Leserstimmen zu
My friend Anna

Rachel DeLoache Williams

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>> „Sex and the City“ meets „Catch me if you can“<< ...eine interessante Kombination, insbesondere auf Grund der Tatsache, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Und zwar dreht sich das Buch „My friend Anna“ von Rachel DeLoache Williams um die junge russisch deutsche Anna Sorokin, die die Autorin kennenlernte, die sich als Anna Delvey, deutsche adlige Millionenerbin ausgab und alle täuschte und nichts von alle dem bereute. Mich machte diese Geschichte sehr neugierig und es war mitunter interessant hier zu erfahren, wie sich Anna ihrem Umfeld gegeben hat und wie sie war. Für die Autorin war sie eine ganze Zeit lang eben auch eine Freundin, doch schnell wird klar, das es sich hier um eine absolut toxische Freundschaft handelte. Leider machte sich auch ziemlich schnell deutlich, dass die Autorin sich mit dieser Geschichte gern in den Vordergrund spielen und Mitleid erregen möchte... zumindest habe ich das als Leser so empfunden und das hat mir persönlich nicht gefallen. Natürlich ist die Autorin hier in eine wirklich schwierige Lage geraten, jedoch gab es einige Szenen, die beschrieben wurden, in denen ich mich ehrlich gefragt habe, wie man einem doch „fremden“ Menschen so viel Naivität entgegen bringen kann. Alles in allem konnte mich das Buch nicht überzeugen.

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Eine junge russisch-deutsche Frau, Anna Sorokin, gibt sich in der bewegten Weltstadt New York als Millionärstochter aus. Mit gefälschten Dokumenten und ungedeckten Checks, betrügt sie mehrere Banken, Hotels, und auch Freunde. In diesem Buch berichtet ihre Freundin über die gemeinsame Zeit. Die Autorin, Rachel, arbeitet bei einer Zeitschrift, als sie Anna in einem Lokal kennenlernt. Anna scheint wenige Freunde zu haben, und bald verbringen Rachel und Anna viel Zeit miteinander. Sie gehen oft in teure Restaurants, teilen sich einen persönlichen Fitness-Coach, und buchen gemeinsame Wellness- und Schönheitstermine. Rachel genießt diesen ausschweifenden Lebensstil. Meistens zahlt Anna die hohen Rechnungen, aber manchmal hat sie ein Problem mit ihrer Kreditkarte oder einer Zahlungs-App, und Rachel übernimmt die Kosten. Bei einem gemeinsamen Luxus-Urlaub fallen sehr hohe Kosten an, aber Annas Kreditkarten streiken. Sie erklärt, dass sie im Gespräch ist mir ihren Banken, und dass das Problem bald geklärt werden müsste. Rachel vertraut ihrer Freundin, und übernimmt vorübergehend die Kosten. Doch auch Monate danach bekommt sie nur Ausreden zu hören. Sie will es lange nicht wahrhaben, aber schließlich muss sie zugeben, ihre Freundin ist nicht reich. Sie ist eine betrügerische Hochstaplerin. Rachel hat große Probleme wegen ihren stark überzogenen Kreditkarten. Wie wird sie zu ihrem Geld kommen? Wie am Anfang des Buchs steht, beschreibt dieses Buch das Leben der Autorin. Über Anna erfährt der Leser nicht viel mehr, als ihre Freundin beobachten konnte. Über den Hintergrund und den Motiven der Täterin erfährt man wenig. Dafür nehmen die Details aus dem Leben Rachels viel Platz ein. In ihrem Job kümmert sie sich um die logistischen Vorbereitungen für Foto-Aufnahmen. Sie erzählt immer von den Shootings und den Prominenten, die sie durch ihren Beruf begegnet. Von den gemeinsamen Unternehmungen mit Anna erinnert sie sich aber auch an viele Details. So erfährt der Leser an mehreren Stellen genau wo und was gespeist wurde, und wie viele Flaschen Wein dazu getrunken wurden. Das zieht die Erzählung manchmal in die Länge. Auch über ihre Gefühlswelt berichtet die Autorin ausführlich. In den sorgenvollen Monaten, in denen sie von Anna immer wieder mit Ausreden und Versprechungen hingehalten wurde, ist sie krank vor Sorge. Sie beobachtet jeden Schritt Annas auf den sozialen Medien, und spielt schließlich auch eine entscheidende Rolle bei ihrer Verhaftung. Auch wenn das Buch eher das Leben der Autorin zum Thema hat, ist es unterhaltsam geschrieben. Trotz der Länge, lässt sich diese leichte Lektüre schnell lesen. Fazit: Ein interessanter Bericht aus der Welt der Reichen. Dieses Buch wird vor allem Menschen interessieren, die sich für das Leben reicher, junger Menschen inmitten von prominenten Persönlichkeiten interessiert. Unterhaltsam geschrieben, ist es schade, dass der Leser nicht mehr über die Hochstaplerin Anna Sorokin erfährt.

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Die spannendsten Geschichten muss man sich nicht ausdenken, die schreibt das Leben einfach selbst: Dafür ist My friend Anna der gedruckte Beweis. Ein wahrhaftiger page-turner, der einen schon nach den ersten paar Zeilen in seinen Bann zieht und bis zum Ende nicht mehr loslässt - und das, obwohl man weiß, wie die Geschichte ausgeht!

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Die Autorin Rachel Williams arbeitete bei Vanity Fair und lernte auf einer Party die Millionenerbin Anna Sorokin-Delvey kennen. Die beiden jungen Frauen freundeten sich an und eroberten das Nachtleben von New York. Sie gingen auf die angesagten Partys, in die coolen Clubs. Anna zahlte und lud Rachel sogar nach Marokko in das 5-Sterne-Resort “La Mamounia” ein, in dem eine Nacht über 7000 USD kostet. Was wie eine moderne It-Girl-Version von “1001 und eine Nacht” begann, endete in einem Alptraum - einer Vorladung vor Gericht; der Angst, sich auf das eigene Urteilsvermögen nicht mehr verlassen zu können und der Verlust des Vertrauens in andere Menschen. Mancher hat im Mai 2019 vielleicht die Berichterstattung über eine kapriziöse Angeklagte in New York gelesen, die sich weigerte in Gefängniskleidung vor Gericht zu erscheinen. Anna Sorokin hatte für den Prozess eigens eine Stylistin engagiert und bestand darauf Designermode zu tragen. Liest man in der Zeitung über Betrugsfälle, denkt man “Wie konnte die Person nur so dumm sein?” oder vielleicht auch selbstkritisch “Könnte mir das ebenfalls passieren?” Beim Lesen dachte ich immer “Nee, das kann doch jetzt nicht sein…” Rachel war hilflos zwischen Hoffnung und Verwirrung gefangen. Und es wurde schlimmer und schlimmer. Narzissten setzen auf typisch menschliche Eigenschaften - wir wollen Zusammenhänge verstehen, wollen anderen helfen, wollen gemocht werden. Betrüger nutzen unsere Gier, Einsamkeit oder Unsicherheit und manipulieren uns mit dreisten Lügen. Sie verwirren uns und weichen aus. Hinterher fühlt man sich wie von einem Lastwagen überfahren und fragt sich, was man übersehen hat. Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte. Vor allem die, die glauben, dass sie nie auf einen Betrüger hereinfallen würden. Narzissten erfüllen dein geheimstes Bedürfnis. Das kann für jeden etwas anderes sein. Der Wunsch dazuzugehören, der Wunsch nach Anerkennung oder Macht. Was ist deine Schwäche?

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