedoch und die der geliebten Menschen ist etwas, das wir allzu gerne ausblenden. Das uns Angst macht. Bis es irgendwann dann doch in unser Leben bricht. Völlig überraschend und als Schock, wie hier bei der Autorin, oder mit Vorankündigung und der Möglichkeit, sich darauf vorzubereiten, z.B. bei einer Krankheit. Egal wie - letzten Endes ist es dann doch immer der falsche Zeitpunkt. Trauer katapultiert uns aus unserer Welt, aus unserem ganzen bisherigen Leben, erschüttert uns in unseren Grundfesten und konfrontiert uns mit einem vorher nie gekannten Chaos in uns selbst. Viele greifen dann auf der Suche nach Hilfe und Trost zu einem Buch, und Trauer(begleit-)literatur gibt es in großer Auswahl. Wie finde ich hier das für mich richtige? Sind sie nicht irgendwie eh alle gleich? Zum Glück nicht. Jedes Buch hat seine eigene Färbung. So auch dieses neue Buch von Maya Stomp, das sich durch etwas sehr einmaliges auszeichnet: Es ist - trotz aller Tragik und Trauer - mit Humor geschrieben! Ein Paradoxon, möchte man zunächst meinen, aber beim Lesen stellt man dann sehr schnell fest, wie eben genau dieser Stil sehr wohltuend ist, wie er einen auffängt, wenn man selbst in seiner Trauer abzustürzen droht. Und wie er sanft aufzeigt, dass es auch für einen selbst wieder eine Zeit geben wird, in der Humor und Lachen sein kann. Gleichzeitig ist es aber kein leichtfertiges Buch. Es schwächt nicht die Tragik des Verlustes durch oberflächliche Witze. Es macht deutlich, wie tief man in der Trauer fällt, wie lange die Trauer anhalten kann und wie schwer es ist, seinen Weg hindurch zu finden. Hier gibt die Autorin konkrete Tipps, nennt praxisnahe Beispiele, die ihr geholfen haben, und erzählt von ihren eigenen Erfahrungen. Ein sehr persönliches Buch. Ein einzigartiges Buch. Und ein sehr liebevoll geschriebenes Buch. Denn "Trauer ist die andere Seite der Liebe", wie die Autorin selber schreibt.

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ich bin sehr getroffen

Von: raphaela_2000

18.06.2020

Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet und habe so meine beste Freundin verstanden, die sich nach dem Tod ihres Vaters aus dem Leben zurückgezogen hat. Ich habe erst das Buch selbst gelesen und anschließend an sie weitergegeben. Seitdem verstehen wir uns viel besser und sie kann diese traurige Erfahrung besser verarbeiten. Herzlichen Dank, dass wir dieses Buch testlesen durften - es hat auf jeden Fall viel geholfen.

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Danke Maya

Von: maibowle

16.06.2020

Ein ganz besonderes Buch. Sehr privat und emotional . Ich habe sehr jung beide Oma¿s verloren und dann als ich 20 Jahre alt war ganz plötzlich Vater und später dann noch einen meiner Brüder. Mit diesem Buch konnte ich noch einmal 40 Jahre zurück gehen und den Situationen nachspüren. Danke Maya, dass Du uns diesen Weg gemeinsam gehen lässt. Mir hat die Sprache und die Art des Buches mit den eingefügten Zitaten sehr gefallen. Es ist ein weiter Weg den Maya da gegangen ist¿¿jeder Weg ist anders, aber man findet hier viele Gemeinsamkeiten. Ein ganz besonderes Buch¿.ein Juwel der es sicher in meinen Bücherschrank schafft und dem ich viele interessierte Leser wünsche.

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