Leserstimmen zu
Die verlorene Frau

Emily Gunnis

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Wie schon der ersten Roman von Emily Gunnis wird auch „Die verlorene Frau“ auf mehreren unterschiedlichen Zeitebenen erzählt. Die Gegenwartsgeschichte fand ich zu Anfang etwas schwierig, Jessie wirkte sehr unsympathisch auf mich und ihr Handeln war unverständlich. Warum bringt eine junge Mutter ihr Kind so in Gefahr? Das ist, ohne den Hintergrund zu kennen, erst einmal eine sehr befremdliche Handlungsweise. Nach einigen Kapiteln hat sich dies aber ziemlich schnell aufgeklärt. Durch den plastische Erzählstil von Emily Gunnis lief die tragische und dramatische Geschichte beim Lesen fast wie ein Film vor meinen Augen ab. Besonders der Vergangenheitsstrang ist sehr emotional und spannend erzählt. Eine perfekte Mischung und ein mitreissendes Familiendrama. Ich habe mit den einzelnen Protagonisten, die die Geschichte jeweils aus ihrer Perspektive erzählt haben, mitgefiebert und mitgefühlt. Fazit Mir hat „Die verlorene Frau“ noch besser gefallen als „Das Haus der Verlassenen“. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Der Roman ist leicht zu lesen und sowohl spannend, als auch dramatisch und schockierend. Einzig die Figur der Jessie blieb bis zum Schluss etwas farblos, dafür war der Vergangsheitsstrang aber von Beginn an grandios.

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Geheimnisse über Geheimnisse

Von: Conny

30.09.2020

….gibt es im Buch „Die verlorene Frau“ von Emily Gunnis. Nicht nur in der Gegenwart, auch in der Vergangenheit. Die Geschichte beginnt 1960 mit Rebecca. Sie lebt in dieser Zeit mit ihrer Mutter und ihrem Vater in Seaview. Ihr Vater leidet sehr unter seinem Einsatz im 2. Weltkrieg. Er ist gewalttätig gegenüber seiner Frau. Das ganze findet sein Ende im Tod von Rebeccas Eltern. Der Vater erschlägt die Mutter und erschießt sich dann selbst. Doch war es wirklich ihr Vater? Oder doch ein Fremder? Zumindest glaubt Rebecca sich an ein Klopfen an der Tür zu erinnern. Doch war dies real oder war es nur der Sturm, der in dieser Nacht herrschte? In der Gegenwart bekommt Jessie, Rebeccas älteste Tochter, ein Baby. Sie glaubt jedoch, dass jemand ihrem Kind etwas antun will. Hat sie Recht? Oder leidet sie auch unter postneutraler Depression wie schon ihre Mutter? Kurzerhand nimmt Jessie ihr Neugeborenes und verschwindet aus dem Krankenhaus. Ihr Vater Harvey und die Polizei suchen fieberhaft nach ihr, denn Baby Elisabeth benötigt dringend Medikamente. Auch Iris sucht nach Jessie. Nicht nur für ihren Job als Journalistin, sondern auch ihrer Mutter Rebecca zuliebe. Iris ist die Halbschwester von Jessie. Zusätzlich zu der Geschichte von Rebecca und ihrer Familie erfahren wir auch noch einiges über Harriett und die Zeit nach der Rückkehr ihres Mannes. Wie er sich immer weiter von ihr entfernt und auch eingewiesen wird. Auch Cecilia spielt eine wichtige Rolle, hierzu möchte ich jedoch nicht zu viel verraten. Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten geschrieben und erzählen so die Geschichte. Dadurch lernt man die einzelnen Charaktere besser kennen. Ich mag diese Erzählweise sehr, sowie auch, dass es zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart wechselt.

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Der Inhalt: Rebecca ist 13 Jahre alt, als in einer Nacht im Jahre 1952 ihre Eltern tot aufgefunden werden. 50 Jahre später verschwindet Rebeccas Tochter, Jessie nach der Geburt ihres Babys aus der Klinik. Das Baby ist schwer krank und muss schnell wieder gefunden werden um es zu retten. Liegt der Grund für Jessies Verschwinden in der Vergangenheit? Meine Meinung: Emily Gunnis erzählt hier einmal die Geschichte von Harriet und Jakob, Rebeccas Eltern, wie sie in den 50er-Jahren lebten und wie es zu ihrem plötzlichen Tot kommt. Die Vergangenheit mischt sie geschickt mit dem Geschehen in der Gegenwart. Jessies Verschwinden zwingt Rebecca und ihre Angehörigen sich wieder an Vergangenes zu erinnern und dadurch die Gründe für Jessies Verschwinden zu offenbaren. Der Erzählstil ist leicht verständlich und zügig zu lesen, so dass der Leder/ die Leserin leicht in die Geschichte abtauchen kann. Die Kapitel sind kurz und Vergangenheit wechselt sich mit der Gegenwart ab. Dadurch wird es nicht langweilig und ich möchte immer noch ein Kapitel lesen um dem Geheimnis endlich auf die Spur zu kommen. Nach gut Zweidritteln des Buches, habe ich eine leise Ahnung, was in der Schicksalsnacht von 50 Jahren geschehen sein könnte. Allerdings bin ich mir bis zum Ende nicht sicher. Die Autorin macht es spannend und lüftet das Geheimnis erst am Ende. Ich mochte die Protagonisten gerne leiden und konnte sie mir sehr gut als Persönlichkeiten vorstellen und ihre Handlungen nachvollziehen. Am besten gefielen mir Rebecca und Harriet. Mit den beiden habe ich mitgefiebert und gelitten. Mir hätte es sehr gefallen, wenn das Ende noch etwas hinausgezögert worden wäre und ich noch ein kleines bisschen mehr Zeit hätte mit Rebecca verbringen können. Diese Geschichte war sehr kurzweilig und spannend mit der richtigen Prise Drama. Mir hat dieses Buch besser gefallen als die Vorgängergeschichte. (Das Haus der Verlassenen) Fazit: Sehr kurzweilige Unterhaltung mit genügend Spannung und Drama. Gelungene Verwebung von Vergangenheit und Gegenwart. Emotional jedoch nicht kitschig.

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Nachdem ich bereits Das Haus der Verlassenen von der Autorin gelungen fand, war ich mir ziemlich sicher, dass mir auch Die verlorene Frau gefallen würde. Emily Gunnis schreibt in beiden Büchern von starken Frauen, die über die Jahrzehnte hinweg miteinander verbunden sind. Mit jeder Seite mit der die LeserInnen durch die Zeiten reisen, offenbaren sich weitere Geheimnisse. Tatsächlich sollte ich Recht behalten mit meiner Erwartung, da mich auch diese Familiengeschichte begeistern konnte. Die Wechsel zwischen den Zeiten und Perspektiven sind sehr übersichtlich und daher ohne Probleme nachzuvollziehen. Hinzu kommt eine weitere Perspektive, die zunächst nicht zeitlich eingeordnet wird, hierdurch aber weiter Spannung aufbaut. Natürlich kann man sich bei solchen Geschichten schon vorher die groben Züge des Verlaufs vorstellen, doch hier geht es neben den kleineren und größeren Geheimnissen auch um die packende Auflösung und das Entwirren der einzelnen Fäden sowie die intensive Darstellung der zahlreichen Figuren. Denn letzere erhalten in diesem Roman allesamt ihre eigene Tiefe, nicht zuletzt dank der gut ausgearbeiteten Perspektivenwechsel. Emily Gunnis hat wiederholt eine tragische Familiengeschichte über die Jahrzehnte hinweg erschaffen und mit ihren greifbaren Figuren sehr nachfühlbar werden lassen.

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Das Buch ist genial! Also für Fans von Lucinda Riley und Co definitiv ein Muss! Es wird in der Zeit hin und her gesprungen und zuerst war es ein bisschen verwirrend, denn es gibt mehrere Zeitsprünge im Jahr 2014 von ein paar Tagen. Der Roman spielt in den 40/50/60zigern und halt auch in 2014. Und alles ist miteinander verbunden, denn es geht mehr oder weniger um eine Familie. Bei solchen Romanen darf man auch nicht zu viel von der Handlung wegnehmen, denn fast alles wäre ein Spoiler. Aber es lässt sich sagen, dass das alles andere als eine harmonische Familie ist. Die Charaktere sind interessant und unterschiedlich sympathisch. Ich bin immer gerne in das Buch abgetaucht und es war auch spannend zu lesen, auch die verschiedenen Zeitebenen haben mir gefallen und wie sich die Geschichte zusammengefügt hat. Natürlich gab es auch ein paar Überraschungen, aber ganz am Schluss hat die Autorin mich noch mal überrascht, denn eigentlich dachte ich, die Geschichte wäre zu Ende erzählt und wäre abgeschlossen. Doch dann kommt noch ein Geheimnis zutage, womit ich nicht gerechnet hatte. Also alles in allem hat dieses Buch wirklich 5 Sterne verdient!

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dieses buch ist nicht nur ein tragische familiengeschichte, sondern auch erschreckend…es geht tief…es wird traurig und der leser hängt gebannt an den zeilen…dieses werk war mein erstes der autorin..ich liebäugelte bereits länger mit dem erstwerk der autorin…nach diesem buch kann ich sagen, dass es nicht dabei bleiben wird…es muss definitiv bei mir einziehen, da ich echt begeistert von der autorin und ihrer art eine geschichte zu erzählen bin…obwohl es ist eigentlich nicht nur eine geschichte…emily gunnis schafft es mit ihren worten, dass ich das gefühl hatte, direkt dabei zu sein…ich war teil dieser familie, die über jahre so viel tragik erleben musste und nach und nach zerbrach…es brachte mich stellenweise echt an meine grenzen…nicht weil es so grausam blutig war, sondern die worte und geschehnisse mich so tief berührten…die autorin erschuff eine sehr düstere atmosphäre..diese hält von anfang bis ende an…zwischendurch war die grundstimmung so beklemmend, dass mir ganz anders wurde…so benötigte ich zum lesen des buches auch etwas länger, da ich pausen benötigte…die story lebt besonders durch die perspektivwechsel…durch die kürze der kapitel verweilt der leser nicht lange bei einer figur…stellenweise empfand ich dies als etwas schade…denn so blieb für mich die ein oder andere figur etwas farblos…besonders gefallen hat mir allerdings harriet…die mutter von rebecca…ihre tagebucheinträge, ihr leben mit ihrem mann und ihre liebe – wundervoll geschrieben…man versteht so die mutter und auch den vater etwas besser…durch die zeitsprünge in der geschichte kamen für mich auch keine lücken oder langweilige strecken aus…zum schluss setzt sich alles zusammen und ich war begeistert wie sich alles zusammen gefügt hatte…für mich ein absolutes highlight…

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Drei Generationen

Von: Lisa89

25.08.2020

Klappentext: 1960, Seaview Cottage: Die dreizehnjährige Rebecca und ihre Mutter leiden unter dem gewalttätigen Vater. In einer stürmischen Nacht pocht jemand an die Tür des abgelegenen Cottages. Wenig später sterben beide Eltern, doch die Umstände ihres Todes werden nie aufgeklärt. 2014, Chichester: Eine junge Mutter verschwindet spurlos mit ihrem todkranken Baby. Ihre Schwester Iris, eine Journalistin, soll sie so schnell wie möglich finden. Sie bittet ihre Mutter Rebecca um Hilfe – die ihr nie von der schicksalhaften Nacht vor über fünfzig Jahren erzählt hat. Doch nur mit dieser erschütternden Wahrheit kann es Iris gelingen, das Baby zu retten ... Vielen Lieben Dank an den Random House Verlag für das tolle Buch. Es war das zweite Buch der englischen Autroin Emily Gunnis und es ht mir wieder sehr gut gefallen. Ihr Schreibstil ist flüssig und durch die schnellen Perspektivwechsel will man es gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Story dreht sich um eine trautige Familiengeschichte die drei Schicksale wieder zusammenführt. Ich will nicht zu viel verraten, es ist ein tolles Buch einer grossartigen Autorin.

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Was für eine unter die Haut gehende Geschichte! 2014 bekommt Jessi ein kleines Mädchen, doch diese braucht wegen einer Infektion unbedingt Medikamente. Jessi reagiert panisch, da sie unter einer postpartalen Depression leidet und verschwindet mit dem Neugeborenen aus dem Krankenhaus. Die Suche nach ihnne wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. 1960 muss die 13jährige Rebecca, Jessies Mutter, den Tod ihrer Eltern Harriet und Jacob mit ansehen. Traumatisiert wid sie auf der Wache nachts auch noch stundenlang verhört. Schon vorher musste sie und ihre Mutter unter dem gewalttätigem Vater leiden. Rebecca verschließt diese Nacht in ihrem Inneren, dennoch kann sie vor den Erinnerungen nicht davonluafen. Verschiedene Frauen spielen eine große Rolle in diesem Roman. Rebecca, Harriet oder auch Iris, die Halbschwester von Jessie. Sie alle, wie auch die kleineren Figuren, die dennoch bedeutsame Rollen in dieser Schicksalsgemeinschaft spielen und die Lebensbahnen der Hauptprotagonistinnen entscheinden beeinflussen, werden von der Autorin authentisch und sehr lebensnah dargestellt. Beim Lesen bleibt es immer spannend, erst nach und nach wird ein Geheimnis nach dem anderen gelüftet. Eine besondere Rolle im Roman spielt auch das Gebäude einer frühreren Psychiatrie in Chichester, die es auch im wirklichen Leben gegeben hat. Die Autorin hat - wie sie im Nachwort schreibt - von ihrer Schwiegermutter einige wichtige Informationen über "verlorene Seelen", die dort gelebt haben/leben mussten, erfahren und war schockiert, entsetzt, aber auch inspiriert. Nach ausgiebigen Recherchen entstanden in ihrem Kopf Figuren, Charaktere und eben diese Geschichte, die mich, gerade nach dem Lesen des Nachwortes (bitte diesen selbst erst nach dem Roman lesen!), sehr berühren konnte. Der Roman spielt auf mehreren Zeitebenen . Insgesamt drei Generationen und drei Schicksale spielen eine große Rolle und werden von der Autorin geschickt verknüpt und ihre Geschichten miteinander verwoben. Emily Gunnis hat mich schon mit ihrem vorherigen Roman "Haus der Verlassenen" beeindruckt, gefesselt und emotional berührt. Hier erging es mir genauso. Immer wieder neue Wendungen, der Wechsel der Zeiten, die tiefgründigen und tragischen Geschichten, die ineinander verwoben wurden und der Schreibstil der Autorin hat mich durch die Seiten fliegen lassen.

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