Leserstimmen zu
Anstiftung zum gärtnerischen Ungehorsam

Christiane Habermalz

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Wie oft bin ich an den Steingärten meiner Nachbarn vorbei gegangen und mein kleiner innerer Teufel hat mir zugerufen: "Wirf eine Saatbombe zwischen die Steine!" Ich empfinde es als sehr traurig und erschreckend zugleich, dass viele Menschen mittlerweile Steine und Platten schöner finden als Blumen und Sträucher. Einen Vorgarten oder Garten zu pflegen, wie ihn die Insekten lieben, ist nicht so zeitaufwändig wie es vielleicht befürchtet wird. Aber man stößt auf viel Gegenwind und Nachbarsdiskussionen. Leider. Das Buch von Christiane Habermalz hat mich direkt angesprochen. Fast schon hätte ich in meine Mund-Nasen-Schutz-Maske zwei Löcher geschnitten und sie mir als Robin-Hood-Augenmaske aufgesetzt. Ich habe mich köstlich über die Autorin amüsiert und mich von ihr auch gern informieren lassen. So war ich überrascht, dass Dahlien, Petunien und Forysthie keine wirklichen Insektenfreunde sind. "Der Deutschen liebste Blumen - Geranien, Fuchsien und Petunien - sind allesamt völlig wertlos für bestäubende Insekten. Ebenso Gartenhortensien, Stiefmütterchen, Primeln, Chrysanthemen, Flieder, Tulpen, Zuchtrosen - die Liste ließe sich endlos verlängern. [...] "Das heißt, aus der Sicht einer Biene sind das alles nur Fakeblumen?", fragte ich. "So kann man das ausdrücken. Für bestäubende Insekten ist es ein ständiger Betrug", antwortete er." (S.24, Dialog zwischen Christiane Habermalz und Andreas Fleischmann, Wildbienenexperte und Biologe) Mit jeder gelesenen Seite wurde mir bewusst, wie wenig ich zum Thema Bienen bzw. Insekten weiß. Dachte man doch, dass blühende Pflanzen immer ideal für Insekten sind. Die Autorin zeigt auf, welche Pflanzen gut und nahrhaft für Insekten sind und wie leicht man den Insekten kleine Inseln mit Nahrung schaffen kann (z.B. einfach mal die Küchenkräuter bis zur Blüte stehen lassen - draußen natürlich). Sie beschreibt, wie ihr kleiner Balkon zur Oase wird und wie ihr Bewusstsein für das Insektensterben durch ihre Recherche geschärft wurde. Denn wenn es keine Insekten mehr gibt, haben auch die Vögel kaum eine Chance zu überleben usw. Was mir sehr gut gefallen hat, Christiane Habermalz belehrt nicht, diktiert nicht und schreibt nicht mit erhobenen Zeigefinger. Im Gegenteil sie beschreibt ihre Vorgehensweise mit einer guten Portion Humor, schreibt über ihr Scheitern und warum und sie schreibt über ihre Erfolge. Das Glücksgefühl, wenn man für andere Lebewesen eine Lebenschance schafft. Nein, man rettet, weder mit dem Lesen des Buches noch mit dem Anlegen von kleinen Oasen, das Klima oder die Erde, aber man schafft Lebensräume und gibt der Natur etwas zurück, was sie verdient hat.

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Inhalt Die Autorin Christiane Habermalz setzt sich mitten in der Stadt aufopferungsvoll für die Arterhaltung heimischer Insekten ein. Humorvoll erzählt sie von ihren Erkenntnissen und heimlichen Pflanztouren. Eigene Meinung Bei dem Buch lernt man in Sachen heimische Insekten, ihre Lebensweise, ihre Bedrohung und wie man ihnen das Überleben erleichtern kann erheblich was dazu. Allerdings ganz ohne lehrreich zu wirken, oder gar trockene Fakten zu präsentieren. Das Buch ist voller Witz und macht wirklich Spaß zu lesen. Man lernt viel dazu und wird auch noch köstlich unterhalten. Fazit Eine totale Überraschung, an der kein Hobbygärtner vorbeigehen sollte!

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Titel: Anstiftung zum Gärtnerischen Ungehorsam – Bekenntnisse einer Guerillagärtnerin Autor: Christiane Habermalz Verlag: Heyne< Seitenanzahl: 288 Seiten Preis: D: 9,99€ A: 10,30€ Inhalt Nächtliches Sträucherpflanzen in öffentlichen Parks, heimliches Begrünen karger Straßenränder, subtiles Unterwandern der Petunienkultur: Christiane Habermalz ist als Guerilla-Gärtnerin in ihrem Kiez in Berlin unterwegs, um Inseln für Insekten zu schaffen. Sie weiß: Der Kampf gegen das Artensterben beginnt vor der eigenen Haustür. Mit viel Humor und Leidenschaft für Sechsbeiner aller Art lässt sie uns daran teilhaben, was sie selber über Pflanzen und Insekten lernt und öffnet uns dabei die Augen für ein verborgenes Universum, an dem man allzu oft blind vorübergeht. Eine persönliche Auflehnung gegen sterile Grünflächen und aufgeräumte Gärten, voller nützlicher Tipps, um ganz einfach selbst aktiv zu werden. Geschichte&Schreibstil Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel waren sehr gut strukturiert und man konnte sich echt verdammt gut vorstellen wieso man die ein oder andere Pflanze hassen sollte. Das Konzept fand ich auch sehr gelungen, dass jede Pflanze und jedes Tier eine sogenannte „Bestimmung“ hatten, dass zum Beispiel Bienen die Blumen verbreiteten und Spinnen zum Futter für andere Insekten wurden. Das hat mich teilweise sogar ein bisschen an die Dokumentation „Unsere große kleine Farm“ von Amazon Prime (Ist momentan tatsächlich auf Prime verfügbar) erinnert. Allerdings muss ich zugeben, dass ich am Anfang nicht ganz so schnell in das Buch reingekommen bin und ich auch echt lange für die ersten Kapitel gebraucht habe. Aber nach und nach hat man das auch schon wieder vergessen, weil es einfach zu spannend ist, mehr darüber zu erfahren, wie man den Schmetterlingen, Bienen, Vögeln und all den anderen Kleinen Insekten und Tieren helfen kann. Was ich auch echt wahnsinnig toll fand, waren die Zeichnungen und die Bilder oh und das umweltschonende Papier aus dem das Buch gedruckt ist. Die Zeichnungen haben das Buch einfach nochmal ein bisschen, ja wie soll ich sagen… lustiger und vielleicht auch ein bisschen Kinder geeigneter gemacht. Fazit Mir hat das Buch echt gut gefallen und kann das Buch auch sehr weiterempfehlen, vor allem an diejenigen die von einem eigenen Anbau für die kleinen Insekten Träumen oder auch einfach nur um selbst ein paar Blumen zu Pflanzen und dabei zuzusehen wie die Blumen diese wiederum verbreiten. Ich gebe dem Buch 4,5/5 Sterne.

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Was für eine wunderbare Anstiftung: Petunien und Stiefmütterchen raus aus dem Balkonkasten, den Kirschlorbeer aus dem Garten, den "Unkräutern" Raum geben. Gerade in der Stadt und öden Neubausiedlungen. So das Plädoyer der Autorin. - Warum mehr wilde Stadtnatur den Insekten und Vögeln nützt, legt die Vogelfreundin, Hörfunkjournalistin und Guerillagärtnerin mit Humor und vielen guten Argumenten dar. Ein Lesevergnügen für alle, die mehr über den Nutzen von Heimchen und Lilienhähnchen, über Weidenröschen und Wegwarte oder über die Fabrikation von Unkrautsamenbomben wissen wollen.

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